Mit einem FTP-Konto kannst du über ein FTP-Programm auf Dateien deines Webhosting-Accounts zugreifen. Damit lassen sich beispielsweise Website-Dateien hochladen, herunterladen, umbenennen oder in andere Verzeichnisse verschieben.
In cPanel kannst du zusätzliche FTP-Konten erstellen und dabei gezielt festlegen, auf welches Verzeichnis ein Benutzer zugreifen darf. So musst du einem Entwickler oder einer anderen Person nicht zwangsläufig Zugriff auf deinen gesamten Hosting-Account geben.
In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du bei CURIAWEB ein FTP-Konto erstellst, das richtige Zugriffsverzeichnis festlegst und das Konto anschließend sicher verwendest.
Wichtig: Das beim Erstellen eines FTP-Kontos festgelegte Verzeichnis bestimmt, auf welchen Bereich des Webspaces dieses Konto zugreifen kann. Kontrolliere diesen Pfad besonders sorgfältig.
Was ist ein FTP-Konto? #
FTP steht für File Transfer Protocol und dient zur Übertragung von Dateien zwischen deinem Computer und einem Server.
Für die Verbindung verwendest du normalerweise ein FTP-Programm wie FileZilla oder eine andere Anwendung, die das vom Server angebotene Übertragungsverfahren unterstützt.
Nach erfolgreicher Anmeldung kannst du – abhängig von den Berechtigungen des FTP-Kontos – auf die dafür freigegebenen Dateien und Verzeichnisse zugreifen.
Wann ist ein zusätzliches FTP-Konto sinnvoll? #
Ein separates FTP-Konto ist besonders praktisch, wenn eine Person nur auf einen bestimmten Bereich des Webspaces zugreifen soll.
Das kann beispielsweise ein Entwickler sein, der ausschließlich an einer bestimmten Website arbeitet.
Angenommen, die Website liegt unter:
public_html/projekt/
Dann kann ein FTP-Konto gezielt auf dieses Verzeichnis beschränkt werden, anstatt Zugriff auf andere Websites oder Verzeichnisse des Hosting-Accounts zu ermöglichen.
Sicherheit: Vergib nur den Zugriff, der tatsächlich benötigt wird. Ein Entwickler, der ausschließlich eine bestimmte Website bearbeiten soll, benötigt normalerweise keinen Zugriff auf sämtliche Dateien deines Hosting-Accounts.
1. Bei cPanel anmelden #
Melde dich bei deinem CURIAWEB-cPanel an.
Öffne anschließend:
Dateien → FTP-Konten
Hier kannst du zusätzliche FTP-Konten erstellen und bestehende Konten verwalten.
2. Benutzernamen festlegen #
Gib im Bereich zum Hinzufügen eines FTP-Kontos den gewünschten Benutzernamen ein.
Beispielsweise:
webmaster
oder:
projekt
Abhängig von der cPanel-Konfiguration wird der Benutzername mit der zugehörigen Domain kombiniert.
Der vollständige FTP-Benutzername kann deshalb beispielsweise in einer Form wie dieser angezeigt werden:
projekt@example.com
Wichtig: Verwende bei der späteren FTP-Anmeldung den vollständigen Benutzernamen, den cPanel für das Konto anzeigt.
3. Zugehörige Domain auswählen #
Wenn dein Hosting-Account mehrere Domains enthält, kann cPanel beim Erstellen des FTP-Kontos eine Auswahl der zugehörigen Domain anbieten.
Wähle die passende Domain aus.
Kontrolliere anschließend den daraus resultierenden vollständigen Benutzernamen.
4. Sicheres Passwort vergeben #
Vergib für das FTP-Konto ein starkes und eigenständiges Passwort.
Verwende keine leicht erratbaren Kombinationen wie:
123456
password
ftp123
oder den Domainnamen.
Wenn cPanel einen Passwortgenerator anbietet, kannst du diesen verwenden.
Sicherheit: Verwende für ein FTP-Konto nicht dasselbe Passwort wie für cPanel, WordPress, E-Mail oder andere wichtige Zugänge.
5. Verzeichnis des FTP-Kontos festlegen #
Dieser Schritt ist besonders wichtig.
cPanel zeigt beim Erstellen des FTP-Kontos ein Feld für das Verzeichnis beziehungsweise den Pfad an.
Dieser Pfad bestimmt den Bereich, auf den das neue FTP-Konto zugreifen kann.
Beispiel: Zugriff nur auf eine bestimmte Website #
Angenommen, eine Website befindet sich unter:
public_html/projekt/
und der FTP-Benutzer soll ausschließlich diese Website bearbeiten.
Dann sollte das FTP-Konto auf den entsprechenden Website-Ordner beschränkt werden.
Nach der Anmeldung sieht der Benutzer diesen Bereich als Ausgangspunkt seines FTP-Zugangs und kann nicht einfach in übergeordnete Verzeichnisse des Hosting-Accounts wechseln.
Beispiel: Zugriff auf public_html #
Wenn du als Verzeichnis:
public_html/
festlegst, erhält das FTP-Konto Zugriff auf die Inhalte innerhalb dieses Bereichs.
Wenn sich dort mehrere Websites oder sensible Unterverzeichnisse befinden, kann dieser Zugriff bereits umfangreicher sein als eigentlich notwendig.
Achtung: Übernimm den von cPanel vorgeschlagenen Verzeichnispfad nicht ungeprüft. Kontrolliere vor dem Erstellen des Kontos, auf welchen Bereich der Benutzer tatsächlich zugreifen soll.
Warum cPanel automatisch ein Verzeichnis vorschlagen kann #
Beim Eingeben des FTP-Benutzernamens kann cPanel automatisch einen dazu passenden Verzeichnispfad ergänzen.
Wenn du beispielsweise einen Benutzer mit dem Namen:
projekt
erstellst, kann ein entsprechend benanntes Verzeichnis vorgeschlagen werden.
Das bedeutet nicht automatisch, dass dieser Pfad für deinen gewünschten Einsatzzweck richtig ist.
Prüfe und ändere ihn gegebenenfalls vor dem Erstellen des Kontos.
Das Verzeichnis ist die Zugriffsgrenze #
Ein auf ein bestimmtes Verzeichnis beschränktes FTP-Konto kann grundsätzlich innerhalb dieses Bereichs und seiner Unterverzeichnisse arbeiten.
Es kann jedoch nicht einfach über seine festgelegte Zugriffsgrenze hinaus in übergeordnete Bereiche wechseln.
Das macht zusätzliche FTP-Konten besonders geeignet, wenn du externen Personen nur Zugriff auf einen bestimmten Website-Bereich geben möchtest.
Dokumentenstamm der Domain vorher kontrollieren #
Wenn mehrere Domains im Hosting-Account eingerichtet sind, solltest du vorher prüfen, welches Verzeichnis tatsächlich zur gewünschten Domain gehört.
Nicht jede Website muss direkt unter:
public_html
liegen.
Wie du dich im Dateisystem orientierst, erklären wir unter cPanel-Dateimanager verwenden.
6. Speicherplatzkontingent festlegen #
cPanel kann beim Erstellen eines FTP-Kontos ein Kontingent beziehungsweise Quota für den Benutzer anbieten.
Damit lässt sich begrenzen, wie viel Speicherplatz über dieses FTP-Konto verwendet werden darf.
Wenn du ein Limit festlegst, sollte es ausreichend groß für die vorgesehenen Dateien sein.
Alternativ kann – sofern angeboten und sinnvoll – ein unbegrenztes Kontingent gewählt werden.
Kurz erklärt: Ein unbegrenztes FTP-Kontingent bedeutet nicht unbegrenzten Webspace. Die Speichergrenzen deines Hosting-Pakets gelten weiterhin.
7. FTP-Konto erstellen #
Kontrolliere vor dem Erstellen noch einmal:
- Benutzername
- zugehörige Domain
- Verzeichnis
- Speicherplatzkontingent
Erstelle anschließend das FTP-Konto.
cPanel sollte das neue Konto danach in der Liste der vorhandenen FTP-Konten anzeigen.
8. FTP-Konto in der Liste kontrollieren #
Prüfe nach dem Erstellen, ob das Konto vorhanden ist und der erwartete Benutzername angezeigt wird.
Notiere beziehungsweise speichere die benötigten Verbindungsdaten sicher.
Für eine FTP-Verbindung benötigst du typischerweise:
- Server beziehungsweise Hostname
- FTP-Benutzername
- Passwort
- Verbindungsart beziehungsweise Protokoll
- gegebenenfalls Port
Welchen Hostnamen verwenden? #
Für die Verbindung benötigst du den für deinen Hosting-Account vorgesehenen Server- beziehungsweise Hostnamen.
Verwende die Verbindungsdaten, die dir für deinen CURIAWEB-Hosting-Account angezeigt beziehungsweise mitgeteilt werden.
Rate den Servernamen nicht und übernimm nicht einfach Verbindungsdaten aus einer fremden Anleitung.
FTP, FTPS und SFTP nicht verwechseln #
Die Begriffe FTP, FTPS und SFTP werden häufig miteinander verwechselt, bezeichnen aber nicht dasselbe.
FTP ist das klassische File Transfer Protocol.
FTPS ist FTP mit TLS-Verschlüsselung.
SFTP ist dagegen ein Dateiübertragungsprotokoll über SSH und technisch nicht dasselbe wie FTP.
Wichtig: Wähle in deinem FTP-Programm das tatsächlich für deinen Zugang vorgesehene Protokoll. Ein in cPanel erstelltes FTP-Konto ist nicht automatisch ein SSH-/SFTP-Benutzer.
Unverschlüsseltes FTP vermeiden #
Wenn eine verschlüsselte Verbindung angeboten wird, solltest du diese gegenüber einer unverschlüsselten FTP-Verbindung bevorzugen.
Dadurch werden Zugangsdaten und übertragene Daten nicht unnötig unverschlüsselt über das Netzwerk übertragen.
9. Verbindung mit einem FTP-Programm herstellen #
Nach dem Erstellen kannst du das Konto beispielsweise in FileZilla einrichten.
Dort trägst du die für deinen Hosting-Account gültigen Verbindungsdaten ein.
Eine vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung folgt unter Mit FileZilla auf das Webhosting zugreifen.
10. Zugriff nach der ersten Anmeldung prüfen #
Nach erfolgreicher Verbindung solltest du kontrollieren, ob das FTP-Konto tatsächlich nur auf den vorgesehenen Bereich zugreifen kann.
Wenn das Konto beispielsweise für:
public_html/projekt/
erstellt wurde, sollte der Benutzer nicht auf andere, darüberliegende Bereiche des Hosting-Accounts zugreifen können.
Praxis-Tipp: Teste ein Konto für einen externen Benutzer selbst, bevor du die Zugangsdaten weitergibst. So kannst du kontrollieren, ob die Zugriffsgrenze korrekt gesetzt wurde.
FTP-Konto für einen Webdesigner oder Entwickler #
Wenn ein Webdesigner oder Entwickler nur an einer bestimmten Website arbeiten soll, ist ein separates FTP-Konto häufig sinnvoller als die Weitergabe eines umfassenderen Hosting-Zugangs.
Beschränke das Konto auf den tatsächlich benötigten Website-Ordner.
Nach Abschluss der Arbeiten kannst du das FTP-Konto wieder löschen.
Keine cPanel-Zugangsdaten weitergeben #
Wenn eine externe Person lediglich Dateien einer Website bearbeiten muss, solltest du ihr nicht unnötig deine persönlichen cPanel-Zugangsdaten überlassen.
cPanel ermöglicht Zugriff auf zahlreiche weitere Hosting-Funktionen, die für reine Dateiänderungen nicht benötigt werden.
Ein separates FTP-Konto begrenzt den Zugang deutlich gezielter.
FTP-Konto für eine einzelne Domain #
Bei mehreren Websites innerhalb eines Hosting-Accounts kannst du für jede Website ein eigenes FTP-Konto erstellen.
Beispielsweise:
Website A → eigenes Verzeichnis → FTP-Konto A
Website B → eigenes Verzeichnis → FTP-Konto B
Website C → eigenes Verzeichnis → FTP-Konto C
Damit können unterschiedliche Personen an verschiedenen Websites arbeiten, ohne zwangsläufig Zugriff auf die übrigen Projekte zu erhalten.
FTP-Konto für Uploads verwenden #
Nach erfolgreicher Verbindung kannst du Dateien vom lokalen Computer auf den Server übertragen.
Kontrolliere dabei immer den Zielpfad.
Eine korrekt hochgeladene Datei im falschen Verzeichnis wird von der Website möglicherweise nicht verwendet oder kann an einer unerwarteten Stelle öffentlich erreichbar sein.
FTP-Konto für Downloads verwenden #
FTP eignet sich ebenfalls zum Herunterladen größerer Dateimengen.
Bei umfangreichen Websites kann dies komfortabler sein als das manuelle Herunterladen vieler einzelner Dateien über den Browser.
Für kleinere Arbeiten steht alternativ der cPanel-Dateimanager zur Verfügung.
FTP oder cPanel-Dateimanager? #
Für einzelne Dateien oder kleine Änderungen ist der cPanel-Dateimanager häufig ausreichend.
FTP ist besonders praktisch, wenn du regelmäßig oder größere Mengen von Dateien zwischen deinem Computer und dem Server übertragen möchtest.
FTP ist nicht automatisch ein vollständiges Backup #
Wenn du sämtliche sichtbaren Website-Dateien per FTP herunterlädst, bedeutet dies nicht automatisch, dass du ein vollständiges Backup der Website besitzt.
Content-Management-Systeme wie WordPress verwenden zusätzlich eine Datenbank.
Diese wird durch das reine Herunterladen der Website-Dateien nicht automatisch gesichert.
Versteckte Dateien beim FTP-Zugriff #
Abhängig vom verwendeten FTP-Programm können versteckte Dateien wie:
.htaccess
ebenfalls angezeigt werden.
Behandle solche Dateien mit besonderer Vorsicht.
Wie .htaccess funktioniert und sicher bearbeitet wird, erklären wir unter .htaccess erklärt und sicher bearbeiten.
Dateiberechtigungen über FTP #
Viele FTP-Programme können auch Dateiberechtigungen anzeigen beziehungsweise verändern.
Ändere diese nicht auf Verdacht.
Insbesondere solltest du Dateien oder Verzeichnisse nicht pauschal auf:
777
setzen.
Die Funktionsweise erklären wir unter Dateiberechtigungen 644 und 755 in cPanel richtig einstellen.
FTP-Passwort ändern #
Wenn das Passwort eines FTP-Kontos geändert werden soll, öffne:
Dateien → FTP-Konten
Suche das betreffende Konto und verwende die dort angebotene Funktion zur Passwortänderung.
Vergib ein neues starkes Passwort und aktualisiere anschließend die gespeicherten Zugangsdaten in deinem FTP-Programm.
Wichtig: Nach einer Passwortänderung funktioniert eine Verbindung mit dem alten Passwort nicht mehr. Aktualisiere deshalb gespeicherte Verbindungen auf allen Geräten beziehungsweise bei allen berechtigten Personen.
FTP-Kontingent ändern #
Wenn ein FTP-Benutzer sein festgelegtes Speicherplatzkontingent erreicht, können weitere Uploads fehlschlagen.
Prüfe in diesem Fall das Konto unter:
Dateien → FTP-Konten
und passe das Kontingent bei Bedarf an.
Beachte dabei weiterhin die Speichergrenze des gesamten Hosting-Pakets.
FTP-Konto löschen #
Wenn ein Konto nicht mehr benötigt wird, solltest du es entfernen.
Öffne:
Dateien → FTP-Konten
Suche das betreffende Konto und wähle die Funktion zum Löschen.
Beim Löschen auf die Dateien achten #
Je nach angebotener cPanel-Option kann beim Löschen eines FTP-Kontos zusätzlich die Möglichkeit bestehen, die zugehörigen Dateien beziehungsweise das Home-Verzeichnis des Kontos zu entfernen.
Lies die angezeigte Option deshalb genau.
Achtung: Lösche nicht versehentlich Website-Dateien zusammen mit einem FTP-Konto. Wenn das Konto auf einen produktiven Website-Ordner zugreift, können sich dort wichtige Daten befinden.
FTP-Konto nach Projektabschluss entfernen #
Wenn du einem externen Dienstleister temporären Zugriff gegeben hast, solltest du das Konto nach Abschluss der Arbeiten wieder löschen oder zumindest das Passwort ändern, wenn der Zugang nicht mehr benötigt wird.
Unbenutzte Zugangskonten sollten nicht unnötig bestehen bleiben.
Zugangsdaten nicht gemeinsam verwenden #
Wenn mehrere externe Personen Zugriff benötigen, sind separate FTP-Konten sinnvoll.
Dadurch kannst du einen einzelnen Zugang entfernen, ohne die Zugangsdaten aller anderen Benutzer ändern zu müssen.
FTP-Zugangsdaten sicher speichern #
Speichere FTP-Passwörter nicht ungeschützt in Textdateien, Notizen oder öffentlich erreichbaren Website-Verzeichnissen.
Ein Dateiname wie:
ftp-passwort.txt
innerhalb von:
public_html
ist keine geeignete Aufbewahrung für Zugangsdaten.
Verwende stattdessen einen geeigneten Passwortmanager oder eine vergleichbar sichere Lösung.
FTP-Zugangsdaten nicht per unsicherem Kanal verteilen #
Wenn du Zugangsdaten an einen Dienstleister weitergeben musst, verwende einen geeigneten sicheren Übertragungsweg.
Teile Zugangsdaten nur mit Personen, die sie tatsächlich benötigen.
Verbindung funktioniert nicht #
Wenn die FTP-Verbindung nach dem Erstellen des Kontos nicht funktioniert, prüfe zunächst:
- den vollständigen Benutzernamen
- das Passwort
- den Server- beziehungsweise Hostnamen
- das gewählte Protokoll
- den verwendeten Port
- ob das FTP-Konto noch vorhanden ist
Eine ausführliche Diagnose behandeln wir unter FTP-Verbindung funktioniert nicht: Ursachen und Lösungen.
Anmeldung funktioniert, aber falsche Dateien werden angezeigt #
Wenn die Verbindung erfolgreich ist, du aber nicht die erwarteten Website-Dateien siehst, ist häufig der beim FTP-Konto hinterlegte Verzeichnispfad der erste Prüfpunkt.
Kontrolliere unter:
Dateien → FTP-Konten
auf welchen Bereich das Konto beschränkt ist.
Prüfe außerdem, ob die betreffende Domain tatsächlich denselben Dokumentenstamm verwendet.
Upload funktioniert nicht #
Wenn die Anmeldung funktioniert, Dateien aber nicht hochgeladen werden können, kommen verschiedene Ursachen infrage.
Prüfe unter anderem:
- das Speicherplatzkontingent des FTP-Kontos
- den verfügbaren Speicher des Hosting-Accounts
- die Berechtigungen des Zielverzeichnisses
- die konkrete Fehlermeldung des FTP-Programms
Setze die Dateiberechtigungen nicht pauschal auf 777, um einen fehlgeschlagenen Upload zu umgehen.
Verbindung bricht bei großen Übertragungen ab #
Wenn große Übertragungen abbrechen, solltest du die Fehlermeldungen beziehungsweise das Übertragungsprotokoll deines FTP-Programms prüfen.
Eine unterbrochene Verbindung kann dazu führen, dass nur ein Teil der Dateien übertragen wurde.
Kontrolliere deshalb nach einem Abbruch, welche Dateien tatsächlich vollständig auf dem Server angekommen sind.
Unvollständige Website nach FTP-Upload #
Wenn du eine komplette Website per FTP überträgst, reicht es nicht, nur zu prüfen, ob einige Dateien sichtbar sind.
Kontrolliere, ob alle benötigten Verzeichnisse und Dateien vollständig übertragen wurden.
Bei datenbankbasierten Websites muss zusätzlich die Datenbank korrekt vorhanden und konfiguriert sein.
Bestehende Dateien nicht unkontrolliert überschreiben #
FTP-Programme können beim Upload melden, dass eine Datei auf dem Server bereits existiert.
Bevor du sie überschreibst, solltest du prüfen:
- ob es tatsächlich die richtige Datei ist
- ob die lokale Version aktueller beziehungsweise korrekt ist
- ob eine Sicherung der bestehenden Serverdatei vorhanden ist
Praxis-Tipp: Bei Änderungen an einer produktiven Website solltest du wichtige bestehende Dateien vor dem Überschreiben herunterladen oder anderweitig sichern.
Empfohlener Ablauf zum Erstellen eines FTP-Kontos #
- Melde dich bei cPanel an.
- Öffne Dateien → FTP-Konten.
- Vergib einen eindeutigen Benutzernamen.
- Wähle gegebenenfalls die passende Domain.
- Vergib ein starkes eigenes Passwort.
- Kontrolliere das Zugriffsverzeichnis besonders sorgfältig.
- Lege bei Bedarf ein Speicherplatzkontingent fest.
- Erstelle das FTP-Konto.
- Notiere die benötigten Verbindungsdaten sicher.
- Teste das Konto selbst, bevor du es an eine andere Person weitergibst.
Empfohlener Ablauf für externe Dienstleister #
- Ermittle das Verzeichnis der betreffenden Website.
- Erstelle ein separates FTP-Konto nur für diesen Bereich.
- Verwende ein starkes temporäres Passwort.
- Teste die Zugriffsgrenze.
- Übermittle die Zugangsdaten sicher.
- Entferne das Konto nach Abschluss der Arbeiten wieder, wenn es nicht mehr benötigt wird.
Grundregel: Gib einem FTP-Benutzer nur Zugriff auf den Bereich, den er tatsächlich benötigt. Das beim Erstellen festgelegte Verzeichnis ist deshalb eine der wichtigsten Einstellungen des gesamten FTP-Kontos.
Wann solltest du den Support kontaktieren? #
Wenn sich ein neu erstelltes FTP-Konto trotz korrekter Zugangsdaten nicht verbinden lässt, solltest du die genaue Fehlermeldung deines FTP-Programms notieren.
Für eine Analyse sind insbesondere folgende Angaben hilfreich:
- betroffene Domain beziehungsweise Hosting-Account
- verwendetes FTP-Programm
- verwendetes Protokoll
- Server- beziehungsweise Hostname
- vollständiger FTP-Benutzername
- Port
- genaue Fehlermeldung
- ob die Anmeldung scheitert oder erst der Datei-Upload beziehungsweise Download
Übermittle dabei nicht das FTP-Passwort. Für eine normale Fehleranalyse ist das Passwort selbst nicht erforderlich.
Zusammenfassung #
Ein zusätzliches FTP-Konto erstellst du im CURIAWEB-cPanel unter Dateien → FTP-Konten.
Vergib einen eindeutigen Benutzernamen und ein starkes Passwort. Besonders wichtig ist das hinterlegte Verzeichnis, denn es bestimmt, auf welchen Bereich des Webspaces das Konto zugreifen kann.
Für externe Entwickler oder Webdesigner solltest du nach Möglichkeit ein separates FTP-Konto erstellen, das nur auf die tatsächlich benötigte Website beziehungsweise das benötigte Verzeichnis beschränkt ist. Deine persönlichen cPanel-Zugangsdaten musst du dafür nicht weitergeben.
Verwende nach Möglichkeit eine verschlüsselte Übertragungsmethode und beachte, dass FTP, FTPS und SFTP unterschiedliche Verfahren sind.
Wenn ein temporärer FTP-Zugang nach Abschluss eines Projekts nicht mehr benötigt wird, solltest du das Konto wieder entfernen. Kontrolliere beim Löschen jedoch sorgfältig, dass nicht versehentlich die dazugehörigen Website-Dateien gelöscht werden.