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Datenbank mit phpMyAdmin importieren

Lesezeit ca.: 15 Minuten

Mit phpMyAdmin kannst du eine vorhandene SQL-Datei in eine Datenbank deines CURIAWEB-Webhostings importieren. Das wird beispielsweise benötigt, wenn du eine Website manuell umziehst, eine zuvor exportierte Datenbank wiederherstellst oder Daten aus einer anderen Hosting-Umgebung übernehmen möchtest.

Bei einem Datenbankimport ist besonders wichtig, dass du vor dem Start die richtige Zieldatenbank auswählst. Eine SQL-Datei kann Tabellen und Datensätze erstellen, verändern oder – abhängig von ihrem Inhalt – vorhandene Daten überschreiben beziehungsweise entfernen.

In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du eine Datenbank für den Import vorbereitest, eine SQL-Datei mit phpMyAdmin einliest und anschließend kontrollierst, ob der Import erfolgreich durchgeführt wurde.

Achtung: Importiere eine SQL-Datei niemals auf Verdacht in eine produktive Datenbank. Wenn die Zieldatenbank bereits wichtige Daten enthält, erstelle vor dem Import eine aktuelle Sicherung.

Wann wird ein Datenbankimport benötigt? #

Ein Import über phpMyAdmin wird häufig in folgenden Situationen verwendet:

  • manueller Umzug einer Website
  • Wiederherstellung einer zuvor exportierten Datenbank
  • Übertragung einer Anwendung auf einen anderen Hosting-Account
  • Übernahme einer Datenbank aus einer Entwicklungsumgebung
  • Einspielen einer vorhandenen SQL-Sicherung

Bei einer datenbankbasierten Website ist der Datenbankimport normalerweise nur ein Teil des gesamten Vorgangs. Zusätzlich müssen die zugehörigen Website-Dateien vorhanden sein und die Anwendung mit der richtigen Datenbank verbunden werden.

Was benötigst du vor dem Import? #

Für einen typischen Datenbankimport benötigst du:

  • eine geeignete SQL-Datei
  • eine vorhandene Zieldatenbank
  • einen Datenbankbenutzer mit den erforderlichen Rechten
  • Kenntnis darüber, welche Datenbank die Anwendung anschließend verwenden soll

Bei einer Migration sollte außerdem eine Sicherung der ursprünglichen Website vorhanden sein.

Wichtig: Erstelle die Zieldatenbank und den Datenbankbenutzer zuerst. phpMyAdmin importiert die Tabellen und Daten – die korrekte cPanel-Zuweisung zwischen Datenbank und Datenbankbenutzer musst du unabhängig davon einrichten.

1. SQL-Datei kontrollieren #

Prüfe zunächst, welche Datei du importieren möchtest.

Eine unkomprimierte Datenbanksicherung kann beispielsweise so heißen:

kunde_wordpress.sql

Abhängig von Export und Serverkonfiguration können auch unterstützte komprimierte Varianten verwendet werden.

Stelle sicher, dass du die richtige Sicherungsdatei ausgewählt hast und weißt, zu welcher Website beziehungsweise Anwendung sie gehört.

Eine SQL-Datei ist keine Website-Datei #

Eine SQL-Datei enthält Datenbankanweisungen und gegebenenfalls die darin gespeicherten Daten.

Sie ersetzt nicht die Dateien der Website.

Bei WordPress benötigst du beispielsweise zusätzlich Dateien und Verzeichnisse wie:

wp-admin/
wp-content/
wp-includes/
wp-config.php
index.php

Die Datenbank und das Dateisystem bilden gemeinsam die wesentlichen Bestandteile einer solchen Website.

2. Falls erforderlich eine neue Datenbank erstellen #

Wenn für die neue Website noch keine Datenbank vorhanden ist, erstelle sie zuerst in cPanel.

Die vollständige Vorgehensweise findest du unter MySQL-Datenbank in cPanel erstellen.

Notiere anschließend den vollständigen Datenbanknamen.

Dieser kann beispielsweise so aussehen:

kunde_wordpress

3. Datenbankbenutzer einrichten #

Damit die Website später auf die importierte Datenbank zugreifen kann, benötigst du einen Datenbankbenutzer mit den erforderlichen Berechtigungen.

Erstelle beziehungsweise konfiguriere diesen unter:

Datenbanken → Manage My Databases

Wie du den Benutzer erstellst, der richtigen Datenbank zuweist und dessen Rechte festlegst, erklären wir unter MySQL-Benutzer erstellen und einer Datenbank zuweisen.

4. Vorhandene Zieldatenbank prüfen #

Wenn die Zieldatenbank bereits existiert, solltest du vor dem Import prüfen, ob sie leer ist oder bereits Tabellen enthält.

Öffne dazu:

Datenbanken → phpMyAdmin

und wähle die betreffende Datenbank aus.

Eine neu erstellte Datenbank ist normalerweise zunächst leer. Eine bereits verwendete Datenbank kann dagegen produktive Tabellen und Daten enthalten.

Achtung: Importiere keine Sicherung in eine bestehende produktive Datenbank, solange du nicht weißt, wie sich die SQL-Datei auf die vorhandenen Tabellen auswirkt.

5. Bestehende Datenbank vor dem Import sichern #

Wenn die Zieldatenbank bereits Daten enthält, solltest du vor dem Import einen aktuellen Export erstellen.

Damit besitzt du einen Sicherungsstand unmittelbar vor dem Import.

Die Vorgehensweise findest du unter Datenbank mit phpMyAdmin exportieren.

Grundregel: Bestehende Datenbank + geplanter Import = zuerst aktuellen Export erstellen.

6. phpMyAdmin öffnen #

Melde dich bei deinem CURIAWEB-cPanel an und öffne:

Datenbanken → phpMyAdmin

Eine allgemeine Einführung in die Oberfläche findest du unter phpMyAdmin in cPanel verwenden.

7. Richtige Zieldatenbank auswählen #

Klicke in der linken Navigation von phpMyAdmin auf die Datenbank, in welche die SQL-Datei importiert werden soll.

Kontrolliere den vollständigen Namen sorgfältig.

Beispielsweise:

kunde_wordpress

Die ausgewählte Datenbank ist das Ziel des folgenden Imports.

Achtung: Dieser Schritt ist einer der wichtigsten des gesamten Imports. Wenn du die falsche Datenbank auswählst, können Daten einer anderen Website betroffen sein.

8. Noch einmal prüfen, ob die Datenbank leer ist #

Wenn du für eine Migration eine neue Datenbank angelegt hast, sollte diese vor dem ersten Import normalerweise noch keine Anwendungstabellen enthalten.

Wenn phpMyAdmin bereits zahlreiche Tabellen anzeigt, solltest du vor dem Import klären, woher diese stammen.

Lösche bestehende Tabellen nicht einfach, nur weil du eine leere Datenbank erwartet hast.

9. Bereich „Importieren“ öffnen #

Nachdem du die richtige Datenbank ausgewählt hast, öffne in phpMyAdmin den Bereich:

Importieren

Dort kannst du die Datei auswählen, die in die Datenbank eingelesen werden soll.

10. SQL-Datei auswählen #

Wähle über die Dateiauswahl die Datenbanksicherung auf deinem Computer aus.

Beispielsweise:

kunde_wordpress.sql

Kontrolliere den Dateinamen vor dem Start noch einmal.

Wenn du mehrere Sicherungsstände besitzt, achte insbesondere auf Datum und Zweck der Datei.

Alte und neue Sicherung nicht verwechseln #

Bei mehreren vorhandenen SQL-Dateien kann schnell versehentlich eine ältere Sicherung ausgewählt werden.

Ein eindeutiger Dateiname hilft dabei, dies zu vermeiden.

Beispielsweise:

kunde_wordpress_2026-08-28.sql

Praxis-Tipp: Prüfe nicht nur den Dateinamen, sondern bei wichtigen Migrationen auch das Änderungsdatum beziehungsweise den Zeitpunkt, zu dem die Sicherung erstellt wurde.

11. Zeichensatz-Einstellung nicht unnötig verändern #

phpMyAdmin kann beim Import Einstellungen zum Zeichensatz der Datei anbieten.

Wenn die SQL-Datei mit einer funktionierenden Standardkonfiguration exportiert wurde und kein konkretes Zeichensatzproblem vorliegt, solltest du diese Einstellungen nicht auf Verdacht verändern.

Eine falsche Zeichensatzbehandlung kann insbesondere bei Umlauten und anderen Sonderzeichen zu Problemen führen.

12. Format kontrollieren #

Wenn du eine SQL-Datenbanksicherung importierst, sollte phpMyAdmin das passende Importformat verwenden.

Bei einer Datei wie:

datenbank.sql

ist das relevante Format:

SQL

Verändere andere Importoptionen nicht ohne konkreten Grund.

13. Import starten #

Kontrolliere unmittelbar vor dem Start noch einmal:

  • richtige Zieldatenbank
  • richtige SQL-Datei
  • richtiger Sicherungsstand
  • Importformat

Starte anschließend den Import.

Je nach Größe der SQL-Datei kann die Verarbeitung einige Zeit dauern.

Wichtig: Starte denselben Import nicht mehrfach, nur weil nicht sofort ein Ergebnis erscheint. Warte zunächst ab, ob phpMyAdmin den Vorgang erfolgreich abschließt oder eine Fehlermeldung ausgibt.

14. Erfolgsmeldung kontrollieren #

Nach einem erfolgreichen Import zeigt phpMyAdmin normalerweise eine entsprechende Rückmeldung an.

Lies diese Meldung und achte darauf, ob zusätzlich Warnungen oder Fehler angezeigt werden.

Gehe nicht allein davon aus, dass der Import vollständig war, nur weil die Seite nach dem Start wieder angezeigt wird.

15. Tabellen nach dem Import kontrollieren #

Wähle die importierte Datenbank erneut aus beziehungsweise aktualisiere die Ansicht.

Die Tabellen aus der SQL-Datei sollten jetzt in der Datenbank sichtbar sein.

Bei WordPress können beispielsweise Tabellen wie:

wp_posts
wp_options
wp_users
wp_postmeta

vorhanden sein.

Das Präfix muss nicht wp_ lauten.

Tabellenanzahl nicht als einziges Kriterium verwenden #

Die Anzahl der Tabellen hängt von der verwendeten Anwendung, Version, Konfiguration und installierten Erweiterungen ab.

WordPress-Plugins können beispielsweise eigene Tabellen anlegen.

Eine bestimmte Tabellenanzahl ist deshalb kein allgemeingültiger Beweis für einen vollständigen Import.

16. Stichprobenartig Daten prüfen #

Wenn du die Datenbankstruktur kontrolliert hast, kannst du bei Bedarf einzelne Tabellen über Anzeigen beziehungsweise Browse öffnen.

Damit lässt sich prüfen, ob tatsächlich Datensätze vorhanden sind.

Verändere dabei keine Daten, wenn du lediglich den Import kontrollieren möchtest.

Import erfolgreich – Website funktioniert trotzdem nicht #

Ein erfolgreicher Datenbankimport bedeutet noch nicht automatisch, dass die Website vollständig eingerichtet ist.

Die Anwendung muss anschließend mit der richtigen Datenbank verbunden sein.

Dazu müssen insbesondere Datenbankname, Datenbankbenutzer, Passwort und Datenbankhost zur neuen Umgebung passen.

17. Anwendung mit der importierten Datenbank verbinden #

Wenn du eine Website auf einen neuen Hosting-Account migrierst, müssen die Datenbankzugangsdaten der Anwendung zur neuen Datenbankkonfiguration passen.

Bei WordPress befinden sich diese Angaben normalerweise in:

wp-config.php

Dort werden unter anderem folgende Werte verwendet:

DB_NAME
DB_USER
DB_PASSWORD
DB_HOST

Trage dort nur die tatsächlich für den neuen Hosting-Account eingerichteten Werte ein.

Achtung: wp-config.php enthält sensible Zugangsdaten. Veröffentliche ihren vollständigen Inhalt nicht.

18. Vollständigen Datenbanknamen verwenden #

cPanel kann dem selbst gewählten Datenbanknamen ein Account-Präfix voranstellen.

Aus:

wordpress

kann beispielsweise:

kunde_wordpress

werden.

Die Anwendung benötigt den vollständigen Datenbanknamen.

19. Vollständigen Datenbankbenutzer verwenden #

Dasselbe kann für den Datenbankbenutzer gelten.

Aus:

wpuser

kann beispielsweise:

kunde_wpuser

werden.

Übernimm den vollständigen Namen so, wie er in cPanel angezeigt wird.

20. Datenbankbenutzer muss der Datenbank zugewiesen sein #

Auch nach einem erfolgreichen Import benötigt die Anwendung einen Benutzer, der auf die Datenbank zugreifen darf.

Prüfe deshalb unter:

Datenbanken → Manage My Databases

ob der vorgesehene Benutzer der importierten Datenbank zugewiesen wurde und die erforderlichen Rechte besitzt.

Der Import selbst ersetzt diese Zuweisung nicht.

21. Website testen #

Rufe die Website nach dem Import und der Konfiguration im Browser auf.

Prüfe nicht nur die Startseite, sondern auch wichtige Funktionen der Anwendung.

Bei WordPress können beispielsweise folgende Bereiche geprüft werden:

  • Startseite
  • einzelne Seiten und Beiträge
  • WordPress-Administrationsbereich
  • Medien
  • Plugins beziehungsweise wichtige Funktionen

Bei einem Onlineshop sollten entsprechend auch wichtige Shopfunktionen kontrolliert werden.

Website zeigt „Error establishing a database connection“ #

Wenn WordPress nach dem Import keine Datenbankverbindung herstellen kann, bedeutet das nicht automatisch, dass der Import fehlgeschlagen ist.

Prüfe zuerst:

  • DB_NAME
  • DB_USER
  • DB_PASSWORD
  • DB_HOST
  • Zuweisung des Datenbankbenutzers
  • Berechtigungen des Datenbankbenutzers

Die Datenbank kann vollständig importiert sein, während lediglich die Zugangskonfiguration der Anwendung nicht zur neuen Umgebung passt.

Website zeigt alte Domain oder leitet auf alten Server um #

Bei einer Website-Migration können in der Datenbank weiterhin URLs der bisherigen Domain beziehungsweise Umgebung gespeichert sein.

Ein erfolgreicher Import ändert solche Anwendungsdaten nicht automatisch.

Bei WordPress solltest du Domainänderungen jedoch nicht durch ein blindes Suchen und Ersetzen in der gesamten SQL-Datei beziehungsweise Datenbank durchführen.

Achtung: WordPress, Themes und Plugins können strukturierte oder serialisierte Daten speichern. Ein ungeeignetes Suchen und Ersetzen kann solche Daten beschädigen.

Import und Domainwechsel sind zwei verschiedene Aufgaben #

Der Datenbankimport überträgt die gespeicherten Daten.

Ein Wechsel der Domain beziehungsweise URL kann anschließend zusätzliche Anpassungen innerhalb der Anwendung erfordern.

Behandle diese beiden Aufgaben getrennt, damit sich Fehler leichter nachvollziehen lassen.

Website-Dateien müssen ebenfalls vorhanden sein #

Wenn die Datenbank erfolgreich importiert wurde, die Website-Dateien aber fehlen, ist die Website trotzdem nicht vollständig.

Bei WordPress benötigt die neue Umgebung beispielsweise auch Themes, Plugins und Uploads aus dem Dateisystem.

Wie du Dateien über cPanel überträgst, erklären wir unter Dateien in cPanel hochladen, herunterladen und bearbeiten.

SQL-Datei nach erfolgreicher Migration sicher behandeln #

Die ursprüngliche SQL-Sicherung solltest du mindestens so lange behalten, bis die Migration vollständig geprüft wurde.

Danach kannst du entsprechend deiner Backup-Strategie entscheiden, wie lange sie aufbewahrt wird.

Eine Datenbanksicherung kann sensible Informationen enthalten und sollte geschützt gespeichert werden.

SQL-Datei nicht in public_html liegen lassen #

Wenn du eine Datenbanksicherung während einer Migration auf den Server übertragen hast, sollte sie nicht dauerhaft in einem öffentlich erreichbaren Verzeichnis verbleiben.

Insbesondere ein Pfad wie:

public_html/

ist kein geeigneter dauerhafter Ablageort für eine ungeschützte SQL-Sicherung.

Sicherheit: Entferne nicht mehr benötigte temporäre SQL-Dateien nach Abschluss der Arbeiten aus öffentlich erreichbaren Bereichen.

Was passiert, wenn Tabellen bereits existieren? #

Das Verhalten hängt vom Inhalt der SQL-Datei ab.

Eine Exportdatei kann beispielsweise Anweisungen enthalten, die Tabellen neu erstellen, Daten einfügen oder vorhandene Tabellen vor der Neuerstellung entfernen.

Wenn die Zieldatenbank bereits Tabellen mit denselben Namen enthält, kann der Import deshalb fehlschlagen oder vorhandene Daten beeinflussen.

Für eine normale Migration in eine neu erstellte Datenbank ist eine leere Zieldatenbank häufig die übersichtlichste Ausgangslage.

Vorhandene Tabellen nicht einfach manuell löschen #

Wenn der Import wegen bereits vorhandener Tabellen nicht wie erwartet funktioniert, lösche diese nicht sofort.

Prüfe zuerst:

  • ob du die richtige Zieldatenbank ausgewählt hast
  • woher die vorhandenen Tabellen stammen
  • ob darin produktive Daten enthalten sind
  • ob eine aktuelle Sicherung vorhanden ist
  • welche Anweisungen die SQL-Datei enthält

Import nicht mehrfach starten #

Wenn ein Import scheinbar nicht vollständig funktioniert hat, solltest du denselben Import nicht einfach wiederholt über die bereits teilweise importierte Datenbank laufen lassen.

Dadurch können beispielsweise doppelte Datensätze oder Konflikte mit bereits erstellten Tabellen entstehen.

Wichtig: Nach einem fehlgeschlagenen Import zuerst Fehlerursache und Zustand der Zieldatenbank prüfen. Erst danach entscheiden, ob und wie ein neuer Import durchgeführt wird.

Teilweise importierte Datenbank erkennen #

Wenn ein Import während der Verarbeitung abbricht, können bereits Tabellen und Datensätze angelegt worden sein.

Die Datenbank ist dann möglicherweise weder leer noch vollständig importiert.

Prüfe deshalb bei einem Abbruch die vorhandenen Tabellen und die konkrete Fehlermeldung.

Importdatei nicht auf Verdacht verändern #

Wenn eine SQL-Datei nicht importiert werden kann, solltest du nicht wahllos SQL-Anweisungen aus der Datei entfernen.

Dadurch kann die Datenbank unvollständig werden oder wichtige Strukturen verlieren.

Die genaue Fehlerursache sollte zuerst anhand der phpMyAdmin-Meldung bestimmt werden.

Große SQL-Dateien #

Bei größeren Datenbanken kann ein browserbasierter Import über phpMyAdmin an technische Grenzen stoßen.

Dazu können beispielsweise Upload- oder Laufzeitbeschränkungen gehören.

Wenn deine Datei nicht ausgewählt werden kann, der Import abbricht oder phpMyAdmin einen Größen- beziehungsweise Laufzeitfehler meldet, solltest du nicht wahllos Server- oder PHP-Einstellungen verändern.

Die systematische Fehlersuche behandeln wir im nächsten Artikel unter phpMyAdmin-Import funktioniert nicht: Fehler und große SQL-Dateien.

Zeichensatzprobleme nach dem Import #

Wenn nach dem Import Umlaute oder Sonderzeichen falsch dargestellt werden, kann ein Problem mit Zeichensatz, Kollation, Export oder Import vorliegen.

Ändere die Kollation der gesamten produktiven Datenbank nicht auf Verdacht.

Prüfe zuerst, wie die Quelldaten gespeichert und mit welchen Einstellungen sie exportiert beziehungsweise importiert wurden.

Importierte Datenbank ist größer oder kleiner als erwartet #

Die Dateigröße der SQL-Sicherung und der in phpMyAdmin angezeigte Speicherbedarf der importierten Datenbank müssen nicht identisch sein.

Eine SQL-Datei ist eine Darstellung der Datenbank in Exportform, während phpMyAdmin den Speicherbedarf der Datenbanktabellen innerhalb des Datenbanksystems anzeigt.

Ein direkter Größenvergleich ist deshalb kein zuverlässiger Vollständigkeitsnachweis.

Import erfolgreich – SQL-Datei nicht sofort als einzige Sicherung überschreiben #

Wenn du eine Migration durchführst, behalte die ursprüngliche unveränderte SQL-Datei, bis die neue Website vollständig getestet wurde.

Erstelle nicht versehentlich einen neuen Export über dieselbe Datei und verliere damit deinen ursprünglichen Sicherungsstand.

Besonderheit bei aktiven Onlineshops #

Bei einer aktiven Website können sich Daten zwischen Export und Import verändern.

Bei einem Onlineshop können beispielsweise nach dem Export noch neue Bestellungen eingehen.

Diese später entstandenen Datensätze befinden sich nicht in der zuvor exportierten SQL-Datei.

Wichtig: Bei stark dynamischen Websites muss der Zeitpunkt des finalen Datenbankexports und der Umschaltung sorgfältig geplant werden, damit zwischen altem und neuem System keine aktuellen Daten verloren gehen.

Datenbankimport ist kein Zusammenführen zweier Websites #

Ein SQL-Import sollte nicht mit einer automatischen Zusammenführung zweier unterschiedlicher Datenbanken verwechselt werden.

Wenn Ziel- und Quelldatenbank jeweils eigene produktive Inhalte besitzen, können Tabellen, IDs und Anwendungsdaten miteinander kollidieren.

Ein einfaches Importieren der einen Datenbank in die andere ist dafür normalerweise kein geeignetes allgemeines Verfahren.

Import als Wiederherstellung #

Wenn du eine Datenbank aus einer Sicherung wiederherstellen möchtest, musst du genau wissen, welchen Zustand die Sicherung repräsentiert.

Alle Daten, die erst nach diesem Sicherungszeitpunkt entstanden sind und bei der Wiederherstellung ersetzt werden, können verloren gehen.

Kontrolliere deshalb vor einer Wiederherstellung das Datum beziehungsweise den Zeitpunkt der Sicherung.

Nach einer Wiederherstellung wichtige Funktionen prüfen #

Teste nach einem Datenbank-Restore nicht nur, ob die Startseite geladen wird.

Kontrolliere insbesondere Funktionen, die Daten schreiben oder verändern.

Dazu können je nach Anwendung beispielsweise gehören:

  • Anmeldung
  • Speichern von Einstellungen
  • Erstellen oder Bearbeiten von Inhalten
  • Formulare
  • Shop- und Bestellfunktionen

Empfohlener Ablauf für einen normalen Import #

  1. Prüfe die SQL-Datei und ihren Sicherungszeitpunkt.
  2. Erstelle bei Bedarf eine neue Datenbank.
  3. Erstelle beziehungsweise prüfe den Datenbankbenutzer.
  4. Weise den Benutzer der Datenbank mit den erforderlichen Rechten zu.
  5. Sichere eine bestehende Zieldatenbank vor dem Import.
  6. Öffne Datenbanken → phpMyAdmin.
  7. Wähle die richtige Zieldatenbank.
  8. Öffne Importieren.
  9. Wähle die richtige SQL-Datei.
  10. Kontrolliere das Importformat.
  11. Starte den Import einmal.
  12. Prüfe die Erfolgsmeldung.
  13. Kontrolliere Tabellen und stichprobenartig die Daten.
  14. Verbinde die Anwendung mit der neuen Datenbank.
  15. Teste die Website und wichtige Funktionen.

Empfohlener Ablauf bei einer WordPress-Migration #

  1. Website-Dateien der bisherigen Installation sichern.
  2. Aktuelle Datenbank exportieren.
  3. Dateien in die neue Hosting-Umgebung übertragen.
  4. Neue Datenbank und Datenbankbenutzer einrichten.
  5. Benutzer der Datenbank zuweisen.
  6. SQL-Datei in die neue Datenbank importieren.
  7. wp-config.php mit den neuen Datenbankzugängen abgleichen.
  8. Website aufrufen.
  9. Administrationsbereich und wichtige Funktionen testen.
  10. Erst nach erfolgreicher Prüfung die Migration als abgeschlossen betrachten.

Praxis-Tipp: Ändere während einer Migration nicht gleichzeitig Datenbank, Domain, PHP-Version, Plugins und weitere Einstellungen, wenn dies nicht erforderlich ist. Je weniger Variablen du gleichzeitig veränderst, desto leichter lassen sich auftretende Fehler diagnostizieren.

Wann solltest du den Support kontaktieren? #

Wenn ein Import nicht erfolgreich abgeschlossen wird, solltest du die genaue phpMyAdmin-Fehlermeldung notieren beziehungsweise einen Screenshot erstellen.

Für eine Analyse sind insbesondere folgende Angaben hilfreich:

  • betroffene Domain beziehungsweise Anwendung
  • vollständiger Name der Zieldatenbank
  • Größe der SQL-Datei
  • Dateiformat beziehungsweise Komprimierung
  • ob die Zieldatenbank vor dem Import leer war
  • ob der Import vollständig oder teilweise ausgeführt wurde
  • genaue Fehlermeldung
  • ob es sich um eine Migration oder Wiederherstellung handelt

Übermittle dabei keine Datenbankpasswörter und stelle SQL-Dateien mit sensiblen Daten nicht öffentlich zum Download bereit.

Zusammenfassung #

Eine SQL-Datenbank importierst du im CURIAWEB-cPanel über Datenbanken → phpMyAdmin. Wähle zuerst die richtige Zieldatenbank und öffne anschließend den Bereich Importieren.

Kontrolliere vor dem Start sorgfältig, ob du die richtige SQL-Datei und den gewünschten Sicherungsstand ausgewählt hast. Wenn die Zieldatenbank bereits Daten enthält, solltest du vor dem Import einen aktuellen Export erstellen.

Nach dem Import kontrollierst du die Erfolgsmeldung, die vorhandenen Tabellen und bei Bedarf stichprobenartig die importierten Daten. Bei einer Website-Migration müssen außerdem die Website-Dateien vorhanden sein und die Anwendung mit dem richtigen Datenbanknamen, Datenbankbenutzer, Passwort und Datenbankhost verbunden werden.

Wenn ein Import abbricht, starte ihn nicht einfach erneut über die teilweise importierte Datenbank. Prüfe zuerst die Fehlermeldung und den aktuellen Zustand der Zieldatenbank.

Für größere SQL-Dateien, Timeouts und konkrete Importfehler verwenden wir eine separate Fehleranalyse, damit der normale Importablauf übersichtlich bleibt.

Letzte Aktualisierung August 28, 2026
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