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Von WordPress.com zu CURIAWEB wechseln

Lesezeit ca.: 14 Minuten

Eine Website bei WordPress.com lässt sich auf ein eigenes WordPress-Hosting umziehen. Dabei werden die vorhandenen Inhalte aus WordPress.com exportiert und anschließend in eine selbst gehostete WordPress-Installation importiert.

Der Wechsel bietet dir mehr Kontrolle über die technische Umgebung deiner Website. Bei einer selbst gehosteten WordPress-Installation kannst du WordPress innerhalb der Möglichkeiten deines Hosting-Pakets selbst verwalten, Themes und Plugins einsetzen und wesentlich freier über Aufbau und Funktionen deiner Website entscheiden.

Kurz erklärt: WordPress.com und eine selbst gehostete WordPress-Website verwenden zwar WordPress, sind aber nicht dasselbe Hosting-Modell. Beim Wechsel wird deshalb nicht einfach ein Benutzerkonto übertragen. Die neue WordPress-Installation wird beim Hosting eingerichtet und die vorhandenen Inhalte werden anschließend migriert.

WordPress.com und selbst gehostetes WordPress unterscheiden #

Die Bezeichnungen führen häufig zu Verwechslungen.

WordPress.com ist ein gehosteter Dienst, bei dem die technische Plattform durch WordPress.com beziehungsweise Automattic bereitgestellt und verwaltet wird. Welche Funktionen zur Verfügung stehen, hängt unter anderem vom dort verwendeten Tarif ab.

Bei einer selbst gehosteten WordPress-Installation wird die WordPress-Software dagegen bei einem Webhosting-Anbieter installiert. Du besitzt dadurch wesentlich mehr Kontrolle über die WordPress-Installation und die dazugehörige Hosting-Umgebung.

CURIAWEB stellt die Hosting-Infrastruktur bereit, während du deine WordPress-Website innerhalb der Möglichkeiten deines Hosting-Pakets selbst verwalten kannst.

Warum von WordPress.com auf ein eigenes Hosting wechseln? #

Für einen Wechsel kann es unterschiedliche Gründe geben.

Typische Gründe sind beispielsweise:

  • mehr Kontrolle über die WordPress-Installation
  • freie Auswahl geeigneter WordPress-Plugins
  • mehr Freiheit bei Themes und Anpassungen
  • eigener Hosting-Zugang
  • direkter Zugriff auf Dateien und Datenbank
  • eigene E-Mail-Adressen unter der Domain
  • mehr Möglichkeiten für individuelle Funktionen
  • WooCommerce oder andere umfangreiche Erweiterungen
  • mehr Kontrolle über Backups, PHP und technische Einstellungen

Ob ein Wechsel sinnvoll ist, hängt von deinen Anforderungen ab. Für eine sehr einfache Website kann WordPress.com ausreichend sein. Werden jedoch mehr technische und gestalterische Freiheiten benötigt, kann eine selbst gehostete WordPress-Installation die passendere Lösung sein.

Was wird beim Wechsel eigentlich übertragen? #

Bei einem klassischen WordPress.com-Export werden vor allem die Inhalte der Website exportiert.

Dazu können je nach vorhandenen Inhalten unter anderem gehören:

  • Beiträge
  • Seiten
  • Kategorien
  • Schlagwörter
  • Kommentare
  • Autoreninformationen
  • Verweise auf Mediendateien
  • weitere von WordPress unterstützte Inhaltsdaten

Der Export ist jedoch nicht mit einer vollständigen Kopie des gesamten WordPress.com-Systems gleichzusetzen.

Wichtig: Ein WordPress-Export ist kein vollständiges Server-Backup. Hosting-Einstellungen, Plattformfunktionen, bestimmte Design-Einstellungen oder ausschließlich bei WordPress.com verfügbare Funktionen werden dadurch nicht automatisch zu einer identischen selbst gehosteten Website.

Vor dem Umzug Bestandsaufnahme machen #

Bevor du mit der Migration beginnst, solltest du dir die bestehende Website genau ansehen.

Notiere beziehungsweise kontrolliere insbesondere:

  • welche Seiten vorhanden sind
  • welche Beiträge veröffentlicht wurden
  • welche Kategorien und Schlagwörter verwendet werden
  • welche Domain die Website verwendet
  • welches Theme eingesetzt wird
  • welche Funktionen benötigt werden
  • ob Formulare vorhanden sind
  • ob externe Dienste eingebunden sind
  • ob die Website bereits bei Suchmaschinen indexiert ist
  • welche wichtigen URLs aktuell verwendet werden

Diese Bestandsaufnahme hilft dir später zu erkennen, ob bei der neuen Website etwas fehlt.

Eigene Domain oder WordPress.com-Adresse? #

Für die Planung des Umzugs ist entscheidend, unter welcher Adresse deine bisherige Website erreichbar ist.

Eine WordPress.com-Website kann beispielsweise eine Adresse nach folgendem Muster verwenden:

meinewebsite.wordpress.com

Es kann aber auch bereits eine eigene Domain verwendet werden:

www.meinewebsite.ch

Diese beiden Ausgangssituationen unterscheiden sich bei der späteren Domain- und Weiterleitungsplanung erheblich.

Wenn bereits eine eigene Domain verwendet wird #

Verwendest du bei WordPress.com bereits deine eigene Domain, kann diese grundsätzlich auch für die neue selbst gehostete Website verwendet werden.

Dafür muss die Domain später technisch auf das neue Hosting zeigen beziehungsweise entsprechend verwaltet werden.

Wie genau der Wechsel erfolgt, hängt davon ab, wo die Domain registriert ist und wie ihre DNS-Einstellungen aktuell konfiguriert sind.

Achtung: Ändere die DNS-Einstellungen einer produktiven Domain nicht zu früh. Richte zuerst die neue WordPress-Website ein und kontrolliere sie soweit wie möglich. Erst danach sollte die Domain auf die neue Umgebung umgestellt werden.

Wenn eine wordpress.com-Adresse verwendet wird #

Verwendet deine Website bisher ausschließlich eine Adresse wie

meinewebsite.wordpress.com

benötigst du für die neue selbst gehostete Website normalerweise eine eigene Domain, wenn sie unabhängig von WordPress.com betrieben werden soll.

Beispielsweise:

www.meinewebsite.ch

Die alte WordPress.com-Adresse gehört nicht einfach zum neuen Hosting und kann deshalb nicht wie eine eigene Domain übertragen werden.

Neue WordPress-Installation vorbereiten #

Bevor die vorhandenen Inhalte importiert werden können, benötigst du eine neue WordPress-Installation auf deinem Hosting.

Diese sollte grundsätzlich funktionieren, bevor du mit der eigentlichen Inhaltsmigration beginnst.

Kontrolliere insbesondere:

  • Domain beziehungsweise temporäre Erreichbarkeit
  • WordPress-Installation
  • HTTPS beziehungsweise SSL
  • Admin-Zugang
  • grundlegende WordPress-Einstellungen

Danach kann die Übernahme der bestehenden Inhalte vorbereitet werden.

Inhalte aus WordPress.com exportieren #

WordPress.com stellt eine Exportfunktion für Website-Inhalte zur Verfügung.

Die genaue Benutzeroberfläche kann sich im Laufe der Zeit verändern. Suche in der Verwaltung deiner WordPress.com-Website nach der Exportfunktion für die Website-Inhalte.

Je nach Umfang und verfügbarer Auswahl kannst du die gewünschten Inhalte beziehungsweise den vollständigen unterstützten Inhalt exportieren.

WordPress erzeugt dabei eine Exportdatei im WordPress-eigenen Austauschformat.

Diese Datei solltest du auf deinem Computer speichern und bis zum erfolgreichen Abschluss des Umzugs aufbewahren.

Was ist eine WXR-Datei? #

Für den Export und Import von WordPress-Inhalten wird das WordPress eXtended RSS-Format, kurz WXR, verwendet.

Die entsprechende Exportdatei besitzt normalerweise die Dateiendung:

.xml

Sie enthält strukturierte Informationen über die exportierten WordPress-Inhalte.

Die XML-Datei ist jedoch keine vollständige Kopie des Webservers und sollte nicht mit einem vollständigen Website-Backup verwechselt werden.

Exportdatei nicht manuell bearbeiten #

Für einen normalen Umzug solltest du die erzeugte XML-Datei nicht unnötig mit einem Texteditor verändern.

Fehlerhafte Änderungen können dazu führen, dass der spätere Import nicht mehr korrekt funktioniert.

Bewahre deshalb eine unveränderte Kopie der ursprünglichen Exportdatei auf.

Inhalte in die neue WordPress-Website importieren #

Logge dich anschließend in den Adminbereich der neuen WordPress-Installation ein.

Öffne:

Werkzeuge → Daten importieren

Dort stellt WordPress verschiedene Importmöglichkeiten bereit.

Für einen WordPress-Export verwendest du den entsprechenden WordPress-Importer. Falls dieser noch nicht installiert ist, kann WordPress die Installation des Importers anbieten.

Danach kannst du die zuvor exportierte XML-Datei auswählen und den Import starten.

Autoren beim Import zuordnen #

Während des Imports kann WordPress nach der Zuordnung vorhandener Autoren fragen.

Dabei kannst du je nach Importvorgang beispielsweise:

  • einen vorhandenen Benutzer zuordnen
  • einen neuen Benutzer anlegen
  • importierte Inhalte einem anderen Benutzer zuweisen

Prüfe die Zuordnung insbesondere dann sorgfältig, wenn auf der bisherigen Website mehrere Autoren gearbeitet haben.

Mediendateien beim Import übernehmen #

Beim WordPress-Import kann die Möglichkeit angeboten werden, zu den Inhalten gehörende Anhänge beziehungsweise Mediendateien herunterzuladen und zu importieren.

Diese Option ist für einen vollständigen Inhaltsumzug normalerweise wichtig.

Der Import von Medien funktioniert allerdings nur, wenn die entsprechenden Dateien auf der bisherigen Website noch erreichbar sind und der Abruf technisch möglich ist.

Praxis-Tipp: Lösche oder deaktivere die alte WordPress.com-Website nicht unmittelbar nach dem Export. Lass sie zunächst erreichbar, bis du kontrolliert hast, ob Inhalte und Medien auf der neuen Website vollständig angekommen sind.

Warum können Bilder nach dem Import fehlen? #

Ein häufiger Unterschied zwischen Textinhalten und Medien besteht darin, dass die XML-Datei nicht einfach sämtliche Originalbilder als eingebettete Dateien enthält.

Beim Import versucht WordPress gegebenenfalls, die zugehörigen Dateien von der bisherigen Website abzurufen.

Probleme können beispielsweise auftreten, wenn:

  • die alte Website nicht mehr erreichbar ist
  • Dateien nicht öffentlich abrufbar sind
  • der Import unterbrochen wird
  • eine sehr grosse Medienbibliothek vorhanden ist
  • technische Zeit- oder Größenlimits erreicht werden
  • externe Bildquellen verwendet wurden

Kontrolliere deshalb die Mediathek und wichtige Seiten nach dem Import sorgfältig.

Ist das WordPress.com-Theme automatisch auf der neuen Website vorhanden? #

Nein, nicht zwingend.

Ein Inhaltsimport überträgt nicht automatisch die vollständige technische und gestalterische Umgebung der bisherigen WordPress.com-Website.

Ob dasselbe Theme auch für selbst gehostete WordPress-Installationen verfügbar ist, hängt vom jeweiligen Theme ab.

In manchen Fällen kann das gleiche oder ein ähnliches Theme installiert werden. In anderen Fällen muss das Design mit einem anderen Theme neu umgesetzt beziehungsweise angepasst werden.

Warum sieht die neue Website nach dem Import anders aus? #

Das ist nicht ungewöhnlich.

Inhalte und Design sind in WordPress nicht dasselbe.

Das Aussehen einer Website wird unter anderem beeinflusst durch:

  • Theme
  • Templates
  • Schriftarten
  • Farben
  • Navigation
  • Widgets beziehungsweise Blöcke
  • zusätzliches CSS
  • Plugins
  • WordPress.com-spezifische Funktionen

Ein erfolgreicher Inhaltsimport bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die neue Website pixelgenau wie die bisherige Website aussieht.

Plugins werden nicht einfach mit exportiert #

Die WordPress-Exportdatei ist kein Plugin-Backup.

Benötigte Plugins müssen auf der neuen selbst gehosteten WordPress-Installation separat installiert und konfiguriert werden.

Prüfe dabei, welche Funktionen tatsächlich weiterhin benötigt werden.

Es ist nicht sinnvoll, die neue Website mit zahlreichen Plugins auszustatten, nur um die alte Umgebung möglichst exakt nachzubauen.

WordPress.com-spezifische Funktionen prüfen #

Bestimmte Funktionen können auf WordPress.com direkt durch die Plattform bereitgestellt worden sein.

Bei einer selbst gehosteten Installation musst du prüfen, ob dafür:

  • WordPress selbst bereits eine Funktion bietet
  • das verwendete Theme die Funktion übernimmt
  • ein geeignetes Plugin benötigt wird
  • die Funktion überhaupt noch benötigt wird

Nutze den Umzug deshalb auch als Gelegenheit, die bisherige Website technisch zu bereinigen.

Kontaktformulare nach dem Umzug testen #

Wenn die bisherige Website Kontakt- oder andere Formulare verwendet, solltest du diese auf der neuen Website nicht als selbstverständlich funktionsfähig betrachten.

Kontrolliere:

  • ob das Formular vorhanden ist
  • ob alle Felder funktionieren
  • an welche E-Mail-Adresse Nachrichten gesendet werden
  • welche technische Absenderadresse verwendet wird
  • ob Testnachrichten tatsächlich ankommen
  • ob Spam-Schutz und Datenschutzanforderungen weiterhin passen

Navigation und Menüs kontrollieren #

Nach einem Import solltest du die Navigation der neuen Website überprüfen.

Kontrolliere insbesondere:

  • Hauptnavigation
  • Footer-Navigation
  • Untermenüs
  • Links auf interne Seiten
  • Links auf externe Websites

Abhängig vom Theme und der verwendeten WordPress-Struktur kann es notwendig sein, Menüs beziehungsweise Navigationsblöcke neu zuzuordnen oder anzupassen.

Permalink-Struktur der neuen Website prüfen #

Ein wichtiger Punkt bei einer bestehenden Website sind die URLs der einzelnen Inhalte.

Kontrolliere die Permalink-Einstellungen der neuen WordPress-Installation und vergleiche wichtige alte und neue URLs.

Eine unnötige Änderung bestehender URLs kann dazu führen, dass:

  • alte Links nicht mehr funktionieren
  • externe Verlinkungen auf Fehlerseiten führen
  • interne Links angepasst werden müssen
  • Suchmaschinen neue URLs verarbeiten müssen

Wichtig: Wenn eine bestehende eigene Domain und bereits indexierte URLs übernommen werden, solltest du die bisherige URL-Struktur nach Möglichkeit erhalten. Müssen URLs geändert werden, sollten passende Weiterleitungen geplant werden.

Was ist bei einem Wechsel auf eine neue Domain zu beachten? #

Wechselt nicht nur das Hosting, sondern auch die Domain, ändern sich normalerweise die URLs der Website.

Beispielsweise könnte aus:

www.alte-domain.ch/ueber-uns/

eine neue Adresse werden:

www.neue-domain.ch/ueber-uns/

In diesem Fall sollte die Migration nicht nur technisch, sondern auch hinsichtlich Weiterleitungen, internen Links und Suchmaschinen geplant werden.

Eine Domainänderung ist deshalb umfangreicher als ein reiner Hostingwechsel unter derselben Domain.

Interne Links nach dem Import kontrollieren #

Beiträge und Seiten können Links enthalten, die noch auf die bisherige Website oder alte WordPress.com-Adressen zeigen.

Prüfe deshalb insbesondere wichtige interne Verlinkungen.

Links sollten nach dem Umzug auf die korrekten neuen Zieladressen zeigen.

Downloads und Dokumente nicht vergessen #

Bestehende Websites enthalten neben Bildern häufig weitere Dateien wie:

  • PDF-Dokumente
  • Preislisten
  • Anleitungen
  • Formulare
  • ZIP-Dateien
  • andere Downloads

Kontrolliere auch diese Dateien nach der Migration und teste wichtige Download-Links.

SEO-Daten nach dem Wechsel prüfen #

Bei einer bereits etablierten Website solltest du nicht nur Seiten und Beiträge betrachten.

Prüfe unter anderem:

  • Seitentitel
  • Meta-Beschreibungen, sofern verwendet
  • Überschriften
  • Permalinks
  • interne Links
  • Bildbeschreibungen und Alt-Texte
  • Weiterleitungen
  • Indexierungseinstellungen
  • XML-Sitemap

Ein Inhaltsimport übernimmt nicht zwangsläufig sämtliche SEO-Einstellungen eines zuvor verwendeten Systems oder Plugins.

Suchmaschinen nicht versehentlich aussperren #

Während der Vorbereitung einer neuen Website kann es sinnvoll sein, deren vorzeitige Indexierung zu vermeiden.

Vor dem endgültigen Livegang solltest du jedoch kontrollieren, dass die fertige Website nicht versehentlich mit einer entsprechenden Einstellung für Suchmaschinen blockiert bleibt.

Prüfe dazu in WordPress insbesondere:

Einstellungen → Lesen

und die dort vorhandene Einstellung zur Sichtbarkeit für Suchmaschinen.

Achtung: Eine während der Entwicklung gesetzte Suchmaschinen-Sperre wird beim Livegang leicht vergessen. Sie sollte deshalb Bestandteil deiner abschliessenden Umzugs-Checkliste sein.

SSL und HTTPS kontrollieren #

Die neue Website sollte über HTTPS erreichbar sein.

Kontrolliere nach der Domainumschaltung beispielsweise:

  • ob das SSL-Zertifikat gültig ist
  • ob die Website über HTTPS geladen wird
  • ob interne Ressourcen ebenfalls über HTTPS geladen werden
  • ob Browser Sicherheitswarnungen anzeigen

Besonders nach einer Domainänderung können alte HTTP- oder Domain-Verweise in Inhalten zurückbleiben.

Domain erst umstellen, wenn die neue Website bereit ist #

Wenn du eine bestehende eigene Domain weiterverwenden möchtest, sollte die eigentliche Umschaltung möglichst spät im Migrationsprozess erfolgen.

Vorher sollten zumindest die wesentlichen Funktionen der neuen Website geprüft sein.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Seiten und Beiträge
  • Bilder und Downloads
  • Navigation
  • Formulare
  • Plugins
  • Theme und Darstellung
  • HTTPS
  • interne Links

Erst danach sollte die Domain auf die neue Hosting-Umgebung zeigen.

DNS-Änderungen benötigen Zeit #

Änderungen an DNS-Einträgen sind nicht zwingend überall im Internet im selben Moment sichtbar.

Während einer DNS-Umstellung kann es deshalb vorübergehend vorkommen, dass unterschiedliche Nutzer oder Systeme noch unterschiedliche Zielserver erreichen.

Dieser Effekt hängt unter anderem von DNS-Caches und den verwendeten TTL-Werten ab.

Plane deshalb bei einer produktiven Website eine kontrollierte Umschaltung ein.

E-Mail bei einem Domainwechsel nicht vergessen #

Wenn mit der eigenen Domain auch E-Mail-Adressen verwendet werden, muss die Mailkonfiguration bei einem Hosting- oder DNS-Wechsel separat berücksichtigt werden.

Eine Website und der E-Mail-Verkehr einer Domain sind technisch unterschiedliche Dienste.

Änderungen an DNS-Einstellungen sollten deshalb nicht vorgenommen werden, ohne vorher zu prüfen, welche Einträge für E-Mail benötigt werden.

Wichtig: Ändere bei einem Website-Umzug nicht ungeprüft sämtliche DNS-Einträge. Eine falsche Änderung von MX-, SPF-, DKIM- oder anderen Mail-Einträgen kann den E-Mail-Verkehr beeinträchtigen.

Alte Website nicht sofort löschen #

Nach dem erfolgreichen Wechsel solltest du die bisherige Website beziehungsweise deinen bisherigen Zugang nicht vorschnell löschen.

Kontrolliere zunächst, ob auf der neuen Website wirklich alles vorhanden ist.

Prüfe insbesondere:

  • Inhalte
  • Medien
  • Downloads
  • Navigation
  • Formulare
  • Weiterleitungen
  • SEO-relevante Einstellungen
  • mobile Darstellung

Erst wenn die Migration überprüft und abgeschlossen ist, sollte entschieden werden, welche alten Dienste nicht mehr benötigt werden.

Was passiert mit der alten wordpress.com-Adresse? #

Wenn du bisher eine Adresse wie

meinewebsite.wordpress.com

verwendet hast, bleibt diese technisch Teil von WordPress.com und wird nicht auf dein neues Hosting übertragen.

Wenn die alte Website bereits Besucher oder Suchmaschinenzugriffe erhält, solltest du prüfen, welche Weiterleitungs- beziehungsweise Umzugsoptionen WordPress.com für deinen konkreten Tarif und deine Situation anbietet.

Verlasse dich nicht darauf, dass ein Inhaltsimport automatisch eine Weiterleitung der alten WordPress.com-Adresse auf deine neue Domain einrichtet.

WordPress.com erst kündigen, wenn der Umzug abgeschlossen ist #

Falls du bei WordPress.com einen kostenpflichtigen Tarif oder zusätzliche Leistungen verwendest, solltest du diese nicht vorschnell kündigen.

Stelle zuerst sicher, dass:

  • der Export vollständig durchgeführt wurde
  • die neue Website funktioniert
  • die benötigten Medien vorhanden sind
  • die Domain korrekt eingerichtet ist
  • notwendige Weiterleitungen geklärt sind
  • keine dort gespeicherten Daten mehr benötigt werden

Prüfe anschließend separat die bei WordPress.com bestehenden Verträge und Leistungen.

Kann CURIAWEB den Umzug übernehmen? #

Ein Website-Umzug kann je nach Ausgangssituation von einer einfachen Inhaltsübernahme bis zu einer umfangreicheren Migration reichen. Besonders bei einer bestehenden Domain, vielen Inhalten, Medien, Formularen oder einer bereits bei Google etablierten Website sollte der Wechsel geplant durchgeführt werden.

CURIAWEB bietet für Website-Wechsel einen Website-Umzugsservice an. Dabei kann geprüft werden, welche Bestandteile der bestehenden Website übernommen werden können und wie der Wechsel auf die neue Hosting-Umgebung sinnvoll durchgeführt wird.

Bei einer WordPress.com-Website ist vorab insbesondere wichtig zu wissen, welchen WordPress.com-Tarif du verwendest, ob eine eigene Domain vorhanden ist und welche Funktionen die bisherige Website nutzt.

Checkliste vor dem Wechsel von WordPress.com #

  1. Bestehende Website vollständig kontrollieren.
  2. Verwendete Domain und Domainverwaltung klären.
  3. Wichtige bestehende URLs dokumentieren.
  4. Benötigte Funktionen und Formulare erfassen.
  5. WordPress.com-Inhalte exportieren.
  6. Exportdatei sicher aufbewahren.
  7. Neue WordPress-Installation vorbereiten.
  8. Inhalte importieren.
  9. Autoren korrekt zuordnen.
  10. Mediendateien kontrollieren.
  11. Theme und Darstellung prüfen.
  12. Benötigte Plugins einrichten.
  13. Navigation kontrollieren.
  14. Formulare vollständig testen.
  15. Downloads kontrollieren.
  16. Permalink-Struktur überprüfen.
  17. Interne Links kontrollieren.
  18. SEO-Einstellungen überprüfen.
  19. Suchmaschinensichtbarkeit kontrollieren.
  20. SSL und HTTPS testen.
  21. E-Mail-Konfiguration der Domain berücksichtigen.
  22. Domain erst nach den wesentlichen Tests umstellen.
  23. Website nach der DNS-Umstellung erneut kontrollieren.
  24. Alte Website nicht vorschnell löschen oder kündigen.

Website nach dem Umzug vollständig testen #

Rufe die neue Website nach der Umschaltung nicht nur über die Startseite auf.

Teste mehrere wichtige Bereiche:

  • Startseite
  • wichtige Unterseiten
  • Blogbeiträge
  • Navigation
  • Kontaktseite
  • Formulare
  • Bilder
  • Downloads
  • interne und externe Links
  • mobile Darstellung

Kontrolliere zusätzlich den WordPress-Adminbereich und achte auf Fehlermeldungen oder ungewöhnliche Hinweise.

Typische Fehler beim Wechsel von WordPress.com #

  • WordPress.com und selbst gehostetes WordPress als identische Hosting-Umgebung betrachten
  • davon ausgehen, dass der Inhalts-Export eine vollständige Website-Kopie enthält
  • alte Website zu früh deaktivieren
  • Mediendateien nach dem Import nicht kontrollieren
  • erwarten, dass das bisherige Design automatisch vollständig übernommen wird
  • WordPress.com-spezifische Funktionen übersehen
  • Plugins und Formulare nicht neu konfigurieren
  • Permalinks ohne Prüfung verändern
  • alte interne Links übersehen
  • SEO-Einstellungen nicht kontrollieren
  • Suchmaschinen nach dem Livegang versehentlich blockieren
  • DNS-Einstellungen zu früh ändern
  • E-Mail-DNS beim Domainwechsel übersehen
  • alte WordPress.com-Leistungen kündigen, bevor die Migration abgeschlossen ist

Wann solltest du den CURIAWEB-Support kontaktieren? #

Wenn du einen Wechsel von WordPress.com planst und nicht sicher bist, welche Bestandteile übernommen werden können, sollte die Ausgangssituation vor dem eigentlichen Umzug geprüft werden.

Hilfreich sind dabei insbesondere:

  • Adresse der bestehenden WordPress.com-Website
  • verwendete eigene Domain, sofern vorhanden
  • aktueller WordPress.com-Tarif
  • ungefähre Anzahl von Seiten und Beiträgen
  • besondere Funktionen der Website
  • verwendete Formulare
  • Information, ob die Domain ebenfalls umgezogen werden soll
  • Information, ob E-Mail-Adressen unter der Domain bestehen

Passwörter solltest du nicht unaufgefordert per Support-Nachricht übermitteln.

Zusammenfassung #

Der Wechsel von WordPress.com zu einer selbst gehosteten WordPress-Website ist keine einfache Kopie eines Hosting-Kontos. Zunächst werden die vorhandenen Inhalte aus WordPress.com exportiert und anschließend in eine neue WordPress-Installation importiert.

Beiträge, Seiten, Kategorien, Schlagwörter, Kommentare und weitere WordPress-Inhalte können dabei übernommen werden. Theme, Plugins, Plattformfunktionen und technische Einstellungen müssen jedoch separat betrachtet und gegebenenfalls neu eingerichtet werden.

Besondere Aufmerksamkeit benötigen Mediendateien, Formulare, Permalinks, interne Links, SEO-Einstellungen, SSL, Domain und E-Mail. Verwendest du bereits eine eigene Domain, sollte die Umschaltung erst erfolgen, wenn die neue Website weitgehend vorbereitet und getestet wurde.

Lösche oder kündige die bisherige WordPress.com-Website nicht unmittelbar nach dem Export. Kontrolliere zuerst die neue Website vollständig und stelle sicher, dass alle benötigten Inhalte und Funktionen erfolgreich übernommen wurden.

Letzte Aktualisierung August 28, 2026
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