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Was ist WordPress und wie funktioniert es? Einfach erklärt für Einsteiger

Lesezeit ca.: 8 Minuten

WordPress ist eine Software, mit der du Websites erstellen und verwalten kannst, ohne jede Seite von Grund auf programmieren zu müssen. Du kannst damit beispielsweise eine Unternehmenswebsite, einen Blog, eine Vereinswebsite, ein Portfolio oder mit entsprechenden Erweiterungen auch einen Onlineshop betreiben.

WordPress gehört zur Gruppe der Content-Management-Systeme (CMS). Ein CMS trennt die Inhalte deiner Website weitgehend von deren technischer Darstellung. Texte, Bilder und Seiten verwaltest du über eine grafische Benutzeroberfläche, während WordPress im Hintergrund dafür sorgt, dass daraus die Website entsteht, die deine Besucher im Browser sehen.

Kurz erklärt: Mit WordPress verwaltest du deine Website über einen geschützten Administrationsbereich. Dort kannst du Seiten erstellen, Texte und Bilder veröffentlichen, das Design ändern und über Plugins zusätzliche Funktionen installieren. Programmierkenntnisse sind für viele alltägliche Aufgaben nicht erforderlich.

Was genau ist WordPress? #

WordPress ist ein kostenloses Open-Source-Content-Management-System. Open Source bedeutet, dass der Quellcode der Software öffentlich zugänglich ist und WordPress von einer weltweiten Community weiterentwickelt wird.

Die erste Version von WordPress erschien 2003. Aus der ursprünglich stark auf Blogs ausgerichteten Software ist inzwischen ein vollständiges CMS geworden, mit dem sich sehr unterschiedliche Arten von Websites realisieren lassen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen WordPress.org und WordPress.com. Wenn wir bei CURIAWEB von WordPress sprechen, meinen wir normalerweise die frei verfügbare WordPress-Software von WordPress.org, die auf deinem eigenen Webhosting installiert wird. Dadurch hast du wesentlich mehr Kontrolle über deine Website, Plugins, Themes und technischen Einstellungen.

Was benötigst du für eine WordPress-Website? #

Damit deine WordPress-Website im Internet erreichbar ist, brauchst du grundsätzlich drei Komponenten:

  • Domain: die Adresse deiner Website, beispielsweise deinefirma.ch.
  • Webhosting: den Speicherplatz und die Server-Ressourcen, auf denen WordPress, deine Bilder, Dateien und Datenbank betrieben werden.
  • WordPress: das Content-Management-System, mit dem du die Website verwaltest.

Eine einfache Möglichkeit, sich das Zusammenspiel vorzustellen: Die Domain ist die Adresse, das Hosting ist das Grundstück und Gebäude und WordPress ist das System, mit dem du die Räume und deren Inhalte gestaltest und verwaltest.

Technisch benötigt WordPress unter anderem PHP, eine Datenbank wie MariaDB oder MySQL sowie HTTPS. Bei einem für WordPress geeigneten Hosting sind diese technischen Voraussetzungen bereits vorhanden.

Wie funktioniert WordPress? #

WordPress besteht vereinfacht betrachtet aus Dateien und einer Datenbank. Die WordPress-Dateien enthalten die eigentliche Software sowie installierte Themes und Plugins. In der Datenbank werden unter anderem Inhalte und zahlreiche Einstellungen deiner Website gespeichert.

Wenn ein Besucher eine Seite deiner Website aufruft, verarbeitet der Webserver die Anfrage. WordPress ermittelt die benötigten Inhalte und Einstellungen und erzeugt daraus die Seite, die anschließend im Browser angezeigt wird.

Als Website-Betreiber musst du dich mit diesen technischen Abläufen im Alltag normalerweise nicht beschäftigen. Die Verwaltung erfolgt über das WordPress-Dashboard.

Was ist das WordPress-Dashboard? #

Das WordPress-Dashboard ist der geschützte Administrationsbereich deiner Website. Standardmässig erreichst du ihn über eine Adresse nach folgendem Muster:

https://deine-domain.ch/wp-admin

Nach der Anmeldung kannst du dort abhängig von deinen Benutzerrechten nahezu die gesamte Website verwalten.

Zu den wichtigsten Bereichen gehören:

  • Beiträge: für Blogartikel und andere zeitlich veröffentlichte Inhalte
  • Seiten: für dauerhaft angelegte Inhalte wie Startseite, Über uns oder Kontakt
  • Medien: für Bilder, PDFs und andere Dateien
  • Design: für Themes und abhängig vom verwendeten Theme weitere Gestaltungsmöglichkeiten
  • Plugins: für zusätzliche Funktionen
  • Benutzer: für Benutzerkonten und Berechtigungen
  • Einstellungen: für grundlegende Einstellungen deiner WordPress-Website

Wie einzelne Menüpunkte aussehen, hängt unter anderem vom verwendeten Theme, den installierten Plugins und den Berechtigungen deines Benutzerkontos ab.

Was ist der Unterschied zwischen Seiten und Beiträgen? #

WordPress unterscheidet hauptsächlich zwischen Seiten und Beiträgen.

Seiten werden typischerweise für Inhalte verwendet, die dauerhaft Bestandteil der Website-Struktur sind. Dazu gehören beispielsweise:

  • Startseite
  • Über uns
  • Dienstleistungen
  • Kontakt
  • Impressum

Beiträge sind dagegen für fortlaufend veröffentlichte Inhalte vorgesehen, beispielsweise Blogartikel, News oder Ratgeber. Sie können zusätzlich mit Kategorien und Schlagwörtern organisiert werden.

Wie du beide Inhaltstypen richtig einsetzt, erklären wir ausführlich in unserem Artikel Seiten und Beiträge in WordPress: Was ist der Unterschied?.

Was sind WordPress-Themes? #

Ein Theme bestimmt einen wesentlichen Teil des Designs und der Darstellung deiner WordPress-Website. Dazu können beispielsweise Schriftarten, Farben, Layouts, Abstände sowie die Gestaltung von Header, Footer und verschiedenen Seitentypen gehören.

Je nach Art des Themes erfolgt die Bearbeitung unterschiedlich. Moderne Block-Themes können mit dem WordPress Site Editor bearbeitet werden. Dort lassen sich mit Blöcken nicht nur Seiteninhalte, sondern auch globale Bereiche wie Header und Footer sowie Templates gestalten.

Andere Themes bringen eigene Einstellungen oder zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten mit. Deshalb kann sich die Bedienung des Designbereichs zwischen zwei WordPress-Websites deutlich unterscheiden.

Mehr dazu findest du später in unserer Anleitung Was ist ein WordPress-Theme und wofür wird es verwendet?.

Was sind WordPress-Plugins? #

Plugins erweitern WordPress um Funktionen, die im Grundsystem nicht oder nicht in der gewünschten Form enthalten sind.

Du kannst dir Plugins ähnlich wie Apps auf einem Smartphone vorstellen: WordPress stellt das Grundsystem bereit und Plugins ergänzen bestimmte Funktionen.

Mit Plugins lassen sich beispielsweise folgende Funktionen hinzufügen:

  • Kontaktformulare
  • Onlineshops
  • SEO-Funktionen
  • Backups
  • Sicherheitsfunktionen
  • Newsletter
  • Mehrsprachigkeit
  • Cache- und Performance-Funktionen

Plugins solltest du allerdings nicht wahllos installieren. Jede zusätzliche Erweiterung besteht aus Programmcode und kann Auswirkungen auf Sicherheit, Kompatibilität und Geschwindigkeit deiner Website haben.

Empfehlung: Installiere nur Plugins, die du tatsächlich benötigst und die aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen. Halte WordPress, Themes und Plugins regelmässig aktuell.

Wie du Plugins auswählst und installierst, zeigen wir in der Anleitung Was ist ein WordPress-Plugin und wie installierst du Plugins?.

Wie bearbeitet man Inhalte in WordPress? #

WordPress verwendet für die Bearbeitung von Inhalten standardmässig den Block-Editor, häufig auch Gutenberg genannt. Inhalte werden darin aus einzelnen Blöcken aufgebaut.

Ein Absatz ist beispielsweise ein Block. Ebenso gibt es eigene Blöcke für Überschriften, Bilder, Listen, Buttons, Spalten, Galerien und zahlreiche weitere Inhaltselemente.

Dadurch kannst du eine Seite schrittweise aufbauen und einzelne Elemente verschieben oder bearbeiten, ohne den HTML-Code der gesamten Seite bearbeiten zu müssen.

Bei modernen Block-Themes geht dieses Konzept noch weiter: Über den Site Editor können auch Bereiche wie Navigation, Header, Footer und Templates mit Blöcken gestaltet werden.

Kann man mit WordPress eine Website ohne Programmierkenntnisse erstellen? #

Ja. Für eine normale WordPress-Website sind keine Programmierkenntnisse zwingend erforderlich. Installation, Seitenerstellung, Bilder, Menüs, Plugins und viele Designanpassungen lassen sich über die grafische Benutzeroberfläche erledigen.

HTML, CSS, PHP und JavaScript werden erst dann wichtiger, wenn du individuelle Funktionen entwickeln oder stärker in die technische Struktur einer Website eingreifen möchtest.

Das ist einer der Vorteile von WordPress: Du kannst zunächst ohne Programmierung beginnen und die Website später bei Bedarf nahezu beliebig erweitern.

Welche Websites lassen sich mit WordPress erstellen? #

WordPress ist nicht auf Blogs beschränkt. Je nach Theme, Plugins und technischem Aufbau kannst du damit beispielsweise folgende Projekte umsetzen:

  • Unternehmenswebsites
  • Websites für Selbständige
  • Vereinswebsites
  • Blogs und Magazine
  • Portfolios
  • Landingpages
  • Onlineshops
  • mehrsprachige Websites
  • Mitgliederbereiche
  • Informations- und Wissensportale

Wie komplex eine WordPress-Website werden kann, hängt weniger von WordPress selbst als von der gewählten technischen Umsetzung, den Erweiterungen und den verfügbaren Hosting-Ressourcen ab.

Ist WordPress kostenlos? #

Die WordPress-Software selbst ist kostenlos und Open Source. Für eine selbst gehostete Website entstehen jedoch normalerweise Kosten für die Domain und das Webhosting.

Zusätzlich können Kosten entstehen, wenn du kostenpflichtige Themes, Premium-Plugins oder externe Dienste verwendest. Diese sind optional und nicht grundsätzlich erforderlich, um eine WordPress-Website zu betreiben.

Wer kümmert sich um Updates und Sicherheit? #

Bei einer selbst gehosteten WordPress-Website bist du auch für die Pflege der WordPress-Installation verantwortlich. Dazu gehört insbesondere, WordPress selbst sowie installierte Plugins und Themes aktuell zu halten.

Updates beheben nicht nur Fehler oder bringen neue Funktionen. Sie können auch bekannte Sicherheitslücken schliessen. Deshalb sollten verfügbare Aktualisierungen nicht über längere Zeit ignoriert werden.

Zur sicheren Verwaltung einer WordPress-Website gehören außerdem regelmässige Backups, starke Passwörter, sinnvoll vergebene Benutzerrechte und ein vorsichtiger Umgang mit Plugins und Themes.

Wichtig: WordPress ist nicht nach der Installation „fertig“. Eine Website benötigt laufende Pflege. Dazu gehören insbesondere Updates, Backups und die Kontrolle der verwendeten Erweiterungen.

WordPress.org oder WordPress.com – wo liegt der Unterschied? #

Die ähnlichen Namen führen bei Einsteigern häufig zu Verwirrung.

WordPress.org stellt die freie WordPress-Software bereit. Diese kannst du bei einem Webhosting-Anbieter installieren und selbst betreiben. Du hast dabei weitreichende Kontrolle über Themes, Plugins, Dateien und die technische Konfiguration.

WordPress.com ist dagegen ein gehosteter Dienst, der WordPress als Plattform anbietet. Abhängig vom gewählten Tarif gelten dort andere Möglichkeiten und Einschränkungen.

Bei einem klassischen CURIAWEB WordPress-Hosting verwenden wir die selbst gehostete WordPress-Variante.

Wie startest du mit deiner ersten WordPress-Website? #

Wenn Domain und Hosting vorhanden sind, besteht der nächste Schritt darin, WordPress zu installieren. Anschliessend meldest du dich im Dashboard an, nimmst die Grundeinstellungen vor und kannst mit dem Aufbau deiner Website beginnen.

Eine sinnvolle Reihenfolge für Einsteiger ist:

  1. WordPress installieren
  2. WordPress-Dashboard kennenlernen
  3. Grundeinstellungen konfigurieren
  4. Theme auswählen und Design festlegen
  5. Seitenstruktur planen
  6. Seiten und Inhalte erstellen
  7. benötigte Plugins installieren
  8. Navigation einrichten
  9. Website vor der Veröffentlichung prüfen
  10. Updates und Backups dauerhaft im Blick behalten

Im nächsten Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du WordPress mit Softaculous installierst.

Gut zu wissen: Wenn du WordPress bei CURIAWEB betreibst und bei einer technischen Einstellung nicht weiterkommst, kannst du dich an unseren Support wenden. Bei Fragen zur Bedienung findest du in dieser Knowledge Base Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu Installation, Einrichtung, Plugins, Themes, Inhalten, Sicherheit und typischen WordPress-Problemen.

Letzte Aktualisierung August 27, 2026
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