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Datenschutzerklärung in WordPress einrichten und richtig verlinken

Lesezeit ca.: 14 Minuten

Eine Datenschutzerklärung informiert Besucher darüber, wie personenbezogene Daten auf einer Website verarbeitet werden. WordPress stellt dafür einige praktische Funktionen bereit: Du kannst eine bestehende Seite als Datenschutzerklärungsseite festlegen oder direkt eine neue Seite dafür erstellen.

WordPress kann dir ausserdem Hinweise zu bestimmten Datenschutzthemen liefern. Eine vollständige und rechtlich passende Datenschutzerklärung erstellt das Content-Management-System jedoch nicht automatisch.

Welche Angaben tatsächlich erforderlich sind, hängt von deiner Website ab. Ein einfacher Blog verarbeitet andere Daten als ein WooCommerce-Shop mit Kundenkonten, Zahlungsdiensten, Newsletter, Kontaktformularen, Analysewerkzeugen und extern eingebundenen Inhalten.

In dieser Anleitung zeigen wir dir, wo du die Datenschutzfunktionen von WordPress findest, wie du eine Datenschutzerklärungsseite festlegst und wie du sie auf deiner Website sinnvoll verlinkst.

Wichtig: Die WordPress-Datenschutzfunktionen sind technische Hilfsmittel und keine Rechtsberatung. Eine in WordPress angelegte oder als Datenschutzerklärung festgelegte Seite ist nicht allein dadurch automatisch vollständig oder rechtlich korrekt.

Was ist eine Datenschutzerklärung? #

Eine Datenschutzerklärung beschreibt, welche personenbezogenen Daten über eine Website verarbeitet werden, weshalb dies geschieht und welche weiteren Stellen beziehungsweise Dienste daran beteiligt sein können.

Abhängig von der Website können beispielsweise Daten verarbeitet werden über:

  • Server-Logdateien
  • Kontaktformulare
  • Benutzerkonten
  • Kommentare
  • Newsletter
  • Bestellungen in einem Onlineshop
  • Zahlungsdienstleister
  • Analyse- und Statistikdienste
  • eingebundene Videos oder Karten
  • Social-Media-Funktionen
  • Cookies und ähnliche Technologien
  • Spam- und Sicherheitsdienste

Deshalb gibt es nicht die eine Datenschutzerklärung, die unverändert für jede WordPress-Website verwendet werden kann.

WordPress besitzt eigene Datenschutzfunktionen #

WordPress stellt im Adminbereich einen eigenen Datenschutzbereich zur Verfügung.

Du findest ihn normalerweise unter:

Einstellungen → Datenschutz

Dort kannst du insbesondere festlegen, welche WordPress-Seite als Datenschutzerklärung deiner Website verwendet werden soll.

Je nach WordPress-Version können dort ausserdem weitere Informationen und Hilfestellungen zum Erstellen beziehungsweise Überprüfen einer Datenschutzerklärung verfügbar sein.

Datenschutzerklärungsseite in WordPress erstellen #

Wenn noch keine Datenschutzerklärung als WordPress-Seite vorhanden ist, kannst du zunächst eine neue Seite erstellen.

Neue Datenschutzerklärungsseite anlegen #

  1. Logge dich in deinen WordPress-Adminbereich ein.
  2. Öffne Einstellungen → Datenschutz.
  3. Prüfe die dort angebotene Möglichkeit zum Erstellen einer neuen Datenschutzerklärungsseite.
  4. Erstelle die Seite.
  5. Öffne die neu angelegte Seite zur Bearbeitung.
  6. Ergänze beziehungsweise ersetze den Inhalt entsprechend der tatsächlichen Datenverarbeitung deiner Website.
  7. Veröffentliche die Seite erst, wenn der Inhalt geprüft wurde.

Alternativ kannst du auch unter Seiten → Erstellen selbst eine neue Seite anlegen. Wie WordPress-Seiten grundsätzlich erstellt werden, erklären wir unter Neue Seiten in WordPress erstellen.

Bestehende Seite als Datenschutzerklärung festlegen #

Wenn bereits eine Datenschutzerklärung vorhanden ist, musst du keine zweite Seite erstellen.

Du kannst die bestehende Seite in den WordPress-Datenschutzeinstellungen auswählen.

Bestehende Datenschutzerklärung auswählen #

  1. Öffne Einstellungen → Datenschutz.
  2. Wähle die bereits vorhandene Datenschutzerklärungsseite aus.
  3. Bestätige beziehungsweise speichere die Auswahl.
  4. Kontrolliere anschliessend, ob die richtige Seite hinterlegt ist.

Damit weiss WordPress, welche Seite auf deiner Installation als Datenschutzerklärung vorgesehen ist.

Wichtig: Das Festlegen einer Seite unter Einstellungen → Datenschutz ersetzt nicht die sichtbare Verlinkung der Datenschutzerklärung für deine Besucher.

Erstellt WordPress automatisch eine fertige Datenschutzerklärung? #

Nein.

Das ist einer der wichtigsten Punkte dieser Anleitung.

WordPress kann eine Seite anlegen und Informationen beziehungsweise Vorschläge zu verschiedenen Datenschutzthemen bereitstellen. WordPress kennt aber nicht automatisch die vollständige technische und rechtliche Situation deiner Website.

WordPress kann beispielsweise nicht zuverlässig entscheiden:

  • welche externen Dienste du tatsächlich verwendest
  • welche Daten ein bestimmtes Plugin verarbeitet
  • welche Drittanbieter Daten erhalten
  • welche Verträge mit Dienstleistern bestehen
  • welche rechtlichen Grundlagen für deine konkrete Website gelten
  • ob deine Datenschutzerklärung vollständig ist

Eine von WordPress vorbereitete Seite darf deshalb nicht mit einer individuell geprüften Datenschutzerklärung gleichgesetzt werden.

Warum Plugins für die Datenschutzerklärung wichtig sind #

Plugins erweitern WordPress um zusätzliche Funktionen und können dadurch auch zusätzliche Datenverarbeitungen verursachen.

Ein einfaches Beispiel ist ein Kontaktformular. Darüber können Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Nachricht und weitere vom Formular abgefragte Informationen verarbeitet werden.

Andere Plugins können beispielsweise:

  • Besucherstatistiken erstellen
  • Spam erkennen
  • Backups an externe Dienste übertragen
  • Newsletter-Anmeldungen verarbeiten
  • externe Schriftarten oder Skripte laden
  • Social-Media-Inhalte einbinden
  • Zahlungen abwickeln
  • Benutzeraktivitäten protokollieren

Wenn du ein neues Plugin installierst, solltest du deshalb nicht nur dessen Funktionen betrachten, sondern auch prüfen, ob sich dadurch die Datenverarbeitung deiner Website verändert.

Wie WordPress-Erweiterungen installiert werden, erklären wir in unserer Anleitung Was ist ein WordPress-Plugin und wie installiert man ein neues Plugin?.

Datenschutzinformationen von Plugins prüfen #

WordPress bietet Entwicklern Möglichkeiten, Informationen darüber bereitzustellen, welche datenschutzrelevanten Vorgänge ihr Plugin ausführt.

Solche Informationen können bei der Erstellung beziehungsweise Aktualisierung einer Datenschutzerklärung hilfreich sein.

Du solltest dich darauf allerdings nicht blind verlassen.

Prüfe bei relevanten Plugins zusätzlich die Dokumentation des jeweiligen Herstellers und insbesondere, welche Funktionen du auf deiner Website tatsächlich aktiviert hast.

Dass ein Plugin technisch eine bestimmte Funktion unterstützt, bedeutet nicht automatisch, dass deine konkrete Installation diese Funktion auch verwendet.

Welche Bereiche einer WordPress-Website solltest du prüfen? #

Bevor du eine Datenschutzerklärung erstellst oder aktualisierst, solltest du deine Website systematisch durchgehen.

Prüfe insbesondere:

  • WordPress selbst
  • aktives Theme
  • aktive Plugins
  • Kontaktformulare
  • Kommentare
  • Benutzerregistrierung
  • Newsletter
  • WooCommerce und andere Shopsysteme
  • Zahlungsanbieter
  • Versanddienstleister
  • Analyse- und Trackingdienste
  • externe Medien
  • Spam- und Sicherheitsfunktionen
  • eingebundene Karten
  • Social-Media-Inhalte
  • Cookie- beziehungsweise Consent-Lösungen

Diese Bestandsaufnahme ist wesentlich sinnvoller, als eine fremde Datenschutzerklärung zu kopieren und lediglich den Firmennamen auszutauschen.

Kontaktformulare berücksichtigen #

Kontaktformulare gehören zu den häufigsten Stellen einer Website, an denen Besucher selbst personenbezogene Daten eingeben.

Je nach Formular können beispielsweise folgende Angaben verarbeitet werden:

  • Name
  • E-Mail-Adresse
  • Telefonnummer
  • Unternehmen
  • Betreff
  • Nachricht
  • hochgeladene Dateien

Zusätzlich solltest du prüfen, ob Formulareingaben nur per E-Mail versendet oder auch innerhalb der WordPress-Datenbank gespeichert werden.

Wie du grundsätzlich ein Formular einrichtest, behandeln wir separat unter Kontaktformular in WordPress erstellen.

Kommentare berücksichtigen #

Wenn Kommentare auf deiner Website aktiviert sind, werden im Zusammenhang mit der Kommentarfunktion verschiedene Informationen verarbeitet.

Welche Daten konkret anfallen, hängt von WordPress, deinen Einstellungen und eventuell verwendeten Plugins ab.

Wenn du Kommentare nicht benötigst, kannst du die entsprechenden Funktionen einschränken beziehungsweise deaktivieren.

Die dazugehörigen Einstellungen erklären wir unter Diskussionseinstellungen in WordPress konfigurieren.

Benutzerkonten und registrierte Benutzer berücksichtigen #

Erlaubt deine Website Benutzerregistrierungen oder betreibst du beispielsweise einen Onlineshop, Mitgliederbereich oder eine Community, werden zusätzliche personenbezogene Daten verarbeitet.

WordPress speichert für Benutzerkonten verschiedene Kontoinformationen. Plugins können diese Benutzerprofile um zusätzliche Daten erweitern.

Welche Benutzer auf deiner Installation vorhanden sind und welche Rollen sie besitzen, kannst du im WordPress-Adminbereich kontrollieren.

Mehr dazu findest du unter Benutzer in WordPress verwalten: Rollen, Rechte und Benutzerkonten.

WooCommerce benötigt besondere Aufmerksamkeit #

Bei einem WooCommerce-Shop ist die Datenverarbeitung wesentlich umfangreicher als bei einer einfachen Informationswebsite.

Im Zusammenhang mit Bestellungen können beispielsweise verarbeitet werden:

  • Name
  • Rechnungsadresse
  • Lieferadresse
  • E-Mail-Adresse
  • Telefonnummer
  • Bestelldaten
  • Zahlungsinformationen beziehungsweise Zahlungsstatus
  • Kundenkonto

Zusätzlich können externe Zahlungsanbieter, Versanddienstleister, Buchhaltungssysteme oder andere Dienste beteiligt sein.

Eine Datenschutzerklärung für einen Onlineshop sollte deshalb nicht einfach von einer normalen WordPress-Unternehmenswebsite übernommen werden.

Externe Inhalte können Daten übertragen #

Eine Website kann Daten an Drittanbieter übertragen, ohne dass ein Besucher bewusst ein Formular absendet.

Das kann beispielsweise bei extern eingebundenen Ressourcen oder Diensten relevant sein.

Dazu können je nach Implementierung gehören:

  • Videos
  • Karten
  • Social-Media-Inhalte
  • externe Schriftarten
  • Analyse-Skripte
  • Werbenetzwerke
  • externe JavaScript-Dienste

Entscheidend ist nicht allein, was auf der Website sichtbar ist, sondern welche technischen Verbindungen beim Seitenaufruf tatsächlich hergestellt werden.

Cookie-Banner und Datenschutzerklärung sind nicht dasselbe #

Ein häufiger Irrtum besteht darin, einen Cookie- beziehungsweise Consent-Banner mit einer Datenschutzerklärung gleichzusetzen.

Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Die Datenschutzerklärung informiert über die Verarbeitung personenbezogener Daten. Eine Consent-Lösung kann dagegen dazu dienen, erforderliche Einwilligungen für bestimmte Technologien beziehungsweise Verarbeitungen einzuholen und zu verwalten.

Ein Cookie-Banner ersetzt deshalb keine Datenschutzerklärung.

Umgekehrt bedeutet eine vorhandene Datenschutzerklärung nicht automatisch, dass für jede auf der Website verwendete Technologie keine weitere Einwilligung erforderlich sein kann.

Nicht jedes Cookie ist automatisch ein Tracking-Cookie #

Cookies können für unterschiedliche Zwecke verwendet werden.

Einige sind technisch für bestimmte Funktionen erforderlich, andere dienen beispielsweise Einstellungen, Statistiken, Marketing oder anderen Zwecken.

Deshalb sollte bei einer Datenschutzprüfung nicht nur gefragt werden, ob Cookies vorhanden sind, sondern:

  • wer sie setzt
  • welchem Zweck sie dienen
  • welche Daten damit verbunden sind
  • wie lange sie bestehen
  • ob Drittanbieter beteiligt sind

Datenschutzerklärung sichtbar auf der Website verlinken #

Nachdem die Datenschutzerklärung erstellt und veröffentlicht wurde, müssen Besucher sie auch finden können.

Bei vielen Websites befindet sich der entsprechende Link im Footer.

Dort werden häufig Links wie folgende zusammengefasst:

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
  • Kontakt

Wie du Seiten in eine WordPress-Navigation aufnimmst, erklären wir ausführlich unter Menüs in WordPress erstellen und verwalten.

Datenschutzerklärung nicht nur im Hauptmenü verstecken #

Eine Datenschutzerklärung muss nicht zwangsläufig einen prominenten Platz in der Hauptnavigation einnehmen. Sie sollte aber für Besucher einfach erreichbar sein.

Ein dauerhaft sichtbarer Footer ist deshalb bei vielen Websites ein geeigneter Ort für den Link.

Kontrolliere insbesondere auch die mobile Darstellung. Ein Link, der auf dem Desktop vorhanden ist, aber im mobilen Footer versehentlich ausgeblendet wird, hilft Smartphone-Besuchern nicht.

Welche URL sollte die Datenschutzerklärung haben? #

Verwende eine verständliche und dauerhafte URL.

Beispielsweise:

https://deine-domain.ch/datenschutz

oder:

https://deine-domain.ch/datenschutzerklaerung

Beide Varianten sind grundsätzlich nachvollziehbar. Entscheidend ist vor allem, dass die URL dauerhaft verwendet und intern korrekt verlinkt wird.

URL einer bestehenden Datenschutzerklärung nicht unnötig ändern #

Wenn deine Datenschutzerklärung bereits veröffentlicht und verlinkt ist, solltest du ihren Slug nicht ohne Grund ändern.

Bei einer Änderung der URL müssen vorhandene interne und gegebenenfalls externe Links berücksichtigt werden.

Falls eine bestehende URL geändert werden muss, sollte die alte Adresse normalerweise sinnvoll auf die neue Adresse weitergeleitet werden.

Wie WordPress-URLs grundsätzlich aufgebaut werden, erklären wir unter Permalink-Einstellungen in WordPress konfigurieren.

Datenschutzerklärung nach Plugin-Änderungen überprüfen #

Eine Datenschutzerklärung ist kein Dokument, das du einmal erstellst und danach grundsätzlich nie wieder ansehen musst.

Wenn du neue Funktionen oder externe Dienste in deine Website integrierst, solltest du prüfen, ob sich dadurch die Datenverarbeitung verändert.

Das gilt beispielsweise nach der Einführung von:

  • einem neuen Kontaktformular
  • einem Newsletter-System
  • einem Statistikdienst
  • einem neuen Spam-Schutz
  • Social-Media-Einbindungen
  • einem Buchungssystem
  • WooCommerce
  • neuen Zahlungsdiensten
  • externen Videos oder Karten

Auch beim Entfernen eines Dienstes kann eine Anpassung sinnvoll sein, damit die Datenschutzerklärung weiterhin der tatsächlich verwendeten Website entspricht.

Plugins nicht nur deaktivieren, wenn sie endgültig nicht mehr benötigt werden #

Wenn du bei einer Datenschutzprüfung feststellst, dass ein Plugin überhaupt nicht mehr benötigt wird, solltest du prüfen, ob es vollständig entfernt werden kann.

Ein dauerhaft deaktiviertes Plugin erfüllt keine Funktion auf der Website und sollte nicht einfach unbegrenzt installiert bleiben.

Wie du dabei richtig vorgehst, erklären wir unter WordPress-Plugins deaktivieren oder löschen.

Datenschutzerklärung nach einem Website-Relaunch prüfen #

Nach einem Relaunch kann sich technisch deutlich mehr verändert haben, als auf den ersten Blick sichtbar ist.

Ein neues Theme oder ein neuer Page Builder kann beispielsweise andere externe Ressourcen verwenden. Gleichzeitig werden häufig Plugins ausgetauscht, Formulare neu erstellt oder Analysewerkzeuge verändert.

Deshalb gehört die Datenschutzprüfung auch zu den Punkten, die vor der Veröffentlichung einer grundlegend überarbeiteten Website kontrolliert werden sollten.

Datenschutzerklärung nach einem Hosting-Wechsel #

Auch Änderungen an der technischen Infrastruktur können eine Überprüfung erforderlich machen.

Wenn du den Hosting-Anbieter wechselst, können sich beispielsweise der technische Dienstleister, der Serverstandort oder weitere Rahmenbedingungen verändern.

Ob und welche Angaben dadurch in deiner Datenschutzerklärung angepasst werden müssen, hängt von der konkreten Situation und den geltenden Anforderungen ab.

WordPress-Werkzeuge für personenbezogene Daten #

WordPress stellt Administratoren zusätzlich Werkzeuge für den Umgang mit personenbezogenen Daten zur Verfügung.

Im Adminbereich findest du unter Werkzeuge Funktionen zum Exportieren und Löschen personenbezogener Daten.

Diese Funktionen sind nicht mit dem normalen Import und Export von WordPress-Inhalten zu verwechseln.

Personenbezogene Daten exportieren #

Über das entsprechende Datenschutzwerkzeug kann für eine angegebene E-Mail-Adresse eine Anfrage zum Export personenbezogener Daten bearbeitet werden.

WordPress und kompatible Plugins können dabei die von ihnen bereitgestellten personenbezogenen Daten in den Export einbeziehen.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sämtliche Informationen aller externen Systeme darin enthalten sind.

Wenn beispielsweise ein externer Newsletter-, Zahlungs- oder CRM-Dienst verwendet wird, können dort weitere Daten vorhanden sein, die WordPress selbst nicht verwaltet.

Personenbezogene Daten löschen #

WordPress stellt ebenfalls ein Werkzeug zum Bearbeiten von Löschanfragen bereit.

Auch hier gilt: Das Werkzeug kann nur Daten berücksichtigen, die WordPress beziehungsweise entsprechend integrierte Komponenten für diesen Vorgang bereitstellen.

Externe Systeme müssen gegebenenfalls separat berücksichtigt werden.

Wichtig: Die technische Möglichkeit, Daten zu löschen, bedeutet nicht, dass sämtliche Daten in jeder Situation sofort gelöscht werden dürfen oder müssen. Beispielsweise können gesetzliche Aufbewahrungspflichten bestehen. Solche rechtlichen Fragen müssen für den konkreten Anwendungsfall beurteilt werden.

Normale WordPress-Exportfunktion nicht mit Datenschutzexport verwechseln #

Unter Werkzeuge → Daten exportieren beziehungsweise den Datenschutzwerkzeugen geht es um personenbezogene Daten.

Der normale WordPress-Export unter Werkzeuge → Daten exportieren beziehungsweise Exportieren kann je nach Oberfläche ähnlich bezeichnet sein, erfüllt jedoch einen anderen Zweck: Er dient dem Export von WordPress-Inhalten wie Beiträgen, Seiten oder anderen Inhaltstypen.

Wie dieser Inhalts-Export funktioniert, erklären wir unter Inhalte aus WordPress exportieren.

Keine fremde Datenschutzerklärung einfach kopieren #

Die Datenschutzerklärung einer anderen Website ist keine Vorlage dafür, welche Daten deine eigene WordPress-Installation verarbeitet.

Zwei optisch ähnliche Websites können technisch völlig unterschiedlich aufgebaut sein.

Website A verwendet möglicherweise:

  • lokal gespeicherte Schriftarten
  • keine Statistiksoftware
  • ein einfaches Kontaktformular

Website B verwendet dagegen:

  • externe Webfonts
  • Analyse- und Marketingdienste
  • eingebettete Videos
  • Newsletter
  • Online-Buchungen

Eine unveränderte Übernahme der Datenschutzerklärung von Website A würde die technische Situation von Website B entsprechend nicht abbilden.

Datenschutzerklärung nicht blind von KI erstellen lassen #

KI-Werkzeuge können Texte formulieren und bei der Strukturierung von Informationen helfen. Sie kennen aber nicht automatisch sämtliche Datenflüsse deiner konkreten WordPress-Installation.

Wenn ein System nicht weiss, welche Plugins, externen Dienste, Verträge, Datenflüsse und Funktionen tatsächlich vorhanden sind, kann es daraus auch nicht zuverlässig eine vollständige Datenschutzerklärung ableiten.

Das gleiche Problem besteht bei allgemeinen Vorlagen und Textgeneratoren.

Der Ausgangspunkt sollte deshalb immer eine Bestandsaufnahme der tatsächlich verwendeten Website sein.

Technische Datenschutzprüfung der Website #

Bei komplexeren Websites kann zusätzlich eine technische Prüfung sinnvoll sein.

Dabei wird beispielsweise untersucht:

  • welche externen Domains kontaktiert werden
  • welche Cookies gesetzt werden
  • welche Skripte geladen werden
  • welche Formulare Daten übertragen
  • welche externen Inhalte eingebettet sind
  • welche Plugins aktiv sind

Damit lässt sich die tatsächliche technische Konfiguration mit der Datenschutzerklärung und einer eventuell eingesetzten Consent-Lösung vergleichen.

Datenschutzerklärung und Schweizer Websites #

Auch Betreiber einer Schweizer Website müssen sich mit Datenschutzanforderungen auseinandersetzen. Welche konkreten Regelungen gelten, hängt unter anderem davon ab, wer die Website betreibt, welche Personen angesprochen werden und wie beziehungsweise wo personenbezogene Daten verarbeitet werden.

Bei Websites mit Nutzern oder Kunden ausserhalb der Schweiz können zusätzlich weitere Vorschriften relevant werden.

Eine technische WordPress-Anleitung kann deshalb keine pauschale Aussage treffen, welches Datenschutzrecht in jedem individuellen Fall vollständig anzuwenden ist.

Datenschutzerklärung und DSGVO #

Die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union kann auch für Unternehmen ausserhalb der EU relevant sein, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Allein die Tatsache, dass eine Website mit WordPress betrieben wird, sagt darüber allerdings nichts aus.

Entscheidend sind die konkrete Tätigkeit, Zielgruppe und Datenverarbeitung.

Wenn du unsicher bist, welche rechtlichen Anforderungen für dein Unternehmen gelten, solltest du eine entsprechend qualifizierte Fachperson hinzuziehen.

Typische Fehler bei der WordPress-Datenschutzerklärung #

  • die von WordPress vorbereitete Seite ungeprüft veröffentlichen
  • eine Datenschutzerklärung einer fremden Website kopieren
  • neue Plugins und Dienste nicht berücksichtigen
  • Kontaktformulare vergessen
  • externe Inhalte nicht prüfen
  • WooCommerce und Zahlungsanbieter nicht berücksichtigen
  • Cookie-Banner und Datenschutzerklärung gleichsetzen
  • die Datenschutzerklärung erstellen, aber nirgends sichtbar verlinken
  • nach einem Relaunch die alte Erklärung unverändert übernehmen
  • davon ausgehen, dass ein Generator automatisch alle Datenflüsse kennt
  • nur WordPress betrachten und externe Systeme vergessen

Merke: WordPress hilft dir bei der technischen Verwaltung einer Datenschutzerklärungsseite. Ob deren Inhalt deine tatsächliche Datenverarbeitung vollständig und rechtlich korrekt beschreibt, kann WordPress nicht automatisch beurteilen.

Wann solltest du fachliche Hilfe hinzuziehen? #

Je komplexer die Datenverarbeitung einer Website wird, desto schwieriger ist es, sämtliche Anforderungen allein anhand allgemeiner Vorlagen korrekt abzubilden.

Fachliche Unterstützung kann insbesondere sinnvoll sein bei:

  • Onlineshops
  • umfangreichem Tracking oder Online-Marketing
  • internationalen Zielgruppen
  • sensiblen personenbezogenen Daten
  • Mitglieder- oder Kundenportalen
  • zahlreichen externen Dienstleistern
  • komplexen Datenübermittlungen

Bei rechtlichen Fragen solltest du dich an eine dafür qualifizierte Fachperson wenden.

Wann solltest du den CURIAWEB-Support kontaktieren? #

Als CURIAWEB-Kunde kannst du unseren Support kontaktieren, wenn du ein technisches Problem mit WordPress hast, beispielsweise wenn du die Datenschutzseite nicht auswählen kannst oder eine bestimmte WordPress-Funktion nicht findest.

Teile uns dabei möglichst mit:

  • die betroffene Domain
  • welche WordPress-Funktion betroffen ist
  • welches Theme beziehungsweise Plugin beteiligt ist
  • welche Fehlermeldung angezeigt wird

Bitte beachte, dass unser technischer WordPress-Support keine individuelle Rechtsberatung und keine rechtliche Prüfung deiner Datenschutzerklärung ersetzt.

Zusammenfassung #

WordPress stellt unter Einstellungen → Datenschutz Funktionen bereit, mit denen du eine Seite für deine Datenschutzerklärung erstellen beziehungsweise eine bestehende Seite dafür festlegen kannst. Zusätzlich besitzt WordPress Werkzeuge für Anfragen zum Export und Löschen personenbezogener Daten.

Eine automatisch angelegte WordPress-Seite ist jedoch noch keine Garantie für eine vollständige Datenschutzerklärung. Entscheidend ist, welche Daten deine konkrete Website tatsächlich verarbeitet. Dabei müssen insbesondere Plugins, Formulare, Kommentare, Benutzerkonten, Shops, externe Dienste und eingebundene Inhalte berücksichtigt werden.

Verlinke die fertige Datenschutzerklärung gut erreichbar auf deiner Website, beispielsweise im Footer, und überprüfe sie erneut, wenn sich Plugins, Dienste oder andere relevante Bestandteile deiner Website ändern. Wie du den entsprechenden Link in deine Navigation einfügst, erklären wir unter Menüs in WordPress erstellen und verwalten.

Letzte Aktualisierung August 27, 2026
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