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Medieneinstellungen in WordPress richtig konfigurieren

Lesezeit ca.: 14 Minuten

Über die Medieneinstellungen in WordPress legst du fest, welche Standardgrössen WordPress für hochgeladene Bilder verwendet. WordPress kann beim Upload eines Bildes automatisch mehrere kleinere Varianten erzeugen. Diese Bildgrössen werden anschliessend von Themes, Beiträgen und anderen Bereichen deiner Website verwendet.

Die Einstellungen wirken auf den ersten Blick unspektakulär, haben aber Auswirkungen auf die Medienverwaltung und die Anzahl der Dateien auf deinem Webhosting. Deshalb solltest du verstehen, was WordPress beim Hochladen eines Bildes tatsächlich macht, bevor du die voreingestellten Werte veränderst.

Empfehlung: Ändere die WordPress-Bildgrössen nicht einfach auf Verdacht. Die Standardwerte sind für viele Websites ein brauchbarer Ausgangspunkt. Zusätzliche Bildgrössen können ausserdem durch dein Theme oder Plugins erzeugt werden und werden nicht ausschliesslich über die Medieneinstellungen gesteuert.

Wo findest du die Medieneinstellungen? #

Melde dich zunächst im WordPress-Adminbereich an. Diesen erreichst du normalerweise unter:

deine-domain.ch/wp-admin/

Öffne anschliessend im linken Menü:

Einstellungen > Medien

Hier findest du die Einstellungen für die Standard-Bildgrössen von WordPress sowie eine Option zur Organisation hochgeladener Dateien.

Wenn du deine WordPress-Website gerade neu konfigurierst, solltest du zuvor auch die allgemeinen WordPress-Einstellungen, die Schreibeinstellungen, die Leseeinstellungen und die Diskussionseinstellungen kontrollieren.

Was passiert, wenn du ein Bild in WordPress hochlädst? #

Wenn du ein Bild in die WordPress-Mediathek hochlädst, speichert WordPress nicht zwingend nur diese eine Datei. Abhängig von der Bildgrösse und deiner Konfiguration können automatisch mehrere zusätzliche Bildvarianten erzeugt werden.

Lädst du beispielsweise ein grosses Foto hoch, kann WordPress daraus kleinere Versionen für unterschiedliche Einsatzzwecke erstellen. Das Original beziehungsweise die von WordPress als Ausgangsbild verwendete Datei bleibt erhalten, während zusätzliche Dateien mit anderen Abmessungen im Upload-Verzeichnis gespeichert werden.

Das ist grundsätzlich sinnvoll. Eine Website muss nicht überall ein grosses Bild mit mehreren Tausend Pixeln Breite laden, wenn an einer bestimmten Stelle nur eine kleine Darstellung benötigt wird.

WordPress, dein Theme und verschiedene Plugins können dadurch je nach Situation eine passend dimensionierte Bilddatei verwenden.

Warum erstellt WordPress mehrere Versionen eines Bildes? #

Unterschiedliche Bereiche einer Website benötigen unterschiedliche Bildgrössen. Ein kleines Vorschaubild in einer Beitragsübersicht benötigt beispielsweise wesentlich weniger Abmessungen als ein grosses Beitragsbild.

Würde WordPress für jede Darstellung immer das grösste vorhandene Bild verwenden, müssten Besucher unnötig grosse Dateien herunterladen. Das könnte Ladezeit und übertragenes Datenvolumen erhöhen.

Mehrere Bildgrössen ermöglichen es WordPress dagegen, für verschiedene Darstellungen geeignete Dateien bereitzustellen.

Wichtig: Mehr Bildgrössen bedeuten nicht automatisch eine langsamere Website. Entscheidend ist, welche Bilddatei im Frontend tatsächlich geladen wird. Zusätzliche Varianten benötigen allerdings Speicherplatz auf deinem Hosting.

Die drei Standard-Bildgrössen von WordPress #

Unter Einstellungen > Medien findest du standardmässig Einstellungen für drei klassische WordPress-Bildgrössen:

  • Vorschaubilder
  • Mittlere Bildgrösse
  • Grosse Bildgrösse

Für jede dieser Varianten kannst du bestimmte Abmessungen festlegen. Wie WordPress mit diesen Werten umgeht, unterscheidet sich teilweise zwischen den einzelnen Grössen.

Vorschaubilder konfigurieren #

Die Einstellung Vorschaubild beziehungsweise Thumbnail definiert eine kleine Bildvariante, die beispielsweise für Übersichten oder andere kompakte Darstellungen verwendet werden kann.

In einer WordPress-Standardinstallation findest du hier typischerweise Werte für Breite und Höhe.

WordPress verwendet standardmässig:

150 × 150 Pixel

Zusätzlich gibt es die Option:

Vorschaubilder auf die exakte Grösse beschneiden

Was bedeutet „auf die exakte Grösse beschneiden“? #

Wenn diese Option aktiviert ist, versucht WordPress, das Vorschaubild auf die festgelegten Abmessungen zuzuschneiden.

Das ist besonders bei quadratischen Vorschaubildern relevant. Ein Foto im Querformat kann beispielsweise so beschnitten werden, dass daraus ein quadratisches Thumbnail entsteht.

Dabei wird nicht einfach das komplette Bild verzerrt. Stattdessen wird ein Teil des Bildes abgeschnitten, damit die gewünschte Proportion erreicht werden kann.

Hinweis: Bei automatisch zugeschnittenen Vorschaubildern können Bildbereiche am Rand verloren gehen. Achte deshalb bei wichtigen Motiven, Logos oder Personen darauf, dass relevante Bildinhalte nicht ungünstig abgeschnitten werden.

Mittlere Bildgrösse konfigurieren #

Die mittlere Bildgrösse wird über eine maximale Breite und maximale Höhe definiert.

Die WordPress-Standardwerte sind:

300 × 300 Pixel

Das bedeutet nicht, dass jedes Bild zwangsläufig exakt 300 × 300 Pixel gross wird. WordPress berücksichtigt grundsätzlich das Seitenverhältnis des Bildes.

Ein rechteckiges Foto wird also nicht einfach in ein Quadrat verzerrt. Die angegebenen Werte dienen als maximale Abmessungen für die entsprechende Bildvariante.

Grosse Bildgrösse konfigurieren #

Auch für die grosse Bildgrösse kannst du eine maximale Breite und Höhe festlegen.

Die klassischen WordPress-Standardwerte sind:

1024 × 1024 Pixel

Auch hier wird das Seitenverhältnis des Bildes grundsätzlich beibehalten. Ein Foto muss deshalb nicht quadratisch sein, nur weil für Breite und Höhe derselbe Maximalwert eingetragen ist.

Diese Bildvariante kann beispielsweise verwendet werden, wenn ein grösseres Bild innerhalb eines Beitrags angezeigt werden soll, ohne dafür zwingend die grösste verfügbare Datei zu laden.

Standardwerte nicht mit tatsächlich verwendeten Bildgrössen verwechseln #

Ein häufiger Irrtum besteht darin, anzunehmen, dass WordPress ausschliesslich die drei unter Einstellungen > Medien sichtbaren Bildgrössen erzeugt.

Das stimmt nicht.

WordPress selbst kennt weitere interne Bildgrössen. Zusätzlich können Themes und Plugins eigene Bildgrössen registrieren.

Ein Theme könnte beispielsweise zusätzliche Varianten für Beitragskarten, Headerbilder oder Archive benötigen. Ein WooCommerce-Shop benötigt wiederum verschiedene Produktbildgrössen. Page Builder, Galerie-Plugins und andere Erweiterungen können ebenfalls eigene Varianten verwenden.

Wichtig: Wenn du nach einem Bild-Upload auf dem Server deutlich mehr als drei zusätzliche Dateien findest, ist das nicht automatisch ein Fehler. WordPress, dein Theme oder installierte Plugins können weitere Bildgrössen erzeugen.

Warum sehe ich dieselben Bilder mehrfach auf dem Server? #

Die verschiedenen Bildvarianten werden normalerweise im WordPress-Upload-Verzeichnis gespeichert. Dadurch kann ein einziges Bild auf dem Server in mehreren Dateien mit unterschiedlichen Abmessungen vorhanden sein.

Vereinfacht könnte das beispielsweise so aussehen:

berg.jpg

berg-150x150.jpg

berg-300x200.jpg

berg-1024x683.jpg

Die tatsächlichen Dateinamen und Abmessungen hängen von deinem Ausgangsbild und der WordPress-Konfiguration ab.

Zusätzliche Varianten können ebenfalls vorhanden sein, wenn dein Theme oder Plugins weitere Bildgrössen registriert haben.

Du solltest diese Dateien deshalb nicht einfach manuell über den Dateimanager oder FTP löschen. WordPress kann die entsprechenden Varianten weiterhin in der Datenbank beziehungsweise in den Metadaten des Bildes referenzieren.

WordPress kann sehr grosse Bilder automatisch skalieren #

Bei modernen WordPress-Versionen gibt es zusätzlich einen Mechanismus für besonders grosse hochgeladene Bilder. Überschreitet ein Bild den von WordPress vorgesehenen Schwellenwert, kann WordPress automatisch eine verkleinerte Version erzeugen und diese als primär verwendetes Bild behandeln.

Der standardmässige Schwellenwert liegt bei:

2560 Pixel

Ein beispielsweise 5000 Pixel breites Foto kann dadurch beim Upload automatisch auf eine kleinere maximale Abmessung skaliert werden.

Das ist sinnvoll, weil extrem hochauflösende Originalbilder direkt von einer Kamera oder einem Smartphone für die normale Darstellung auf einer Website häufig unnötig gross sind.

Empfehlung: Verlasse dich trotzdem nicht ausschliesslich auf die automatische Skalierung von WordPress. Bereite Bilder möglichst bereits vor dem Upload in einer für deine Website sinnvollen Grösse auf. Das spart Speicherplatz und erleichtert eine saubere Medienverwaltung.

Bildabmessungen und Dateigrösse sind nicht dasselbe #

Bei Bildern solltest du zwischen den Abmessungen und der Dateigrösse unterscheiden.

Die Abmessungen werden in Pixeln angegeben, beispielsweise:

1200 × 800 Pixel

Die Dateigrösse wird dagegen beispielsweise in Kilobyte oder Megabyte angegeben:

180 KB

oder:

4,8 MB

Ein Bild mit passenden Pixelabmessungen kann trotzdem eine unnötig grosse Datei sein, wenn es schlecht komprimiert wurde. Umgekehrt kann ein modernes und effizient komprimiertes Bild trotz relativ grosser Abmessungen eine vergleichsweise geringe Dateigrösse besitzen.

Die Medieneinstellungen von WordPress sind deshalb kein Ersatz für eine vernünftige Bildoptimierung.

Welche Bildgrösse sollte ich vor dem Upload verwenden? #

Es gibt keine einzelne optimale Bildgrösse für jede WordPress-Website. Die benötigten Abmessungen hängen davon ab, wo und wie ein Bild dargestellt wird.

Ein kleines Logo hat andere Anforderungen als ein grossflächiges Hero-Bild. Ein Beitragsbild benötigt möglicherweise andere Abmessungen als ein Produktfoto in WooCommerce.

Als Grundregel gilt: Lade Bilder nicht wesentlich grösser hoch, als sie für ihren tatsächlichen Einsatzzweck benötigt werden.

Ein Smartphone-Foto mit beispielsweise 6000 Pixel Breite direkt unverändert in WordPress hochzuladen, obwohl das Bild auf der Website maximal mit 1200 oder 1600 Pixel Breite dargestellt wird, ist normalerweise unnötig.

Warum grosse Bilder die Ladezeit beeinflussen können #

Bilder gehören auf vielen Websites zu den grössten übertragenen Dateien. Werden unnötig grosse Bilddateien geladen, kann das die Ladezeit der Seite erhöhen.

Das ist besonders für Besucher mit mobilen Verbindungen relevant. Eine Website mit mehreren unoptimierten Bildern kann schnell mehrere Megabyte übertragen, obwohl für die sichtbare Darstellung wesentlich kleinere Dateien ausreichen würden.

WordPress unterstützt responsive Bilder und kann dem Browser mehrere Bildvarianten anbieten. Der Browser kann dadurch abhängig von Darstellung und Gerät eine geeignete Variante auswählen.

Damit dieses System sinnvoll funktioniert, sollten Themes und Plugins jedoch ebenfalls sauber mit den WordPress-Bildfunktionen arbeiten.

Was sind responsive Bilder in WordPress? #

WordPress kann bei Bildern unter anderem Informationen über verschiedene verfügbare Bildgrössen im HTML ausgeben. Dafür werden beispielsweise die Attribute srcset und sizes verwendet.

Der Browser erhält dadurch mehrere mögliche Bilddateien und kann eine für die jeweilige Darstellung geeignete Variante laden.

Du musst diese Technik bei einer normalen WordPress-Website nicht manuell programmieren. WordPress übernimmt einen grossen Teil davon automatisch, sofern Bilder über die vorgesehenen WordPress-Funktionen eingebunden werden und Theme beziehungsweise Plugins diese Funktionen korrekt unterstützen.

Tipp: Füge Bilder möglichst über die WordPress-Mediathek beziehungsweise die vorgesehenen Bildfunktionen deines Editors oder Page Builders ein. Dadurch können WordPress und das verwendete System Bildgrössen und responsive Funktionen besser verwalten.

Bilddateien nach Monat und Jahr organisieren #

Unterhalb der Bildgrössen findest du in WordPress die Option:

Meine Uploads in monats- und jahresbasierten Ordnern organisieren

Ist diese Einstellung aktiviert, organisiert WordPress hochgeladene Dateien normalerweise nach Jahr und Monat.

Ein Upload könnte auf dem Server beispielsweise in folgendem Verzeichnis gespeichert werden:

/wp-content/uploads/2026/08/

Dadurch werden nicht sämtliche Mediendateien deiner Website in einem einzigen Verzeichnis abgelegt.

Sollte die Organisation nach Jahr und Monat aktiviert bleiben? #

Für die meisten WordPress-Websites kannst du diese Einstellung aktiviert lassen.

Die Struktur erleichtert die technische Organisation der Upload-Dateien und ist seit vielen Jahren ein üblicher Bestandteil von WordPress.

Für Besucher deiner Website spielt die Ordnerstruktur normalerweise keine wesentliche Rolle. Sie betrifft in erster Linie die technische Ablage der Dateien auf dem Server.

Warnung: Verschiebe bestehende WordPress-Mediendateien nicht manuell in andere Upload-Ordner. WordPress speichert Informationen zu den Dateien und ihren Pfaden. Manuelles Verschieben kann deshalb dazu führen, dass Bilder auf deiner Website nicht mehr gefunden werden.

Was passiert, wenn du die Bildgrössen später änderst? #

Dieser Punkt ist besonders wichtig: Wenn du unter Einstellungen > Medien eine Bildgrösse änderst, werden bereits früher hochgeladene Bilder nicht automatisch vollständig mit den neuen Abmessungen neu erzeugt.

Die neuen Einstellungen wirken grundsätzlich auf zukünftige Bildverarbeitungen beziehungsweise neu hochgeladene Bilder.

Wenn du beispielsweise die Thumbnail-Grösse von 150 × 150 Pixel auf 300 × 300 Pixel änderst, bedeutet das nicht automatisch, dass WordPress sämtliche bestehenden Vorschaubilder deiner Mediathek sofort neu erstellt.

Für bestehende Medien können die benötigten Bildvarianten gegebenenfalls neu generiert werden. Dafür gibt es verschiedene technische Möglichkeiten und entsprechende WordPress-Werkzeuge beziehungsweise Plugins.

Wichtig: Ändere Bildgrössen bei einer bestehenden Website nicht unüberlegt. Bei einer grossen Mediathek können tausende vorhandene Bilddateien betroffen sein. Erstelle vor umfangreichen Änderungen ein Backup und prüfe zuerst, welche Bildgrössen dein Theme und deine Plugins tatsächlich verwenden.

Warum entstehen nach einem Theme-Wechsel manchmal Bildprobleme? #

Ein neues WordPress-Theme kann andere Bildabmessungen verwenden als dein bisheriges Theme.

Das neue Theme könnte beispielsweise ein Beitragsbild in einer Grösse benötigen, die beim Upload deiner älteren Bilder noch gar nicht registriert war. Neu hochgeladene Bilder erhalten die benötigte Variante, während sie bei älteren Bildern möglicherweise fehlt.

Dadurch können ältere Bilder beispielsweise unscharf, unterschiedlich zugeschnitten oder in einer ungeeigneten Grösse dargestellt werden.

In solchen Fällen kann es notwendig sein, die Bildvarianten bestehender Medien neu erzeugen zu lassen.

Wie du grundsätzlich ein neues Theme installierst, erklären wir dir in WordPress-Theme installieren und aktivieren.

Plugins können zusätzliche Bildgrössen erzeugen #

Nicht nur Themes können eigene Bildgrössen hinzufügen. Auch Plugins können beim Upload zusätzliche Varianten eines Bildes erzeugen.

Das betrifft beispielsweise Erweiterungen für:

  • Online-Shops,
  • Galerien,
  • Portfolios,
  • Slider,
  • Page Builder,
  • Bildoptimierung oder
  • andere visuelle Funktionen.

Wenn deine WordPress-Installation nach jedem Upload viele Bilddateien erzeugt, solltest du deshalb nicht nur die Medieneinstellungen kontrollieren, sondern auch dein aktives Theme und die installierten Plugins berücksichtigen.

Wie du Erweiterungen installierst, erklären wir in unserer Anleitung Was ist ein WordPress-Plugin und wie installiert man ein Plugin?.

Sollte man ungenutzte Bildgrössen deaktivieren? #

Technisch kann es sinnvoll erscheinen, nicht benötigte Bildgrössen zu reduzieren, um Speicherplatz zu sparen. Bei einer produktiven WordPress-Website sollte man dabei jedoch vorsichtig sein.

Eine Bildgrösse, die auf den ersten Blick ungenutzt aussieht, kann von deinem Theme, einem Plugin oder einem bestimmten Template benötigt werden.

Das blosse Deaktivieren oder Entfernen vermeintlich unnötiger Bildgrössen kann deshalb zu Darstellungsproblemen führen.

Empfehlung: Optimiere die erzeugten WordPress-Bildgrössen nur dann technisch, wenn du weisst, welche Varianten dein Theme und deine Plugins tatsächlich verwenden. Einige zusätzliche Dateien sind normalerweise weniger problematisch als fehlende Bilder oder falsche Darstellungen im Frontend.

Bilder nicht direkt auf dem Server verwalten #

Auch wenn du über cPanel oder FTP direkten Zugriff auf das Upload-Verzeichnis deiner Website hast, solltest du WordPress-Medien nicht einfach dort umbenennen, verschieben oder löschen.

WordPress verwaltet Medien nicht nur als Dateien auf dem Server. Zu einem Medieneintrag gehören auch Informationen in der WordPress-Datenbank und Metadaten zu den erzeugten Bildgrössen.

Wenn du eine Datei manuell entfernst, kann der zugehörige Eintrag in der Mediathek weiterhin bestehen. Umgekehrt weiss WordPress von einer einfach per FTP in den Upload-Ordner kopierten Datei nicht automatisch, dass diese als regulärer Medieneintrag verwendet werden soll.

Für die normale Verwaltung solltest du deshalb die WordPress-Mediathek verwenden.

Die Verwaltung von Bildern und anderen Dateien behandeln wir ausführlich im späteren Artikel Medien und Bilder in WordPress verwalten.

Welche Medieneinstellungen empfehlen wir? #

Für eine normale neue WordPress-Website gibt es keinen zwingenden Grund, die Standardwerte sofort zu verändern.

Als Ausgangspunkt kannst du die klassischen Einstellungen zunächst beibehalten:

  • Vorschaubild: 150 × 150 Pixel
  • Mittlere Grösse: maximal 300 × 300 Pixel
  • Grosse Grösse: maximal 1024 × 1024 Pixel
  • Uploads nach Jahr und Monat organisieren: aktiviert

Entscheidender als eine pauschale Änderung dieser Werte ist, dass dein Theme die benötigten Bildgrössen korrekt definiert und deine Bilder vor beziehungsweise während der Verwendung sinnvoll optimiert werden.

Bei einer individuell entwickelten Website, einem WooCommerce-Shop oder einem speziellen Theme können andere Anforderungen gelten.

Häufige Fehler bei WordPress-Bildern #

Viele Probleme mit Bildern entstehen nicht durch WordPress selbst, sondern durch eine ungünstige Medienverwaltung.

Typische Fehler sind:

  • extrem grosse Originalbilder direkt von Kamera oder Smartphone hochladen,
  • Bildgrössen ohne Kenntnis des Themes verändern,
  • Bilddateien manuell per FTP verschieben oder löschen,
  • nach einem Theme-Wechsel alte Bildvarianten nicht berücksichtigen,
  • unnötig viele Plugins zur Bildoptimierung gleichzeitig verwenden,
  • Bilder ausschliesslich nach Pixelabmessungen statt auch nach Dateigrösse beurteilen,
  • sehr kleine Bilder hochskalieren und dadurch eine unscharfe Darstellung erzeugen.

Medieneinstellungen und SEO #

Die Werte unter Einstellungen > Medien sind kein direkter „SEO-Schalter“. Eine saubere Bildverwaltung kann jedoch indirekt zur technischen Qualität einer Website beitragen.

Geeignet dimensionierte und optimierte Bilder können die übertragene Datenmenge reduzieren und dadurch die Ladezeit verbessern. Für die Auffindbarkeit und Barrierefreiheit von Bildern sind ausserdem sinnvolle Dateinamen, passende Alternativtexte und der inhaltliche Kontext wichtig.

Ein Alternativtext sollte das Bild sinnvoll beschreiben, wenn das Bild inhaltliche Informationen vermittelt. Er sollte nicht mit Keywords vollgestopft werden.

SEO-Tipp: Optimiere Bilder in erster Linie für deine Besucher. Verwende passende Abmessungen, möglichst kleine Dateigrössen bei ausreichender Qualität und aussagekräftige Alternativtexte, wenn diese für das jeweilige Bild sinnvoll sind.

Medieneinstellungen speichern #

Nachdem du Änderungen vorgenommen hast, klicke am unteren Ende der Seite auf Änderungen speichern.

Beachte nochmals, dass geänderte Bildabmessungen nicht automatisch sämtliche bereits vorhandenen Bilder deiner Mediathek neu erzeugen.

Bei einer neuen WordPress-Installation kannst du die Medieneinstellungen deshalb am besten festlegen, bevor du grosse Mengen an Bildern hochlädst.

Was solltest du als Nächstes konfigurieren? #

Nach den Medieneinstellungen kommen wir zu einem besonders wichtigen Bereich: den Permalink-Einstellungen in WordPress.

Dort bestimmst du, wie die URLs deiner Beiträge aufgebaut werden. Diese Einstellung solltest du bei einer neuen Website möglichst früh festlegen, da eine spätere Änderung bestehender URLs Weiterleitungen erforderlich machen kann und Auswirkungen auf bereits indexierte Seiten und bestehende Links haben kann.

Fazit #

Die WordPress-Medieneinstellungen bestimmen die Standardabmessungen für verschiedene Bildvarianten und die Organisation deiner Uploads. Beim Hochladen eines Bildes kann WordPress mehrere Dateien in unterschiedlichen Grössen erzeugen, damit deine Website nicht für jede Darstellung dieselbe grosse Bilddatei verwenden muss.

Die drei sichtbaren Standardgrössen sind dabei nur ein Teil des Systems. WordPress selbst, dein Theme und installierte Plugins können weitere Bildgrössen erzeugen. Deshalb solltest du die Einstellungen nicht isoliert betrachten und zusätzliche Dateien im Upload-Verzeichnis nicht einfach löschen.

Für die meisten neuen WordPress-Websites können die Standardwerte zunächst bestehen bleiben. Wichtiger ist eine saubere Bildverwaltung: Lade keine unnötig riesigen Bilder hoch, achte auf Dateigrösse und Qualität und verwalte Medien über WordPress statt direkt über das Dateisystem.

Empfehlung: Lass die Standard-Bildgrössen zunächst bestehen, wenn dein Theme keine anderen Anforderungen vorgibt. Optimiere stattdessen deine Ausgangsbilder und ändere die WordPress-Bildgrössen erst dann, wenn du einen konkreten technischen Grund dafür hast.

Letzte Aktualisierung August 27, 2026
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