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Warenkorb und Checkout in WooCommerce verstehen

Lesezeit ca.: 11 Minuten

Wenn ein Kunde ein Produkt kaufen möchte, durchläuft er in WooCommerce normalerweise zwei zentrale Bereiche: den Warenkorb und den Checkout.

Im Warenkorb kontrolliert der Kunde seine ausgewählten Produkte, Mengen und Preise. Im Checkout gibt er die für die Bestellung benötigten Angaben ein, wählt – abhängig von deinem Shop – Versand und Zahlungsmethode und sendet die Bestellung ab.

Beide Bereiche gehören zu den wichtigsten Funktionen eines WooCommerce-Shops. Wenn Warenkorb oder Checkout nicht richtig eingerichtet sind, kann ein Kunde seinen Einkauf nicht ordnungsgemäss abschliessen.

Kurz erklärt: Der Warenkorb sammelt die Produkte, die ein Kunde kaufen möchte. Im Checkout werden daraus die eigentlichen Bestellinformationen zusammengestellt und die Bestellung abgesendet.

Vom Produkt bis zur Bestellung #

Ein typischer Einkauf in WooCommerce sieht vereinfacht so aus:

Produkt auswählen
↓
In den Warenkorb legen
↓
Warenkorb prüfen
↓
Zum Checkout wechseln
↓
Kunden- und Lieferdaten eingeben
↓
Versandart wählen
↓
Zahlungsmethode wählen
↓
Bestellung absenden
↓
Bestellung wird in WooCommerce verarbeitet

Der genaue Ablauf kann je nach Produkt, Zahlungsmethode, Versandkonfiguration, Theme und installierten Erweiterungen etwas anders aussehen.

Ein rein digitales Produkt benötigt beispielsweise möglicherweise keinen Versand. Ein Shop mit Abholung kann andere Auswahlmöglichkeiten anzeigen als ein Shop, der ausschliesslich per Paketdienst versendet.

Was ist der WooCommerce-Warenkorb? #

Der Warenkorb ist zunächst eine Sammlung der Produkte, die ein Kunde kaufen möchte.

Wenn der Kunde auf einer Produktseite auf In den Warenkorb klickt, wird das Produkt dem aktuellen Warenkorb hinzugefügt.

Bei einem einfachen Produkt könnte der Warenkorb beispielsweise enthalten:

Kaffeetasse Classic

Menge:
2

Einzelpreis:
CHF 29.90

Zwischensumme:
CHF 59.80

Bei einem variablen Produkt speichert WooCommerce auch die gewählte Variante.

Zum Beispiel:

T-Shirt Classic

Grösse:
M

Farbe:
Schwarz

Menge:
1

Der Kunde kauft damit nicht irgendein T-Shirt, sondern genau die ausgewählte Variante.

Was kann ein Kunde im Warenkorb machen? #

Im normalen WooCommerce-Warenkorb kann der Kunde seine Auswahl nochmals überprüfen und – abhängig von der verwendeten Darstellung und Shop-Konfiguration – beispielsweise:

  • Produkte kontrollieren,
  • die gewählte Menge ändern,
  • Produkte entfernen,
  • Zwischensummen und Gesamtsumme sehen,
  • einen Gutscheincode verwenden, wenn Gutscheine aktiviert sind,
  • verfügbare Versandoptionen prüfen beziehungsweise auswählen,
  • zum Checkout weitergehen.

Der Warenkorb ist deshalb eine Art Kontrollstation vor dem eigentlichen Bestellabschluss.

Eine Änderung der Menge verändert die Bestellung #

Ändert der Kunde im Warenkorb beispielsweise die Menge von eins auf drei, passt WooCommerce die Berechnung entsprechend an.

1 × CHF 29.90
=
CHF 29.90

nach Änderung:

3 × CHF 29.90
=
CHF 89.70

Je nach Shop kommen danach noch weitere Bestandteile wie Versandkosten, Steuern, Gutscheine oder andere Gebühren hinzu.

Wie Steuern eingerichtet werden, erklären wir separat im Artikel Steuern und Mehrwertsteuer in WooCommerce richtig einrichten.

Die Versandkonfiguration behandeln wir im Artikel Versandzonen, Versandarten und Versandkosten einrichten.

Was passiert mit dem Lagerbestand im Warenkorb? #

Dass ein Produkt nur im Warenkorb liegt, bedeutet nicht automatisch, dass die Bestellung bereits abgeschlossen ist.

Die eigentliche Bestandsreservierung beziehungsweise Bestandsreduzierung hängt vom weiteren Checkout- und Bestellablauf sowie von deinen Lager-Einstellungen ab.

Deshalb solltest du den Warenkorb nicht mit einer fertigen Bestellung verwechseln.

Wie WooCommerce Lagerbestände und Reservierungen behandelt, erklären wir ausführlich im Artikel Lagerbestand, SKU und Lieferstatus in WooCommerce verwalten.

Was passiert, wenn der Kunde den Warenkorb verlässt? #

Ein Kunde kann Produkte in den Warenkorb legen und die Website anschliessend verlassen, ohne zu bestellen.

Das ist im Online-Handel völlig normal.

Ein Warenkorb ist deshalb nicht dasselbe wie eine Bestellung und auch kein sicherer Umsatz.

WooCommerce verwendet Sitzungsdaten, um den Warenkorbinhalt eines Besuchers während seines Einkaufs zu verwalten. Wie lange ein Warenkorb praktisch erhalten bleibt, kann vom technischen Ablauf, Cookies, Sitzung und weiteren Faktoren abhängen.

Für den normalen Shopbetrieb solltest du deshalb nicht davon ausgehen, dass jeder gefüllte Warenkorb später automatisch zu einer Bestellung wird.

Was ist der Checkout? #

Der Checkout ist der Bereich, in dem der Kunde seinen Einkauf abschliesst.

WooCommerce sammelt dort die Informationen, die für die konkrete Bestellung benötigt werden.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Name
  • Rechnungsadresse
  • Lieferadresse
  • E-Mail-Adresse
  • Telefonnummer, sofern erforderlich oder aktiviert
  • Versandart
  • Zahlungsmethode
  • Bestellübersicht
  • rechtlich beziehungsweise technisch erforderliche Hinweise oder Bestätigungen

Welche Felder tatsächlich erscheinen, hängt von den WooCommerce-Einstellungen, dem Produkt, der Versandart, dem Theme und möglichen Erweiterungen ab.

Rechnungsadresse und Lieferadresse #

WooCommerce kann zwischen einer Rechnungsadresse und einer Lieferadresse unterscheiden.

Die Rechnungsadresse gehört zum Kunden beziehungsweise zur Abrechnung der Bestellung.

Die Lieferadresse bestimmt, wohin ein physisches Produkt geliefert werden soll.

Beide Adressen können identisch sein.

Ein Kunde kann aber beispielsweise an seine Arbeitsadresse liefern lassen, während die Rechnungsadresse seine private Adresse ist.

Wichtig: Welche Adresse WooCommerce für Steuer- oder Versandberechnungen verwendet, hängt von deinen Einstellungen ab. Deshalb solltest du diese Bereiche nicht unabhängig voneinander konfigurieren, ohne den gesamten Bestellablauf zu testen.

Bei virtuellen Produkten kann der Versand entfallen #

Wenn ein Produkt als virtuell eingerichtet ist und keinen physischen Versand benötigt, kann WooCommerce den Checkout entsprechend vereinfachen.

Ein Beispiel wäre eine Dienstleistung oder ein anderes Produkt, das nicht per Paket verschickt wird.

Bei einem rein virtuellen Warenkorb sind deshalb nicht dieselben Versandinformationen erforderlich wie bei einem Warenkorb mit physischen Produkten.

Die Unterscheidung zwischen einfachen, virtuellen, herunterladbaren und variablen Produkten findest du im Artikel Produkttypen in WooCommerce erklärt.

Wie bestimmt WooCommerce die Versandmöglichkeiten? #

Bei physischen Produkten prüft WooCommerce die Versandkonfiguration deines Shops.

Dabei spielen insbesondere die eingerichteten Versandzonen und die darin verfügbaren Versandarten eine Rolle.

Ein Kunde aus der Schweiz kann deshalb andere Versandmöglichkeiten sehen als ein Kunde aus Deutschland oder den USA.

Wenn für die Lieferadresse keine passende Versandmöglichkeit vorhanden ist, kann dies verhindern, dass der Kunde den Einkauf wie vorgesehen abschliessen kann.

Deshalb gehört das Testen verschiedener Lieferländer zu einem vollständigen Shop-Test.

Wie bestimmt WooCommerce die Zahlungsmethoden? #

Im Checkout zeigt WooCommerce die Zahlungsmethoden an, die in deinem Shop aktiviert und für die aktuelle Bestellung verfügbar sind.

Welche Zahlungsmethoden erscheinen, hängt unter anderem von der verwendeten Zahlungs-Erweiterung und deren Konfiguration ab.

Typische Möglichkeiten können beispielsweise sein:

  • Banküberweisung
  • Nachnahme, wenn passend eingerichtet
  • Kredit- oder Debitkarte über einen Zahlungsanbieter
  • PayPal
  • weitere externe Zahlungsanbieter

Nicht jede Zahlungsmethode gehört automatisch zum WooCommerce-Core, und nicht jeder Anbieter steht in jedem Land oder bei jedem Geschäftsmodell zur Verfügung.

Die Einrichtung behandeln wir deshalb getrennt im Artikel Zahlungsmethoden in WooCommerce einrichten und verwalten.

Bestellung absenden ist nicht dasselbe wie erfolgreiche Zahlung #

Das ist einer der wichtigsten Punkte beim Verständnis von WooCommerce.

Wenn ein Kunde den Checkout abschliesst und eine Bestellung erzeugt wird, bedeutet das nicht automatisch, dass die Zahlung erfolgreich eingegangen ist.

Ein Beispiel:

Kunde sendet Bestellung ab
↓
WooCommerce erstellt die Bestellung
↓
Zahlungsanbieter versucht Zahlung
↓
Zahlung kann erfolgreich sein
ODER
Zahlung kann ausstehen
ODER
Zahlung kann fehlschlagen

Der Zustand einer Bestellung wird deshalb über einen Bestellstatus abgebildet.

Die verschiedenen Status erklären wir ausführlich im Artikel WooCommerce-Bestellstatus einfach erklärt.

Wichtig: Versende eine Ware nicht allein deshalb, weil eine Bestellung in WooCommerce vorhanden ist. Prüfe den tatsächlichen Bestell- und Zahlungsstatus beziehungsweise den für deine Zahlungsmethode vorgesehenen Ablauf.

Wann entsteht eine WooCommerce-Bestellung? #

Eine WooCommerce-Bestellung entsteht normalerweise im Zusammenhang mit dem abgeschlossenen Checkout.

Bei aktuellen blockbasierten Checkouts kann WooCommerce im technischen Ablauf auch vorübergehend mit einem Entwurfsstatus arbeiten, bevor beziehungsweise während die Bestellung abgesendet wird.

Für den normalen Shopbetreiber ist aber vor allem entscheidend: Erst der Checkout führt vom blossen Warenkorb in den eigentlichen Bestellprozess.

Die fertigen beziehungsweise weiterverarbeiteten Bestellungen findest du anschliessend im WordPress-Backend unter dem WooCommerce-Bereich für Bestellungen.

Warenkorb und Checkout sind eigene WooCommerce-Seiten #

WooCommerce benötigt bestimmte Seiten für seine zentralen Shop-Funktionen.

Dazu gehören unter anderem:

Shop
Warenkorb
Checkout
Mein Konto

Bei einer normalen WooCommerce-Einrichtung werden diese benötigten Seiten in der Regel automatisch angelegt.

Welche konkrete Seite WooCommerce als Warenkorb beziehungsweise Checkout verwendet, kannst du unter den erweiterten WooCommerce-Einstellungen prüfen.

Der entsprechende Bereich befindet sich unter:

WooCommerce
→ Einstellungen
→ Erweitert

Dort sind unter anderem die zugewiesenen Seiten für Warenkorb und Checkout hinterlegt.

Wichtig: Lösche eine Warenkorb- oder Checkout-Seite nicht einfach, nur weil sie wie eine normale WordPress-Seite aussieht. WooCommerce benötigt korrekt zugewiesene Seiten für diese Shop-Funktionen.

Was sind Cart- und Checkout-Blöcke? #

WooCommerce verwendet bei neueren Installationen standardmässig die modernen Warenkorb- und Checkout-Blöcke.

Bei neuen Shops seit WooCommerce 8.3 sind diese Blöcke die Standardlösung.

Der Warenkorb-Block stellt unter anderem Warenkorbinhalt, Mengen, Summen, Versandinformationen und den Übergang zum Checkout bereit.

Der Checkout-Block enthält die für den Bestellabschluss benötigten Bereiche wie Kundeninformationen, Lieferung, Zahlung und Bestellübersicht.

Wie die Seiten genau aussehen, hängt zusätzlich vom verwendeten Theme ab.

Warum sieht mein Checkout anders aus als in einer Anleitung? #

Das ist bei WooCommerce nicht ungewöhnlich.

Es gibt heute sowohl moderne blockbasierte Warenkorb- und Checkout-Seiten als auch ältere beziehungsweise klassische Varianten auf Basis der WooCommerce-Shortcodes.

Ausserdem können Themes und Plugins den Checkout erweitern oder verändern.

Deshalb können beispielsweise folgende Unterschiede auftreten:

  • andere Anordnung der Felder
  • andere Beschriftungen
  • zusätzliche Felder
  • Express-Zahlungsbuttons
  • andere Darstellung der Versandarten
  • zusätzliche Hinweise
  • ein mehrstufiger Checkout

Wenn dein Checkout optisch anders aussieht als ein Screenshot in einer Anleitung, bedeutet das deshalb nicht automatisch, dass er falsch eingerichtet ist.

Der klassische Warenkorb und Checkout existieren weiterhin #

Ältere WooCommerce-Shops können weiterhin mit den klassischen Shortcodes arbeiten.

Für den Warenkorb lautet der entsprechende WooCommerce-Shortcode:

[woocommerce_cart]

Für den Checkout:

[woocommerce_checkout]

Bei neuen WooCommerce-Installationen solltest du diese Shortcodes jedoch nicht ohne Grund anstelle der vorhandenen modernen Blöcke einsetzen.

Manche ältere Erweiterungen können mit dem klassischen Checkout besser kompatibel sein. Ob ein Wechsel notwendig ist, sollte deshalb anhand der tatsächlich verwendeten Plugins geprüft werden.

Warenkorb- und Checkout-Seite nicht doppelt zuweisen #

WooCommerce erwartet jeweils eine festgelegte Seite für den Warenkorb und eine Seite für den Checkout.

Erstelle deshalb nicht mehrere scheinbar identische Checkout-Seiten und wechsle die Zuweisung ohne Grund hin und her.

Wenn du das Design ändern möchtest, bearbeite besser gezielt die tatsächlich verwendete Seite beziehungsweise das dazugehörende Template.

Gastbestellung oder Kundenkonto? #

Ob ein Kunde bestellen kann, ohne vorher ein Konto anzulegen, wird in den WooCommerce-Einstellungen unter Konten & Datenschutz festgelegt.

Dort kannst du unter anderem bestimmen, ob:

  • Gastbestellungen erlaubt sind,
  • sich bestehende Kunden während des Checkouts anmelden dürfen,
  • während oder nach dem Checkout ein Kundenkonto erstellt werden kann.

Diese Einstellungen beeinflussen den Ablauf des Checkouts deutlich.

Da das Thema umfangreicher ist, behandeln wir es im nächsten Artikel separat: Kundenkonten und Gastbestellungen in WooCommerce einrichten.

Was passiert nach dem Absenden der Bestellung? #

Nach einem erfolgreichen Bestellvorgang erhält der Kunde normalerweise eine Bestätigung beziehungsweise wird auf die entsprechende Bestellbestätigungsseite weitergeleitet.

WooCommerce speichert die Bestellung mit den dazugehörenden Daten.

Dazu gehören je nach Bestellung beispielsweise:

  • bestellte Produkte
  • Mengen
  • Preise
  • Kundendaten
  • Rechnungs- und Lieferadresse
  • Versandart
  • Zahlungsmethode
  • Bestellstatus
  • Steuern und Gebühren

WooCommerce kann ausserdem die vorgesehenen Bestell-E-Mails auslösen.

Wie diese Benachrichtigungen eingerichtet werden, erklären wir im Artikel WooCommerce-E-Mails und Bestellbenachrichtigungen einrichten.

Was passiert im Backend? #

Für dich als Shopbetreiber beginnt nach dem Checkout die Bestellverwaltung.

Dort kontrollierst du beispielsweise:

  • was bestellt wurde,
  • wer bestellt hat,
  • welcher Bestellstatus vorliegt,
  • welche Zahlungsmethode verwendet wurde,
  • wohin die Bestellung geliefert werden soll.

Wie du diesen Bereich im Alltag verwendest, behandeln wir im Artikel WooCommerce-Bestellungen verwalten: Status, Zahlung und Versand.

Der Checkout berechnet keine eigenen Geschäftsregeln #

Der Checkout zeigt das Ergebnis deiner Shop-Konfiguration.

Wenn beispielsweise eine falsche Versandart, ein falscher Steuerbetrag oder eine unerwartete Zahlungsmethode erscheint, liegt die Ursache häufig nicht am Checkout selbst.

Stattdessen solltest du prüfen, welche Einstellungen WooCommerce für die konkrete Bestellung verwendet.

Der Checkout verbindet unter anderem:

Produkte
+
Kundendaten
+
Lieferadresse
+
Versandregeln
+
Steuereinstellungen
+
Zahlungsmethoden
+
Gutscheine
=
Bestellung

Genau deshalb ist der Checkout ein guter Ort, um Fehler zu bemerken – aber nicht zwangsläufig der Ort, an dem die Ursache liegt.

Warum fehlen Versandarten im Checkout? #

Wenn ein Kunde keine Versandart auswählen kann, solltest du unter anderem prüfen:

  • Ist das Produkt physisch und versandpflichtig?
  • Ist für das Lieferland eine passende Versandzone vorhanden?
  • Enthält diese Versandzone mindestens eine passende Versandart?
  • Erfüllt die Bestellung die Bedingungen dieser Versandart?
  • Hat eine Erweiterung zusätzliche Bedingungen gesetzt?

Die genaue Einrichtung behandeln wir im Artikel Versandzonen, Versandarten und Versandkosten einrichten.

Warum fehlt eine Zahlungsmethode? #

Eine aktivierte Zahlungsmethode muss nicht zwingend bei jeder Bestellung angezeigt werden.

Zahlungsanbieter und Erweiterungen können Bedingungen besitzen, durch die eine Methode nur bei bestimmten Bestellungen verfügbar ist.

Mögliche Faktoren können beispielsweise sein:

  • Land des Kunden
  • Währung
  • Bestellwert
  • Produktart
  • technische Konfiguration des Zahlungsanbieters
  • Kompatibilität mit dem verwendeten Checkout

Wenn eine Zahlungsmethode fehlt, prüfe deshalb zuerst ihre konkrete Konfiguration und Dokumentation.

Gutscheine im Warenkorb und Checkout #

Wenn Gutscheine in WooCommerce aktiviert sind, können Kunden einen gültigen Gutscheincode je nach verwendeter Warenkorb- und Checkout-Darstellung eingeben.

WooCommerce prüft dabei die für den Gutschein hinterlegten Bedingungen.

Ein Gutschein kann beispielsweise nur für bestimmte Produkte, Kategorien oder Bestellwerte gelten.

Wie du solche Regeln einrichtest, erklären wir im Artikel Gutscheine und Rabattcodes in WooCommerce erstellen.

Änderungen am Checkout vorsichtig durchführen #

Der Checkout ist technisch ein besonders wichtiger Bereich des Shops.

Plugins, Themes und eigene Anpassungen können zusätzliche Felder, Zahlungsfunktionen oder andere Elemente hinzufügen.

Eine Änderung, die optisch harmlos wirkt, kann deshalb Auswirkungen auf den Bestellprozess haben.

Nach Änderungen am Warenkorb oder Checkout solltest du immer mindestens eine vollständige Testbestellung durchführen.

Wichtig: Prüfe nicht nur, ob die Checkout-Seite angezeigt wird. Ein Checkout ist erst sinnvoll getestet, wenn du den gesamten Ablauf bis zur erstellten Bestellung und – soweit möglich – zur vorgesehenen Zahlungsabwicklung kontrolliert hast.

Den Checkout als Kunde testen #

Beim Testen solltest du die Seite nicht nur als angemeldeter Administrator verwenden.

Öffne den Shop zusätzlich in einem privaten Browserfenster beziehungsweise in einem Browser, in dem du nicht im WordPress-Backend angemeldet bist.

Damit siehst du den Ablauf eher so, wie ihn ein normaler Kunde erlebt.

Prüfe beispielsweise:

  • Lässt sich ein Produkt in den Warenkorb legen?
  • Stimmen Produkt und Variante?
  • Kann die Menge verändert werden?
  • Werden Preise korrekt berechnet?
  • Erscheinen die erwarteten Versandarten?
  • Erscheinen die erwarteten Zahlungsmethoden?
  • Funktionieren Gutscheine, wenn du welche verwendest?
  • Kann die Bestellung abgesendet werden?
  • Wird danach eine Bestellung im Backend angelegt?
  • Hat die Bestellung den erwarteten Status?
  • Werden die vorgesehenen E-Mails ausgelöst?

Eine vollständige Startkontrolle behandeln wir später im Artikel WooCommerce-Shop vor dem Start testen: Testbestellung und Checkliste.

Wie geht es weiter? #

Ein wichtiger Teil des Checkouts ist die Frage, ob ein Kunde zwingend ein Kundenkonto benötigt oder auch als Gast bestellen darf.

Im nächsten Artikel schauen wir uns deshalb Kundenkonten und Gastbestellungen in WooCommerce genauer an. Dort erklären wir, welche Möglichkeiten WooCommerce bietet und wie sich die Einstellungen auf den Bestellablauf auswirken.

Zusammenfassung #

Im Warenkorb kontrolliert ein Kunde die Produkte, Varianten und Mengen, die er kaufen möchte. Abhängig von der Shop-Konfiguration können dort ausserdem Gutscheine, Versandinformationen und Bestellsummen angezeigt werden.

Im Checkout werden die für die Bestellung notwendigen Kunden-, Liefer- und Zahlungsinformationen erfasst. WooCommerce verwendet dabei unter anderem deine Versand-, Steuer-, Zahlungs- und Kontoeinstellungen.

Eine erzeugte Bestellung bedeutet nicht automatisch, dass die Zahlung erfolgreich abgeschlossen wurde. Dafür ist der jeweilige Bestell- und Zahlungsstatus entscheidend.

Neuere WooCommerce-Shops verwenden standardmässig blockbasierte Warenkorb- und Checkout-Seiten. Ältere Shops können weiterhin mit dem klassischen Warenkorb und Checkout auf Basis von WooCommerce-Shortcodes arbeiten.

Nach Änderungen am Checkout solltest du immer eine vollständige Testbestellung aus Kundensicht durchführen. Nur so kannst du prüfen, ob Warenkorb, Versand, Zahlung und Bestellung tatsächlich zusammenspielen.

Letzte Aktualisierung August 31, 2026
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