Logo von CURIAWEB, Anbieter für Webhosting, Domains und WordPress Hosting

WordPress-Plugins: Was sie sind und wie du Plugins installierst

Lesezeit ca.: 9 Minuten

WordPress-Plugins erweitern deine Website um zusätzliche Funktionen, ohne dass du diese selbst programmieren musst. Mit Plugins kannst du beispielsweise Kontaktformulare erstellen, Backups automatisieren, die Sicherheit verbessern, einen Online-Shop einrichten, die Suchmaschinenoptimierung unterstützen oder die Performance deiner Website optimieren.

Die Installation eines Plugins ist in WordPress meistens mit wenigen Klicks erledigt. Trotzdem solltest du nicht jedes Plugin installieren, das interessant klingt. Jedes zusätzliche Plugin fügt deiner Website Programmcode hinzu und kann Auswirkungen auf Sicherheit, Geschwindigkeit und Kompatibilität haben. In dieser Anleitung erfährst du deshalb nicht nur, wie du ein WordPress-Plugin installierst, sondern auch, wie du geeignete Plugins auswählst und typische Fehler vermeidest.

Kurz erklärt: WordPress stellt die grundlegenden Funktionen deiner Website bereit. Plugins ergänzen WordPress um zusätzliche Funktionen. Du installierst also nur die Erweiterungen, die deine Website tatsächlich benötigt.

Was ist ein WordPress-Plugin? #

Ein Plugin ist eine Software-Erweiterung für WordPress. Es nutzt die von WordPress bereitgestellten Schnittstellen und erweitert das Content-Management-System um zusätzliche Funktionen.

WordPress selbst enthält bereits alles, was für die grundlegende Verwaltung einer Website benötigt wird. Du kannst beispielsweise Seiten und Beiträge erstellen, Bilder verwalten, Benutzer anlegen und das grundlegende Erscheinungsbild über ein Theme steuern.

Benötigst du darüber hinaus weitere Funktionen, kommen Plugins ins Spiel. Typische Beispiele sind:

  • Kontaktformulare,
  • Spam-Schutz,
  • SEO-Funktionen,
  • Backups,
  • Sicherheitsfunktionen,
  • Caching und Performance-Optimierung,
  • Newsletter-Anbindungen,
  • Mehrsprachigkeit,
  • Cookie- und Datenschutzfunktionen,
  • Online-Shops mit WooCommerce,
  • Termin- oder Buchungssysteme,
  • und viele weitere Erweiterungen.

Plugins können sehr klein sein und nur eine einzelne Funktion ergänzen. Andere Erweiterungen wie WooCommerce verändern WordPress dagegen erheblich und ergänzen das System beispielsweise um eine vollständige E-Commerce-Plattform.

Woher bekommt man WordPress-Plugins? #

Die wichtigste Quelle für kostenlose Plugins ist das offizielle WordPress Plugin Directory. Du kannst diese Plugins direkt aus deinem WordPress-Adminbereich suchen und installieren.

Daneben gibt es kommerzielle Premium-Plugins, die direkt von ihren Entwicklern oder über spezialisierte Anbieter verkauft werden. Solche Plugins werden häufig als ZIP-Datei bereitgestellt und anschliessend manuell über WordPress hochgeladen.

Wichtig: Lade WordPress-Plugins nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunter. Verwende keine manipulierten oder illegal angebotenen Kopien kostenpflichtiger Premium-Plugins. Solche sogenannten „nulled“ Plugins können veränderten Programmcode, Schadsoftware oder versteckte Zugänge enthalten und stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Kostenloses Plugin oder Premium-Plugin? #

Ein kostenpflichtiges Plugin ist nicht automatisch besser als ein kostenloses. Im offiziellen WordPress-Verzeichnis befinden sich zahlreiche etablierte Plugins, die für viele Websites vollkommen ausreichend sind.

Premium-Plugins bieten häufig zusätzliche Funktionen, professionellen Support oder erweiterte Integrationen. Ob du eine kostenpflichtige Erweiterung benötigst, hängt deshalb von den Anforderungen deiner Website ab.

Entscheidend ist weniger der Preis als die Qualität und Pflege des Plugins.

Woran erkenne ich ein gutes WordPress-Plugin? #

Bevor du ein Plugin installierst, solltest du dir einige Informationen ansehen. Gerade bei mehreren Erweiterungen mit ähnlicher Funktion lohnt sich ein kurzer Vergleich.

Achte unter anderem auf folgende Punkte:

  • Aktualität: Wird das Plugin weiterhin gepflegt und regelmässig aktualisiert?
  • Kompatibilität: Ist es mit deiner aktuellen WordPress-Version kompatibel?
  • Installationen: Wird das Plugin bereits von einer relevanten Anzahl Websites verwendet?
  • Bewertungen: Welche Erfahrungen berichten andere WordPress-Nutzer?
  • Support: Reagiert der Entwickler auf Probleme und Support-Anfragen?
  • Dokumentation: Gibt es nachvollziehbare Anleitungen zur Einrichtung?
  • Entwickler: Wer steht hinter dem Plugin und wird es aktiv weiterentwickelt?

Eine hohe Anzahl aktiver Installationen allein ist kein Qualitätsbeweis. Umgekehrt muss ein neues oder spezialisiertes Plugin mit wenigen Installationen nicht schlecht sein. Entscheidend ist das Gesamtbild.

Empfehlung: Prüfe vor der Installation zumindest das Datum der letzten Aktualisierung, die Kompatibilität mit deiner WordPress-Version, Bewertungen und Support-Aktivität.

Wie viele WordPress-Plugins sollte man installieren? #

Es gibt keine feste Zahl, ab der eine WordPress-Website „zu viele“ Plugins besitzt. Zehn schlecht programmierte Erweiterungen können problematischer sein als 30 gut entwickelte Plugins.

Trotzdem gilt: Installiere nur Plugins, die du tatsächlich benötigst. Jede zusätzliche Erweiterung vergrössert den Programmumfang deiner Website und muss aktualisiert, überwacht und bei Problemen berücksichtigt werden.

Mehrere Plugins mit derselben Aufgabe solltest du möglichst vermeiden. Zwei Caching-Plugins, mehrere Security-Lösungen oder verschiedene Plugins, die gleichzeitig dieselben Optimierungen durchführen, können sich gegenseitig behindern.

WordPress-Plugin direkt über das Dashboard installieren #

Die einfachste Installationsmethode ist die integrierte Plugin-Suche von WordPress. Damit kannst du Plugins aus dem offiziellen WordPress Plugin Directory direkt installieren.

  1. Melde dich im WordPress-Adminbereich an.
  2. Öffne in der linken Navigation „Plugins“.
  3. Klicke auf „Plugin hinzufügen“ beziehungsweise „Neues Plugin hinzufügen“.
  4. Gib den Namen oder einen passenden Suchbegriff in das Suchfeld ein.
  5. Prüfe, ob du das richtige Plugin gefunden hast.
  6. Klicke beim gewünschten Plugin auf „Jetzt installieren“.
  7. Warte, bis WordPress die Installation abgeschlossen hat.
  8. Klicke anschliessend auf „Aktivieren“.

Nach der Aktivierung ist das Plugin grundsätzlich einsatzbereit. Je nach Erweiterung musst du es anschliessend noch konfigurieren.

Falls du nicht weisst, wie du dich bei WordPress anmeldest, findest du den Ablauf in unserem Artikel Auf den WordPress-Adminbereich zugreifen, den wir in dieser Knowledgebase ebenfalls behandeln.

Was ist der Unterschied zwischen Installieren und Aktivieren? #

Diese beiden Begriffe werden von WordPress-Anfängern häufig verwechselt.

Wenn du ein Plugin installierst, werden seine Dateien auf deinem Hosting gespeichert. Das bedeutet aber noch nicht zwangsläufig, dass seine Funktionen auf der Website verwendet werden.

Erst durch Aktivieren wird das installierte Plugin in WordPress eingeschaltet.

Installiert: Das Plugin befindet sich auf deinem Webhosting.
Aktiviert: WordPress lädt das Plugin und dessen Funktionen werden verwendet.

Ein Plugin kann deshalb installiert, aber deaktiviert sein.

Premium-Plugin als ZIP-Datei installieren #

Plugins, die du ausserhalb des offiziellen WordPress-Verzeichnisses erhältst, werden häufig als ZIP-Datei bereitgestellt. Das ist beispielsweise bei vielen kommerziellen Premium-Plugins der Fall.

Auch solche Plugins kannst du direkt über den WordPress-Adminbereich installieren.

  1. Lade die Installationsdatei des Plugins vom Anbieter herunter.
  2. Melde dich im WordPress-Adminbereich an.
  3. Öffne „Plugins“ > „Plugin hinzufügen“.
  4. Klicke oben auf „Plugin hochladen“.
  5. Wähle die ZIP-Datei auf deinem Computer aus.
  6. Klicke auf „Jetzt installieren“.
  7. Warte, bis WordPress die Installation abgeschlossen hat.
  8. Klicke anschliessend auf „Plugin aktivieren“.

ZIP-Datei nicht vorher entpacken: Wenn der Anbieter dir eine installationsfertige Plugin-ZIP-Datei bereitstellt, lädst du diese normalerweise direkt über „Plugin hochladen“ in WordPress hoch.

Fehler „Das Paket konnte nicht installiert werden“ #

Bei kommerziellen Plugins erhältst du vom Anbieter manchmal ein Download-Paket, das neben dem eigentlichen Plugin weitere Dateien wie Dokumentationen, Lizenzinformationen oder zusätzliche Erweiterungen enthält.

Wenn WordPress beim Upload meldet, dass kein gültiges Plugin gefunden wurde oder das Paket nicht installiert werden konnte, prüfe deshalb, ob du tatsächlich die installierbare Plugin-ZIP-Datei ausgewählt hast.

Gegebenenfalls musst du das ursprünglich heruntergeladene Gesamtarchiv zuerst auf deinem Computer entpacken. Darin befindet sich dann eine weitere ZIP-Datei, die für die Installation über WordPress vorgesehen ist.

Was passiert nach der Aktivierung? #

Das hängt vom jeweiligen Plugin ab. Manche Erweiterungen funktionieren unmittelbar nach der Aktivierung. Andere benötigen zunächst eine Konfiguration.

Ein Plugin kann beispielsweise:

  • einen neuen Menüpunkt im WordPress-Dashboard hinzufügen,
  • einen Unterpunkt unter „Einstellungen“ anlegen,
  • einen Einrichtungsassistenten starten,
  • zusätzliche Blöcke für den WordPress-Editor bereitstellen,
  • neue Funktionen in bestehenden Bereichen ergänzen,
  • oder eine Verbindung zu einem externen Dienst verlangen.

Nach der Installation solltest du deshalb die Dokumentation des Plugins lesen und nur die Funktionen aktivieren, die du tatsächlich benötigst.

WordPress-Plugins regelmässig aktualisieren #

Die Installation eines Plugins ist nicht der letzte Schritt. Plugins werden von ihren Entwicklern laufend weiterentwickelt. Updates können Fehler beheben, neue Funktionen hinzufügen, die Kompatibilität mit WordPress verbessern oder Sicherheitslücken schliessen.

Veraltete Plugins gehören zu den vermeidbaren Sicherheitsrisiken einer WordPress-Website. Deshalb solltest du verfügbare Updates nicht dauerhaft ignorieren.

Sicherheit: Ein installiertes Plugin bleibt Bestandteil deiner WordPress-Installation, auch wenn du dich monatelang nicht mehr damit beschäftigst. Halte verwendete Plugins deshalb aktuell und entferne Erweiterungen, die du dauerhaft nicht mehr benötigst.

Sollte ich automatische Plugin-Updates aktivieren? #

WordPress kann Updates für einzelne Plugins automatisch installieren. Ob das sinnvoll ist, hängt von der Website und dem jeweiligen Plugin ab.

Bei einer einfachen Website können automatische Updates für viele Erweiterungen praktisch sein. Bei geschäftskritischen Websites, komplexen Installationen oder WooCommerce-Shops solltest du grössere Updates dagegen kontrollierter durchführen und die Website anschliessend testen.

Für umfangreiche oder risikoreiche Änderungen kannst du vorher eine Staging-Umgebung erstellen. Wie das funktioniert, erklären wir in unserer Anleitung WordPress Staging erstellen: Änderungen sicher mit Softaculous testen.

Vor wichtigen Plugin-Updates ein Backup erstellen #

Vor grösseren Updates oder Änderungen an wichtigen Plugins ist ein aktuelles Backup sinnvoll. Falls nach einem Update unerwartete Probleme auftreten, hast du damit eine Möglichkeit, den vorherigen Zustand wiederherzustellen.

Besonders vorsichtig solltest du bei Erweiterungen sein, die tief in die Funktionsweise deiner Website eingreifen. Dazu gehören beispielsweise WooCommerce, Security-Plugins, Caching- und Performance-Lösungen, Page Builder sowie Plugins, die Datenbankstrukturen oder Benutzerinformationen verwalten.

Was tun, wenn ein Plugin nach der Installation Probleme verursacht? #

Typische Anzeichen eines Plugin-Konflikts sind Fehlermeldungen, eine fehlerhafte Darstellung, nicht mehr funktionierende Funktionen oder Probleme im WordPress-Adminbereich.

Wenn das Problem unmittelbar nach Aktivierung eines neuen Plugins auftritt, solltest du das betreffende Plugin zunächst wieder deaktivieren und prüfen, ob die Website danach wieder normal funktioniert.

Ein Fehler bedeutet nicht automatisch, dass das Plugin grundsätzlich schlecht ist. Es kann beispielsweise ein Konflikt mit einem anderen Plugin, dem verwendeten Theme, der PHP-Version oder einer bestimmten Konfiguration bestehen.

Fehlersuche: Tritt ein Problem direkt nach Installation oder Aktualisierung eines Plugins auf, ist diese Änderung ein naheliegender Ausgangspunkt für die Fehlersuche. Ändere nicht gleichzeitig mehrere weitere Dinge, bevor du die Ursache eingegrenzt hast.

Was tun, wenn WordPress nach einer Plugin-Aktivierung nicht mehr erreichbar ist? #

In seltenen Fällen kann ein fehlerhaftes oder inkompatibles Plugin dazu führen, dass du den WordPress-Adminbereich nicht mehr normal öffnen kannst. Dann lässt sich das Plugin nicht mehr über die übliche Plugin-Verwaltung deaktivieren.

In solchen Situationen kann das Plugin beispielsweise über den Dateimanager in cPanel beziehungsweise per FTP deaktiviert werden, indem der betreffende Plugin-Ordner vorübergehend umbenannt wird.

Die installierten Plugins befinden sich normalerweise unter:

wp-content/plugins/

Wenn du bei einem solchen Fehler nicht sicher bist, solltest du nicht wahllos Dateien löschen. Wende dich im Zweifel an den CURIAWEB Support, bevor du weitere Änderungen an einer produktiven Website vornimmst.

Deaktivieren ist nicht dasselbe wie Löschen #

Ein deaktiviertes Plugin wird von WordPress nicht mehr regulär ausgeführt, seine Dateien befinden sich aber weiterhin auf deinem Hosting. Viele Plugins behalten ausserdem ihre Einstellungen und Daten in der WordPress-Datenbank, damit diese bei einer späteren Reaktivierung wieder zur Verfügung stehen.

Wenn du sicher bist, dass du ein Plugin dauerhaft nicht mehr benötigst, kannst du es nach der Deaktivierung löschen.

Wie du dabei richtig vorgehst und was vor dem Löschen zu beachten ist, erklären wir im Artikel WordPress-Plugins deaktivieren und löschen, den wir ebenfalls in dieser Knowledgebase behandeln.

Nicht benötigte Plugins nicht einfach installiert lassen #

Manchmal sammeln sich im Laufe der Zeit zahlreiche deaktivierte Plugins in einer WordPress-Installation an. Das ist keine sinnvolle Form der Archivierung.

Wenn du ein Plugin dauerhaft nicht mehr benötigst, solltest du prüfen, ob es gelöscht werden kann. Auch deaktivierte Software kann Dateien enthalten, die irgendwann veraltet sind und weiterhin gepflegt werden müssten.

Behalte deshalb nur Erweiterungen, für die es einen nachvollziehbaren Grund gibt.

Plugins sind nicht dasselbe wie Themes #

Ein Theme bestimmt primär das Erscheinungsbild und die grundlegende Darstellung deiner WordPress-Website. Ein Plugin ergänzt dagegen hauptsächlich Funktionen.

Die Grenzen können sich teilweise überschneiden, weil Themes zusätzliche Funktionen und Plugins auch sichtbare Designelemente mitbringen können. Trotzdem ist diese Trennung für das Verständnis von WordPress wichtig.

Wie Themes funktionieren und wie du ein neues Theme installierst, erklären wir in unserer Anleitung WordPress-Theme installieren und aktivieren.

Plugins bei einer geklonten oder Staging-Website #

Wenn du eine WordPress-Website mit Softaculous klonst oder eine Staging-Version erstellst, werden installierte Plugins normalerweise zusammen mit der Website kopiert.

Das ist praktisch für Tests: Du kannst ein bestehendes Plugin aktualisieren oder eine neue Erweiterung zunächst auf einer Kopie ausprobieren.

Wie du eine eigenständige Kopie erstellst, erfährst du in unserer Anleitung WordPress klonen: Website mit Softaculous kopieren.

Zusammenfassung #

WordPress-Plugins erweitern deine Website um Funktionen, die im WordPress-Kern nicht oder nicht in dieser Form enthalten sind. Kostenlose Plugins aus dem offiziellen WordPress-Verzeichnis kannst du direkt über „Plugins“ > „Plugin hinzufügen“ suchen, installieren und aktivieren. Premium-Plugins werden häufig als ZIP-Datei über die Funktion „Plugin hochladen“ installiert.

Installiere nur Plugins aus vertrauenswürdigen Quellen und prüfe vor der Installation Aktualität, Kompatibilität, Bewertungen und Wartungsstatus. Halte verwendete Erweiterungen aktuell und entferne Plugins, die du dauerhaft nicht mehr benötigst.

Bei umfangreichen Updates oder technisch wichtigen Plugins empfiehlt es sich, vorher ein Backup zu kontrollieren oder die Änderung auf einer Staging-Website zu testen. So lässt sich WordPress flexibel erweitern, ohne Sicherheit und Stabilität unnötig zu gefährden.

Letzte Aktualisierung August 27, 2026
War dieser Artikel hilfreich?