Mit phpMyAdmin kannst du eine Datenbank deines CURIAWEB-Webhostings als Datei exportieren. Ein solcher Export ist beispielsweise sinnvoll, bevor du Änderungen an einer produktiven Datenbank vornimmst, eine Website manuell migrierst oder eine zusätzliche Sicherung der Datenbank erstellen möchtest.
Für typische Website-Datenbanken eignet sich dafür das SQL-Format. Die exportierte SQL-Datei enthält die Datenbankstruktur und – abhängig von den gewählten Einstellungen – die gespeicherten Daten und kann später wieder in eine Datenbank importiert werden.
In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du in phpMyAdmin die richtige Datenbank auswählst, einen Export erstellst und anschließend kontrollierst, ob die Sicherungsdatei tatsächlich heruntergeladen wurde.
Wichtig: Ein phpMyAdmin-Export sichert die Datenbank, aber nicht automatisch die Dateien deiner Website, E-Mails oder den gesamten Hosting-Account. Für eine vollständige manuelle Website-Sicherung werden bei datenbankbasierten Websites normalerweise sowohl die Website-Dateien als auch die Datenbank benötigt.
Wann ist ein Datenbankexport sinnvoll? #
Ein Export ist besonders sinnvoll, wenn du eine Datenbank sichern möchtest, bevor du sie veränderst.
Typische Anwendungsfälle sind:
- vor manuellen Änderungen mit phpMyAdmin
- vor größeren Änderungen an einer Website
- vor einer manuellen Datenbankbereinigung
- bei einer Website-Migration
- vor dem Import anderer Daten
- für eine zusätzliche lokale Sicherung der Datenbank
Grundregel: Bei einer produktiven Datenbank gilt: erst exportieren, dann verändern.
Was enthält ein SQL-Export? #
Eine SQL-Datei enthält Anweisungen, mit denen die Struktur und die Daten einer Datenbank wiederhergestellt beziehungsweise in eine andere Datenbank eingelesen werden können.
Je nach Exportoptionen können darin beispielsweise enthalten sein:
- Tabellenstrukturen
- Tabelleninhalte
- Indizes
- weitere für die exportierten Datenbankobjekte erforderliche SQL-Anweisungen
Eine typische Exportdatei kann beispielsweise so heißen:
kunde_wordpress.sql
Du musst die SQL-Datei für eine normale Sicherung nicht manuell bearbeiten.
1. Bei cPanel anmelden #
Melde dich bei deinem CURIAWEB-cPanel an.
Öffne anschließend:
Datenbanken → phpMyAdmin
phpMyAdmin wird für deinen Hosting-Account geöffnet.
Eine allgemeine Einführung in die Oberfläche findest du unter phpMyAdmin in cPanel verwenden.
2. Richtige Datenbank auswählen #
Wähle in der linken Navigation von phpMyAdmin die Datenbank aus, die du exportieren möchtest.
Kontrolliere den vollständigen Namen sorgfältig.
Ein Datenbankname kann beispielsweise so aussehen:
kunde_wordpress
Wenn mehrere Websites in deinem Hosting-Account vorhanden sind, können entsprechend mehrere Datenbanken angezeigt werden.
Achtung: Verlasse dich bei mehreren ähnlich benannten Datenbanken nicht auf Vermutungen. Prüfe zuerst, welche Datenbank tatsächlich von der betreffenden Website verwendet wird.
Wie finde ich die Datenbank meiner WordPress-Website? #
Bei WordPress ist der verwendete Datenbankname normalerweise in der Datei:
wp-config.php
hinterlegt.
Der relevante Eintrag lautet:
DB_NAME
Der dort hinterlegte Wert sollte dem Datenbanknamen entsprechen, den du in phpMyAdmin auswählst.
Sicherheit:
wp-config.phpenthält neben dem Datenbanknamen weitere sensible Informationen. Veröffentliche ihren vollständigen Inhalt nicht.
3. Prüfen, ob die richtige Datenbank geöffnet ist #
Nachdem du die Datenbank ausgewählt hast, zeigt phpMyAdmin deren Tabellen an.
Kontrolliere noch einmal den Datenbanknamen und prüfe, ob die vorhandenen Tabellen zur erwarteten Anwendung passen.
Bei WordPress können beispielsweise Tabellen wie:
wp_posts
wp_options
wp_users
wp_postmeta
vorhanden sein.
Das Tabellenpräfix muss allerdings nicht wp_ lauten. Eine WordPress-Installation kann ein anderes Präfix verwenden.
4. Export-Funktion öffnen #
Wenn die richtige Datenbank ausgewählt ist, öffne oben in phpMyAdmin den Bereich:
Exportieren
phpMyAdmin zeigt dir anschließend die verfügbaren Exportmethoden und das Exportformat an.
5. Schnell oder Angepasst wählen #
phpMyAdmin bietet typischerweise zwei Exportmethoden:
Schnell und Angepasst.
Welche Variante sinnvoll ist, hängt davon ab, was du mit dem Export vorhast.
Schnell #
Die Methode Schnell verwendet die vorgesehenen Standardoptionen und ist für einen unkomplizierten Export einer normalen Datenbank häufig ausreichend.
Wenn du einfach eine vollständige Datenbank exportieren möchtest und keine besonderen Anforderungen hast, ist diese Methode ein guter Ausgangspunkt.
Angepasst #
Mit Angepasst erhältst du Zugriff auf zusätzliche Exportoptionen.
Du kannst damit beispielsweise genauer festlegen, welche Tabellen exportiert werden oder wie die SQL-Datei erzeugt werden soll.
Praxis-Tipp: Verwende nicht automatisch den angepassten Export, nur weil dort mehr Optionen verfügbar sind. Für eine normale Sicherung ist ein einfacher vollständiger Export oft die bessere und weniger fehleranfällige Wahl.
6. SQL als Format auswählen #
Wähle für eine normale Sicherung beziehungsweise Migration einer MySQL-kompatiblen Website-Datenbank das Format:
SQL
SQL eignet sich dafür, die Datenbankstruktur und die gespeicherten Daten später wieder in eine MySQL-kompatible Datenbank zu importieren.
Andere Exportformate können für spezielle Aufgaben nützlich sein, sind für eine klassische Datenbanksicherung jedoch normalerweise nicht die erste Wahl.
7. Export starten #
Kontrolliere noch einmal:
- richtige Datenbank
- gewünschte Exportmethode
- Format SQL
Starte anschließend den Export.
Dein Browser sollte die erzeugte Exportdatei herunterladen.
8. Download tatsächlich kontrollieren #
Gehe nicht allein davon aus, dass der Export erfolgreich war, nur weil du auf die Export-Schaltfläche geklickt hast.
Kontrolliere anschließend im Download-Ordner beziehungsweise in der Download-Anzeige deines Browsers, ob die Datei tatsächlich vorhanden ist.
Eine Datei kann beispielsweise so heißen:
kunde_wordpress.sql
Wichtig: Ein angeklickter Export ist noch keine überprüfte Sicherung. Kontrolliere, ob die Datei tatsächlich heruntergeladen wurde.
9. Dateigröße prüfen #
Kontrolliere zusätzlich die Größe der heruntergeladenen Datei.
Die Größe allein beweist zwar nicht, dass eine Sicherung vollständig und fehlerfrei ist, sie kann aber offensichtliche Probleme sichtbar machen.
Wenn du bei einer umfangreichen produktiven Datenbank beispielsweise eine unerwartet winzige Datei erhältst, solltest du den Export überprüfen, bevor du dich auf diese Sicherung verlässt.
Eine kleine SQL-Datei ist nicht automatisch fehlerhaft #
Die Größe einer Datenbank hängt stark von der Anwendung und den gespeicherten Inhalten ab.
Eine kleine Website kann eine entsprechend kleine Datenbank besitzen.
Beurteile einen Export deshalb nicht ausschließlich anhand der Dateigröße.
10. SQL-Datei sinnvoll benennen #
Für spätere Sicherungen kann es hilfreich sein, den Dateinamen um ein Datum zu ergänzen.
Beispielsweise:
kunde_wordpress_2026-08-28.sql
Dadurch kannst du mehrere Sicherungsstände leichter voneinander unterscheiden.
Verwende im Dateinamen keine Datenbankpasswörter oder andere vertrauliche Zugangsdaten.
11. SQL-Datei sicher aufbewahren #
Eine Datenbanksicherung kann vertrauliche Inhalte enthalten.
Je nach Website können darin beispielsweise:
- Benutzerinformationen
- E-Mail-Adressen
- Bestelldaten
- Website-Einstellungen
- interne Anwendungsdaten
gespeichert sein.
Behandle eine SQL-Sicherung deshalb nicht wie eine öffentlich zugängliche Datei.
Sicherheit: Lade Datenbanksicherungen nicht in ein öffentlich erreichbares Website-Verzeichnis hoch. Eine Sicherungsdatei gehört nicht ungeschützt in
public_html.
Sicherung nicht öffentlich auf dem Webspace liegen lassen #
Wenn du eine SQL-Datei für eine Migration auf den Server übertragen musst, sollte sie nicht unnötig lange in einem öffentlich erreichbaren Verzeichnis liegen bleiben.
Entferne nicht mehr benötigte temporäre Sicherungsdateien nach Abschluss der Arbeiten.
12. Angepassten Export verwenden #
Wenn du die Methode Angepasst auswählst, stellt phpMyAdmin zusätzliche Optionen bereit.
Diese Methode ist beispielsweise sinnvoll, wenn du nur bestimmte Tabellen exportieren möchtest oder besondere Anforderungen an die Exportdatei hast.
Bei einer vollständigen Website-Datenbanksicherung solltest du darauf achten, nicht versehentlich benötigte Tabellen auszuschließen.
Alle Tabellen einer Website berücksichtigen #
Eine Webanwendung kann wesentlich mehr Tabellen besitzen als die offensichtlichen Kerntabellen.
WordPress-Plugins können beispielsweise zusätzliche Tabellen anlegen.
Wenn du eine vollständige Datenbanksicherung benötigst, solltest du solche Tabellen nicht nur deshalb ausschließen, weil du ihre Namen nicht kennst.
Achtung: Ein Export nur der bekannten WordPress-Kerntabellen ist nicht automatisch eine vollständige Sicherung der gesamten WordPress-Datenbank. Plugins können eigene Tabellen verwenden.
Nur bestimmte Tabellen exportieren #
Wenn du bewusst nur einzelne Tabellen benötigst, kannst du diese beim angepassten Export auswählen.
Das kann beispielsweise für eine gezielte Analyse oder Übertragung einzelner Daten sinnvoll sein.
Ein solcher Teil-Export sollte jedoch klar von einer vollständigen Datenbanksicherung unterschieden werden.
Komprimierten Export verwenden #
Abhängig von der phpMyAdmin-Konfiguration können beim angepassten Export Komprimierungsoptionen angeboten werden.
Eine Komprimierung kann insbesondere bei größeren Datenbanken die Größe der heruntergeladenen Sicherungsdatei reduzieren.
Welche Optionen tatsächlich zur Verfügung stehen, hängt von der Server- und phpMyAdmin-Konfiguration ab.
SQL-Datei oder komprimierte Datei? #
Je nach gewählter Exportoption kann das Ergebnis beispielsweise eine normale SQL-Datei oder eine komprimierte Sicherungsdatei sein.
Beispiele:
datenbank.sql
datenbank.sql.gz
datenbank.sql.zip
Welche Variante du verwendest, hängt unter anderem von Datenbankgröße und späterem Importverfahren ab.
DROP-Anweisungen beim angepassten Export #
Bei einem angepassten SQL-Export können Optionen angeboten werden, die vor dem Erstellen von Tabellen entsprechende DROP-Anweisungen in die Exportdatei aufnehmen.
Solche Anweisungen können bei einer späteren Wiederherstellung vorhandene gleichnamige Objekte zunächst entfernen.
Achtung: Optionen mit
DROPsolltest du nicht gedankenlos aktivieren. Beim späteren Import können vorhandene Tabellen dadurch entfernt werden, bevor sie aus der Sicherung neu angelegt werden.
CREATE TABLE und INSERT verstehen #
Eine typische SQL-Sicherung kann unterschiedliche Arten von Anweisungen enthalten.
Vereinfacht:
CREATE TABLE
→ erstellt eine Tabellenstruktur
INSERT
→ fügt gespeicherte Datensätze ein
Für eine vollständige Wiederherstellung werden normalerweise sowohl die benötigte Struktur als auch die Daten benötigt.
Export nicht manuell „bereinigen“ #
Öffne eine SQL-Sicherungsdatei nicht mit einem beliebigen Texteditor und lösche darin auf Verdacht Bereiche, nur weil sie dir unbekannt erscheinen.
Dadurch kann die Sicherung unvollständig oder beim späteren Import unbrauchbar werden.
Kann ich die SQL-Datei öffnen? #
Eine unkomprimierte SQL-Datei ist grundsätzlich eine Textdatei und kann mit geeigneten Werkzeugen betrachtet werden.
Bei großen Datenbanken kann sie jedoch sehr umfangreich sein.
Zum Überprüfen einer normalen Sicherung ist es nicht erforderlich, sämtliche SQL-Anweisungen manuell durchzulesen.
Export vor einer Änderung mit phpMyAdmin #
Wenn du eine manuelle Änderung an einer produktiven Datenbank planst, empfiehlt sich folgender Ablauf:
- Öffne phpMyAdmin.
- Wähle die richtige Datenbank.
- Exportiere die Datenbank.
- Kontrolliere den erfolgreichen Download.
- Bewahre die Sicherung sicher auf.
- Führe erst danach die geplante Änderung durch.
- Teste die Website unmittelbar nach der Änderung.
Wie du mit Tabellen und Datensätzen arbeitest, erklären wir unter phpMyAdmin in cPanel verwenden.
Export für eine Website-Migration #
Bei einer manuellen Migration einer datenbankbasierten Website benötigst du normalerweise mindestens zwei Bestandteile:
Website-Dateien
+
Datenbank
=
wesentliche Bestandteile der Website
Die Website-Dateien kannst du beispielsweise über den cPanel-Dateimanager oder FTP übertragen.
Die Datenbank exportierst du über phpMyAdmin und importierst sie anschließend in die Datenbank der neuen Hosting-Umgebung.
Wie du Dateien über cPanel herunterlädst, erklären wir unter Dateien in cPanel hochladen, herunterladen und bearbeiten.
Neue Datenbank am Ziel erstellen #
Bei einer manuellen Migration muss am Ziel gegebenenfalls zunächst eine neue Datenbank eingerichtet werden.
Die Vorgehensweise findest du unter MySQL-Datenbank in cPanel erstellen.
Zusätzlich benötigt die Anwendung normalerweise einen Datenbankbenutzer mit den erforderlichen Berechtigungen.
Diesen Schritt erklären wir unter MySQL-Benutzer erstellen und einer Datenbank zuweisen.
Export anschließend importieren #
Die erzeugte SQL-Datei kannst du anschließend in eine geeignete Zieldatenbank importieren.
Die vollständige Anleitung folgt unter Datenbank mit phpMyAdmin importieren.
Achtung: Prüfe vor dem Import immer die ausgewählte Zieldatenbank. Eine SQL-Datei kann abhängig von ihrem Inhalt vorhandene Daten und Tabellen verändern.
Export ist kein automatischer Umzug #
Wenn du eine Datenbank exportierst, wird die Website dadurch nicht automatisch auf einen anderen Server übertragen.
Bei einer manuellen Migration müssen unter anderem die Website-Dateien übertragen, die Datenbank am Ziel eingerichtet beziehungsweise importiert und die Anwendung mit den neuen Datenbankzugängen verbunden werden.
WordPress nach einer Datenbankmigration #
Wenn sich Datenbankname, Datenbankbenutzer, Passwort oder Datenbankhost am neuen Standort ändern, muss die WordPress-Konfiguration entsprechend angepasst werden.
Die relevanten Werte befinden sich normalerweise in:
wp-config.php
Dazu gehören:
DB_NAME
DB_USER
DB_PASSWORD
DB_HOST
Ändere diese Werte nur entsprechend den tatsächlich eingerichteten Datenbankzugängen.
Export ist nicht dasselbe wie Backup des gesamten Hosting-Accounts #
Ein phpMyAdmin-Export umfasst nur die ausgewählte Datenbank beziehungsweise die ausgewählten Datenbankobjekte.
Er sichert nicht automatisch:
- Website-Dateien
- Bilder und Uploads im Dateisystem
- Plugins und Themes als Dateien
- E-Mail-Postfächer
- FTP-Konten
- cPanel-Einstellungen
- den gesamten Hosting-Account
Bezeichne einen einzelnen SQL-Export deshalb nicht als vollständige Sicherung des gesamten Webhostings.
WordPress-Datenbankexport sichert keine Mediendateien #
WordPress speichert Informationen über Medien in der Datenbank, die eigentlichen hochgeladenen Bild-, PDF- oder anderen Mediendateien befinden sich jedoch normalerweise im Dateisystem.
Ein reiner Datenbankexport reicht deshalb nicht aus, um eine WordPress-Website vollständig wiederherzustellen.
Export nach größeren Änderungen erneut erstellen #
Eine SQL-Sicherung ist immer nur ein Abbild des Datenbankzustands zum Zeitpunkt des Exports.
Wenn sich die Website danach weiter verändert, enthält die ältere Sicherung diese neuen Daten nicht.
Bei dynamischen Websites können beispielsweise neue Bestellungen, Benutzer, Kommentare oder Einstellungen hinzukommen.
Wichtig: Bei einer aktiven Website kann eine Datenbanksicherung schnell veralten. Für eine Migration sollte deshalb der Zeitpunkt des finalen Exports sorgfältig gewählt werden.
Besonderheit bei Onlineshops und stark dynamischen Websites #
Bei einem Onlineshop oder einer Website mit laufenden Benutzeraktivitäten können sich Daten während einer Migration weiter verändern.
Wenn nach deinem Export neue Bestellungen oder andere Datensätze entstehen, befinden sich diese nicht in der bereits exportierten SQL-Datei.
Eine Migration solcher Systeme benötigt deshalb eine abgestimmte Vorgehensweise, damit zwischen Export und Umschaltung keine relevanten Daten verloren gehen.
Exportdatei enthält sensible Daten #
Eine SQL-Sicherung kann wesentlich sensibler sein, als ihr Dateiname vermuten lässt.
Abhängig von der Anwendung kann sie personenbezogene und geschäftliche Daten enthalten.
Speichere und übertrage solche Dateien entsprechend geschützt und lösche nicht mehr benötigte temporäre Kopien.
Exportdatei nicht per öffentlichem Link versenden #
Lege eine SQL-Datei nicht in ein öffentlich zugängliches Verzeichnis und verschicke anschließend einfach deren URL.
Wenn eine Datenbanksicherung übertragen werden muss, verwende einen dafür geeigneten geschützten Übertragungsweg.
Export funktioniert nicht #
Wenn beim Export keine Datei heruntergeladen wird, prüfe zunächst:
- ob die richtige Datenbank ausgewählt wurde
- ob dein Browser einen Download blockiert oder an anderer Stelle gespeichert hat
- ob phpMyAdmin eine Fehlermeldung anzeigt
- ob die Datenbank beziehungsweise der Export ungewöhnlich groß ist
Notiere eine angezeigte Fehlermeldung vollständig, bevor du Einstellungen auf Verdacht veränderst.
Große Datenbank exportieren #
Bei sehr großen Datenbanken kann ein browserbasierter Export über phpMyAdmin je nach Umgebung an praktische oder technische Grenzen stoßen.
In solchen Fällen sollte zuerst geprüft werden, wie groß die Datenbank tatsächlich ist und an welcher Stelle der Export scheitert.
Verändere PHP-Limits nicht wahllos, ohne die konkrete Ursache zu kennen.
Export erfolgreich – ist die Sicherung damit garantiert wiederherstellbar? #
Ein erfolgreicher Download ist ein wichtiger erster Schritt, beweist aber nicht vollständig, dass sich die Sicherung später unter allen Umständen problemlos wiederherstellen lässt.
Eine belastbare Backup-Strategie berücksichtigt deshalb auch die Wiederherstellbarkeit der Sicherungen.
Praxis-Tipp: Eine Sicherung ist besonders wertvoll, wenn nicht nur ihre Existenz, sondern auch das vorgesehene Wiederherstellungsverfahren bekannt ist.
SQL-Datei nicht nach dem Export löschen #
Wenn du den Export ausdrücklich als Sicherung vor einer Änderung erstellt hast, behalte ihn mindestens so lange, bis die Änderung erfolgreich abgeschlossen und die Website überprüft wurde.
Andernfalls entfernst du möglicherweise genau die Rückfallebene, die du vor der Änderung geschaffen hast.
Mehrere Sicherungsstände auseinanderhalten #
Wenn du mehrere Exporte erstellst, verwende eindeutige Dateinamen.
Beispielsweise:
kunde_wordpress_vor-update_2026-08-28.sql
kunde_wordpress_vor-migration_2026-08-28.sql
So kannst du später besser nachvollziehen, zu welchem Zeitpunkt und Zweck eine Sicherung erstellt wurde.
Empfohlener Ablauf für einen normalen Datenbankexport #
- Melde dich bei cPanel an.
- Öffne Datenbanken → phpMyAdmin.
- Wähle links die richtige Datenbank.
- Kontrolliere Datenbankname und Tabellen.
- Öffne Exportieren.
- Wähle für einen normalen vollständigen Export Schnell.
- Wähle SQL als Format.
- Starte den Export.
- Kontrolliere, ob die Datei heruntergeladen wurde.
- Prüfe Dateiname und Plausibilität der Dateigröße.
- Bewahre die Datei sicher auf.
Empfohlener Ablauf vor einer Datenbankänderung #
- Identifiziere die richtige produktive Datenbank.
- Erstelle einen aktuellen SQL-Export.
- Kontrolliere den Download.
- Bewahre die unveränderte Exportdatei auf.
- Führe die geplante Änderung durch.
- Teste die Website unmittelbar danach.
- Behalte die Sicherung, bis du sicher bist, dass die Änderung korrekt funktioniert.
Wann solltest du den Support kontaktieren? #
Wenn ein Export nicht funktioniert oder du bei einer produktiven Datenbank nicht sicher bist, welche Datenbank beziehungsweise Tabellen gesichert werden müssen, solltest du nicht auf Verdacht Änderungen durchführen.
Für eine Analyse sind insbesondere folgende Angaben hilfreich:
- betroffene Domain beziehungsweise Anwendung
- vollständiger Datenbankname
- ungefähre Datenbankgröße, sofern bekannt
- gewählte Exportmethode
- gewähltes Exportformat
- genaue Fehlermeldung
- ob überhaupt eine Datei heruntergeladen wird
- ob der Export für eine Sicherung, Migration oder andere Aufgabe benötigt wird
Übermittle keine Datenbankpasswörter und stelle SQL-Sicherungen mit sensiblen Inhalten nicht öffentlich bereit.
Zusammenfassung #
Eine Datenbank exportierst du im CURIAWEB-cPanel über Datenbanken → phpMyAdmin. Wähle zuerst die richtige Datenbank und öffne anschließend den Bereich Exportieren.
Für einen normalen vollständigen Export ist die Methode Schnell mit dem Format SQL häufig ausreichend. Wenn du bestimmte Tabellen oder zusätzliche Exportoptionen benötigst, kannst du stattdessen Angepasst verwenden.
Kontrolliere nach dem Export, ob die Sicherungsdatei tatsächlich heruntergeladen wurde, und bewahre sie geschützt auf. SQL-Dateien können sensible Website- und Benutzerdaten enthalten und gehören nicht in öffentlich erreichbare Verzeichnisse.
Beachte außerdem, dass ein phpMyAdmin-Export ausschließlich die Datenbank sichert. Für eine vollständige manuelle Sicherung oder Migration einer datenbankbasierten Website benötigst du zusätzlich die zugehörigen Website-Dateien.
Vor manuellen Änderungen an einer produktiven Datenbank gilt deshalb: richtige Datenbank prüfen, exportieren, Download kontrollieren und erst danach Änderungen durchführen.