Logo von CURIAWEB, Anbieter für Webhosting, Domains und WordPress Hosting

DNS-Einträge erklärt: A, AAAA, CNAME, MX, TXT und CAA

Lesezeit ca.: 15 Minuten

DNS-Einträge – häufig auch DNS-Records genannt – enthalten technische Informationen darüber, wie verschiedene Dienste einer Domain erreichbar sind oder welche Informationen zu einer Domain veröffentlicht werden.

Ein A-Record kann beispielsweise einen Hostnamen mit einer IPv4-Adresse verbinden. MX-Einträge bestimmen, welche Mailserver E-Mails für eine Domain entgegennehmen sollen. TXT-Einträge werden unter anderem für SPF, DKIM, DMARC und die Verifizierung externer Dienste verwendet.

Die wichtigsten Record-Typen im Hosting-Alltag sind A, AAAA, CNAME, MX, TXT und CAA. In diesem Artikel erklären wir ihre Aufgaben, typische Anwendungsfälle und wichtige Unterschiede.

Kurz erklärt: Nicht jeder DNS-Eintrag führt zu einer Website. Unterschiedliche Record-Typen erfüllen unterschiedliche Aufgaben für Webserver, E-Mail, Verifizierungen, Zertifikate und weitere Internetdienste.

Was ist ein DNS-Eintrag? #

Ein DNS-Eintrag ist eine Information innerhalb einer DNS-Zone. Je nach Record-Typ kann er beispielsweise eine IP-Adresse, einen anderen Hostnamen, einen zuständigen Mailserver oder Textinformationen enthalten.

Zu einem DNS-Record gehören typischerweise mehrere Angaben:

  • der Name beziehungsweise Host
  • der Record-Typ
  • der zugehörige Wert beziehungsweise das Ziel
  • eine TTL
  • bei bestimmten Record-Typen zusätzliche Angaben wie eine Priorität

Wie DNS, Resolver, autoritative Nameserver und DNS-Zonen grundsätzlich zusammenarbeiten, erklären wir unter DNS einfach erklärt: So funktioniert das Domain Name System.

Was bedeutet der Name eines DNS-Eintrags? #

Der Name legt fest, für welchen Domainnamen beziehungsweise Hostnamen ein Record gilt.

Bei der Domain:

meine-firma.ch

können beispielsweise DNS-Einträge für folgende Namen existieren:

meine-firma.ch

www.meine-firma.ch

mail.meine-firma.ch

shop.meine-firma.ch

In DNS-Verwaltungsoberflächen wird die eigentliche Domain teilweise auch durch @ dargestellt. Wie ein Anbieter beziehungsweise eine Verwaltungsoberfläche Namen darstellt, kann sich unterscheiden.

Was bedeutet TTL? #

TTL steht für Time to Live. Der Wert bestimmt vereinfacht gesagt, wie lange eine DNS-Antwort von Resolvern beziehungsweise anderen DNS-Caches zwischengespeichert werden darf.

Eine TTL von:

3600

entspricht 3600 Sekunden beziehungsweise einer Stunde.

Wird ein DNS-Eintrag geändert, können ältere Informationen deshalb noch in Caches vorhanden sein, bis deren Gültigkeitsdauer abgelaufen ist.

Warum Änderungen dadurch nicht zwingend überall gleichzeitig sichtbar werden, erklären wir unter DNS-Propagation erklärt: Warum Änderungen Zeit benötigen können.

A-Record: Einen Hostnamen mit einer IPv4-Adresse verbinden #

Der A-Record gehört zu den wichtigsten DNS-Einträgen für Websites und andere über IPv4 erreichbare Dienste.

Er ordnet einem Domain- beziehungsweise Hostnamen eine IPv4-Adresse zu.

Ein vereinfachtes Beispiel:

meine-firma.ch.    A    192.0.2.10

Die Aussage dieses Eintrags lautet sinngemäß:

meine-firma.ch → 192.0.2.10

Fragt ein DNS-Resolver nach der IPv4-Adresse von meine-firma.ch, kann dieser A-Record die entsprechende Adresse liefern.

Wichtig: Eine IP-Adresse in einem A-Record bedeutet nicht automatisch, dass dort eine funktionierende Website vorhanden ist. Der angesprochene Server muss zusätzlich für die Domain und den gewünschten Dienst konfiguriert sein.

Wann wird ein A-Record verwendet? #

Typische Anwendungsfälle sind eine Domain oder Subdomain, die direkt auf die IPv4-Adresse eines Servers zeigen soll.

Beispielsweise könnten:

meine-firma.ch

und:

shop.meine-firma.ch

jeweils eigene A-Records besitzen und dadurch auf unterschiedliche IPv4-Adressen zeigen.

Das DNS legt dabei lediglich das technische Ziel fest. Welche Website der Webserver anschließend ausliefert, wird auf Serverebene entschieden.

AAAA-Record: Das IPv6-Gegenstück zum A-Record #

Der AAAA-Record erfüllt grundsätzlich eine ähnliche Aufgabe wie der A-Record, enthält jedoch eine IPv6-Adresse.

Ein vereinfachtes Beispiel:

meine-firma.ch.    AAAA    2001:db8::10

Damit kann ein Hostname über IPv6 aufgelöst werden.

Kann eine Domain gleichzeitig A- und AAAA-Records besitzen? #

Ja. Ein Hostname kann sowohl über IPv4 als auch über IPv6 erreichbar sein.

Dann können beispielsweise beide Record-Typen vorhanden sein:

meine-firma.ch.    A       192.0.2.10
meine-firma.ch.    AAAA    2001:db8::10

Ein Client mit entsprechender Netzwerkanbindung kann dann eine geeignete Verbindung verwenden.

Achtung: Ein AAAA-Record sollte nur vorhanden sein, wenn der betreffende Dienst unter der angegebenen IPv6-Adresse tatsächlich korrekt erreichbar ist. Ein veralteter oder falscher AAAA-Record kann dazu führen, dass Zugriffe über IPv6 fehlschlagen, obwohl IPv4 korrekt funktioniert.

CNAME-Record: Einen Namen auf einen anderen Namen verweisen #

CNAME steht für Canonical Name.

Ein CNAME-Record verweist einen DNS-Namen auf einen anderen DNS-Namen.

Ein vereinfachtes Beispiel:

www.meine-firma.ch.    CNAME    meine-firma.ch.

Damit wird www.meine-firma.ch als Alias auf meine-firma.ch verwiesen.

Der Resolver muss anschließend die benötigten DNS-Informationen des Zielnamens ermitteln.

CNAME ist keine HTTP-Weiterleitung #

Dieser Unterschied ist besonders wichtig.

Ein CNAME-Record leitet einen Browser nicht auf eine andere URL weiter. Er arbeitet auf DNS-Ebene.

Wenn:

www.meine-firma.ch

per CNAME auf:

meine-firma.ch

zeigt, bedeutet das nicht automatisch, dass der Browser seine angezeigte Adresse von www.meine-firma.ch auf meine-firma.ch ändert.

Eine Weiterleitung wie HTTP 301 oder 302 ist eine andere technische Funktion und erfolgt auf Ebene des Webservers beziehungsweise der Webanwendung.

Merke: CNAME = DNS-Alias. 301/302 = HTTP-Weiterleitung. Beides sollte nicht miteinander verwechselt werden.

Warum kann ein CNAME nicht beliebig mit anderen Records kombiniert werden? #

Für einen DNS-Namen, der als CNAME definiert ist, gelten besondere DNS-Regeln. Ein CNAME darf für denselben Namen grundsätzlich nicht parallel mit anderen Daten wie A-, AAAA- oder MX-Records verwendet werden.

Deshalb sollte ein bestehender Record nicht einfach auf CNAME geändert werden, ohne die übrige DNS-Konfiguration zu berücksichtigen.

Besonders bei der eigentlichen Domain – beispielsweise meine-firma.ch – ist das relevant, weil dort üblicherweise weitere DNS-Informationen benötigt werden.

MX-Record: Mailserver für eine Domain festlegen #

MX steht für Mail Exchange.

MX-Records legen fest, welche Mailserver E-Mails für eine Domain entgegennehmen sollen.

Wenn jemand eine Nachricht an:

info@meine-firma.ch

sendet, kann der sendende Mailserver über DNS ermitteln, welche MX-Server für meine-firma.ch zuständig sind.

Ein vereinfachtes Beispiel könnte so aussehen:

meine-firma.ch.    MX    10 mail.meine-firma.ch.

Die Zahl 10 ist dabei die Priorität des MX-Eintrags.

Was bedeutet die Priorität bei MX-Records? #

Für eine Domain können mehrere MX-Records vorhanden sein.

Beispielsweise:

meine-firma.ch.    MX    10 mx1.example.net.
meine-firma.ch.    MX    20 mx2.example.net.

Bei MX-Records bedeutet ein kleinerer Zahlenwert eine höhere Präferenz.

In diesem Beispiel wird deshalb grundsätzlich der Server mit Priorität 10 vor dem Server mit Priorität 20 bevorzugt.

Wie mehrere MX-Server tatsächlich verwendet werden, hängt zusätzlich vom Verhalten der beteiligten Mailserver und ihrer Erreichbarkeit ab.

MX-Records zeigen auf Hostnamen, nicht auf IP-Adressen #

Das Ziel eines MX-Records ist ein Hostname.

Dieser Hostname muss wiederum über DNS zu einer erreichbaren Adresse aufgelöst werden können.

Ein MX-Ziel sollte deshalb beispielsweise so aussehen:

mail.meine-firma.ch

und nicht direkt wie:

192.0.2.20

Wichtig: MX-Einträge sollten nicht auf Verdacht geändert werden. Eine falsche MX-Konfiguration kann den E-Mail-Empfang einer gesamten Domain beeinträchtigen.

SpamExperts verwendet ebenfalls MX-Einträge #

Wenn eine Domain durch SpamExperts Incoming Filtering geschützt wird, zeigen die MX-Einträge auf die dafür vorgesehene SpamExperts-Infrastruktur.

Eingehende E-Mails werden dann zunächst von SpamExperts angenommen und geprüft. Legitime Nachrichten werden anschließend an den konfigurierten Ziel-Mailserver weitergeleitet.

Die Einrichtung behandeln wir separat unter SpamExperts Incoming Filtering einrichten und MX-Einträge konfigurieren.

TXT-Record: Textinformationen im DNS veröffentlichen #

Ein TXT-Record ermöglicht es, Textinformationen über DNS zu veröffentlichen.

TXT-Records werden für sehr unterschiedliche Zwecke eingesetzt.

Im Hosting- und E-Mail-Alltag begegnen sie dir unter anderem bei:

  • SPF
  • DKIM
  • DMARC
  • Domain-Verifizierungen
  • Bestätigungen für externe Dienste

Ein TXT-Record ist deshalb nicht automatisch ein SPF- oder DMARC-Eintrag. TXT bezeichnet zunächst nur den DNS-Record-Typ. Die Bedeutung ergibt sich aus dem Inhalt und dem Namen des Records.

SPF wird über TXT veröffentlicht #

SPF kann festlegen, welche Systeme zum Versand von E-Mails für eine Domain autorisiert sind.

Ein SPF-Eintrag kann beispielsweise beginnen mit:

v=spf1

Die vollständige Richtlinie hängt davon ab, welche Systeme tatsächlich E-Mails für die Domain versenden.

Bei SPF ist besonders wichtig, nicht einfach mehrere voneinander unabhängige SPF-Richtlinien für dieselbe Domain anzulegen.

Die verschiedenen autorisierten Versandquellen müssen gegebenenfalls in einer gültigen SPF-Richtlinie zusammengeführt werden.

DKIM verwendet ebenfalls DNS #

Bei DKIM wird ein öffentlicher Schlüssel über DNS veröffentlicht. Empfangende Mailserver können diesen verwenden, um eine DKIM-Signatur einer Nachricht zu überprüfen.

DKIM-Records verwenden einen sogenannten Selector. Ein entsprechender Name kann beispielsweise dem Schema:

selector._domainkey.meine-firma.ch

folgen.

Eine Domain kann mehrere DKIM-Selectoren verwenden, beispielsweise wenn unterschiedliche Versandsysteme eingesetzt werden.

DMARC wird ebenfalls als TXT-Record veröffentlicht #

DMARC verwendet einen TXT-Record unter einem speziellen Namen.

Dieser folgt dem Schema:

_dmarc.meine-firma.ch

Eine DMARC-Richtlinie kann beispielsweise mit:

v=DMARC1;

beginnen.

SPF, DKIM und DMARC erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten nicht als drei Varianten desselben Verfahrens verstanden werden.

Die Zusammenhänge erklären wir unter SPF, DKIM und DMARC beim CURIAWEB Hosting erklärt.

TXT-Records für Domain-Verifizierungen #

Viele externe Dienste verlangen zur Bestätigung einer Domain einen bestimmten TXT-Record.

Der Anbieter gibt dafür normalerweise einen Namen beziehungsweise Host und einen exakten TXT-Wert vor.

Nach dem Eintrag kann der externe Dienst per DNS prüfen, ob die verlangte Information vorhanden ist.

Dadurch lässt sich nachweisen, dass jemand Kontrolle über die DNS-Konfiguration der Domain besitzt, ohne eine Datei auf der Website bereitstellen zu müssen.

Praxis-Tipp: Übernimm Verifizierungswerte exakt so, wie sie vom jeweiligen Dienst vorgegeben werden. Bereits kleine Änderungen können dazu führen, dass die Verifizierung fehlschlägt.

CAA-Record: Zertifizierungsstellen einschränken #

CAA steht für Certification Authority Authorization.

Mit CAA-Records kann ein Domaininhaber festlegen, welche Zertifizierungsstellen grundsätzlich berechtigt sein sollen, Zertifikate für die betreffende Domain beziehungsweise den betroffenen Namensbereich auszustellen.

Ein CAA-Record kann beispielsweise eine bestimmte Zertifizierungsstelle autorisieren.

CAA ist damit ein sicherheitsbezogener DNS-Record im Zusammenhang mit der Ausstellung von TLS-Zertifikaten.

Ist ein CAA-Record zwingend erforderlich? #

Nein. Eine Domain benötigt nicht zwingend einen eigenen CAA-Record, damit grundsätzlich ein TLS-Zertifikat ausgestellt werden kann.

Ist kein relevanter CAA-Record vorhanden, besteht durch CAA keine zusätzliche Einschränkung auf bestimmte Zertifizierungsstellen.

Sind CAA-Records vorhanden, müssen Zertifizierungsstellen diese bei der Ausstellung entsprechend berücksichtigen.

Achtung: Falsch konfigurierte CAA-Records können die Ausstellung beziehungsweise Erneuerung eines gewünschten TLS-Zertifikats verhindern. Ändere sie deshalb nur, wenn du ihren Zweck und die verwendete Zertifizierungsstelle kennst.

Was ist der Unterschied zwischen A und CNAME? #

Diese beiden Record-Typen werden besonders häufig verwechselt.

Ein A-Record verweist direkt auf eine IPv4-Adresse:

shop.meine-firma.ch.    A    192.0.2.10

Ein CNAME-Record verweist dagegen auf einen anderen DNS-Namen:

shop.meine-firma.ch.    CNAME    ziel.example.net.

Welcher Record verwendet werden sollte, hängt von der technischen Vorgabe des Dienstes ab.

Wenn ein Hosting- oder Drittanbieter ausdrücklich einen bestimmten CNAME vorgibt, sollte dieser nicht eigenmächtig durch die momentan aufgelöste IP-Adresse des Zielnamens ersetzt werden. Diese IP-Adresse könnte sich später ändern.

Was ist der Unterschied zwischen A und AAAA? #

Beide Records verbinden einen Namen direkt mit einer IP-Adresse.

Der Unterschied liegt im verwendeten IP-Protokoll:

  • A → IPv4
  • AAAA → IPv6

Beide können für denselben Hostnamen parallel existieren, sofern der Dienst über beide Protokolle korrekt erreichbar ist.

Was ist der Unterschied zwischen MX und A? #

Ein A-Record liefert eine IPv4-Adresse für einen Namen.

Ein MX-Record legt dagegen fest, welche Mailserver für den Empfang von E-Mails einer Domain zuständig sind.

Deshalb ist ein funktionierender A-Record für die Website kein Beweis dafür, dass auch die E-Mail-Konfiguration korrekt ist.

Website und E-Mail können vollkommen unterschiedliche technische Ziele verwenden.

Was ist der Unterschied zwischen MX und SMTP? #

Auch diese Begriffe werden häufig miteinander vermischt.

MX ist ein DNS-Record-Typ, der für die Ermittlung zuständiger Mailserver beim E-Mail-Empfang verwendet wird.

SMTP ist dagegen ein Protokoll für die Übertragung von E-Mails.

Die MX-Einträge, die für eingehende Nachrichten einer Domain verwendet werden, sind deshalb nicht automatisch dieselben Serverdaten, die du als Postausgangsserver in Outlook, Apple Mail oder Thunderbird eintragen musst.

Die Unterschiede zwischen IMAP, POP3 und SMTP erklären wir unter IMAP, POP3 und SMTP erklärt.

Weitere DNS-Record-Typen #

A, AAAA, CNAME, MX, TXT und CAA gehören zu den DNS-Einträgen, mit denen Hostingkunden besonders häufig in Kontakt kommen. DNS kennt jedoch weitere Record-Typen.

Dazu gehören beispielsweise NS für Nameserver-Informationen, SOA für grundlegende Verwaltungsinformationen einer DNS-Zone und SRV für bestimmte Dienste.

Dass wir diese hier nicht im gleichen Umfang behandeln, bedeutet daher nicht, dass sie technisch weniger relevant sind. Der Schwerpunkt dieses Artikels liegt auf den Record-Typen, die bei typischen Website-, Hosting- und E-Mail-Konfigurationen besonders häufig manuell geprüft oder angepasst werden.

Was ist ein NS-Record? #

NS steht für Name Server.

NS-Records geben Nameserver für eine DNS-Zone beziehungsweise Delegation an.

Die Nameserver einer Domain sind besonders wichtig, weil sie bestimmen, welche DNS-Infrastruktur für die entsprechenden Informationen zuständig ist.

Ein Wechsel der autoritativen Nameserver ist deshalb wesentlich weitreichender als die Änderung eines einzelnen A- oder TXT-Records.

Wo du die für dein CURIAWEB Hosting vorgesehenen Nameserver findest und wann du sie benötigst, behandeln wir unter CURIAWEB Nameserver finden und richtig verwenden.

Was ist ein SOA-Record? #

SOA steht für Start of Authority.

Der SOA-Record enthält grundlegende Verwaltungsinformationen einer DNS-Zone. Dazu gehören unter anderem Angaben, die für die Verwaltung und Synchronisation einer Zone relevant sind.

Im normalen Hosting-Alltag muss dieser Record üblicherweise nicht manuell verändert werden.

Was ist ein SRV-Record? #

SRV-Records können Informationen darüber bereitstellen, unter welchem Host und Port ein bestimmter Dienst erreichbar ist.

Sie werden von verschiedenen Anwendungen und Protokollen verwendet.

Wenn ein externer Dienst einen SRV-Record verlangt, solltest du die vom Anbieter vorgegebenen Werte exakt übernehmen und insbesondere Priorität, Gewichtung, Port und Ziel nicht miteinander verwechseln.

Kann ich mehrere Records desselben Typs haben? #

Das hängt vom Record-Typ und vom konkreten Namen ab.

Mehrere A- oder AAAA-Records für denselben Hostnamen sind technisch möglich. Mehrere MX-Records sind ebenfalls üblich und verwenden Prioritäten.

Auch mehrere TXT-Records können für einen Namen existieren, sofern die jeweilige Anwendung und die DNS-Regeln dies zulassen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jede beliebige Kombination sinnvoll oder gültig ist.

Ein besonders wichtiges Beispiel ist SPF: Mehrere unterschiedliche TXT-Records können vorhanden sein, aber für denselben Namen sollten nicht mehrere eigenständige SPF-Richtlinien mit v=spf1 erzeugt werden.

Wie kann ich bestehende DNS-Einträge prüfen? #

Bei einer Fehlersuche solltest du nicht nur kontrollieren, was in einer Verwaltungsoberfläche eingetragen ist, sondern gegebenenfalls auch prüfen, welche Informationen über DNS tatsächlich aufgelöst werden.

Das ist beispielsweise hilfreich nach:

  • einer Änderung der IP-Adresse
  • einem Nameserver-Wechsel
  • einer MX-Änderung
  • einem Hostingwechsel
  • der Einrichtung eines externen Dienstes

Wie du aktuelle DNS-Informationen einer Domain überprüfst, erklären wir unter DNS-Einträge prüfen: Aktuelle DNS-Konfiguration einer Domain anzeigen.

DNS-Einträge bei CURIAWEB bearbeiten #

Wenn die DNS-Zone deiner Domain über dein CURIAWEB Hosting verwaltet wird, kannst du die Einträge in cPanel über den Zoneneditor einsehen und bearbeiten.

Die praktische Bedienung erklären wir unter DNS-Zoneneditor in cPanel verwenden.

Prüfe vor einer Änderung immer, welchen Zweck der betreffende Record erfüllt.

Wichtig: Lösche keinen DNS-Eintrag nur deshalb, weil dir sein Zweck unbekannt ist. Bestehende Records können von Website, E-Mail, SSL/TLS, Verifizierungen oder externen Diensten benötigt werden.

Typische Fehler bei DNS-Einträgen #

Viele DNS-Probleme entstehen nicht durch einen Ausfall des DNS selbst, sondern durch eine fehlerhafte Konfiguration.

Typische Ursachen sind beispielsweise:

  • eine falsche IP-Adresse in einem A- oder AAAA-Record
  • ein veralteter AAAA-Record
  • ein falsches CNAME-Ziel
  • fehlerhafte MX-Einträge
  • mehrere eigenständige SPF-Richtlinien
  • fehlerhafte CAA-Einschränkungen
  • ein Eintrag wurde in der falschen DNS-Zone geändert
  • die Änderung wurde auf nicht autoritativen Nameservern vorgenommen

Gerade der letzte Punkt ist wichtig: Ein korrekt aussehender Eintrag in einer Verwaltungsoberfläche hat keine Wirkung, wenn diese DNS-Zone für die Domain gar nicht autoritativ verwendet wird.

Warum zeigt meine DNS-Änderung noch den alten Wert? #

Nach einer Änderung können DNS-Resolver einen vorherigen Wert noch im Cache gespeichert haben.

Deshalb kann eine Abfrage an einer Stelle bereits den neuen Wert liefern, während an anderer Stelle vorübergehend noch die vorherige Information verwendet wird.

Ändere einen korrekten DNS-Eintrag deshalb nicht wiederholt nur deshalb, weil das Ergebnis unmittelbar nach der Änderung noch nicht überall sichtbar ist.

DNS-Eintrag oder Nameserver ändern? #

Auch diese beiden Vorgänge sollten klar getrennt werden.

Wenn du einen A-, MX- oder TXT-Record änderst, bearbeitest du eine einzelne Information innerhalb der bestehenden DNS-Zone.

Wenn du dagegen die autoritativen Nameserver einer Domain änderst, wechselst du die DNS-Infrastruktur, die für die Zone zuständig ist.

Bei einem Nameserver-Wechsel muss deshalb sichergestellt werden, dass die benötigte DNS-Konfiguration auf den neuen Nameservern vollständig vorhanden ist.

Merke: Einzelnen DNS-Record ändern = einen Teil der Zone ändern. Nameserver ändern = die Zuständigkeit für die DNS-Zone wechseln.

DNS-Records und Domaintransfer sind ebenfalls unterschiedliche Dinge #

Ein Domaintransfer überträgt die Verwaltung einer Domain zu einem anderen Registrar.

Das ist nicht dasselbe wie eine Änderung der A-, MX- oder TXT-Records.

Je nach Transfer und Konfiguration können die bestehenden Nameserver und damit die DNS-Auflösung unverändert bleiben.

Umgekehrt kannst du DNS-Einträge ändern, ohne die Domain zu einem anderen Registrar zu transferieren.

Die allgemeine Vorgehensweise behandeln wir unter Domaintransfer zu CURIAWEB: So funktioniert der Umzug.

Zusammenfassung #

DNS verwendet unterschiedliche Record-Typen für unterschiedliche Aufgaben.

Ein A-Record verbindet einen Namen mit einer IPv4-Adresse, während ein AAAA-Record dafür IPv6 verwendet.

Ein CNAME-Record definiert einen Alias auf einen anderen DNS-Namen und ist keine HTTP-Weiterleitung.

MX-Records legen die Mailserver für eingehende E-Mails einer Domain fest und können unterschiedliche Prioritäten besitzen.

TXT-Records werden unter anderem für SPF, DKIM, DMARC und Domain-Verifizierungen eingesetzt.

Mit CAA-Records kann eingeschränkt werden, welche Zertifizierungsstellen Zertifikate für eine Domain ausstellen dürfen.

Weitere Record-Typen wie NS, SOA und SRV erfüllen zusätzliche Aufgaben innerhalb des Domain Name Systems.

DNS-Einträge sollten immer gezielt und mit Kenntnis ihrer Funktion verändert werden. Eine falsche Änderung kann nicht nur eine Website, sondern auch E-Mail, Zertifikate oder externe Dienste einer Domain beeinträchtigen.

Letzte Aktualisierung August 29, 2026
War dieser Artikel hilfreich?
Inhalt