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E-Mail-Zustellbarkeit in cPanel prüfen

Lesezeit ca.: 15 Minuten

Mit der Funktion E-Mail-Zustellbarkeit in cPanel kannst du wichtige Einstellungen für die Authentifizierung deiner E-Mail-Domain überprüfen. Dazu gehören insbesondere SPF und DKIM.

Diese DNS-Einträge helfen empfangenden Mailservern zu prüfen, ob Nachrichten tatsächlich über dafür autorisierte Systeme versendet werden und ob eine E-Mail auf dem Transportweg verändert wurde.

In dieser Anleitung zeigen wir dir, wie du die E-Mail-Zustellbarkeit bei CURIAWEB kontrollierst, Warnungen richtig einordnest und erkennst, wann Änderungen an den DNS-Einträgen notwendig sind.

Wichtig: Eine fehlerfreie Anzeige in cPanel garantiert keine Zustellung in den Posteingang. Mailanbieter wie Gmail, Outlook oder andere Provider verwenden zusätzlich eigene Spamfilter, Reputation, Nachrichteninhalt und zahlreiche weitere Signale.

Was bedeutet E-Mail-Zustellbarkeit? #

E-Mail-Zustellbarkeit beschreibt vereinfacht die Fähigkeit, versendete Nachrichten erfolgreich an andere Mailserver zu übermitteln und dort möglichst korrekt verarbeitet zu werden.

Dabei spielen verschiedene Faktoren zusammen.

Ein wichtiger Bestandteil ist die technische Authentifizierung der Absenderdomain. Empfangende Mailserver möchten unter anderem feststellen können, ob der versendende Server für die betreffende Domain autorisiert ist und ob bestimmte Bestandteile der Nachricht unverändert übertragen wurden.

Genau hier kommen unter anderem SPF und DKIM ins Spiel.

Was prüft die cPanel-Funktion „E-Mail-Zustellbarkeit“? #

Die Funktion untersucht die für deine Domains relevanten E-Mail-Authentifizierungseinstellungen und kann anzeigen, ob Probleme mit den erwarteten DNS-Einträgen bestehen.

Besonders relevant sind:

  • SPF – legt fest, welche Systeme für eine Domain E-Mails versenden dürfen
  • DKIM – versieht ausgehende E-Mails mit einer kryptografischen Signatur, die über DNS überprüft werden kann

Je nach DNS-Konfiguration kann cPanel außerdem Hinweise beziehungsweise vorgeschlagene Einträge anzeigen, wenn die benötigten DNS-Daten nicht automatisch am zuständigen DNS-System geändert werden können.

SPF, DKIM und DMARC nicht verwechseln #

Die drei Begriffe werden häufig gemeinsam genannt, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.

SPF prüft vereinfacht, ob ein sendendes System für die betreffende Domain autorisiert ist.

DKIM ermöglicht die kryptografische Prüfung einer Signatur, die einer ausgehenden Nachricht hinzugefügt wurde.

DMARC baut auf SPF und DKIM auf und definiert unter anderem, wie empfangende Systeme mit Nachrichten umgehen sollen, die bestimmte Authentifizierungs- und Ausrichtungsprüfungen nicht bestehen. DMARC kann außerdem Reporting ermöglichen.

Kurz erklärt: SPF, DKIM und DMARC ergänzen sich. Sie sind keine drei unterschiedlichen Bezeichnungen für dieselbe Funktion.

1. E-Mail-Zustellbarkeit in cPanel öffnen #

Melde dich bei deinem CURIAWEB-cPanel an.

Scrolle auf der Startseite zum Bereich E-Mail und klicke auf E-Mail-Zustellbarkeit.

cPanel zeigt dir anschließend die Domains deines Hosting-Accounts und den ermittelten Status der E-Mail-Konfiguration an.

2. Richtige Domain auswählen #

Wenn mehrere Domains in deinem Hosting-Account vorhanden sind, kontrolliere die Domain, deren E-Mail-Zustellbarkeit du untersuchen möchtest.

Beispielsweise:

deine-domain.ch

Die Authentifizierung wird für Domains über DNS-Einträge konfiguriert. Ein korrekter Status einer Domain bedeutet deshalb nicht automatisch, dass auch eine andere Domain desselben Hosting-Accounts korrekt eingerichtet ist.

3. Status der Domain kontrollieren #

Prüfe zunächst, welchen Status cPanel für die gewünschte Domain anzeigt.

Wenn cPanel keine Probleme mit den erwarteten Einstellungen erkennt, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass die von cPanel geprüften Authentifizierungsdaten korrekt erreichbar sind.

Wird dagegen ein Problem oder eine Warnung angezeigt, solltest du die Detailansicht öffnen.

Wichtig: Ändere DNS-Einträge nicht allein deshalb, weil du vermutest, dass „mehr Einträge“ die Zustellbarkeit verbessern. SPF, DKIM und DMARC müssen technisch korrekt zur tatsächlichen Mailkonfiguration passen.

4. Domain verwalten und Details anzeigen #

Öffne bei der betreffenden Domain die Verwaltungs- beziehungsweise Detailansicht.

Dort kannst du die von cPanel erkannten SPF- und DKIM-Einstellungen genauer überprüfen.

Wenn ein Problem besteht, kann cPanel je nach Situation auch den erwarteten beziehungsweise empfohlenen DNS-Eintrag anzeigen.

Was ist SPF? #

SPF steht für Sender Policy Framework.

Der SPF-Eintrag wird als TXT-Eintrag im DNS der Domain veröffentlicht.

Er beschreibt, welche Systeme beziehungsweise Versandquellen berechtigt sind, E-Mails im Namen der betreffenden Domain zu versenden.

Ein SPF-Eintrag kann vereinfacht beispielsweise mit folgendem Bestandteil beginnen:

v=spf1

Danach folgen Regeln, die festlegen, welche Versandquellen autorisiert sind und wie andere Quellen behandelt werden sollen.

Warum SPF wichtig ist #

Wenn ein empfangender Mailserver eine Nachricht erhält, kann er anhand von SPF überprüfen, ob der versendende Server gemäß dem veröffentlichten SPF-Eintrag für die relevante Domain autorisiert ist.

Damit erschwert SPF bestimmte Formen des Missbrauchs von Domainnamen als Absender.

SPF allein verhindert allerdings nicht jede Form von Absenderfälschung und ist auch kein Spamfilter.

Nicht mehrere unabhängige SPF-Einträge anlegen #

Ein häufiger Konfigurationsfehler besteht darin, für verschiedene Versanddienste jeweils einen separaten SPF-TXT-Eintrag anzulegen.

Wenn eine Domain beispielsweise über den Hostingserver und zusätzlich über einen externen Newsletter- oder Maildienst versendet, müssen die notwendigen autorisierten Quellen in einer gültigen SPF-Konfiguration berücksichtigt werden.

Achtung: Lege nicht einfach einen zweiten SPF-Eintrag mit v=spf1 an. Mehrere SPF-Records für dieselbe Domain können zu einem SPF-PermError führen. Die benötigten Versandquellen müssen in einer korrekten SPF-Policy zusammengeführt werden.

Externe Maildienste bei SPF berücksichtigen #

Wenn du nicht ausschließlich über den CURIAWEB-Mailserver versendest, muss deine SPF-Konfiguration zur tatsächlichen Infrastruktur passen.

Das betrifft beispielsweise Domains, die zusätzlich einen externen Maildienst, Newsletter-Anbieter, CRM-Dienst oder andere Systeme zum Versand verwenden.

Übernimm dafür nicht wahllos SPF-Bestandteile aus fremden Anleitungen. Verwende die Vorgaben des tatsächlich eingesetzten Dienstes und integriere sie korrekt in die bestehende SPF-Konfiguration.

Was ist DKIM? #

DKIM steht für DomainKeys Identified Mail.

Beim Versand wird die E-Mail mit einer kryptografischen Signatur versehen. Der dazugehörige öffentliche Schlüssel wird über einen DNS-Eintrag der Domain bereitgestellt.

Der empfangende Mailserver kann diesen öffentlichen Schlüssel verwenden, um die DKIM-Signatur zu überprüfen.

Damit kann unter anderem geprüft werden, ob die signierten Bestandteile der Nachricht nach dem Signieren verändert wurden.

Warum DKIM wichtig ist #

DKIM stärkt die technische Authentifizierung ausgehender Nachrichten.

Ein Empfänger kann anhand der Signatur überprüfen, ob die Nachricht mit einem zur angegebenen DKIM-Domain passenden Schlüssel signiert wurde und ob die Signaturprüfung erfolgreich ist.

Auch DKIM allein garantiert jedoch weder Spamfreiheit noch die Platzierung im Posteingang.

Was ist ein DKIM-Selector? #

Ein DKIM-Schlüssel wird nicht einfach direkt unter der Hauptdomain veröffentlicht. Dafür wird ein sogenannter Selector verwendet.

Der DNS-Name enthält dabei typischerweise die Struktur:

selector._domainkey.deine-domain.ch

Welcher Selector tatsächlich verwendet wird, hängt vom jeweiligen Mailsystem ab.

Achtung: Erstelle einen DKIM-Eintrag nicht anhand eines Beispiels aus einer fremden Domain. Der öffentliche Schlüssel und der verwendete Selector müssen zu deiner tatsächlichen Mailkonfiguration gehören.

5. SPF-Status prüfen #

Öffne die Detailansicht der gewünschten Domain und kontrolliere den SPF-Bereich.

Wenn cPanel die Konfiguration als gültig erkennt, solltest du den Eintrag nicht ohne konkreten Grund verändern.

Zeigt cPanel dagegen ein Problem an, lies zuerst die genaue Meldung und prüfe, welchen SPF-Eintrag cPanel erwartet beziehungsweise empfiehlt.

6. DKIM-Status prüfen #

Kontrolliere anschließend den DKIM-Bereich.

Auch hier gilt: Wenn cPanel den Eintrag als korrekt erkennt, solltest du nicht vorsorglich Änderungen durchführen.

Bei einer Warnung solltest du prüfen, ob der benötigte DKIM-DNS-Eintrag vorhanden und öffentlich erreichbar ist.

Wer verwaltet die DNS-Zone deiner Domain? #

Bevor du einen DNS-Eintrag änderst, musst du wissen, wo die autoritative DNS-Zone deiner Domain verwaltet wird.

Wenn deine Domain die für dein CURIAWEB-Hosting vorgesehenen Nameserver verwendet und die DNS-Zone über das Hosting verwaltet wird, können Änderungen entsprechend innerhalb dieser Umgebung vorgenommen werden.

Verwendet die Domain dagegen externe Nameserver, beispielsweise bei einem anderen DNS-Anbieter, müssen die Änderungen dort durchgeführt werden.

Wichtig: Ein Eintrag im lokalen cPanel-Zoneneditor hat keine öffentliche Wirkung, wenn die Domain ihre autoritative DNS-Zone tatsächlich auf anderen Nameservern verwendet.

7. Nameserver beziehungsweise DNS-Zuständigkeit prüfen #

Wenn cPanel einen benötigten Eintrag anzeigt, dieser aber nicht automatisch korrigiert werden kann, prüfe zuerst die DNS-Zuständigkeit der Domain.

Liegt die DNS-Verwaltung extern, musst du den von cPanel benötigten Eintrag beim zuständigen DNS-Anbieter hinterlegen.

Liegt die DNS-Verwaltung im CURIAWEB-cPanel, kannst du DNS-Einträge über den Zoneneditor verwalten.

Die Vorgehensweise zeigen wir unter DNS-Zoneneditor in cPanel verwenden.

8. Von cPanel vorgeschlagenen Eintrag exakt übernehmen #

Wenn cPanel aufgrund einer extern verwalteten DNS-Zone einen benötigten SPF- oder DKIM-Eintrag anzeigt, solltest du dessen Namen und Wert exakt übernehmen.

Verändere insbesondere einen DKIM-Schlüssel nicht manuell.

Bei langen TXT-Einträgen können bereits fehlende oder zusätzliche Zeichen dazu führen, dass die Authentifizierung nicht funktioniert.

DNS-Änderungen benötigen Zeit #

Nach einer Änderung im DNS ist das Ergebnis nicht zwingend sofort überall sichtbar.

DNS-Antworten können aufgrund von TTL-Werten und zwischengespeicherten Informationen noch eine Zeit lang mit dem vorherigen Stand beantwortet werden.

Wenn cPanel unmittelbar nach einer externen DNS-Änderung weiterhin eine Warnung zeigt, bedeutet dies deshalb nicht automatisch, dass der neue Eintrag falsch ist.

Praxis-Tipp: Nach einer DNS-Änderung nicht mehrfach unterschiedliche Varianten ausprobieren. Prüfe zuerst, ob der korrekte Eintrag veröffentlicht wurde, und berücksichtige anschließend die DNS-Caches.

9. Status nach einer Änderung erneut prüfen #

Nachdem der DNS-Eintrag veröffentlicht wurde und ausreichend Zeit für die Aktualisierung vergangen ist, öffne erneut:

E-Mail → E-Mail-Zustellbarkeit

Kontrolliere den Status der betreffenden Domain erneut.

Wenn cPanel nun eine gültige Konfiguration erkennt, ist das ursprüngliche Authentifizierungsproblem behoben.

Was ist DMARC? #

DMARC steht für Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance.

DMARC verwendet Ergebnisse von SPF und DKIM und prüft zusätzlich die sogenannte Alignment-Beziehung zur sichtbaren Absenderdomain.

Vereinfacht bedeutet das: Es genügt für DMARC nicht immer, dass irgendwo in der Nachricht eine SPF- oder DKIM-Prüfung erfolgreich ist. Die authentifizierte Domain muss auch in der von DMARC erwarteten Weise zur sichtbaren Absenderdomain passen.

Warum Alignment bei DMARC wichtig ist #

Eine E-Mail kann beispielsweise technisch über einen autorisierten Server versendet werden, ohne dass die für SPF verwendete Domain exakt der sichtbaren Absenderdomain entspricht.

DMARC betrachtet deshalb nicht nur „SPF bestanden“ oder „DKIM bestanden“, sondern auch die Beziehung der jeweiligen Domains zum sichtbaren Absender.

Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen den einzelnen Authentifizierungsverfahren.

DMARC nicht blind mit einer strengen Policy aktivieren #

DMARC kann festlegen, wie empfangende Systeme mit Nachrichten umgehen sollen, welche die DMARC-Prüfung nicht bestehen.

Eine unüberlegt strenge Policy kann deshalb legitime E-Mails beeinträchtigen, wenn noch nicht alle tatsächlichen Versandquellen korrekt authentifiziert sind.

Achtung: Bevor du eine strenge DMARC-Policy einsetzt, müssen alle legitimen Versandwege deiner Domain bekannt und korrekt für SPF und/oder DKIM eingerichtet sein. Dazu gehören nicht nur normale Postfächer, sondern beispielsweise auch Websites, Shops, Newsletter- und externe Geschäftssysteme.

Warum ein grüner Status keine Inbox-Garantie ist #

Eine technisch korrekte SPF- und DKIM-Konfiguration ist wichtig, aber nur ein Teil der Zustellbarkeit.

Empfangende Mailanbieter können zusätzlich zahlreiche weitere Faktoren bewerten.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Reputation der Versandquelle
  • Reputation der Domain
  • Inhalt und Struktur der Nachricht
  • Versandverhalten und Versandvolumen
  • Spam-Beschwerden von Empfängern
  • Qualität und Herkunft von Empfängerlisten
  • weitere eigene Filter- und Sicherheitsregeln des Empfängers

Deshalb kann eine technisch korrekt authentifizierte Nachricht trotzdem im Spamordner landen.

Grundregel: SPF und DKIM sind wichtige Voraussetzungen für einen sauberen Mailversand – aber kein Versprechen, dass jede Nachricht im Posteingang landet.

SPF und DKIM sind keine Spamfilter #

SPF und DKIM bewerten nicht, ob der Inhalt einer Nachricht erwünscht oder unerwünscht ist.

Sie dienen der Authentifizierung beziehungsweise Überprüfung bestimmter technischer Eigenschaften des Mailversands.

Auch eine unerwünschte Werbemail kann technisch korrekt mit SPF und DKIM authentifiziert sein.

Umgekehrt kann eine legitime Nachricht Zustellungsprobleme bekommen, wenn ihre Authentifizierung fehlerhaft konfiguriert ist.

E-Mail-Zustellbarkeit und cPanel-Spamfilter unterscheiden #

Die Funktion E-Mail-Zustellbarkeit und der Spamfilter in cPanel erfüllen deshalb unterschiedliche Aufgaben.

Die Zustellbarkeitsfunktion hilft bei der Kontrolle der Authentifizierung deiner Domain.

Der Spamfilter dient dagegen dazu, eingehende Nachrichten auf Spam-Merkmale zu untersuchen und entsprechend zu behandeln.

Wie du diesen konfigurierst, zeigen wir unter Spamfilter in cPanel konfigurieren.

Was passiert bei extern gehosteten E-Mails? #

Wenn deine Website bei CURIAWEB liegt, deine E-Mail-Konten aber über einen externen Anbieter betrieben werden, muss die gesamte Mailkonfiguration zu diesem Aufbau passen.

Dazu gehören nicht nur SPF und DKIM, sondern auch MX-Einträge und das E-Mail-Routing.

Verwendest du beispielsweise einen externen Maildienst, müssen dessen Vorgaben für SPF und DKIM berücksichtigt werden.

Die vom CURIAWEB-Hosting für lokalen Mailversand erwartete Konfiguration darf in einem solchen Fall nicht einfach ungeprüft die Vorgaben des tatsächlichen Mailanbieters ersetzen.

Externes E-Mail-System und CURIAWEB-Website gleichzeitig #

Eine besonders häufige Konstellation ist:

Website: CURIAWEB

E-Mail: externer Anbieter

Die Website kann trotzdem Nachrichten versenden, beispielsweise über ein Kontaktformular oder einen Onlineshop.

Dadurch können für dieselbe Domain mehrere legitime Versandwege existieren.

Die SPF-, DKIM- und gegebenenfalls DMARC-Konfiguration muss diese tatsächliche Infrastruktur berücksichtigen.

Routing bei externen Maildiensten kontrollieren #

Wenn die Postfächer einer Domain extern betrieben werden, sollte zusätzlich geprüft werden, ob cPanel die Domain als externes Mailziel behandelt.

Eine falsche Routing-Einstellung kann insbesondere bei Nachrichten problematisch sein, die direkt von einer auf dem Hosting laufenden Website an eine Adresse derselben Domain gesendet werden.

Wie du das kontrollierst, zeigen wir unter E-Mail-Routing in cPanel richtig einstellen.

SPF bei Weiterleitungen hat Besonderheiten #

E-Mail-Weiterleitungen können die Authentifizierungsprüfung komplexer machen.

Eine Nachricht wurde ursprünglich von einem fremden Server versendet und wird anschließend über einen weiteren Server an ein neues Ziel weitergeleitet.

Dadurch kann die SPF-Prüfung beim endgültigen Empfänger anders ausfallen als bei einer direkten Zustellung.

Das bedeutet nicht automatisch, dass die Weiterleitung falsch eingerichtet ist. Es zeigt vielmehr, warum E-Mail-Authentifizierung bei Weiterleitungen nicht allein anhand einer einfachen SPF-Betrachtung beurteilt werden sollte.

Wie du Weiterleitungen in cPanel einrichtest, erklären wir unter E-Mail-Weiterleitung in cPanel einrichten.

DKIM kann bei Weiterleitungen hilfreich sein #

Eine gültige DKIM-Signatur kann eine Weiterleitung unter bestimmten Voraussetzungen überstehen, solange die signierten Bestandteile der Nachricht nicht auf eine Weise verändert werden, welche die Signatur ungültig macht.

Deshalb ist DKIM neben SPF ein wichtiger Bestandteil moderner E-Mail-Authentifizierung.

Auch hier gilt jedoch: Das tatsächliche Ergebnis hängt vom konkreten Nachrichtenweg und den beteiligten Systemen ab.

Website versendet E-Mails, aber SPF oder DKIM schlägt fehl #

Wenn eine Website, ein Shop oder eine Anwendung E-Mails versendet, musst du wissen, über welchen Versandweg diese Nachrichten tatsächlich verschickt werden.

Eine Anwendung kann beispielsweise den lokalen Mailserver verwenden oder Nachrichten über einen externen SMTP-Dienst senden.

Diese beiden Varianten können unterschiedliche Anforderungen an SPF und DKIM haben.

Praxis-Tipp: Bevor du DNS-Einträge änderst, kläre zuerst, welcher Server oder Dienst die betreffende Nachricht tatsächlich versendet.

Eine E-Mail wird abgewiesen – was nun? #

Wenn ein externer Mailserver eine Nachricht ablehnt, solltest du die vollständige Fehlermeldung untersuchen.

Darin kann beispielsweise ein Hinweis auf SPF, DKIM, DMARC, Reputation oder eine völlig andere Ursache stehen.

Ändere nicht automatisch SPF oder DKIM, nur weil eine E-Mail nicht angekommen ist.

Wie du den Zustellungsverlauf untersuchst, zeigen wir unter E-Mail-Zustellung in cPanel nachverfolgen.

Typischer Fehler: DNS-Eintrag am falschen Ort geändert #

Ein Benutzer sieht in cPanel einen empfohlenen SPF- oder DKIM-Eintrag und trägt diesen im cPanel-Zoneneditor ein.

Die Domain verwendet jedoch externe Nameserver.

Das Ergebnis: Die Änderung existiert zwar in der lokalen DNS-Zone des Hostingservers, wird im öffentlichen DNS aber überhaupt nicht verwendet.

Deshalb solltest du vor jeder DNS-Änderung klären, welche Nameserver für die Domain autoritativ sind.

Typischer Fehler: Alten DKIM-Eintrag aus einer früheren Umgebung übernommen #

Nach einem Hosting- oder Mailserverwechsel können noch DNS-Einträge aus der vorherigen Umgebung vorhanden sein.

Ein alter DKIM-Schlüssel passt möglicherweise nicht zum aktuell verwendeten Mailsystem.

Verwende deshalb den DKIM-Eintrag, der tatsächlich zur aktuellen Versandplattform gehört.

Typischer Fehler: Externen Mailanbieter bei SPF vergessen #

Wenn deine Mitarbeiter über einen externen Dienst senden, dieser aber nicht in der SPF-Konfiguration berücksichtigt wird, kann die SPF-Prüfung für diese Nachrichten fehlschlagen.

Erfasse deshalb alle legitimen Versandquellen, bevor du SPF änderst.

Dazu können je nach Unternehmen gehören:

  • der Hosting-Mailserver
  • ein externer Mailanbieter
  • Newsletter-Systeme
  • CRM- oder ERP-Systeme
  • Support- und Ticketsysteme
  • andere autorisierte Versandplattformen

Typischer Fehler: SPF immer weiter erweitern #

Auch das Gegenteil ist problematisch.

Ein SPF-Eintrag sollte nicht wahllos immer mehr Quellen autorisieren, nur um mögliche Fehler zu vermeiden.

Jede freigegebene Quelle sollte einen nachvollziehbaren Zweck haben und tatsächlich für den Mailversand der Domain benötigt werden.

Sicherheit: Autorisiere im SPF nur Versandquellen, die tatsächlich im Namen deiner Domain E-Mails versenden dürfen.

SPF hat technische Grenzen #

SPF-Einträge können Mechanismen verwenden, die weitere DNS-Abfragen verursachen. Das SPF-Verfahren besitzt dafür technische Grenzen.

Eine sehr komplexe Konfiguration mit zahlreichen eingebundenen Diensten kann deshalb selbst fehlerhaft werden.

Wenn du viele externe Versandplattformen kombinierst, sollte die SPF-Konfiguration technisch geprüft und nicht einfach durch immer weitere include-Mechanismen ergänzt werden.

Nach einer Korrektur eine echte Testmail senden #

Wenn cPanel die Konfiguration nach einer Änderung als gültig erkennt, solltest du zusätzlich eine echte Testnachricht an einen externen Empfänger senden.

Verwende dafür beispielsweise ein unabhängiges externes Postfach und prüfe, ob die Nachricht ankommt.

Bei Bedarf können die Header der empfangenen Nachricht weitere Informationen darüber enthalten, wie SPF, DKIM und DMARC beim Empfänger bewertet wurden.

Mailheader liefern zusätzliche Informationen #

Die vollständigen Header einer E-Mail enthalten technische Informationen über den Nachrichtenweg und können auch Ergebnisse von Authentifizierungsprüfungen enthalten.

Je nach empfangendem System können dort beispielsweise Angaben zu SPF, DKIM und DMARC erscheinen.

Die genaue Darstellung unterscheidet sich zwischen verschiedenen Mailanbietern.

Für eine tiefere Diagnose sind solche Header wesentlich aussagekräftiger als allein die sichtbare Absenderadresse im Mailprogramm.

Was tun, wenn cPanel alles als korrekt anzeigt, E-Mails aber im Spam landen? #

Wenn SPF und DKIM korrekt sind, solltest du nicht ständig an diesen DNS-Einträgen weiterarbeiten.

Untersuche stattdessen andere mögliche Ursachen.

Dazu gehören beispielsweise Versandverhalten, Reputation, Inhalt, Links, Anhänge, Beschwerden von Empfängern oder die Filterregeln des Zielanbieters.

Bei einzelnen Nachrichten solltest du außerdem prüfen, ob tatsächlich ein allgemeines Zustellbarkeitsproblem besteht oder nur ein bestimmter Empfänger betroffen ist.

Praxis-Tipp: Teste nicht nur mit einem einzigen Empfänger. Wenn eine Nachricht bei einem Anbieter im Spam landet, bei mehreren anderen Anbietern aber korrekt ankommt, ist das diagnostisch eine wichtige Information.

Was tun, wenn nur eine bestimmte Domain E-Mails ablehnt? #

Wenn der Versand zu vielen Empfängern funktioniert, aber Nachrichten an eine bestimmte Domain regelmäßig abgelehnt werden, solltest du die Fehlermeldung dieses Zielservers untersuchen.

Das spricht eher für ein spezifisches Problem mit diesem Zustellungsweg als für einen vollständigen Ausfall deines Mailversands.

Nutze dafür die Zustellungsverfolgung in cPanel und prüfe den vollständigen SMTP-Fehler.

Keine DNS-Änderungen auf Verdacht #

Bei Zustellungsproblemen solltest du nicht gleichzeitig SPF, DKIM, DMARC, MX-Einträge und E-Mail-Routing verändern.

Dadurch können zusätzliche Fehler entstehen und die ursprüngliche Ursache wird schwerer nachvollziehbar.

Gehe stattdessen systematisch vor:

  1. Prüfe die betreffende Domain unter E-Mail-Zustellbarkeit.
  2. Kontrolliere SPF und DKIM.
  3. Stelle fest, wo die autoritative DNS-Zone verwaltet wird.
  4. Korrigiere nur einen tatsächlich fehlerhaften Eintrag.
  5. Berücksichtige nach einer DNS-Änderung die Aktualisierungszeit.
  6. Prüfe den Status erneut.
  7. Sende anschließend eine echte Testnachricht.

Wann solltest du den Support kontaktieren? #

Wenn cPanel einen Fehler anzeigt, du die DNS-Konfiguration aber nicht eindeutig beurteilen kannst, solltest du nicht auf Verdacht Einträge löschen oder ersetzen.

Für eine gezielte Analyse sind insbesondere folgende Angaben hilfreich:

  • betroffene Domain
  • angezeigte Meldung unter E-Mail-Zustellbarkeit
  • ob die DNS-Zone bei CURIAWEB oder extern verwaltet wird
  • welcher Mailanbieter verwendet wird
  • ob zusätzlich externe Versanddienste eingesetzt werden
  • bei einer Ablehnung die vollständige SMTP-Fehlermeldung

Damit lässt sich wesentlich schneller feststellen, welcher Teil der Konfiguration tatsächlich überprüft werden muss.

Zusammenfassung #

Die Funktion E-Mail-Zustellbarkeit findest du in deinem CURIAWEB-cPanel unter E-Mail → E-Mail-Zustellbarkeit.

Kontrolliere dort für die gewünschte Domain insbesondere den Status von SPF und DKIM. Zeigt cPanel ein Problem an, prüfe zuerst die genaue Meldung und stelle anschließend fest, wo die autoritative DNS-Zone deiner Domain verwaltet wird.

SPF legt fest, welche Versandquellen für eine Domain autorisiert sind. DKIM ermöglicht die kryptografische Überprüfung signierter Nachrichten. DMARC baut auf SPF und DKIM auf und berücksichtigt zusätzlich die Ausrichtung zur sichtbaren Absenderdomain.

Ändere DNS-Einträge nicht auf Verdacht und lege insbesondere keine mehreren unabhängigen SPF-Records für dieselbe Domain an. Bei externen Mail- oder Versanddiensten muss die Konfiguration alle tatsächlich verwendeten Versandwege korrekt berücksichtigen.

Eine technisch einwandfreie SPF- und DKIM-Konfiguration ist ein wichtiger Bestandteil eines sauberen Mailversands, garantiert aber keine Platzierung im Posteingang. Wenn eine Nachricht abgewiesen wird, solltest du zusätzlich den konkreten Zustellungsverlauf und die vollständige SMTP-Fehlermeldung untersuchen.

Letzte Aktualisierung August 28, 2026
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