Wenn du eine Domain von CURIAWEB zu einem anderen Anbieter transferieren möchtest, benötigst du je nach Domainendung einen sogenannten Transfer-Code. Dieser wird auch als Auth-Code, EPP-Code oder Autorisierungscode bezeichnet.
Der Transfer-Code dient als Sicherheitsmerkmal für den Domaintransfer. Der neue Registrar benötigt ihn, um den Umzug der Domain zu autorisieren und einzuleiten. Da dieser Code die Übertragung deiner Domain ermöglicht, solltest du ihn vertraulich behandeln und nur an den Anbieter weitergeben, zu dem du die Domain tatsächlich transferieren möchtest.
Wofür wird ein Transfer-Code benötigt? #
Bei einem Provider- oder Registrarwechsel muss sichergestellt werden, dass eine Domain nicht ohne Berechtigung zu einem anderen Anbieter übertragen werden kann. Der Transfer-Code dient dabei als eine Form der Autorisierung.
Vereinfacht kannst du ihn dir wie ein einmaliges Zugangselement für den Domainumzug vorstellen. Der genaue Ablauf eines Transfers und die dafür notwendigen Voraussetzungen können sich je nach Domainendung unterscheiden.
Wichtig: Behandle deinen Transfer-Code wie vertrauliche Zugangsdaten. Gib ihn ausschliesslich an den neuen Registrar oder Anbieter weiter, wenn du den Domaintransfer tatsächlich durchführen möchtest.
So forderst du deinen Transfer-Code bei CURIAWEB an #
Den Transfer-Code für deine Domain kannst du über ein Support-Ticket im CURIAWEB Kundencenter anfordern.
- Melde dich im CURIAWEB Kundencenter an.
- Erstelle ein neues Support-Ticket.
- Nenne im Ticket die vollständige Domain, für die du den Transfer-Code benötigst, beispielsweise deine-domain.ch.
- Sende die Anfrage an den CURIAWEB Support.
- Wir prüfen die Anfrage und stellen dir den benötigten Transfer-Code zur Verfügung.
Gib die betreffende Domain immer vollständig an. Das erleichtert die eindeutige Zuordnung und verhindert Rückfragen, insbesondere wenn du mehrere Domains bei CURIAWEB verwaltest.
Warum wird der Transfer-Code nicht einfach öffentlich angezeigt? #
Ein Transfer-Code ist eine sicherheitsrelevante Information. Wer über einen gültigen Code verfügt, kann damit unter den jeweiligen Voraussetzungen einen Domaintransfer bei einem anderen Registrar einleiten.
Domains sind häufig ein zentraler Bestandteil der digitalen Infrastruktur eines Unternehmens, Vereins oder privaten Projekts. Über die Domain können Websites, E-Mail-Adressen, Onlineshops, Kundenportale und weitere Dienste erreichbar sein.
Ein unberechtigter Domaintransfer kann deshalb erhebliche Auswirkungen haben. Der Transfer-Code sollte entsprechend geschützt und nicht unnötig gespeichert, weitergeleitet oder an Dritte übermittelt werden.
Prüfe vor dem Transfer deine Domain-Kontaktdaten #
Vor einem geplanten Domaintransfer solltest du kontrollieren, ob die bei deiner Domain hinterlegten Kontaktdaten aktuell sind und du insbesondere Zugriff auf die verwendete E-Mail-Adresse hast.
Abhängig von der Domainendung und dem beteiligten Registrar können während eines Transfers zusätzliche Bestätigungen oder Benachrichtigungen erforderlich sein. Eine nicht mehr erreichbare E-Mail-Adresse kann den Ablauf deshalb unnötig erschweren oder verzögern.
Registrar Lock oder Transfer Lock beachten #
Bei bestimmten Domains kann ein sogenannter Registrar Lock oder Transfer Lock aktiv sein. Diese Sperre verhindert, dass die Domain ohne vorherige Freigabe zu einem anderen Registrar übertragen wird.
Ob ein solcher Transfer Lock vorhanden ist und welche Voraussetzungen für dessen Aufhebung gelten, hängt unter anderem von der jeweiligen Domainendung und dem Registrar ab.
Sicherheitshinweis: Ein vorhandener Transfer Lock sollte nur aufgehoben werden, wenn du tatsächlich einen Domaintransfer durchführen möchtest. Solange kein Transfer geplant ist, kann die Sperre einen zusätzlichen Schutz vor ungewollten Übertragungen bieten.
Was passiert mit Website und E-Mail beim Domaintransfer? #
Der Transfer-Code selbst verändert weder deine Website noch deine DNS-Einstellungen oder E-Mail-Konten. Er dient zunächst nur dazu, den Transfer der Domain zu autorisieren.
Trotzdem solltest du einen Domaintransfer technisch vorbereiten. Entscheidend ist insbesondere, welche Nameserver und DNS-Einstellungen nach dem Transfer verwendet werden.
Prüfe vor dem Umzug insbesondere, ob weiterhin alle benötigten DNS-Einträge vorhanden sein werden. Dazu können beispielsweise gehören:
- A- und AAAA-Records für die Erreichbarkeit deiner Website
- MX-Records für den E-Mail-Empfang
- SPF-Einträge für den autorisierten E-Mail-Versand
- DKIM-Einträge für die Authentifizierung von E-Mails
- DMARC-Einträge für den Umgang mit nicht korrekt authentifizierten Nachrichten
- CNAME- und TXT-Records für weitere Dienste und Verifizierungen
- Einträge für verwendete Subdomains
Verwendest du externe Dienste wie Microsoft 365, Google Workspace oder einen anderen Mailanbieter, solltest du besonders darauf achten, dass die dafür erforderlichen DNS-Einträge nach dem Transfer weiterhin korrekt vorhanden sind.
Domaintransfer und Nameserver sind nicht dasselbe #
Ein häufiger Irrtum besteht darin, einen Domaintransfer mit einer Änderung der Nameserver gleichzusetzen. Dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Vorgänge.
Beim Domaintransfer wird die Verwaltung der Domain zu einem anderen Registrar übertragen. Die Nameserver bestimmen dagegen, welche DNS-Infrastruktur für die Domain zuständig ist.
Je nach Transfer und Konfiguration können bestehende Nameserver weiterverwendet oder geändert werden. Kläre deshalb vor dem Transfer mit dem neuen Anbieter, wie die DNS-Verwaltung nach dem Umzug erfolgen soll.
So gehst du sicher mit deinem Auth-Code um #
Gib den Transfer-Code nur dort ein, wo du den Transfer deiner Domain tatsächlich beauftragt hast. Veröffentliche ihn nicht auf einer Website, in einem Forum oder an einer anderen öffentlich zugänglichen Stelle.
Leite eine Nachricht mit dem Transfer-Code auch nicht unnötig an weitere Personen weiter. Wenn ein Webdesigner oder eine Agentur den Domaintransfer für dich durchführt, sollte der Code nur der dafür zuständigen Person zur Verfügung gestellt werden.
Wenn du eine Transfer-Anfrage nicht selbst veranlasst hast oder dir eine Anfrage verdächtig vorkommt, gib keinen Transfer-Code weiter und kläre den Vorgang zuerst mit dem CURIAWEB Support.
Bereite den Domaintransfer vor dem Start vollständig vor #
Fordere den Transfer-Code am besten erst an, wenn feststeht, wohin die Domain übertragen werden soll und die notwendigen Vorbereitungen beim neuen Anbieter getroffen wurden.
Prüfe insbesondere die zukünftige DNS-Konfiguration und die für Website und E-Mail benötigten Einträge. So reduzierst du das Risiko, dass nach dem Domaintransfer zwar die Domain erfolgreich übertragen wurde, einzelne damit verbundene Dienste aber nicht mehr wie erwartet funktionieren.