WordPress-Plugins erweitern deine Website um zusätzliche Funktionen. Wird ein Plugin nicht mehr benötigt, verursacht Probleme oder soll durch eine andere Lösung ersetzt werden, kannst du es zunächst deaktivieren und anschliessend gegebenenfalls vollständig löschen.
Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied: Beim Deaktivieren bleibt das Plugin auf dem Server installiert. Beim Löschen werden seine Plugin-Dateien aus der WordPress-Installation entfernt.
Kurz erklärt: Möchtest du ein Plugin nur vorübergehend ausschalten oder einen Fehler untersuchen, solltest du es zunächst deaktivieren. Bist du sicher, dass du das Plugin nicht mehr benötigst, kannst du es danach löschen. Bei wichtigen Plugins solltest du vorher prüfen, welche Auswirkungen die Deaktivierung auf deine Website hat.
Was passiert beim Deaktivieren eines WordPress-Plugins? #
Wenn du ein Plugin deaktivierst, wird dessen Programmcode von WordPress im normalen Betrieb nicht mehr als aktives Plugin ausgeführt.
Die Plugin-Dateien bleiben jedoch weiterhin auf dem Server vorhanden. Deshalb kannst du ein deaktiviertes Plugin später normalerweise wieder aktivieren, ohne es erneut installieren zu müssen.
Viele Plugins behalten beim Deaktivieren ausserdem ihre Einstellungen und gespeicherten Daten. Dadurch stehen diese nach einer erneuten Aktivierung häufig wieder zur Verfügung.
Ob und welche Daten erhalten bleiben, hängt allerdings vom jeweiligen Plugin ab.
Was passiert beim Löschen eines Plugins? #
Beim Löschen entfernt WordPress die Dateien des Plugins aus dem Plugin-Verzeichnis.
Plugins befinden sich normalerweise unter:
wp-content/plugins/
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass damit sämtliche Daten des Plugins aus der WordPress-Datenbank verschwinden.
Ein Plugin kann beispielsweise Daten hinterlassen wie:
- Einstellungen
- eigene Datenbanktabellen
- Optionen in vorhandenen WordPress-Tabellen
- Metadaten
- geplante Aufgaben
- Protokolle
- eigene Upload-Dateien
Wichtig: „Plugin gelöscht“ bedeutet nicht zwangsläufig „alle Plugin-Daten gelöscht“. Wie ein Plugin bei der Deinstallation mit seinen Daten umgeht, entscheidet der jeweilige Entwickler.
Plugin deaktivieren oder direkt löschen? #
In vielen Fällen ist es sinnvoll, ein Plugin zuerst zu deaktivieren.
Dadurch kannst du überprüfen, ob deine Website auch ohne das Plugin korrekt funktioniert. Das ist besonders wichtig, wenn du nicht genau weisst, wofür ein Plugin verwendet wird.
Eine Deaktivierung eignet sich beispielsweise, wenn du:
- einen Plugin-Konflikt untersuchen möchtest
- eine Funktion vorübergehend ausschalten möchtest
- testen möchtest, ob ein Plugin für einen Fehler verantwortlich ist
- ein Plugin möglicherweise später wieder benötigst
- vor dem endgültigen Löschen die Auswirkungen prüfen möchtest
Wenn du sicher bist, dass das Plugin dauerhaft nicht mehr benötigt wird, kannst du es anschliessend löschen.
WordPress-Plugin im Adminbereich deaktivieren #
Die normale Deaktivierung erfolgt direkt über die Plugin-Verwaltung von WordPress.
- Logge dich in deinen WordPress-Adminbereich ein.
- Öffne Plugins → Installierte Plugins.
- Suche das gewünschte Plugin.
- Prüfe nochmals, ob du das richtige Plugin ausgewählt hast.
- Klicke auf Deaktivieren.
- Kontrolliere anschliessend deine Website.
Nach der Deaktivierung bleibt das Plugin in der Liste der installierten Plugins vorhanden, ist aber nicht mehr aktiv.
Was sollte nach der Deaktivierung geprüft werden? #
Ob eine Deaktivierung sichtbare Auswirkungen hat, hängt von der Aufgabe des Plugins ab.
Kontrolliere deshalb insbesondere Funktionen, die mit dem Plugin zusammenhängen könnten.
Je nach Plugin können das beispielsweise sein:
- Kontaktformulare
- SEO-Funktionen
- Weiterleitungen
- Backups
- Cache und Performance
- Sicherheitsfunktionen
- WooCommerce-Erweiterungen
- Page-Builder-Erweiterungen
- Cookie- oder Datenschutzfunktionen
- Shortcodes
- Widgets oder Blöcke
Praxis-Tipp: Wenn du die Aufgabe eines Plugins nicht kennst, deaktiviere es nicht einfach auf Verdacht und lösche es erst recht nicht sofort. Prüfe zuerst, welche Funktion das Plugin auf deiner Website übernimmt.
Deaktiviertes WordPress-Plugin löschen #
Wenn du das Plugin dauerhaft entfernen möchtest, kannst du es nach der Deaktivierung über die Plugin-Verwaltung löschen.
- Öffne Plugins → Installierte Plugins.
- Suche das bereits deaktivierte Plugin.
- Klicke auf Löschen.
- Bestätige die Sicherheitsabfrage von WordPress.
- Warte, bis WordPress die Entfernung abgeschlossen hat.
Danach sollte das Plugin nicht mehr in der normalen Liste der installierten Plugins erscheinen.
Warum kann ein aktives Plugin nicht normal gelöscht werden? #
WordPress sieht im normalen Adminbereich vor, ein Plugin zunächst zu deaktivieren und erst danach zu löschen.
Das ist sinnvoll, weil dadurch klar zwischen dem Abschalten einer Funktion und dem tatsächlichen Entfernen der Plugin-Dateien unterschieden wird.
Wenn du ein Plugin nur testweise ausschalten möchtest, reicht deshalb die Deaktivierung aus.
Werden Plugin-Einstellungen beim Deaktivieren gelöscht? #
Normalerweise nicht automatisch.
Viele Plugins speichern ihre Einstellungen in der WordPress-Datenbank und behalten sie auch während einer Deaktivierung.
Wird das Plugin später erneut aktiviert, können die bisherigen Einstellungen dadurch wieder verfügbar sein.
Dieses Verhalten ist allerdings nicht für jedes Plugin identisch.
Werden Plugin-Daten beim Löschen entfernt? #
Das hängt vom jeweiligen Plugin ab.
WordPress stellt Plugin-Entwicklern Mechanismen zur Verfügung, mit denen bei einer Deinstallation bestimmte Daten entfernt werden können. Ob ein Plugin diese Möglichkeiten verwendet und welche Daten tatsächlich gelöscht werden, bestimmt jedoch das Plugin selbst.
Einige Plugins entfernen beim Löschen einen grossen Teil ihrer Daten. Andere behalten Einstellungen oder Datenbanktabellen, damit diese bei einer späteren Neuinstallation wieder verwendet werden können.
Manche Plugins bieten zusätzlich eine eigene Einstellung wie sinngemäss:
Daten bei Deinstallation löschen
Eine solche Option sollte nur aktiviert werden, wenn du die gespeicherten Daten tatsächlich nicht mehr benötigst.
Achtung: Wenn ein Plugin wichtige Daten verwaltet, solltest du vor einer vollständigen Entfernung prüfen, ob diese Daten noch benötigt oder zuvor exportiert beziehungsweise gesichert werden müssen.
Vor dem Löschen wichtiger Plugins ein Backup prüfen #
Bei einem einfachen Plugin ohne relevante gespeicherte Daten ist eine Entfernung meist unkompliziert. Bei umfangreichen Plugins kann die Situation anders aussehen.
Besonders vorsichtig solltest du beispielsweise bei Plugins sein, die:
- Bestellungen oder Kundendaten verarbeiten
- Formulare und Formulareinträge speichern
- Weiterleitungen verwalten
- SEO-Metadaten speichern
- Mitgliedschaften verwalten
- individuelle Inhaltstypen erzeugen
- Tabellen oder andere strukturierte Daten speichern
Vor grösseren Änderungen solltest du deshalb sicherstellen, dass ein aktuelles und verwendbares Backup vorhanden ist.
Was passiert mit Shortcodes eines gelöschten Plugins? #
Einige Plugins stellen Shortcodes bereit, die du in Seiten, Beiträgen oder anderen Inhaltsbereichen verwendest.
Wird das dazugehörige Plugin deaktiviert oder gelöscht, kann WordPress diese Shortcodes nicht mehr durch die vorgesehene Funktion ersetzen.
Abhängig vom Plugin und der Einbindung können dadurch beispielsweise:
- Funktionen verschwinden
- Inhalte nicht mehr dargestellt werden
- Shortcode-Texte sichtbar bleiben
- Layouts unvollständig wirken
Prüfe deshalb vor dem Löschen, ob das Plugin über Shortcodes in deinen Inhalten eingebunden ist.
Was passiert mit Plugin-Blöcken? #
Viele moderne Plugins erweitern den WordPress-Block-Editor um eigene Blöcke.
Wenn du das dazugehörige Plugin deaktivierst, steht die Funktion hinter diesen Blöcken möglicherweise nicht mehr zur Verfügung.
Vor der endgültigen Entfernung solltest du deshalb prüfen, ob entsprechende Plugin-Blöcke auf wichtigen Seiten oder in Beiträgen verwendet werden.
Was passiert mit Widgets eines Plugins? #
Plugins können auch eigene Widgets beziehungsweise andere Elemente für Widget-Bereiche bereitstellen.
Wird das Plugin deaktiviert, kann das entsprechende Element nicht mehr wie vorgesehen ausgegeben werden.
Das kann beispielsweise Sidebars oder Footer-Bereiche betreffen.
Kann das Löschen eines Plugins die Website beschädigen? #
Ja, wenn die Website von der Funktion des Plugins abhängig ist.
Ein typisches Beispiel wäre ein Formular-Plugin. Wird es entfernt, kann ein bisher eingebundenes Kontaktformular nicht mehr funktionieren.
Ähnliches gilt beispielsweise für:
- Page Builder
- WooCommerce-Erweiterungen
- Mehrsprachigkeits-Plugins
- Mitgliederbereiche
- Weiterleitungs-Plugins
- Custom-Post-Type-Plugins
- Plugins für benutzerdefinierte Felder
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, ob ein Plugin aktiv ist, sondern welche Abhängigkeiten deine Website von diesem Plugin besitzt.
Plugin deaktivieren, um einen Fehler zu untersuchen #
Die gezielte Deaktivierung von Plugins gehört zu den häufigsten Methoden bei der WordPress-Fehlersuche.
Wenn beispielsweise nach einem Update ein Fehler auftritt, kann durch kontrolliertes Deaktivieren untersucht werden, ob ein bestimmtes Plugin beteiligt ist.
Dabei solltest du systematisch vorgehen und nicht wahllos mehrere Komponenten gleichzeitig verändern.
Empfehlung: Ändere bei der Fehlersuche möglichst nur eine Sache gleichzeitig. Wenn du mehrere Plugins gleichzeitig deaktivierst, weisst du anschliessend möglicherweise nicht, welche Änderung den Fehler tatsächlich beeinflusst hat.
Plugin-Konflikte erkennen #
Ein Plugin muss nicht grundsätzlich defekt sein, nur weil ein Problem nach seiner Aktivierung auftritt.
Möglich ist auch ein Konflikt zwischen:
- zwei Plugins
- Plugin und Theme
- Plugin und WordPress-Version
- Plugin und PHP-Version
- mehreren Komponenten, die dieselbe Funktion beeinflussen
Deshalb sollte eine Deaktivierung als Diagnose betrachtet werden und nicht automatisch als Beweis dafür, dass ein Plugin schlecht programmiert ist.
Mehrere Plugins gleichzeitig deaktivieren #
In der WordPress-Pluginverwaltung können mehrere Plugins markiert und über eine Sammelaktion deaktiviert werden.
Das kann bei bestimmten Wartungsarbeiten hilfreich sein. Für die gezielte Fehlersuche ist eine einzelne Deaktivierung jedoch häufig aussagekräftiger.
Bei einer produktiven Website solltest du ausserdem berücksichtigen, dass mehrere gleichzeitig deaktivierte Plugins zahlreiche Funktionen auf einmal beeinflussen können.
Plugin lässt sich nicht deaktivieren #
Wenn die normale Deaktivierung im WordPress-Adminbereich nicht funktioniert, solltest du zunächst die genaue Fehlermeldung prüfen.
Mögliche Ursachen können unter anderem sein:
- ein PHP-Fehler
- fehlende Berechtigungen
- eine beschädigte Plugin-Installation
- ein schwerer WordPress-Fehler
- Probleme beim Zugriff auf den Adminbereich
Bei einem technischen Fehler ist es sinnvoll, die Ursache zu untersuchen, bevor Dateien manuell gelöscht werden.
WordPress-Adminbereich wegen eines Plugins nicht mehr erreichbar #
In bestimmten Fällen kann ein fehlerhaftes Plugin dazu führen, dass der WordPress-Adminbereich nicht mehr normal erreichbar ist.
Dann ist eine Deaktivierung über Plugins → Installierte Plugins möglicherweise nicht mehr möglich.
Erfahrene Benutzer können ein betroffenes Plugin beispielsweise über den Dateizugriff vorübergehend ausser Betrieb setzen, indem dessen Plugin-Verzeichnis umbenannt wird.
Die Plugins befinden sich normalerweise unter:
wp-content/plugins/
Ein Plugin-Verzeichnis könnte beispielsweise so aussehen:
wp-content/plugins/beispiel-plugin/
Durch das Umbenennen des betreffenden Ordners kann WordPress das Plugin unter seinem bisherigen Pfad nicht mehr laden.
Achtung: Das manuelle Umbenennen oder Bearbeiten von Plugin-Verzeichnissen ist eine Massnahme zur technischen Fehlersuche und kein Ersatz für die normale Plugin-Verwaltung. Ändere nur das Verzeichnis des Plugins, das tatsächlich untersucht werden soll.
Nicht den gesamten Plugin-Ordner löschen #
Wenn du nur ein bestimmtes Plugin untersuchen möchtest, darfst du nicht unüberlegt das komplette Verzeichnis
wp-content/plugins/
löschen oder umbenennen.
Darin befinden sich normalerweise zahlreiche unterschiedliche Plugins deiner Website.
Arbeite deshalb nur mit dem eindeutig identifizierten Unterverzeichnis des betroffenen Plugins.
Must-Use-Plugins sind ein Sonderfall #
WordPress kennt neben normalen Plugins auch sogenannte Must-Use-Plugins, kurz MU-Plugins.
Diese können unter:
wp-content/mu-plugins/
liegen und werden anders behandelt als normale Plugins.
Sie erscheinen nicht wie gewöhnliche Plugins mit einer normalen Deaktivieren-Funktion in der Pluginverwaltung. MU-Plugins werden häufig durch Hosting-, Verwaltungs- oder Speziallösungen eingesetzt.
Wenn du nicht weisst, warum ein MU-Plugin vorhanden ist, solltest du es nicht eigenmächtig entfernen.
Drop-ins und andere Sonderfälle #
Bestimmte WordPress-Erweiterungen können zusätzlich sogenannte Drop-ins oder andere Dateien ausserhalb ihres normalen Plugin-Verzeichnisses verwenden.
Deshalb ist das manuelle Löschen eines einzelnen Plugin-Ordners nicht in jedem Fall mit einer vollständigen und sauberen Deinstallation gleichzusetzen.
Nutze für eine reguläre Entfernung nach Möglichkeit die vom Plugin beziehungsweise von WordPress vorgesehene Deinstallationsfunktion.
Ungenutzte Plugins besser löschen? #
Ein Plugin, das du nur vorübergehend deaktiviert hast, kann installiert bleiben.
Plugins, die definitiv nicht mehr benötigt werden, solltest du dagegen nicht jahrelang ungenutzt auf dem Server liegen lassen.
Auch deaktivierte Plugins bestehen weiterhin aus Dateien. Enthalten diese eine Sicherheitslücke, kann ein unnötig installiertes und nicht gepflegtes Plugin eine vermeidbare Angriffsfläche darstellen.
Praxis-Tipp: Behalte nur Plugins, die du tatsächlich verwendest oder aus einem konkreten Grund vorübergehend deaktiviert hast. Nicht mehr benötigte Plugins solltest du nach Prüfung der Abhängigkeiten und Daten sauber entfernen.
Deaktivierte Plugins trotzdem aktualisieren? #
Wenn ein deaktiviertes Plugin bewusst installiert bleibt und später wieder verwendet werden soll, sollte es weiterhin gepflegt und aktualisiert werden.
Eine Deaktivierung ersetzt keine Wartung.
Wird das Plugin definitiv nicht mehr benötigt, ist eine saubere Entfernung normalerweise sinnvoller, als es dauerhaft deaktiviert und ungepflegt installiert zu lassen.
Plugin nach dem Löschen neu installieren #
Ein gelöschtes Plugin kann grundsätzlich erneut installiert werden, sofern es weiterhin verfügbar und mit deiner WordPress-Umgebung kompatibel ist.
Ob nach der Neuinstallation frühere Einstellungen wieder vorhanden sind, hängt davon ab, ob das Plugin seine Daten beim Löschen entfernt hat.
Du solltest dich deshalb nicht darauf verlassen, dass eine Neuinstallation automatisch den vorherigen Zustand wiederherstellt.
Premium-Plugins vor dem Löschen prüfen #
Bei einem kostenpflichtigen Plugin solltest du vor der Entfernung zusätzlich prüfen, ob du später noch Zugriff auf:
- Installationsdatei
- Lizenzschlüssel
- Kundenkonto beim Hersteller
- aktuelle Plugin-Version
hast.
Das ist besonders wichtig, wenn das Plugin später wieder installiert werden könnte.
Plugin-Daten nicht manuell aus der Datenbank löschen #
Nach der Deinstallation eines Plugins können Datenbankeinträge zurückbleiben. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese grundsätzlich manuell entfernt werden sollten.
Ohne genaue Kenntnis der Datenstruktur können versehentlich Einträge gelöscht werden, die von WordPress oder anderen Plugins benötigt werden.
Achtung: Lösche Datenbanktabellen oder Optionen nicht allein deshalb, weil ihr Name nach einem alten Plugin aussieht. Eine manuelle Datenbankbereinigung sollte nur erfolgen, wenn eindeutig geklärt ist, welche Daten entfernt werden können und ein aktuelles Backup vorhanden ist.
Was sollte nach dem Löschen eines Plugins geprüft werden? #
Kontrolliere nach der Entfernung insbesondere:
- Startseite
- wichtige Unterseiten
- Navigation
- Formulare
- Frontend-Darstellung
- WordPress-Adminbereich
- Funktionen, die mit dem Plugin zusammenhingen
- WooCommerce, falls betroffen
- mobile Darstellung
Wenn das Plugin Shortcodes, Blöcke oder Widgets bereitgestellt hat, solltest du gezielt nach deren früheren Einsatzstellen suchen.
Typische Fehler beim Deaktivieren und Löschen von Plugins #
- Plugin löschen, ohne seine Funktion zu kennen
- mehrere Plugins gleichzeitig entfernen und danach die Fehlerursache nicht mehr nachvollziehen können
- kein Backup vor einer grösseren Änderung kontrollieren
- gespeicherte Plugin-Daten übersehen
- Shortcodes oder Plugin-Blöcke auf bestehenden Seiten vergessen
- Parent- oder Basis-Plugin einer Erweiterung entfernen
- Premium-Plugin löschen, ohne Installationsdatei oder Lizenzzugang zu sichern
- Plugin-Ordner manuell löschen, obwohl eine normale Deinstallation möglich wäre
- vermeintliche Plugin-Daten ungeprüft aus der Datenbank löschen
- deaktivierte und nicht mehr benötigte Plugins dauerhaft ungepflegt installiert lassen
Checkliste vor dem Löschen eines Plugins #
- Weisst du genau, welche Funktion das Plugin übernimmt?
- Wird es auf Seiten, in Beiträgen oder Templates verwendet?
- Verwendet die Website Shortcodes, Blöcke oder Widgets des Plugins?
- Hängen andere Plugins oder Funktionen davon ab?
- Enthält das Plugin Daten, die noch benötigt werden?
- Müssen Daten vorher exportiert werden?
- Ist bei einer wichtigen Änderung ein aktuelles Backup vorhanden?
- Hast du das Plugin zunächst deaktiviert und die Website kontrolliert?
- Besitzt du bei einem Premium-Plugin weiterhin Zugriff auf Lizenz und Installationsdatei?
- Hast du nach der Entfernung die wichtigsten Website-Funktionen getestet?
Wann solltest du den CURIAWEB-Support kontaktieren? #
Wenn ein Plugin einen technischen Fehler verursacht, sich nicht normal deaktivieren lässt oder der WordPress-Adminbereich nach einer Plugin-Änderung nicht mehr erreichbar ist, kann eine technische Prüfung sinnvoll sein.
Hilfreich sind dabei:
- die betroffene Domain
- Name des Plugins
- Plugin-Version, sofern bekannt
- genaue Fehlermeldung
- welche Änderung unmittelbar vor dem Fehler durchgeführt wurde
- ob der WordPress-Adminbereich noch erreichbar ist
Entferne bei einem Fehler nicht wahllos mehrere Plugins und Dateien, bevor die Ursache eingegrenzt wurde. Dadurch kann die Fehlersuche unnötig erschwert werden.
Zusammenfassung #
Ein WordPress-Plugin kannst du unter Plugins → Installierte Plugins zunächst deaktivieren und anschliessend bei Bedarf löschen. Beim Deaktivieren bleiben die Plugin-Dateien auf dem Server. Beim Löschen werden die Plugin-Dateien entfernt.
Ob dabei auch Einstellungen, Datenbanktabellen und andere gespeicherte Plugin-Daten entfernt werden, hängt vom jeweiligen Plugin ab.
Prüfe vor dem endgültigen Löschen, welche Funktionen und Daten von dem Plugin abhängen. Das gilt besonders für Plugins, die Formulare, Shop-Funktionen, SEO-Daten, Shortcodes, Blöcke oder andere wichtige Bestandteile deiner Website bereitstellen.
Wenn ein Plugin einen technischen Fehler verursacht und der WordPress-Adminbereich nicht mehr erreichbar ist, kann eine manuelle Deaktivierung über den Plugin-Ordner als Massnahme zur Fehlersuche infrage kommen. Solche Eingriffe sollten jedoch gezielt und nicht wahllos durchgeführt werden.