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PHP-Einstellungen in cPanel ändern

Lesezeit ca.: 13 Minuten

Neben der PHP-Version besitzt PHP zahlreiche Einstellungen, die das Verhalten einer Website beziehungsweise Webanwendung beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise Speichergrenzen, maximale Upload-Größen, Laufzeitbegrenzungen oder Einstellungen zur Fehlerausgabe.

Im CURIAWEB-cPanel kannst du viele dieser Werte über den MultiPHP INI-Editor verwalten.

In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du PHP-Einstellungen für eine Domain kontrollierst und änderst, was der Basis- und Editormodus bedeuten und worauf du bei Änderungen an der PHP-Konfiguration achten solltest.

Wichtig: Ändere PHP-Einstellungen nur, wenn du weißt, weshalb eine bestimmte Einstellung angepasst werden soll. Höhere Werte machen eine Website nicht automatisch schneller oder besser und können serverseitige Grenzen nicht beliebig außer Kraft setzen.

PHP-Version und PHP-Einstellungen sind nicht dasselbe #

Zunächst solltest du zwischen der verwendeten PHP-Version und deren Konfiguration unterscheiden.

Die PHP-Version könnte beispielsweise eine auf deinem Hosting verfügbare aktuelle Version sein.

Innerhalb dieser PHP-Umgebung existieren wiederum Einstellungen wie:

memory_limit
upload_max_filesize
post_max_size
max_execution_time
max_input_time
max_input_vars
display_errors

Die PHP-Version legst du bei CURIAWEB grundsätzlich über den MultiPHP-Manager fest.

Die Anleitung dazu findest du unter PHP-Version in cPanel ändern.

Was ist eine php.ini? #

PHP verwendet Konfigurationsanweisungen, die traditionell mit einer Konfigurationsdatei namens:

php.ini

verbunden sind.

Darin können PHP-Direktiven mit entsprechenden Werten definiert werden.

Beispielsweise:

memory_limit = 256M

oder:

max_execution_time = 60

Im cPanel musst du solche Einstellungen für typische Anpassungen nicht zwingend manuell in einer Datei bearbeiten. Dafür steht der MultiPHP INI-Editor zur Verfügung.

CURIAWEB empfiehlt den MultiPHP INI-Editor #

Für PHP-Einstellungen, die über diese Funktion verwaltet werden können, verwendest du im CURIAWEB-cPanel:

Software → MultiPHP INI-Editor

Damit bleibt die PHP-Konfiguration übersichtlich und lässt sich direkt über cPanel verwalten.

CURIAWEB-Empfehlung: Kopiere nicht auf Verdacht PHP-Konfigurationszeilen aus alten Internet-Anleitungen in Dateien wie .htaccess, php.ini oder .user.ini. Verwende für unterstützte Einstellungen zunächst die dafür vorgesehene cPanel-Verwaltung.

Wann musst du PHP-Einstellungen ändern? #

Eine Anpassung kann beispielsweise erforderlich sein, wenn eine Anwendung ausdrücklich einen bestimmten PHP-Wert verlangt oder eine konkrete Fehlermeldung auf eine Begrenzung hinweist.

Typische Situationen sind:

  • eine Anwendung benötigt mehr PHP-Speicher
  • eine Datei überschreitet die zulässige Upload-Größe
  • ein PHP-Prozess erreicht seine maximale Ausführungszeit
  • eine Anwendung verarbeitet sehr viele Eingabefelder
  • ein Entwickler benötigt vorübergehend bestimmte Diagnoseeinstellungen

Die Einstellung sollte also immer einen konkreten technischen Grund haben.

1. Bei cPanel anmelden #

Melde dich bei deinem CURIAWEB-cPanel an.

Öffne anschließend:

Software → MultiPHP INI-Editor

Dort kannst du die PHP-Konfiguration für die verfügbaren Bereiche beziehungsweise Domains verwalten.

2. Richtige Domain beziehungsweise Home Directory auswählen #

Wähle im MultiPHP INI-Editor den Bereich aus, dessen PHP-Einstellungen du bearbeiten möchtest.

Abhängig von der cPanel-Konfiguration kann dir beispielsweise eine Domain oder das Home Directory zur Auswahl angeboten werden.

Kontrolliere sorgfältig, welchen Bereich du bearbeitest.

Achtung: Wenn mehrere Websites in deinem Hosting-Account betrieben werden, solltest du vor jeder Änderung prüfen, für welchen Bereich die Einstellung gelten wird. Ändere nicht versehentlich die PHP-Konfiguration einer anderen Website oder eines übergeordneten Bereichs.

3. Basis-Modus und Editor-Modus unterscheiden #

Der MultiPHP INI-Editor bietet typischerweise zwei unterschiedliche Arbeitsweisen:

  • Basis-Modus
  • Editor-Modus

Für normale Anpassungen ist der Basis-Modus in der Regel die einfachere und sicherere Variante.

Was ist der Basis-Modus? #

Im Basis-Modus zeigt cPanel ausgewählte PHP-Direktiven als einzelne Einstellungen an.

Du musst dadurch nicht selbst eine vollständige Konfigurationsdatei schreiben.

Je nach Serverkonfiguration können dort beispielsweise Einstellungen wie diese verfügbar sein:

memory_limit
max_execution_time
max_input_time
max_input_vars
post_max_size
upload_max_filesize

Welche Werte tatsächlich angezeigt und geändert werden können, hängt von der PHP- und Serverkonfiguration ab.

Was ist der Editor-Modus? #

Der Editor-Modus ermöglicht die direkte Bearbeitung von PHP-Konfigurationsanweisungen in Textform.

Beispielsweise:

memory_limit = 256M
max_execution_time = 60

Dieser Modus bietet mehr direkte Kontrolle, erfordert aber auch ein genaueres Verständnis der jeweiligen PHP-Direktiven und ihrer gültigen Werte.

Wichtig: Verwende den Editor-Modus nicht nur deshalb, weil er mehr Einstellungen sichtbar macht. Für typische Änderungen ist der Basis-Modus häufig übersichtlicher und weniger fehleranfällig.

4. Aktuellen Wert vor der Änderung notieren #

Bevor du eine PHP-Einstellung änderst, notiere dir den bisherigen Wert.

Wenn beispielsweise aktuell:

max_execution_time = 30

eingestellt ist und du den Wert testweise änderst, solltest du wissen, auf welchen Ausgangswert du bei Bedarf zurückkehren kannst.

Praxis-Tipp: Bei mehreren Änderungen kannst du vorab einen Screenshot der aktuellen Werte erstellen. Das erleichtert die spätere Fehlersuche erheblich.

5. Gewünschte PHP-Einstellung ändern #

Suche im Basis-Modus die gewünschte PHP-Direktive und trage den vorgesehenen Wert ein.

Welche Einstellung du ändern solltest, hängt vom konkreten Problem beziehungsweise den Anforderungen deiner Anwendung ab.

Ändere möglichst nur die Einstellung, für die ein tatsächlicher Grund besteht.

6. Änderungen speichern beziehungsweise anwenden #

Übernimm anschließend die geänderte PHP-Konfiguration.

Warte auf die Bestätigung von cPanel, dass die Einstellungen gespeichert wurden.

Kontrolliere danach, ob der gewünschte Wert weiterhin angezeigt wird.

7. Website unmittelbar danach testen #

Teste die betreffende Website beziehungsweise Funktion direkt nach der Änderung.

Wenn du beispielsweise eine Einstellung wegen eines fehlgeschlagenen Uploads verändert hast, wiederhole gezielt diesen Upload.

Wenn eine Anwendung wegen einer Laufzeitbegrenzung abgebrochen ist, teste gezielt den betreffenden Vorgang.

Grundregel: Ändere einen Wert, teste das konkrete Problem und dokumentiere das Ergebnis. Wenn du fünf Einstellungen gleichzeitig veränderst, weißt du anschließend nicht mehr, welche Änderung tatsächlich relevant war.

memory_limit – PHP-Speichergrenze #

Die Direktive:

memory_limit

begrenzt vereinfacht den Speicher, den ein PHP-Prozess beziehungsweise PHP-Skript innerhalb der entsprechenden Konfiguration verwenden darf.

Ein Wert kann beispielsweise in Megabyte angegeben werden:

256M

Wenn eine Anwendung mehr Speicher benötigt, kann eine Fehlermeldung beispielsweise auf einen ausgeschöpften PHP-Speicher hinweisen.

Mehr memory_limit macht eine Website nicht automatisch schneller #

Ein höheres memory_limit stellt PHP lediglich eine höhere zulässige Speichergrenze zur Verfügung.

Es beschleunigt schlecht programmierten Code nicht automatisch und beseitigt keine Ursache für ungewöhnlich hohen Speicherverbrauch.

Wenn eine Website regelmäßig sehr große Mengen PHP-Speicher benötigt, sollte deshalb auch die Ursache untersucht werden.

upload_max_filesize – maximale Größe einer hochgeladenen Datei #

Die Direktive:

upload_max_filesize

bestimmt die maximale Größe einer einzelnen über PHP hochgeladenen Datei.

Ein Beispiel wäre:

64M

Das kann beispielsweise bei Uploads über WordPress oder andere PHP-Anwendungen relevant sein.

post_max_size – maximale Größe von POST-Daten #

Die Direktive:

post_max_size

begrenzt die Größe der Daten, die über eine HTTP-POST-Anfrage an PHP übertragen werden können.

Bei Datei-Uploads steht diese Einstellung deshalb in einem wichtigen Zusammenhang mit:

upload_max_filesize

Wenn upload_max_filesize größer als post_max_size eingestellt wird, kann der kleinere POST-Grenzwert den Upload trotzdem begrenzen.

Wichtig: Bei Upload-Problemen solltest du nicht nur upload_max_filesize betrachten. Auch post_max_size und weitere technische Grenzen können relevant sein.

max_execution_time – maximale Ausführungszeit #

Die Direktive:

max_execution_time

begrenzt die zulässige Ausführungszeit eines PHP-Skripts.

Ein Beispiel:

60

steht bei dieser Direktive typischerweise für Sekunden.

Eine längere Ausführungszeit kann bei bestimmten Import-, Export- oder Verarbeitungsprozessen relevant sein.

Sehr hohe Ausführungszeit ist nicht automatisch eine Lösung #

Wenn ein PHP-Prozess regelmäßig ungewöhnlich lange benötigt, sollte geprüft werden, warum dies der Fall ist.

Ein sehr hoher Wert für max_execution_time behebt beispielsweise keine Endlosschleife, keine externe Netzwerkstörung und keinen ineffizienten Programmcode.

max_input_time – Zeit für die Verarbeitung von Eingabedaten #

Die Direktive:

max_input_time

betrifft die Zeit, die PHP für die Verarbeitung von Eingabedaten verwenden darf.

Sie ist nicht mit:

max_execution_time

gleichzusetzen.

Ändere diesen Wert nur, wenn eine Anwendung beziehungsweise eine konkrete Diagnose darauf hinweist, dass er relevant ist.

max_input_vars – Anzahl von Eingabevariablen #

Die Direktive:

max_input_vars

begrenzt die Anzahl der Eingabevariablen, die PHP bei einer Anfrage verarbeitet.

Diese Einstellung kann beispielsweise bei sehr umfangreichen Formularen, Menüs oder Administrationsoberflächen bestimmter Anwendungen relevant werden.

Wenn eine Anwendung ausdrücklich einen höheren Wert verlangt, kannst du die aktuelle Einstellung im MultiPHP INI-Editor prüfen.

display_errors – PHP-Fehler im Browser anzeigen #

Die Direktive:

display_errors

bestimmt, ob bestimmte PHP-Fehlermeldungen direkt in der ausgegebenen Webseite angezeigt werden.

Das kann bei Entwicklungsarbeiten hilfreich sein, ist für eine öffentlich erreichbare produktive Website jedoch mit Vorsicht zu verwenden.

Achtung: PHP-Fehlermeldungen können interne Dateipfade, Funktionsnamen oder andere technische Details enthalten. Eine öffentliche Fehlerausgabe sollte auf produktiven Websites nicht unnötig aktiviert werden.

Fehlerprotokoll statt öffentliche Fehlerausgabe #

Für die Diagnose einer produktiven Website ist ein Fehlerprotokoll häufig geeigneter als die direkte Ausgabe technischer Fehler an Besucher.

Wie du vorhandene Fehler im cPanel untersuchst, erklären wir unter cPanel Error Log lesen und Website-Fehler finden.

Änderbare und nicht änderbare PHP-Einstellungen #

Nicht jede PHP-Direktive kann in jeder Hosting-Umgebung auf Website- oder Benutzerebene verändert werden.

PHP unterscheidet verschiedene Konfigurationsebenen, und bestimmte Werte können serverseitig vorgegeben oder begrenzt sein.

Wenn eine Einstellung im MultiPHP INI-Editor nicht verfügbar ist oder eine Änderung nicht die erwartete Wirkung hat, solltest du deshalb nicht versuchen, sie über immer weitere Konfigurationsdateien zu erzwingen.

Wichtig: Ein Shared-Hosting-Account besitzt keine unbegrenzte Kontrolle über die gesamte PHP- und Serverkonfiguration. Bestimmte Grenzen werden bewusst auf Serverebene festgelegt.

PHP-Wert und Serverlimit sind nicht dasselbe #

Ein in PHP eingestellter Wert kann nur innerhalb der technischen Grenzen der gesamten Hosting-Umgebung wirken.

Wenn du beispielsweise einen sehr hohen PHP-Wert einträgst, bedeutet das nicht automatisch, dass der Webserver, PHP-Prozessmanager oder die Hosting-Ressourcen diesen Wert unbegrenzt bereitstellen.

Ein hoher Zahlenwert ist deshalb kein Ersatz für eine passende Server- und Anwendungskonfiguration.

CloudLinux-Ressourcen sind ebenfalls getrennt zu betrachten #

PHP-Einstellungen wie memory_limit sind nicht dasselbe wie die Ressourcenbegrenzungen des Hosting-Accounts.

CloudLinux kann beispielsweise Ressourcen auf Account-Ebene verwalten, während memory_limit eine PHP-Einstellung ist.

Diese Ebenen sollten bei der Fehlersuche nicht miteinander verwechselt werden.

Die Ressourcennutzung behandeln wir später unter CloudLinux Ressourcennutzung in cPanel verstehen.

PHP-Einstellung geändert, aber Anwendung zeigt weiterhin alten Wert #

Wenn eine Anwendung nach einer Änderung weiterhin einen anderen Wert meldet, solltest du zunächst prüfen:

  • wurde die richtige Domain beziehungsweise der richtige Bereich bearbeitet?
  • wurde die Änderung gespeichert?
  • verwendet die Website tatsächlich die erwartete PHP-Konfiguration?
  • existieren weitere lokale PHP-Konfigurationsdateien?
  • wird der Wert auf einer anderen Konfigurationsebene begrenzt?

Ändere nicht sofort dieselbe Direktive zusätzlich an mehreren Stellen.

Mehrere PHP-Konfigurationen können die Fehlersuche erschweren #

Wenn dieselbe Einstellung gleichzeitig über verschiedene Mechanismen definiert wird, wird schwer nachvollziehbar, welcher Wert tatsächlich verwendet wird.

Mögliche Stellen können – abhängig von der Serverkonfiguration – beispielsweise sein:

MultiPHP INI-Editor
php.ini
.user.ini
Anwendungskonfiguration

Auch ältere .htaccess-Anweisungen können in bestimmten Umgebungen eine Rolle spielen oder gerade wegen einer unpassenden Konfiguration Fehler verursachen.

CURIAWEB-Empfehlung: Halte die PHP-Konfiguration so einfach und nachvollziehbar wie möglich. Verwende für unterstützte Einstellungen den MultiPHP INI-Editor und verteile dieselbe Einstellung nicht unnötig auf mehrere Dateien.

Alte php.ini-Dateien nach einem Website-Umzug #

Bei einer Website-Migration können Konfigurationsdateien vom bisherigen Hosting mitkopiert werden.

Dazu können beispielsweise gehören:

php.ini

oder:

.user.ini

Solche Dateien können Einstellungen enthalten, die für die alte Hosting-Umgebung vorgesehen waren.

Wenn nach einem Umzug unerwartete PHP-Werte oder Fehler auftreten, solltest du deshalb prüfen, ob alte lokale PHP-Konfigurationen vorhanden sind.

.user.ini nicht auf Verdacht löschen #

Wenn eine .user.ini vorhanden ist, solltest du sie nicht einfach entfernen.

Prüfe zuerst ihren Inhalt und ob sie von der Website beziehungsweise einer bisherigen Konfiguration benötigt wird.

Dokumentiere bestehende Einstellungen vor einer Änderung.

PHP-Einstellungen nicht blind aus fremden Tutorials übernehmen #

Im Internet findest du häufig Konfigurationsbeispiele wie:

memory_limit = 1024M
max_execution_time = 600
upload_max_filesize = 512M

Solche Werte sind keine allgemeingültige Empfehlung.

Sie können für eine konkrete Anwendung unnötig hoch, technisch wirkungslos oder in einer Hosting-Umgebung nicht vorgesehen sein.

Achtung: Verwende keine extrem hohen PHP-Werte nur deshalb, weil sie in einer Anleitung für einen anderen Server oder eine andere Anwendung genannt werden.

PHP-Einstellungen nach einer Änderung einzeln testen #

Wenn du ein konkretes Problem untersuchst, solltest du möglichst nur den relevanten Wert ändern.

Beispielsweise:

Problem:
PHP-Speicher reicht nicht

Prüfen:
memory_limit

oder:

Problem:
Datei lässt sich wegen ihrer Größe nicht hochladen

Prüfen:
upload_max_filesize
post_max_size

Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Einstellung tatsächlich Einfluss auf das Problem hatte.

PHP-Einstellungen nach einem PHP-Versionswechsel prüfen #

Wenn du die PHP-Version einer Website geändert hast und anschließend ein unerwartetes Verhalten feststellst, solltest du nicht nur die Anwendungskompatibilität prüfen.

Kontrolliere bei Bedarf auch die für die Website wirksamen PHP-Einstellungen.

Die PHP-Version selbst änderst du bei CURIAWEB über den MultiPHP-Manager.

PHP-Erweiterungen sind ein weiterer Bereich #

Wenn eine Anwendung meldet, dass beispielsweise eine bestimmte PHP-Erweiterung fehlt, ist dies nicht automatisch ein Problem des MultiPHP INI-Editors.

PHP-Direktiven und PHP-Erweiterungen sind unterschiedliche Bestandteile der PHP-Umgebung.

Die Verwaltung von Erweiterungen behandeln wir unter PHP-Erweiterungen in cPanel aktivieren und verwalten.

PHP-Limits gezielt einstellen #

Die besonders häufig benötigten Einstellungen:

memory_limit
upload_max_filesize
post_max_size
max_execution_time

behandeln wir im nächsten Artikel ausführlich und mit konkreten Anwendungsfällen.

Die Anleitung findest du unter PHP Memory Limit, Upload-Größe und Ausführungszeit einstellen.

PHP-Einstellungen bei WordPress #

WordPress und seine Erweiterungen können unterschiedliche Anforderungen an PHP stellen.

Wenn WordPress beispielsweise eine Upload-Grenze anzeigt, muss berücksichtigt werden, dass mehrere PHP-Einstellungen und gegebenenfalls weitere technische Grenzen zusammenwirken können.

Ändere deshalb nicht wahllos alle sichtbaren PHP-Werte.

WordPress Memory Limit und PHP memory_limit unterscheiden #

Bei WordPress kann zusätzlich eine anwendungsspezifische Speicherkonfiguration eine Rolle spielen.

Ein in WordPress definierter Wert kann jedoch keine höhere serverseitige PHP-Grenze erzwingen, als die Hosting-Umgebung tatsächlich bereitstellt.

PHP-Konfiguration und Anwendungskonfiguration sind deshalb getrennte Ebenen.

PHP-Einstellungen bei großen Importen #

Bei umfangreichen Importen können Upload-Größe, POST-Größe, Laufzeit oder Speicher relevant sein.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder fehlgeschlagene Import durch höhere PHP-Limits gelöst werden kann.

Ein SQL-Fehler innerhalb einer Datenbank wird beispielsweise nicht durch eine Erhöhung von memory_limit behoben.

Typische phpMyAdmin-Importfehler behandeln wir unter phpMyAdmin-Import funktioniert nicht: Fehler und große SQL-Dateien.

PHP-Einstellungen zurücksetzen #

Wenn eine Änderung nicht das gewünschte Ergebnis bringt oder neue Probleme verursacht, solltest du den zuvor dokumentierten Ausgangswert wiederherstellen.

Öffne dazu erneut:

Software → MultiPHP INI-Editor

Wähle den richtigen Bereich und stelle den vorherigen Wert wieder her.

Speichere anschließend die Änderung und teste die Website erneut.

Nach Rücksetzen bleibt der Fehler bestehen #

Wenn der ursprüngliche Wert wiederhergestellt wurde und der Fehler trotzdem bestehen bleibt, kann eine andere Ursache vorliegen.

Prüfe dann insbesondere:

  • ob weitere PHP-Einstellungen verändert wurden
  • ob lokale Konfigurationsdateien vorhanden sind
  • ob die PHP-Version verändert wurde
  • ob ein Anwendungsfehler vorliegt
  • ob das Error Log Hinweise enthält

PHP-Einstellungen bei produktiven Websites #

Bei einer produktiven Website solltest du Änderungen kontrolliert durchführen.

Vermeide insbesondere:

  • viele Werte gleichzeitig zu verändern
  • Fehlerausgabe dauerhaft öffentlich zu aktivieren
  • unbekannte Konfigurationszeilen zu übernehmen
  • bestehende Konfigurationsdateien ohne Prüfung zu löschen
  • extrem hohe Grenzwerte ohne technischen Grund einzutragen

Dokumentiere stattdessen Ausgangswerte und teste gezielt.

Empfohlener Ablauf zum Ändern einer PHP-Einstellung #

  1. Bestimme zuerst, welche PHP-Einstellung für das konkrete Problem relevant ist.
  2. Melde dich bei cPanel an.
  3. Öffne Software → MultiPHP INI-Editor.
  4. Wähle die richtige Domain beziehungsweise den richtigen Bereich.
  5. Verwende für typische Änderungen den Basis-Modus.
  6. Suche die betreffende PHP-Direktive.
  7. Notiere den bisherigen Wert.
  8. Trage den vorgesehenen neuen Wert ein.
  9. Speichere die Änderung.
  10. Kontrolliere den gespeicherten Wert.
  11. Teste gezielt die betroffene Website-Funktion.
  12. Ändere bei Bedarf erst danach eine weitere Einstellung.
  13. Stelle den Ausgangswert wieder her, wenn die Änderung nicht sinnvoll ist.

Empfohlene Fehlersuche, wenn eine PHP-Einstellung nicht wirkt #

  1. Prüfe, ob du den richtigen Bereich bearbeitet hast.
  2. Kontrolliere, ob die Änderung gespeichert wurde.
  3. Prüfe, ob die Website die erwartete PHP-Version verwendet.
  4. Kontrolliere mögliche lokale php.ini– oder .user.ini-Dateien.
  5. Prüfe, ob eine andere Konfigurationsebene den Wert beeinflusst.
  6. Berücksichtige serverseitige Grenzen.
  7. Prüfe das Error Log auf konkrete Hinweise.
  8. Füge nicht auf Verdacht dieselbe Einstellung an weiteren Stellen hinzu.

Grundregel: Eine PHP-Einstellung sollte einen konkreten technischen Zweck erfüllen. Ausgangswert dokumentieren, gezielt ändern, speichern und anschließend genau die betroffene Funktion testen.

Wann solltest du den Support kontaktieren? #

Wenn eine benötigte PHP-Einstellung nicht verfügbar ist, eine Änderung nicht wirksam wird oder deine Website anschließend Fehler zeigt, solltest du den aktuellen Zustand möglichst genau dokumentieren.

Für eine Analyse sind insbesondere folgende Angaben hilfreich:

  • betroffene Domain
  • verwendete PHP-Version
  • Name der betreffenden PHP-Direktive
  • bisheriger Wert
  • neu eingestellter Wert
  • Grund für die gewünschte Änderung
  • genaue Fehlermeldung
  • ob lokale php.ini– oder .user.ini-Dateien vorhanden sind, sofern bekannt
  • welche Anwendung beziehungsweise Website-Funktion betroffen ist

Übermittle dabei keine Passwörter oder andere vertrauliche Zugangsdaten.

Zusammenfassung #

PHP-Einstellungen verwaltest du im CURIAWEB-cPanel über Software → MultiPHP INI-Editor. Für typische Änderungen ist der Basis-Modus die übersichtlichste Variante, während der Editor-Modus für die direkte Bearbeitung von PHP-Direktiven vorgesehen ist.

Notiere vor einer Änderung den bisherigen Wert und ändere möglichst nur die Einstellung, die für dein konkretes Problem relevant ist. Höhere Werte verbessern eine Website nicht automatisch und können serverseitige Ressourcen- oder Sicherheitsgrenzen nicht beliebig aufheben.

PHP-Version, PHP-Einstellungen, PHP-Erweiterungen und CloudLinux-Ressourcen sind unterschiedliche Ebenen. Bei CURIAWEB verwaltest du die PHP-Version grundsätzlich über den MultiPHP-Manager und die unterstützten PHP-Konfigurationswerte über den MultiPHP INI-Editor.

Wenn eine Änderung nicht wirkt, solltest du nicht dieselbe Direktive an mehreren Stellen gleichzeitig eintragen. Prüfe zuerst den gewählten Bereich, vorhandene lokale Konfigurationsdateien und mögliche serverseitige Grenzen.

Die wichtigste Regel lautet: PHP-Einstellungen nicht auf Verdacht verändern – Ursache bestimmen, Ausgangswert dokumentieren, gezielt ändern und anschließend testen.

Letzte Aktualisierung August 28, 2026
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