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Lagerbestand, SKU und Lieferstatus in WooCommerce verwalten

Lesezeit ca.: 11 Minuten

WooCommerce kann den Lagerbestand deiner Produkte automatisch verwalten. Dadurch kannst du beispielsweise festlegen, wie viele Stück eines Produkts verfügbar sind, ob ausverkaufte Produkte weiterhin bestellt werden dürfen und wann du über einen niedrigen Lagerbestand informiert werden möchtest.

Zusätzlich kannst du jedem Produkt eine SKU als eindeutige Artikelnummer zuweisen und bestimmen, welcher Lagerstatus im Shop verwendet wird.

Wenn du gerade dein erstes Produkt einrichtest, findest du den gesamten Ablauf im Artikel Erstes Produkt in WooCommerce erstellen.

Kurz erklärt: Wenn du die Lagerverwaltung aktivierst und beispielsweise einen Bestand von 20 Stück einträgst, kann WooCommerce diesen Bestand bei Verkäufen automatisch reduzieren. Du musst den Lagerbestand dann nicht nach jeder Bestellung von Hand anpassen.

Automatische oder manuelle Lagerverwaltung? #

WooCommerce unterscheidet grundsätzlich zwischen einer mengenbasierten Lagerverwaltung und einem einfachen Lagerstatus.

Bei der mengenbasierten Lagerverwaltung hinterlegst du eine konkrete Anzahl:

Produkt:
Kaffeetasse

Lagerbestand:
25 Stück

WooCommerce kann diese Menge bei Verkäufen automatisch reduzieren.

Ohne mengenbasierte Lagerverwaltung gibst du dagegen lediglich an, welchen grundsätzlichen Lagerstatus das Produkt besitzt, beispielsweise:

Auf Lager
Nicht vorrätig
Auf Lieferrückstand

WooCommerce führt in diesem Fall keine konkrete Stückzahl für das Produkt.

Die globale Lagerverwaltung aktivieren #

Damit WooCommerce Bestandsmengen automatisch verwalten kann, muss die Lagerverwaltung in den allgemeinen Einstellungen aktiviert sein.

Öffne dazu:

WooCommerce
→ Einstellungen
→ Produkte
→ Lagerbestand

Aktiviere dort die Lagerverwaltung.

Damit erlaubst du WooCommerce, Bestandsmengen für Produkte zu führen und diese bei Verkäufen beziehungsweise entsprechenden Bestandsänderungen anzupassen.

Hinweis: Wenn du keine mengenbasierte Lagerverwaltung benötigst, musst du sie nicht zwingend aktivieren. WooCommerce kann Produkte auch nur anhand ihres Lagerstatus als verfügbar, nicht vorrätig oder auf Lieferrückstand behandeln.

Bestand für unbezahlte Bestellungen reservieren #

In den globalen Lager-Einstellungen findest du die Einstellung Lager halten beziehungsweise Hold Stock.

Damit bestimmst du, wie lange WooCommerce Lagerbestand für unbezahlte Bestellungen mit dem Status Zahlung ausstehend reservieren soll.

Das ist wichtig, weil ein Kunde während des Bestellvorgangs Ware belegen kann, obwohl die Zahlung noch nicht abgeschlossen wurde.

Ist die eingestellte Zeit abgelaufen und die Bestellung weiterhin unbezahlt, kann WooCommerce die ausstehende Bestellung entsprechend behandeln und den reservierten Bestand wieder freigeben.

Beispiel: Von einem Produkt ist nur noch ein Stück vorhanden. Ein Kunde bestellt es, schliesst die Zahlung aber nicht ab. Ohne eine sinnvolle Freigabe könnte dieses Stück unnötig für andere Kunden blockiert bleiben.

Welche Zeitspanne für deinen Shop sinnvoll ist, hängt unter anderem von den angebotenen Zahlungsmethoden und deinem Bestellablauf ab.

Benachrichtigungen bei niedrigem Lagerbestand #

WooCommerce kann dich per E-Mail informieren, wenn der Bestand eines Produkts niedrig wird oder ein Produkt ausverkauft ist.

In den globalen Lager-Einstellungen kannst du die entsprechenden Benachrichtigungen aktivieren und eine Empfängeradresse hinterlegen.

Damit solche Meldungen sinnvoll sind, solltest du auch die Schwellenwerte für niedrigen und nicht mehr vorhandenen Lagerbestand passend einstellen.

Schwellenwert für niedrigen Lagerbestand #

Der Schwellenwert bestimmt, ab welcher Stückzahl WooCommerce einen Bestand als niedrig behandelt.

Beispiel:

Niedriger Lagerbestand:
2

Aktueller Bestand:
2

WooCommerce kann dann eine entsprechende Benachrichtigung auslösen.

Der globale Wert gilt grundsätzlich für die Produkte, sofern bei einem Produkt oder einer Variante kein eigener Schwellenwert hinterlegt wurde.

Bei Produkten mit unterschiedlichen Wiederbeschaffungszeiten kann ein individueller Schwellenwert sinnvoll sein.

Ein Artikel, den du innerhalb eines Tages nachbestellen kannst, benötigt möglicherweise eine andere Warnschwelle als ein Produkt mit mehreren Wochen Lieferzeit.

Schwellenwert für „Nicht vorrätig“ #

WooCommerce besitzt ausserdem einen Schwellenwert, ab dem ein Produkt als nicht vorrätig behandelt wird.

Die Standardeinstellungen können für viele Shops ausreichen. Entscheidend ist, dass du verstehst, dass diese Schwellenwerte beeinflussen, wann WooCommerce einen Bestand als niedrig beziehungsweise nicht mehr verfügbar behandelt.

Ausverkaufte Produkte im Katalog ausblenden #

In den Lager-Einstellungen kannst du bestimmen, ob Produkte ohne Lagerbestand im Shop-Katalog ausgeblendet werden sollen.

Ob das sinnvoll ist, hängt von deinem Sortiment ab.

Ein vorübergehend ausverkauftes Produkt kann weiterhin interessant sein, wenn es bald wieder erhältlich sein wird. Bei dauerhaft nicht mehr lieferbaren Produkten kann eine andere Vorgehensweise sinnvoll sein.

Das Ausblenden eines Produkts aus Produktübersichten ist ausserdem nicht dasselbe wie das Löschen des Produkts.

Wie viel Lagerbestand sollen Kunden sehen? #

WooCommerce kann die vorhandene Menge auf der Produktseite unterschiedlich darstellen.

Du kannst grundsätzlich festlegen, ob die verfügbare Stückzahl:

  • immer angezeigt wird,
  • nur bei niedrigem Bestand angezeigt wird oder
  • gar nicht als konkrete Menge angezeigt wird.

Je nach Einstellung sieht ein Kunde beispielsweise:

12 auf Lager

oder erst bei niedrigem Bestand eine Meldung wie:

Nur noch 2 auf Lager

Du kannst die konkrete Stückzahl aber auch vollständig ausblenden, ohne deshalb die interne Lagerverwaltung deaktivieren zu müssen.

Wichtig: Interne Bestandsverwaltung und sichtbare Bestandsmenge sind zwei unterschiedliche Dinge. WooCommerce kann intern beispielsweise 37 Stück verwalten, obwohl der Kunde diese Zahl nicht sieht.

Lagerbestand eines einzelnen Produkts verwalten #

Öffne das gewünschte Produkt im WordPress-Backend und gehe im Bereich Produktdaten zu Lagerbestand.

Hier findest du die produktspezifischen Lager-Einstellungen.

Bei einem einfachen Produkt gehören dazu – abhängig von deiner Konfiguration – unter anderem:

  • SKU
  • Lagerverwaltung
  • Lagerbestand beziehungsweise Menge
  • Bestellrückstände
  • Schwellenwert für niedrigen Lagerbestand
  • individueller Verkauf

Was ist eine SKU? #

SKU steht für Stock Keeping Unit. Dabei handelt es sich um eine eindeutige Kennzeichnung beziehungsweise Artikelnummer für ein Produkt oder eine Variante.

Beispielsweise:

Produkt:
Kaffeetasse Classic, weiss

SKU:
TASSE-CLASSIC-WEISS

Eine SKU hilft dir dabei, Produkte intern eindeutig zu identifizieren.

Das ist besonders hilfreich, wenn:

  • viele ähnliche Produkte vorhanden sind,
  • du mit internen Artikelnummern arbeitest,
  • Produkte unterschiedliche Varianten besitzen,
  • du Produkte anhand ihrer Artikelnummer suchen möchtest.

Eine SKU muss eindeutig sein #

WooCommerce verlangt, dass eine verwendete SKU innerhalb des Shops eindeutig ist.

Zwei unterschiedliche Produkte oder Varianten sollten deshalb nicht dieselbe SKU besitzen.

Ein nachvollziehbares Schema kann die Verwaltung vereinfachen.

Zum Beispiel:

T-Shirt Classic / Schwarz / S
TS-CLASSIC-SCHWARZ-S

T-Shirt Classic / Schwarz / M
TS-CLASSIC-SCHWARZ-M

T-Shirt Classic / Schwarz / L
TS-CLASSIC-SCHWARZ-L

Wie dein Nummernsystem aufgebaut ist, kannst du selbst bestimmen. Wichtig ist vor allem, dass es eindeutig und für dich langfristig nachvollziehbar bleibt.

Tipp: Wenn du bereits Artikelnummern aus einer Warenwirtschaft, einem Lieferantensystem oder einem anderen bestehenden Prozess verwendest, solltest du zuerst prüfen, welches Nummernsystem du weiterführen möchtest, bevor du in WooCommerce neue SKUs erfindest.

Muss jedes Produkt eine SKU haben? #

Nein. Die SKU ist in WooCommerce grundsätzlich optional.

Bei einem sehr kleinen Shop kann ein Produkt deshalb auch ohne SKU verkauft werden.

Mit wachsendem Sortiment werden eindeutige Artikelnummern jedoch häufig hilfreicher.

Bestandsmenge automatisch verwalten #

Wenn du für ein Produkt die Lagerverwaltung aktivierst, kannst du eine konkrete Menge eintragen.

Beispiel:

Lagerverwaltung:
Aktiviert

Menge:
25

WooCommerce verwendet diese Zahl als verfügbaren Bestand und kann sie bei Verkäufen automatisch reduzieren.

Wird beispielsweise ein Stück verkauft, kann daraus werden:

Vor der Bestellung:
25

Verkaufte Menge:
1

Neuer Bestand:
24

Bei Rückerstattungen beziehungsweise Bestandswiederherstellungen kann WooCommerce den Bestand abhängig vom ausgeführten Vorgang auch wieder erhöhen.

Was passiert bei Bestand null? #

Wenn WooCommerce die Bestandsmenge verwaltet und der verfügbare Bestand die entsprechende Grenze erreicht, kann das Produkt als nicht mehr vorrätig behandelt werden.

Ob Kunden danach trotzdem bestellen dürfen, hängt insbesondere von deinen Einstellungen für Bestellrückstände ab.

Was sind Bestellrückstände? #

Bestellrückstände – häufig auch als Backorders bezeichnet – erlauben Kunden, ein Produkt zu bestellen, obwohl aktuell nicht genügend Bestand vorhanden ist.

WooCommerce bietet bei aktivierter Lagerverwaltung drei grundlegende Möglichkeiten:

EinstellungBedeutung
Nicht erlaubenDas Produkt kann bei fehlendem Bestand nicht weiter auf Rückstand bestellt werden.
Erlauben, aber Kunden benachrichtigenDie Bestellung ist möglich und WooCommerce weist den Kunden auf den Lieferrückstand hin.
ErlaubenBestellrückstände sind möglich, ohne dass das Produkt für den Kunden wie ein normaler Lieferrückstand hervorgehoben wird.

Wichtig: Erlaube Bestellrückstände nur, wenn du das Produkt tatsächlich nachliefern kannst. Die technische Möglichkeit in WooCommerce sagt nichts darüber aus, ob und wann du die Ware beschaffen kannst.

Bestellrückstand ist nicht dasselbe wie Vorbestellung #

Ein Backorder bedeutet grundsätzlich, dass ein Produkt trotz aktuell fehlendem beziehungsweise nicht ausreichendem Bestand bestellt werden darf.

Ein vollständiges Vorbestell-System mit speziellen Erscheinungsterminen, separaten Zahlungsregeln oder anderen erweiterten Funktionen ist damit nicht automatisch gemeint.

Für solche Funktionen können zusätzliche WooCommerce-Erweiterungen erforderlich sein.

Individueller Verkauf – nur ein Stück pro Bestellung #

Mit der Option Individuell verkauft beziehungsweise Sold individually kannst du verhindern, dass ein Kunde innerhalb einer Bestellung mehrere Stück desselben Produkts kauft.

Ist die Funktion aktiviert, kann der Kunde in dieser Bestellung nur ein Exemplar des Produkts erwerben.

Das kann beispielsweise bei bestimmten Einzelstücken sinnvoll sein.

Wichtig: Diese Einstellung bedeutet nicht, dass ein Kunde das Produkt nur ein einziges Mal in seinem Leben kaufen kann. WooCommerce begrenzt damit die Menge innerhalb einer Bestellung. Ein Kunde kann grundsätzlich eine weitere Bestellung aufgeben.

Lagerstatus ohne automatische Mengenverwaltung #

Wenn du für ein Produkt keine konkrete Bestandsmenge verwalten möchtest, kannst du stattdessen mit dem Lagerstatus arbeiten.

WooCommerce kennt dabei im Produkteditor die grundlegenden Zustände:

LagerstatusBedeutung
Auf LagerDas Produkt gilt als verfügbar.
Nicht vorrätigDas Produkt gilt als nicht verfügbar und kann regulär nicht gekauft werden.
Auf LieferrückstandDas Produkt kann bestellt werden, obwohl es aktuell nicht normal auf Lager ist.

Diese Art der Verwaltung kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn du keine exakten Stückzahlen in WooCommerce führen möchtest.

Lagerstatus ist nicht dasselbe wie eine Lieferzeit #

Der WooCommerce-Lagerstatus beantwortet hauptsächlich die Frage, ob ein Produkt verfügbar beziehungsweise bestellbar ist.

Er ist nicht automatisch eine vollständige Lieferzeitangabe wie:

Lieferzeit: 2–3 Werktage

Solche detaillierten Lieferzeitangaben können je nach Shop, Theme, Land und gewünschter Funktion zusätzliche Einstellungen oder Erweiterungen erfordern.

Verwechsle deshalb Lagerstatus und Lieferzeit nicht miteinander.

Bestand bei variablen Produkten #

Bei variablen Produkten wird die Lagerverwaltung umfangreicher.

WooCommerce kann den Bestand auf Ebene des gesamten variablen Produkts oder auf Ebene der einzelnen Varianten verwalten.

Bei einem T-Shirt ist die Verwaltung pro Variante häufig sinnvoll:

S / Schwarz
Bestand: 8

M / Schwarz
Bestand: 14

L / Schwarz
Bestand: 5

XL / Schwarz
Bestand: 0

Wird ein T-Shirt in M / Schwarz verkauft, reduziert WooCommerce den Bestand dieser Variante. Die Bestände von S, L oder XL bleiben davon unberührt.

Wann ist Bestand pro Variante sinnvoll? #

Verwalte den Bestand pro Variante, wenn die einzelnen Ausführungen tatsächlich separat gelagert werden.

Typische Beispiele sind:

  • Kleidergrössen
  • Schuhgrössen
  • Farbausführungen mit getrenntem Lagerbestand
  • unterschiedliche Speicherkapazitäten
  • andere physisch getrennte Ausführungen

Jede Variante kann dabei auch eine eigene SKU erhalten.

Gemeinsamen Bestand eines variablen Produkts verwenden #

Nicht jede Variante benötigt zwingend einen separaten Bestand.

WooCommerce unterstützt auch eine Lagerverwaltung auf Ebene des übergeordneten variablen Produkts.

Das kann sinnvoll sein, wenn verschiedene Auswahlmöglichkeiten auf denselben tatsächlichen Warenbestand zugreifen.

Welche Variante der Lagerverwaltung richtig ist, hängt deshalb davon ab, wie deine Produkte in der Realität gelagert und verkauft werden.

Entscheidend ist der reale Warenbestand: Wenn du physisch fünf schwarze und acht weisse Artikel besitzt, solltest du diese Mengen nicht künstlich als einen gemeinsamen Bestand behandeln. Wenn alle Auswahlmöglichkeiten dagegen tatsächlich auf dieselben vorhandenen Artikel zugreifen, kann ein gemeinsamer Bestand sinnvoll sein.

Niedrigen Lagerbestand für ein einzelnes Produkt festlegen #

WooCommerce erlaubt bei aktivierter Lagerverwaltung einen individuellen Schwellenwert für niedrigen Lagerbestand.

Damit kannst du den globalen Schwellenwert für ein bestimmtes Produkt überschreiben.

Beispiel:

Globaler Schwellenwert:
2 Stück

Produkt A:
2 Stück

Produkt B mit langer Wiederbeschaffungszeit:
10 Stück

Dadurch kannst du bei Produkt B früher gewarnt werden.

Auch Varianten können einen eigenen Schwellenwert erhalten.

Lagerbestand in WooCommerce Analytics kontrollieren #

WooCommerce bietet unter Analytics → Lagerbestand einen Lagerbericht.

Dort kannst du den aktuellen Lagerstatus und die Bestandsmenge von Produkten und Varianten kontrollieren.

Der Bericht kann unter anderem nach folgenden Lagerzuständen gefiltert werden:

  • nicht vorrätig
  • niedriger Lagerbestand
  • auf Lager
  • auf Lieferrückstand

Die Tabelle enthält unter anderem Produkt beziehungsweise Variante, SKU, Lagerstatus und Bestandsmenge.

Die weiteren Auswertungsmöglichkeiten von WooCommerce behandeln wir später ausführlich im Artikel WooCommerce Analytics: Verkäufe, Bestellungen und Umsätze auswerten.

Warum stimmt mein Lagerbestand nicht? #

Wenn ein Bestand nicht den Erwartungen entspricht, solltest du nicht einfach irgendeine Zahl korrigieren, sondern zuerst prüfen, wodurch die Abweichung entstanden ist.

Mögliche Ursachen können beispielsweise sein:

  • die automatische Lagerverwaltung ist für das Produkt nicht aktiviert,
  • der Bestand wird bei einem variablen Produkt auf einer anderen Ebene verwaltet als erwartet,
  • eine Variante besitzt einen eigenen Bestand,
  • eine Bestellung reserviert noch Bestand,
  • eine Bestellung wurde storniert oder erstattet,
  • der Bestand wurde manuell verändert,
  • ein Import oder eine externe Warenwirtschaft verändert Bestandsdaten,
  • ein zusätzliches Plugin greift in die Lagerverwaltung ein.

Bei Problemen mit Bestellungen behandeln wir die systematische Fehlersuche später zusätzlich im Artikel WooCommerce-Probleme systematisch finden: Status, Logs und Fehlerdiagnose.

Bestand nicht gleichzeitig an mehreren Stellen unkontrolliert pflegen #

Wenn WooCommerce mit einer Warenwirtschaft, einem Kassensystem, einem Marktplatz oder einer anderen externen Lösung verbunden ist, kann der Bestand möglicherweise automatisch synchronisiert werden.

In diesem Fall solltest du wissen, welches System die führende Bestandsquelle ist.

Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise den Bestand in WooCommerce manuell auf 20 setzt und eine externe Warenwirtschaft kurz danach wieder einen Bestand von 17 übermittelt, kann die manuelle Änderung überschrieben werden.

Wichtig: Bei angebundenen Drittsystemen hängt das genaue Verhalten von der jeweiligen Integration ab. WooCommerce allein kann nicht bestimmen, welches externe System deine Bestandsdaten verändern darf.

Bestandsänderungen nach einer Bestellung kontrollieren #

Wenn du die Lagerverwaltung neu eingerichtet hast, solltest du nicht darauf vertrauen, dass alles automatisch richtig konfiguriert ist.

Führe vor dem Start deines Shops eine Testbestellung durch.

Wenn beispielsweise vorher zehn Stück vorhanden sind und du ein Stück bestellst, kontrolliere anschliessend, ob der Bestand entsprechend behandelt wurde.

Vor dem Test:
10 Stück

Testbestellung:
1 Stück

Erwarteter Bestand nach der entsprechenden Bestandsreduzierung:
9 Stück

Beachte dabei, dass der Zeitpunkt einer Bestandsreduzierung vom Bestell- und Zahlungsstatus beziehungsweise vom verwendeten Ablauf abhängen kann.

Wie du einen neuen Shop vor der Veröffentlichung vollständig kontrollierst, erklären wir im Artikel WooCommerce-Shop vor dem Start testen: Testbestellung und Checkliste.

Was sollte ich bei einem neuen Produkt kontrollieren? #

Bevor ein lagergeführtes Produkt veröffentlicht wird, solltest du zumindest prüfen:

  • Ist die SKU korrekt und eindeutig?
  • Soll WooCommerce eine konkrete Bestandsmenge verwalten?
  • Stimmt der eingetragene Anfangsbestand?
  • Sind Bestellrückstände erlaubt oder verboten?
  • Ist ein individueller Schwellenwert notwendig?
  • Soll nur ein Stück pro Bestellung gekauft werden können?
  • Wird bei Varianten der Bestand auf der richtigen Ebene geführt?

Bei physischen Produkten solltest du ausserdem die Versandeinstellungen kontrollieren. Lagerbestand und Versand sind zwei getrennte Bereiche: Ein Produkt kann auf Lager sein und trotzdem keine passende Versandmethode für den Kunden besitzen.

Wie geht es weiter? #

Damit sind die wichtigsten Grundlagen rund um Produkte abgeschlossen: Produkterstellung, Produkttypen, Varianten, Kategorien und Eigenschaften, Produktbilder sowie Lagerbestand.

Im nächsten Bereich geht es darum, was passiert, wenn ein Kunde diese Produkte tatsächlich kaufen möchte.

Als Nächstes erklären wir deshalb Warenkorb und Checkout in WooCommerce und schauen uns an, wie ein Produkt vom Warenkorb bis zum Absenden der Bestellung durch den Shop läuft.

Zusammenfassung #

WooCommerce kann Lagerbestände automatisch anhand konkreter Stückzahlen verwalten. Alternativ kannst du Produkte auch nur über einen Lagerstatus als verfügbar, nicht vorrätig oder auf Lieferrückstand kennzeichnen.

Die SKU ist eine optionale, aber eindeutige Artikelnummer für ein Produkt oder eine Variante. Besonders bei grösseren Sortimenten erleichtert ein konsistentes SKU-System die Verwaltung.

Mit Bestellrückständen kannst du festlegen, ob Kunden Produkte trotz fehlendem Bestand bestellen dürfen. Aktiviere diese Möglichkeit nur, wenn die Ware tatsächlich nachgeliefert werden kann.

Bei variablen Produkten kann WooCommerce Bestände auch separat für einzelne Varianten verwalten. So können beispielsweise verschiedene Grössen oder Farben jeweils ihren eigenen Bestand und ihre eigene SKU besitzen.

Zusätzlich kannst du Warnschwellen für niedrige Bestände festlegen und dich von WooCommerce informieren lassen, bevor wichtige Produkte vollständig ausverkauft sind.

Letzte Aktualisierung August 30, 2026
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