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E-Mail-Adressen und Weiterleitungen in cPanel importieren

Lesezeit ca.: 12 Minuten

Mit der Funktion Adressenimport in cPanel kannst du mehrere E-Mail-Konten oder E-Mail-Weiterleitungen gesammelt importieren. Das ist besonders praktisch, wenn du viele Adressen einrichten musst und nicht jedes Konto beziehungsweise jede Weiterleitung einzeln anlegen möchtest.

Die Daten werden dafür in einer vorbereiteten Datei gespeichert und anschließend über cPanel eingelesen. Während des Imports ordnest du die enthaltenen Spalten den entsprechenden Feldern zu.

In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du eine Importdatei vorbereitest, E-Mail-Konten oder Weiterleitungen importierst und anschließend kontrollierst, ob alle Einträge korrekt angelegt wurden.

Wichtig: E-Mail-Konten und Weiterleitungen sind unterschiedliche Objekte. Entscheide vor dem Import, was du tatsächlich erstellen möchtest, und kontrolliere deine Importdatei sorgfältig.

Wann ist der Adressenimport sinnvoll? #

Wenn du nur ein einzelnes E-Mail-Konto benötigst, ist die normale Erstellung über E-Mail-Konten meist schneller.

Der Adressenimport lohnt sich vor allem, wenn mehrere Konten oder Weiterleitungen nach einem einheitlichen Schema eingerichtet werden sollen.

Typische Anwendungsfälle sind beispielsweise die Einrichtung mehrerer Mitarbeiterkonten oder die Übernahme einer größeren Liste von E-Mail-Adressen.

Was kann über den Adressenimport erstellt werden? #

cPanel unterscheidet beim Import grundsätzlich zwischen:

  • E-Mail-Konten – echte Postfächer mit Zugangsdaten und Speicherplatz
  • Weiterleitungen – Adressen, deren Nachrichten an ein anderes Ziel weitergeleitet werden

Wenn du beispielsweise:

max@deine-domain.ch

als eigenes Postfach mit Passwort benötigst, musst du ein E-Mail-Konto erstellen.

Soll dagegen:

verkauf@deine-domain.ch

alle Nachrichten an:

info@deine-domain.ch

weitergeben, handelt es sich um eine Weiterleitung.

Wie du einzelne Konten manuell erstellst, zeigen wir unter E-Mail-Konto in cPanel erstellen. Einzelne Weiterleitungen behandelst du über E-Mail-Weiterleitung in cPanel einrichten.

Welche Dateiformate können verwendet werden? #

Für den Import verwendet cPanel strukturierte Textdateien, bei denen die einzelnen Werte durch ein Trennzeichen voneinander getrennt sind.

Typischerweise werden dafür CSV-Dateien beziehungsweise Dateien mit Komma- oder Tabulatortrennung verwendet.

Solche Dateien kannst du beispielsweise mit einem Tabellenkalkulationsprogramm erstellen und anschließend im passenden Format speichern beziehungsweise exportieren.

Praxis-Tipp: Öffne eine exportierte CSV-Datei vor dem Import noch einmal und kontrolliere, ob Spalten und Sonderzeichen korrekt erhalten geblieben sind.

Importdatei für E-Mail-Konten vorbereiten #

Beim Import von E-Mail-Konten benötigst du die Angaben, aus denen cPanel die neuen Postfächer erstellen kann.

Dazu gehören insbesondere die E-Mail-Adresse beziehungsweise der Benutzername und ein Passwort. Zusätzlich kann eine Speicherplatzbegrenzung angegeben werden.

Eine einfache Tabelle könnte beispielsweise sinngemäß folgende Spalten enthalten:

E-Mail-Adresse,Passwort,Speicherplatz
anna@deine-domain.ch,SicheresPasswort1,1024
max@deine-domain.ch,SicheresPasswort2,1024

Die konkreten Spalten werden während des Imports in cPanel zugeordnet. Deshalb ist es hilfreich, die erste Zeile als verständliche Spaltenüberschrift zu verwenden.

Sicherheit: Eine Importdatei für E-Mail-Konten kann Passwörter im Klartext enthalten. Bewahre sie deshalb nicht dauerhaft an einem öffentlich zugänglichen oder gemeinsam genutzten Speicherort auf und lösche sie nach erfolgreichem Import, wenn sie nicht mehr benötigt wird.

Sichere Passwörter verwenden #

Verwende für jedes neu angelegte E-Mail-Konto ein starkes und möglichst individuelles Passwort.

Verwende nicht für alle importierten Postfächer dasselbe einfache Kennwort.

Ein kompromittiertes Passwort sollte nicht automatisch den Zugriff auf weitere E-Mail-Konten ermöglichen.

Speicherplatz für importierte Konten planen #

Beim Erstellen von E-Mail-Konten kann abhängig von der cPanel-Konfiguration eine Speicherplatzbegrenzung festgelegt werden.

Überlege vor dem Import, welche Konten tatsächlich welchen Speicher benötigen.

Die Speicherangabe sollte zu deinem Hosting-Account und zum vorgesehenen Verwendungszweck passen.

Wie du den späteren Verbrauch kontrollierst, zeigen wir im nächsten Artikel unter E-Mail-Speicherplatz in cPanel prüfen und bereinigen.

Importdatei für Weiterleitungen vorbereiten #

Bei einer Weiterleitung benötigst du dagegen kein Postfachpasswort.

Entscheidend sind die Adresse, die weitergeleitet werden soll, und das gewünschte Ziel.

Eine Importdatei könnte sinngemäß so aufgebaut sein:

Quelle,Ziel
verkauf@deine-domain.ch,info@deine-domain.ch
rechnung@deine-domain.ch,buchhaltung@deine-domain.ch

Damit beschreibst du beispielsweise:

verkauf@deine-domain.ch → info@deine-domain.ch

und:

rechnung@deine-domain.ch → buchhaltung@deine-domain.ch

Wichtig: Kontrolliere die Zieladressen besonders sorgfältig. Ein Tippfehler kann dazu führen, dass weitergeleitete Nachrichten nicht am vorgesehenen Ziel ankommen.

1. Adressenimport in cPanel öffnen #

Melde dich bei deinem CURIAWEB-cPanel an.

Scrolle zum Bereich E-Mail und klicke auf Adressenimport.

cPanel öffnet anschließend den Assistenten für den Import von E-Mail-Konten beziehungsweise Weiterleitungen.

2. E-Mail-Konten oder Weiterleitungen auswählen #

Wähle zunächst aus, welche Art von Daten du importieren möchtest.

Entscheide dich für E-Mail-Konten, wenn echte Postfächer erstellt werden sollen.

Wähle Weiterleitungen, wenn die importierten Adressen eingehende Nachrichten lediglich an andere Adressen weitergeben sollen.

Achtung: Ein importiertes E-Mail-Konto und eine importierte Weiterleitung erfüllen nicht dieselbe Aufgabe. Prüfe diese Auswahl, bevor du mit dem Assistenten fortfährst.

3. Importdatei auswählen #

Wähle die zuvor vorbereitete Datei auf deinem Computer aus.

Verwende die Datei, die genau zu dem gerade ausgewählten Importtyp gehört.

Wenn du E-Mail-Konten importieren möchtest, darfst du nicht versehentlich die Datei mit den Weiterleitungen auswählen.

4. Trennzeichen festlegen #

cPanel muss erkennen können, wodurch die einzelnen Felder deiner Datei voneinander getrennt sind.

Je nach Datei kann dies beispielsweise ein Komma oder ein Tabulator sein.

Wähle das Trennzeichen, das tatsächlich in deiner Importdatei verwendet wird.

Wenn die Vorschau beziehungsweise Zuordnung anschließend nicht korrekt aussieht, ist ein falsch gewähltes Trennzeichen eine der ersten möglichen Ursachen.

5. Kopfzeile berücksichtigen #

Wenn die erste Zeile deiner Datei Spaltenüberschriften enthält, muss dies beim Import entsprechend berücksichtigt werden.

Beispielsweise:

E-Mail-Adresse,Passwort,Speicherplatz

ist keine E-Mail-Adresse, die als Konto angelegt werden soll, sondern lediglich die Beschreibung der darunterliegenden Spalten.

Stelle deshalb sicher, dass cPanel die erste Zeile entsprechend als Überschrift behandelt, wenn du eine solche Kopfzeile verwendest.

6. Spalten richtig zuordnen #

Im nächsten Schritt zeigt cPanel die aus der Datei erkannten Daten an und lässt dich die Spalten den benötigten Feldern zuordnen.

Kontrolliere diese Zuordnung sorgfältig.

Bei einem E-Mail-Konto müssen beispielsweise Benutzer beziehungsweise Adresse, Passwort und gegebenenfalls Speicherplatz den richtigen Spalten entsprechen.

Bei Weiterleitungen müssen Quelladresse und Zieladresse richtig zugeordnet sein.

Wichtig: Verlasse dich nicht allein darauf, dass cPanel die Spalten automatisch richtig interpretiert. Kontrolliere jede Zuordnung vor dem Import.

7. Nicht benötigte Spalten ignorieren #

Enthält deine Datei zusätzliche Spalten, die für den Import nicht benötigt werden, müssen diese nicht zwangsläufig übernommen werden.

Ordne nur die Daten zu, die cPanel für die gewünschte Importart benötigt.

Eine Tabellenliste aus einem anderen System enthält beispielsweise möglicherweise noch Namen, Abteilungen oder interne Kommentare. Solche Angaben gehören nicht automatisch in die cPanel-E-Mail-Konfiguration.

8. Domain kontrollieren #

Bei mehreren Domains innerhalb eines Hosting-Accounts solltest du besonders genau kontrollieren, für welche Domain die Konten beziehungsweise Weiterleitungen erstellt werden.

Aus:

anna@firma-a.ch

darf nicht versehentlich:

anna@firma-b.ch

werden.

Prüfe deshalb sowohl die Importdaten als auch die im Assistenten angezeigte Domainzuordnung.

9. Vorschau vor dem Import kontrollieren #

Bevor du den eigentlichen Import startest, kontrolliere die erkannten Daten noch einmal.

Achte insbesondere auf:

  • richtige E-Mail-Adressen
  • richtige Domains
  • korrekte Spaltenzuordnung
  • richtige Weiterleitungsziele
  • plausible Speicherplatzwerte

Praxis-Tipp: Bei einer sehr großen Importdatei ist ein kleiner Testimport mit wenigen Einträgen oft sinnvoller, als sofort eine umfangreiche Liste zu übernehmen und anschließend viele Fehler korrigieren zu müssen.

10. Import starten #

Wenn alle Angaben korrekt sind, starte den Import.

cPanel verarbeitet anschließend die Datensätze und versucht, die entsprechenden E-Mail-Konten beziehungsweise Weiterleitungen anzulegen.

Warte, bis der Vorgang abgeschlossen ist, und beachte die angezeigten Rückmeldungen.

11. Importergebnis kontrollieren #

Nach dem Import solltest du prüfen, welche Einträge erfolgreich erstellt wurden und ob cPanel Fehler meldet.

Gehe nicht allein davon aus, dass eine hochgeladene Datei automatisch vollständig verarbeitet wurde.

Bei fehlerhaften Datensätzen kann es vorkommen, dass einzelne Einträge nicht angelegt werden.

12. Importierte E-Mail-Konten überprüfen #

Wenn du Postfächer importiert hast, öffne anschließend:

E-Mail → E-Mail-Konten

Prüfe, ob die erwarteten Konten in der Übersicht erscheinen.

Kontrolliere insbesondere:

Benutzername@Domain

und gegebenenfalls die eingestellten Speicherplatzgrenzen.

Wie du bestehende Konten anschließend verwaltest, zeigen wir unter E-Mail-Konto in cPanel verwalten oder löschen.

13. Anmeldung an einem importierten Konto testen #

Bei importierten E-Mail-Konten solltest du mindestens einige Konten praktisch testen.

Melde dich beispielsweise über Webmail mit einer der neu angelegten Adressen und dem zugehörigen Passwort an.

Dadurch stellst du fest, ob das Konto tatsächlich existiert und die importierten Zugangsdaten funktionieren.

Praxis-Tipp: Bei einem größeren Import solltest du nicht nur prüfen, ob die Kontonamen in cPanel erscheinen. Teste zumindest stichprobenartig auch die tatsächliche Anmeldung.

14. Importierte Weiterleitungen überprüfen #

Wenn du Weiterleitungen importiert hast, öffne anschließend:

E-Mail → Weiterleitungen

Prüfe, ob Quell- und Zieladressen korrekt angezeigt werden.

Vergleiche die cPanel-Konfiguration mit deiner ursprünglichen Importliste.

15. Weiterleitungen praktisch testen #

Sende von einer externen E-Mail-Adresse eine Testnachricht an eine der neu importierten Weiterleitungen.

Beispielsweise:

verkauf@deine-domain.ch

Prüfe anschließend, ob die Nachricht am vorgesehenen Ziel eintrifft.

Wenn die Weiterleitung nicht funktioniert, kontrolliere zuerst die Quell- und Zieladresse.

Bei unklarem Verhalten kannst du anschließend die E-Mail-Zustellung in cPanel nachverfolgen.

Warum ein erfolgreicher Import nicht jede Zustellung garantiert #

Wenn ein Konto oder eine Weiterleitung erfolgreich angelegt wurde, bedeutet dies zunächst, dass die entsprechende cPanel-Konfiguration erstellt wurde.

Ob eine konkrete Nachricht anschließend erfolgreich zugestellt wird, hängt zusätzlich vom tatsächlichen Mailweg und weiteren Einstellungen ab.

Bei externen Weiterleitungszielen können beispielsweise auch die Regeln des empfangenden Mailanbieters eine Rolle spielen.

Import schlägt fehl: Datei prüfen #

Wenn cPanel die Datei nicht korrekt einlesen kann, solltest du zuerst deren Struktur kontrollieren.

Typische Ursachen sind:

  • falsches Trennzeichen
  • inkonsistente Anzahl von Spalten
  • fehlerhafte E-Mail-Adressen
  • falsch behandelte Kopfzeile
  • ungeeignete beziehungsweise falsch exportierte Datei

Öffne die Datei gegebenenfalls in einem Texteditor. Dort kannst du häufig besser erkennen, welches Trennzeichen tatsächlich zwischen den Werten verwendet wird.

Umlaute und Sonderzeichen in der Datei #

Wenn eine Datei zusätzliche Namen oder andere Textfelder mit Umlauten und Sonderzeichen enthält, kann auch die Zeichenkodierung relevant sein.

Wenn solche Zeichen in der Importvorschau falsch dargestellt werden, exportiere die Datei nach Möglichkeit mit einer geeigneten Unicode-Zeichenkodierung wie UTF-8.

Für die eigentlichen E-Mail-Adressen solltest du ohnehin nur Adressen verwenden, die in deiner konkreten Mail- und Domainkonfiguration unterstützt werden.

Import meldet bereits vorhandenes E-Mail-Konto #

Wenn ein Konto bereits existiert, kann cPanel den entsprechenden Datensatz nicht einfach wie ein neues Konto behandeln.

Prüfe deshalb vor einem großen Import, welche Adressen bereits eingerichtet sind.

Entferne bestehende Konten nicht vorschnell, nur damit ein Import „sauber durchläuft“. Ein vorhandenes Postfach kann bereits E-Mails und eine produktive Konfiguration enthalten.

Achtung: Lösche niemals ein bestehendes E-Mail-Konto nur wegen eines Importkonflikts, ohne vorher zu prüfen, ob darin noch benötigte Nachrichten gespeichert sind.

Import ersetzt keine E-Mail-Migration #

Der Adressenimport erstellt E-Mail-Konten beziehungsweise Weiterleitungen. Er überträgt dadurch nicht automatisch den Inhalt bestehender Postfächer eines anderen Mailservers.

Wenn beispielsweise ein altes Postfach bereits Tausende Nachrichten enthält, werden diese Nachrichten nicht allein dadurch übernommen, dass du dieselbe E-Mail-Adresse in cPanel importierst.

Wichtig: Das Erstellen eines Postfachs und das Migrieren seiner vorhandenen E-Mails sind zwei unterschiedliche Vorgänge.

Passwörter aus dem alten System #

Bei einer Migration solltest du nicht davon ausgehen, dass vorhandene Passwörter eines anderen Systems immer exportiert und anschließend unverändert importiert werden können.

Passwörter werden auf Servern üblicherweise nicht einfach als auslesbarer Klartext gespeichert.

Wenn dir die ursprünglichen Passwörter nicht bekannt sind, müssen für die neuen E-Mail-Konten gegebenenfalls neue Passwörter festgelegt werden.

Benutzer über neue Passwörter informieren #

Wenn beim Import neue Passwörter vergeben wurden, müssen die Benutzer ihre E-Mail-Programme anschließend mit den neuen Zugangsdaten konfigurieren.

Teile Passwörter über einen geeigneten sicheren Weg mit und versende nicht eine komplette Liste aller Konten und Passwörter ungeschützt an mehrere Personen.

Importdatei nach dem Import sicher behandeln #

Besonders eine Importdatei für E-Mail-Konten ist sicherheitsrelevant, wenn sie Klartextpasswörter enthält.

Nach erfolgreichem Import und Abschluss der Kontrolle solltest du prüfen, ob die Datei noch benötigt wird.

Ist das nicht der Fall, lösche unnötige Kopien von lokalen Computern, gemeinsam genutzten Ordnern und anderen Ablageorten.

Sicherheit: Eine CSV-Datei mit E-Mail-Adressen und Passwörtern ist praktisch eine Zugangsdatenliste. Behandle sie entsprechend vertraulich.

Bei vielen Konten zuerst einen Testimport durchführen #

Wenn du beispielsweise 50 E-Mail-Konten importieren möchtest, kann es sinnvoll sein, zunächst nur zwei oder drei repräsentative Datensätze zu verwenden.

Prüfe anschließend:

  1. Wurde das Konto korrekt erstellt?
  2. Ist die richtige Domain zugeordnet?
  3. Funktioniert das Passwort?
  4. Ist die Speicherplatzbegrenzung korrekt?
  5. Funktionieren Versand und Empfang?

Erst wenn dieser Test erfolgreich ist, kannst du die restlichen Datensätze mit derselben Struktur importieren.

Weiterleitungen ebenfalls mit kleinem Test prüfen #

Dasselbe Vorgehen empfiehlt sich bei einer umfangreichen Liste von Weiterleitungen.

Importiere zunächst einige Testeinträge und sende anschließend echte Nachrichten an diese Adressen.

So erkennst du Fehler bei der Spaltenzuordnung oder bei den Zieladressen, bevor eine große Anzahl falscher Weiterleitungen eingerichtet wird.

Importierte Weiterleitung führt an falsches Ziel #

Wenn eine Nachricht nach dem Import beim falschen Empfänger landet, kontrolliere die Weiterleitung unter:

E-Mail → Weiterleitungen

Vergleiche Quelle und Ziel mit deiner ursprünglichen Importdatei.

Ein vertauschtes Spaltenmapping während des Imports oder ein Fehler in der Quelldatei kann zu einer falschen Zuordnung führen.

Wie Weiterleitungen grundsätzlich funktionieren, erklären wir unter E-Mail-Weiterleitung in cPanel einrichten.

Importiertes Postfach empfängt keine Nachrichten #

Wenn ein importiertes Konto vorhanden ist und die Anmeldung funktioniert, aber keine Nachrichten ankommen, ist der Import selbst nicht automatisch die Ursache.

Prüfe zunächst, ob die Domain tatsächlich über den CURIAWEB-Mailserver E-Mails empfängt und ob das E-Mail-Routing zur verwendeten Mailumgebung passt.

Die Routing-Konfiguration erklären wir unter E-Mail-Routing in cPanel richtig einstellen.

Bei einer konkreten Nachricht kannst du zusätzlich die Zustellungsverfolgung verwenden.

Vor einem Massenimport bestehende Konfiguration sichern #

Bei einem größeren produktiven Mailsetup solltest du vor umfangreichen Änderungen dokumentieren, welche Konten und Weiterleitungen bereits vorhanden sind.

Damit kannst du nach dem Import leichter kontrollieren, welche Einträge neu hinzugekommen sind und ob Konflikte entstanden sind.

Eine saubere Ausgangsliste ist besonders hilfreich, wenn mehrere Domains oder viele E-Mail-Adressen im selben cPanel-Account verwaltet werden.

Import nicht mehrfach ungeprüft wiederholen #

Wenn ein Import Fehler meldet, solltest du nicht einfach dieselbe Datei mehrfach erneut importieren.

Ein Teil der Datensätze könnte bereits erfolgreich angelegt worden sein, während andere fehlgeschlagen sind.

Kontrolliere deshalb zuerst das Importergebnis und die vorhandenen Konten beziehungsweise Weiterleitungen. Korrigiere anschließend nur die noch fehlerhaften Datensätze.

Praxis-Tipp: Nach einem teilweise erfolgreichen Import zuerst den Ist-Zustand prüfen. Mehrfaches blindes Wiederholen macht die Fehlersuche unnötig kompliziert.

Wann ist die manuelle Einrichtung besser? #

Für wenige E-Mail-Adressen ist der Import nicht zwingend die einfachste Lösung.

Wenn du beispielsweise nur zwei neue Postfächer benötigst, kannst du diese schneller direkt über E-Mail-Konten erstellen.

Der Import entfaltet seinen Vorteil vor allem bei größeren, strukturierten Mengen.

Empfohlener Ablauf für einen sicheren Import #

Bei einem größeren Import solltest du strukturiert vorgehen:

  1. Entscheide, ob du E-Mail-Konten oder Weiterleitungen importierst.
  2. Erstelle eine saubere Importdatei.
  3. Kontrolliere E-Mail-Adressen, Domains und Zieladressen.
  4. Verwende bei Konten sichere individuelle Passwörter.
  5. Führe zunächst einen kleinen Testimport durch.
  6. Ordne die Spalten in cPanel sorgfältig zu.
  7. Kontrolliere das Importergebnis.
  8. Teste einige Konten beziehungsweise Weiterleitungen praktisch.
  9. Importiere erst danach die vollständige Liste.
  10. Entferne nicht mehr benötigte Dateien mit Klartextpasswörtern sicher.

Grundregel: Bei einem Massenimport spart eine fünfminütige Kontrolle vor dem Start oft wesentlich mehr Zeit als die nachträgliche Korrektur vieler falsch angelegter Konten oder Weiterleitungen.

Zusammenfassung #

Den Adressenimport findest du in deinem CURIAWEB-cPanel unter E-Mail → Adressenimport.

Mit dieser Funktion kannst du mehrere E-Mail-Konten oder Weiterleitungen anhand einer strukturierten Importdatei anlegen. Bereite die Datei sorgfältig vor, wähle den richtigen Importtyp und kontrolliere insbesondere Trennzeichen, Kopfzeile und Spaltenzuordnung.

Bei E-Mail-Konten solltest du sichere individuelle Passwörter verwenden und die Importdatei anschließend vertraulich behandeln. Bei Weiterleitungen müssen insbesondere Quell- und Zieladressen stimmen.

Führe bei umfangreichen Listen zuerst einen kleinen Testimport durch und kontrolliere anschließend die tatsächlich angelegten Konten beziehungsweise Weiterleitungen. Ein erfolgreicher Adressenimport ersetzt außerdem keine Migration bereits vorhandener E-Mails aus alten Postfächern.

Nach dem Import solltest du einige Konten beziehungsweise Weiterleitungen praktisch testen, bevor du die Einrichtung als abgeschlossen betrachtest.

Letzte Aktualisierung August 28, 2026
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