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WordPress-Benutzer verwalten: Konten, Rollen und Berechtigungen richtig einrichten

Lesezeit ca.: 14 Minuten

WordPress besitzt eine integrierte Benutzerverwaltung, mit der mehrere Personen mit eigenen Zugangsdaten an einer Website arbeiten können. Dabei muss nicht jeder Benutzer vollständigen Zugriff auf die gesamte Website erhalten. Über verschiedene Benutzerrollen und Berechtigungen lässt sich genau festlegen, welche Aufgaben eine Person ausführen darf.

So kann beispielsweise ein Administrator Plugins und Einstellungen verwalten, während ein Redakteur Inhalte bearbeitet oder ein Autor lediglich seine eigenen Beiträge veröffentlicht. Eine sinnvoll konfigurierte Benutzerverwaltung erleichtert deshalb nicht nur die Zusammenarbeit, sondern ist auch ein wichtiger Bestandteil der WordPress-Sicherheit.

In dieser Anleitung zeigen wir dir, wie du Benutzer in WordPress anlegst, bestehende Konten verwaltest, Rollen richtig zuweist und Benutzer sicher wieder entfernst.

Kurz erklärt: WordPress-Benutzer verwaltest du unter Benutzer → Alle Benutzer. Neue Konten legst du unter Benutzer → Benutzer hinzufügen an. Entscheidend ist dabei die richtige Benutzerrolle: Gib jedem Benutzer nur die Berechtigungen, die er für seine tatsächliche Aufgabe benötigt.

Warum gibt es in WordPress verschiedene Benutzer? #

Bei einer kleinen Website arbeitet möglicherweise nur eine Person mit WordPress. Sobald jedoch Mitarbeiter, Redakteure, Agenturen oder externe Dienstleister beteiligt sind, sollten diese nicht gemeinsam dasselbe Administrator-Konto verwenden.

WordPress ermöglicht deshalb die Einrichtung separater Benutzerkonten. Jeder Benutzer erhält eigene Zugangsdaten und eine bestimmte Rolle.

Das bietet mehrere Vorteile:

  • jede Person besitzt einen eigenen WordPress-Zugang
  • Berechtigungen können gezielt eingeschränkt werden
  • nicht jeder Benutzer benötigt Administratorrechte
  • Autoren können ihren eigenen Beiträgen zugeordnet werden
  • Konten können einzeln geändert oder entfernt werden
  • bei personellen Änderungen muss kein gemeinsames Passwort ausgetauscht werden

Gerade bei geschäftlich genutzten Websites ist ein gemeinsames Administrator-Konto für mehrere Personen keine gute Lösung.

Wo finde ich die Benutzerverwaltung in WordPress? #

Logge dich zunächst in den WordPress-Adminbereich ein.

Dieser ist bei einer normalen WordPress-Installation in der Regel erreichbar unter:

https://deine-domain.ch/wp-admin

Ersetze deine-domain.ch durch deine tatsächliche Domain.

Öffne anschliessend:

Benutzer → Alle Benutzer

Dort siehst du die Benutzerkonten deiner WordPress-Installation, soweit deine eigene Benutzerrolle zum Anzeigen beziehungsweise Verwalten dieser Konten berechtigt ist.

Die WordPress-Benutzerrollen im Überblick #

WordPress besitzt standardmässig mehrere Benutzerrollen. Jede Rolle verfügt über bestimmte Berechtigungen, die in WordPress als Capabilities bezeichnet werden.

Die fünf klassischen Rollen einer normalen WordPress-Installation sind:

  • Administrator
  • Redakteur
  • Autor
  • Mitarbeiter
  • Abonnent

Plugins können zusätzliche Rollen und Berechtigungen hinzufügen. Bei WooCommerce findest du beispielsweise weitere Rollen, die in einer normalen WordPress-Installation nicht vorhanden sind.

Administrator: Vollständige Kontrolle über die Website #

Der Administrator besitzt bei einer normalen WordPress-Einzelinstallation sehr weitreichende Berechtigungen.

Administratoren können unter anderem:

  • Benutzer verwalten
  • Plugins installieren, aktivieren und löschen
  • Themes installieren und verwalten
  • Website-Einstellungen ändern
  • Beiträge und Seiten verwalten
  • Inhalte anderer Benutzer bearbeiten
  • WordPress aktualisieren
  • weitreichende Änderungen an der Website durchführen

Administratorrechte sollten deshalb nur Personen erhalten, die diese Berechtigungen tatsächlich benötigen.

Wichtig: Vergib Administratorrechte nicht aus Bequemlichkeit. Ein Administrator kann wesentliche Bestandteile der Website verändern. Wird ein Administrator-Konto kompromittiert, besitzt ein Angreifer entsprechend weitreichende Möglichkeiten.

Redakteur: Inhalte der gesamten Website verwalten #

Die Rolle Redakteur ist für Personen gedacht, die redaktionell umfangreich mit den Inhalten einer Website arbeiten sollen, ohne gleichzeitig die technische Administration übernehmen zu müssen.

Redakteure können insbesondere eigene und fremde Beiträge verwalten und veröffentlichen. Sie können ausserdem Seiten und Kommentare verwalten.

Ein Redakteur benötigt dagegen keine Administratorrechte, nur weil er sämtliche Blogbeiträge einer Website bearbeiten soll.

Für einen Mitarbeiter, der für die redaktionelle Betreuung einer Website verantwortlich ist, kann diese Rolle deshalb wesentlich geeigneter sein als die Rolle Administrator.

Autor: Eigene Beiträge erstellen und veröffentlichen #

Ein Autor kann eigene Beiträge erstellen, bearbeiten und veröffentlichen.

Die Rolle eignet sich beispielsweise für einen Blog mit mehreren Autoren, bei dem jeder Autor seine eigenen Inhalte selbständig veröffentlichen darf, aber keinen Zugriff auf die Beiträge anderer Autoren oder die technische Konfiguration der Website benötigt.

Damit erhält ein Autor deutlich weniger Rechte als ein Redakteur oder Administrator.

Mitarbeiter: Beiträge schreiben, aber nicht selbst veröffentlichen #

Die Rolle Mitarbeiter eignet sich für Benutzer, die eigene Beiträge erstellen und bearbeiten dürfen, diese aber nicht selbst veröffentlichen sollen.

Ein solcher Benutzer kann beispielsweise einen neuen Artikel vorbereiten. Die Veröffentlichung übernimmt anschliessend ein Benutzer mit den dafür erforderlichen Berechtigungen.

Diese Rollenverteilung ist praktisch, wenn Inhalte vor der Veröffentlichung intern geprüft oder freigegeben werden sollen.

Abonnent: Stark eingeschränkter Benutzerzugang #

Der Abonnent besitzt standardmässig nur sehr eingeschränkte Berechtigungen. Er kann sich anmelden und sein eigenes Profil verwalten, besitzt jedoch keine normalen redaktionellen oder administrativen Rechte zur Bearbeitung der Website.

Ob diese Rolle auf deiner Website überhaupt benötigt wird, hängt vom jeweiligen Projekt ab.

Welche WordPress-Rolle sollte ich vergeben? #

Bei der Auswahl einer Benutzerrolle gilt ein einfaches Sicherheitsprinzip: So viele Rechte wie nötig, aber so wenige wie möglich.

Ein Benutzer, der lediglich Blogbeiträge schreiben soll, benötigt keine Administratorrechte. Ebenso benötigt ein externer Texter normalerweise keinen Zugriff auf Plugins, Themes oder zentrale WordPress-Einstellungen.

Typische Zuordnung von Aufgaben #

  • Website technisch verwalten: Administrator
  • Gesamte Redaktion verwalten: Redakteur
  • Eigene Beiträge selbst veröffentlichen: Autor
  • Eigene Beiträge vorbereiten, Freigabe erforderlich: Mitarbeiter
  • Nur eigenes Profil beziehungsweise eingeschränkter Zugang: Abonnent

Diese Zuordnung ist eine Orientierung für eine normale WordPress-Installation. Plugins können Rollen und Berechtigungen verändern oder zusätzliche Rollen hinzufügen.

Neuen Benutzer in WordPress anlegen #

Wenn eine weitere Person Zugriff auf deine WordPress-Website benötigt, solltest du für sie ein eigenes Benutzerkonto erstellen.

Öffne dazu:

Benutzer → Benutzer hinzufügen

Neuen WordPress-Benutzer erstellen #

  1. Logge dich mit einem entsprechend berechtigten Konto in WordPress ein.
  2. Öffne Benutzer → Benutzer hinzufügen.
  3. Gib einen Benutzernamen ein.
  4. Trage die E-Mail-Adresse des neuen Benutzers ein.
  5. Ergänze bei Bedarf Vorname, Nachname und weitere Angaben.
  6. Lege die gewünschte Benutzerrolle fest.
  7. Prüfe alle Angaben.
  8. Klicke auf Neuen Benutzer hinzufügen.

Die genaue Darstellung einzelner Optionen kann abhängig von deiner WordPress-Version und den installierten Plugins leicht abweichen.

Welchen Benutzernamen sollte ich verwenden? #

Der Benutzername dient zur Identifikation des WordPress-Kontos und kann für die Anmeldung verwendet werden.

Wähle einen eindeutigen Benutzernamen und verwende nicht für sämtliche Administratoren denselben generischen Zugang.

Bei mehreren Personen ist eine klare Zuordnung sinnvoll. Dadurch lässt sich später einfacher erkennen, welches Konto zu welcher Person gehört.

Der Benutzername ist ausserdem nicht dasselbe wie der öffentlich angezeigte Name eines Autors. WordPress erlaubt es, einen separaten Anzeigenamen festzulegen.

Benutzername und Anzeigename sind nicht dasselbe #

WordPress unterscheidet zwischen dem eigentlichen Benutzernamen und dem Namen, der beispielsweise bei veröffentlichten Beiträgen angezeigt werden kann.

Im Benutzerprofil können unter anderem Vorname, Nachname, Spitzname und der öffentliche Anzeigename konfiguriert werden.

Dadurch muss der interne Benutzername nicht zwangsläufig öffentlich als Autorenname erscheinen.

Sicheres Passwort für einen neuen Benutzer #

Jeder WordPress-Benutzer sollte ein eigenes, starkes und einzigartiges Passwort verwenden.

Verwende keine gemeinsamen Passwörter für mehrere Benutzer und vermeide Passwörter, die bereits für andere Dienste eingesetzt werden.

WordPress kann starke Passwörter automatisch erzeugen. Für die sichere Verwaltung verschiedener Zugangsdaten empfiehlt sich ein Passwortmanager.

Wie ein Benutzer sein eigenes Passwort im WordPress-Dashboard ändern kann, erklären wir ausführlich im Artikel WordPress-Passwort ändern: Admin-Passwort sicher im Dashboard aktualisieren.

Bestehende WordPress-Benutzer bearbeiten #

Bestehende Benutzer findest du unter:

Benutzer → Alle Benutzer

Bewege den Mauszeiger über den gewünschten Benutzer beziehungsweise öffne dessen Profil. Abhängig von deinen eigenen Berechtigungen kannst du anschliessend verschiedene Kontoeinstellungen bearbeiten.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Vorname und Nachname
  • Spitzname
  • öffentlicher Anzeigename
  • E-Mail-Adresse
  • Website
  • biografische Angaben
  • Benutzerrolle
  • Passwort

Welche Einstellungen tatsächlich verfügbar sind, hängt von deinen Berechtigungen und den auf der Website installierten Erweiterungen ab.

Benutzerrolle nachträglich ändern #

Aufgaben innerhalb eines Unternehmens oder Projekts können sich verändern. Deshalb lässt sich die Rolle eines WordPress-Benutzers bei entsprechender Berechtigung nachträglich anpassen.

Wenn ein Autor beispielsweise künftig die gesamte Redaktion betreuen soll, kann eine andere Rolle erforderlich werden. Umgekehrt sollten nicht mehr benötigte Berechtigungen auch wieder entfernt werden.

Prüfe vor einer Änderung genau, welche zusätzlichen Rechte die neue Rolle erhält.

Sicherheitsprinzip: Benutzerrechte sollten nicht nur erweitert, sondern bei veränderten Aufgaben auch wieder reduziert werden. Ein Benutzer sollte dauerhaft nur die Rechte besitzen, die er tatsächlich benötigt.

Warum nicht einfach jedem Administratorrechte geben? #

Das wäre zwar bequem, ist aber eine schlechte Sicherheitsstrategie.

Ein Administrator kann tiefgreifende Änderungen an WordPress durchführen. Je mehr Administrator-Konten existieren, desto mehr Konten müssen entsprechend geschützt werden.

Ausserdem steigt das Risiko versehentlicher Änderungen. Ein Benutzer, der nur Inhalte bearbeiten soll, muss beispielsweise keine Plugins deaktivieren, Themes wechseln oder zentrale Einstellungen verändern können.

Administratorrechte sollten deshalb auf einen möglichst kleinen und klar definierten Personenkreis beschränkt bleiben.

Eigene Benutzerkonten statt gemeinsamem Administrator-Login #

Mehrere Mitarbeiter sollten nicht dauerhaft mit demselben Administrator-Benutzernamen und Passwort arbeiten.

Separate Benutzerkonten sind aus mehreren Gründen sinnvoll:

  • jeder Benutzer besitzt eigene Zugangsdaten
  • Rollen können individuell vergeben werden
  • ein einzelnes Konto kann gezielt deaktiviert beziehungsweise entfernt werden
  • Passwörter müssen nicht zwischen mehreren Personen geteilt werden
  • Autoren und Inhalte können einzelnen Benutzern zugeordnet werden

Verlässt beispielsweise ein Mitarbeiter das Unternehmen, kann dessen Benutzerkonto entfernt werden, ohne gleichzeitig die Zugangsdaten aller anderen Benutzer ändern zu müssen.

Benutzer aus WordPress löschen #

Wird ein Benutzer nicht mehr benötigt, kannst du dessen Konto bei entsprechender Berechtigung löschen.

Öffne dazu:

Benutzer → Alle Benutzer

Wähle den betreffenden Benutzer und anschliessend die Funktion zum Löschen.

Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Wenn der Benutzer bereits Inhalte erstellt hat, fragt WordPress beim Löschen, was mit diesen Inhalten geschehen soll.

Was passiert mit den Beiträgen eines gelöschten Benutzers? #

Beim Löschen eines Benutzers mit vorhandenen Inhalten bietet WordPress grundsätzlich die Möglichkeit, dessen Inhalte ebenfalls zu löschen oder sie einem anderen Benutzer zuzuordnen.

Diese Entscheidung solltest du nicht unüberlegt treffen.

Achtung: Wählst du beim Löschen eines Benutzers die Option, dessen Inhalte zu löschen, können die diesem Benutzer zugeordneten Inhalte entfernt werden. Möchtest du Beiträge oder andere relevante Inhalte behalten, ordne sie vor beziehungsweise während des Löschvorgangs einem anderen Benutzer zu.

Gerade bei einem Mitarbeiterwechsel möchtest du normalerweise nur das Benutzerkonto entfernen und die veröffentlichten Unternehmensinhalte behalten.

Benutzer löschen und Inhalte einem anderen Benutzer zuordnen #

Benutzer sicher entfernen #

  1. Öffne Benutzer → Alle Benutzer.
  2. Prüfe den Benutzer, der entfernt werden soll.
  3. Kontrolliere, ob diesem Benutzer wichtige Inhalte zugeordnet sind.
  4. Wähle Löschen.
  5. Entscheide, ob vorhandene Inhalte gelöscht oder einem anderen Benutzer zugeordnet werden sollen.
  6. Wähle bei benötigten Inhalten einen geeigneten bestehenden Benutzer als neuen Autor.
  7. Bestätige den Löschvorgang erst nach sorgfältiger Kontrolle.

Bei wichtigen Websites empfiehlt sich vor umfangreichen Änderungen an Benutzern und Inhalten grundsätzlich eine aktuelle Datensicherung.

Was tun, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt? #

Bei einem Austritt sollte der WordPress-Zugang nicht unnötig aktiv bleiben.

Prüfe insbesondere:

  • benötigt die Person weiterhin Zugriff?
  • besitzt sie Administratorrechte?
  • welche Inhalte sind dem Benutzer zugeordnet?
  • müssen Beiträge einem anderen Benutzer übertragen werden?
  • existieren weitere Zugänge ausserhalb von WordPress?

Der letzte Punkt ist wichtig. Ein WordPress-Benutzerkonto ist nicht automatisch identisch mit anderen Zugängen.

Eine Person kann zusätzlich Zugriff auf cPanel, FTP, E-Mail-Konten, externe Dienste oder das CURIAWEB Kundencenter besitzen. Das Löschen des WordPress-Benutzers entfernt solche separaten Zugänge nicht.

WordPress-Benutzer und cPanel-Benutzer sind getrennt #

Ein häufiger Irrtum besteht darin, WordPress-Benutzer mit Hosting-Zugängen gleichzusetzen.

Ein WordPress-Benutzer wird innerhalb der WordPress-Installation verwaltet. cPanel ist dagegen die technische Verwaltungsoberfläche des Hosting-Pakets.

Wenn du einen WordPress-Benutzer löschst, wird dadurch beispielsweise kein FTP-Konto und kein E-Mail-Postfach in cPanel gelöscht.

Dasselbe gilt umgekehrt: Eine Änderung des cPanel-Passworts verändert nicht automatisch das Passwort eines WordPress-Benutzers.

Benutzer kann sich nicht mehr anmelden #

Wenn ein bestehender Benutzer sein Passwort vergessen hat, musst du nicht zwingend das gesamte Benutzerkonto löschen und neu erstellen.

WordPress besitzt eine integrierte Passwort-Wiederherstellung. Über die Login-Seite kann der Benutzer einen Link zum Zurücksetzen seines Passworts anfordern.

Die Login-Seite befindet sich normalerweise unter:

https://deine-domain.ch/wp-login.php

Den vollständigen Ablauf erklären wir in der Anleitung WordPress-Admin-Passwort vergessen: Zugang wiederherstellen.

Was tun, wenn die Passwort-E-Mail nicht ankommt? #

Wenn ein Benutzer die E-Mail zur Passwort-Wiederherstellung nicht erhält, sollte zunächst die hinterlegte E-Mail-Adresse sowie der Spam-Ordner geprüft werden.

Werden WordPress-Systemnachrichten generell nicht zuverlässig zugestellt, kann die Konfiguration des E-Mail-Versands die Ursache sein.

Bei CURIAWEB steht dafür GoSMTP PRO kostenlos zur Verfügung. Damit lässt sich der Versand von WordPress-E-Mails über SMTP konfigurieren.

Wie das funktioniert, zeigen wir in der Anleitung WordPress-E-Mails per SMTP versenden.

Benutzerverwaltung bei einem Blog mit mehreren Autoren #

Bei einem Blog mit mehreren Autoren ist die WordPress-Benutzerverwaltung besonders praktisch.

Jeder Autor kann ein eigenes Konto erhalten. Dadurch können Beiträge eindeutig einem bestimmten Autor zugeordnet werden, ohne dass alle Personen denselben WordPress-Zugang verwenden.

Je nach redaktionellem Ablauf kannst du beispielsweise Autoren einsetzen, die ihre Beiträge selbst veröffentlichen dürfen, oder Mitarbeiter, deren Beiträge vor der Veröffentlichung durch einen Redakteur geprüft werden.

Wie du neue Beiträge erstellst, behandeln wir ausführlich im Artikel Blogbeiträge in WordPress erstellen.

Benutzerverwaltung bei Unternehmenswebsites #

Auch bei einer normalen Unternehmenswebsite ist eine klare Rollenverteilung sinnvoll.

Ein mögliches Beispiel:

  • die für die technische Website-Verwaltung verantwortliche Person erhält Administratorrechte
  • die Marketingabteilung arbeitet als Redakteur
  • ein externer Texter arbeitet als Autor oder Mitarbeiter
  • nicht mehr beteiligte Personen verlieren ihren Zugang

Welche Rollen tatsächlich sinnvoll sind, hängt immer davon ab, welche Aufgaben die einzelnen Personen übernehmen.

Plugins können zusätzliche Benutzerrollen hinzufügen #

Die fünf Standardrollen sind nicht die einzigen Rollen, die dir auf einer WordPress-Website begegnen können.

Plugins können eigene Benutzerrollen und zusätzliche Berechtigungen registrieren. Das ist beispielsweise bei Shop-, Mitglieder-, Lernplattform- oder Community-Lösungen üblich.

Installierst du entsprechende Erweiterungen, können deshalb unter Benutzer zusätzliche Rollen erscheinen.

Bevor du einem Benutzer eine solche Rolle zuweist, solltest du prüfen, welche Berechtigungen damit tatsächlich verbunden sind.

WordPress-Benutzer bei WooCommerce #

WooCommerce erweitert die WordPress-Benutzerverwaltung unter anderem um zusätzliche Rollen für den Shopbetrieb. Dadurch können beispielsweise Kundenkonten von normalen redaktionellen WordPress-Benutzern unterschieden werden.

Bei einem WooCommerce-Shop solltest du Benutzer deshalb nicht allein anhand ihres Namens beurteilen oder unüberlegt löschen. Prüfe vorher, welche Rolle der Benutzer besitzt und ob das Konto mit Bestellungen oder Kundendaten zusammenhängt.

Insbesondere bei produktiven Shops sollte die Benutzerverwaltung mit entsprechender Sorgfalt erfolgen.

Benutzerrechte regelmässig überprüfen #

Mit der Zeit sammeln sich auf älteren WordPress-Websites häufig Benutzerkonten an, die ursprünglich für Mitarbeiter, Agenturen, Entwickler oder andere externe Personen eingerichtet wurden.

Solche Konten werden leicht vergessen.

Es ist deshalb sinnvoll, die Benutzerliste gelegentlich zu kontrollieren:

  • Welche Benutzer existieren?
  • Wer benötigt tatsächlich noch Zugriff?
  • Wer besitzt Administratorrechte?
  • Sind die vergebenen Rollen noch angemessen?
  • Existieren Konten ehemaliger Mitarbeiter oder Dienstleister?
  • Sind ungewöhnliche oder unbekannte Benutzer vorhanden?

Besonders Administrator-Konten verdienen dabei Aufmerksamkeit.

Praxis-Tipp: Wenn du einen Benutzer nicht kennst, lösche ihn nicht sofort. Prüfe zuerst, wem das Konto gehört, welche Rolle es besitzt und welche Inhalte damit verbunden sind. Ein unbekannt wirkender Benutzer kann beispielsweise zu einem Plugin, einer früheren Agentur oder einem legitimen technischen Prozess gehören.

Unbekannter Administrator entdeckt: Was tun? #

Findest du ein Administrator-Konto, das definitiv niemandem zugeordnet werden kann, solltest du die Situation genauer untersuchen.

Ein unbekannter Administrator kann ein Hinweis auf einen unbefugten Zugriff sein. Gleichzeitig solltest du nicht vorschnell Änderungen durchführen, ohne die Herkunft des Kontos zu prüfen.

Kontrolliere in einem solchen Fall unter anderem:

  • welche E-Mail-Adresse beim Benutzer hinterlegt ist
  • ob das Konto einer bekannten Person oder Agentur gehört
  • ob weitere unbekannte Benutzer vorhanden sind
  • ob ungewöhnliche Plugins installiert wurden
  • ob Inhalte oder Einstellungen verändert wurden
  • ob andere Administrator-Konten noch sicher sind

Bei einem konkreten Verdacht auf eine kompromittierte Website sollte nicht nur der unbekannte Benutzer entfernt werden. Die gesamte WordPress-Installation sollte auf weitere Manipulationen geprüft werden.

Vor grösseren Änderungen ein Backup erstellen #

Das Anlegen eines normalen Benutzers ist keine besonders riskante Änderung. Anders sieht es aus, wenn mehrere Benutzer gelöscht, Rollen umfangreich verändert oder bestehende Inhalte neu zugeordnet werden.

Vor solchen Änderungen ist eine aktuelle Sicherung sinnvoll.

Das gilt insbesondere für Websites mit vielen Autoren, umfangreichen Inhalten oder einem produktiven WooCommerce-Shop.

Typische Fehler bei der WordPress-Benutzerverwaltung #

Viele Sicherheits- und Verwaltungsprobleme entstehen nicht durch WordPress selbst, sondern durch unnötig grosszügig vergebene Berechtigungen.

Zu den häufigsten Fehlern gehören:

  • jedem Benutzer Administratorrechte geben
  • einen gemeinsamen Administrator-Zugang für mehrere Personen verwenden
  • ehemalige Mitarbeiterkonten aktiv lassen
  • Passwörter zwischen mehreren Benutzern teilen
  • Benutzer löschen, ohne vorher deren Inhalte zu prüfen
  • beim Löschen versehentlich benötigte Beiträge entfernen
  • Plugin-spezifische Benutzerrollen ignorieren
  • WordPress-Zugänge mit cPanel-, FTP- oder E-Mail-Zugängen verwechseln
  • unbekannte Administratoren nicht untersuchen

Merke: Nicht jeder, der an einer WordPress-Website arbeitet, muss Administrator sein. Eine saubere Rollenverteilung reduziert unnötige Zugriffsrechte und damit auch das Risiko versehentlicher oder unbefugter Änderungen.

Zusammenfassung #

WordPress-Benutzer verwaltest du unter Benutzer → Alle Benutzer. Neue Konten kannst du unter Benutzer → Benutzer hinzufügen erstellen und mit einer passenden Benutzerrolle ausstatten.

WordPress unterscheidet standardmässig zwischen Administrator, Redakteur, Autor, Mitarbeiter und Abonnent. Welche Rolle ein Benutzer erhält, sollte sich nach seinen tatsächlichen Aufgaben richten. Vergib insbesondere Administratorrechte nur dann, wenn sie wirklich benötigt werden.

Wenn du einen Benutzer löschst, prüfe vorher unbedingt dessen Inhalte. WordPress kann dir beim Löschen die Möglichkeit geben, vorhandene Inhalte einem anderen Benutzer zuzuordnen. Dadurch lassen sich beispielsweise Beiträge eines ehemaligen Mitarbeiters behalten, obwohl dessen Zugang entfernt wird.

Weitere wichtige Anleitungen zur Benutzerverwaltung findest du in unseren Artikeln zum Ändern des WordPress-Passworts, zur Wiederherstellung eines vergessenen WordPress-Passworts und zur Einrichtung des WordPress-E-Mail-Versands per SMTP.

Letzte Aktualisierung August 27, 2026
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