Mit Gutscheinen kannst du Kunden in WooCommerce einen Rabatt gewähren. Dabei kannst du beispielsweise einen prozentualen Rabatt, einen festen Betrag auf den Warenkorb oder einen festen Rabatt auf bestimmte Produkte einrichten.
Du kannst ausserdem festlegen, wann ein Gutschein verwendet werden darf. So lässt sich ein Rabatt beispielsweise auf bestimmte Produkte oder Kategorien beschränken, an einen Mindestbestellwert koppeln oder nur für bestimmte E-Mail-Adressen freigeben.
Die Gutscheinverwaltung findest du im WordPress-Backend unter:
Marketing
→ Gutscheine
Wichtig: WooCommerce Core besitzt bereits eine umfangreiche Gutscheinverwaltung. Erweiterte Funktionen wie automatisch angewendete Gutscheine, Gratisprodukte, Guthaben oder spezielle BOGO-Aktionen benötigen dagegen zusätzliche Erweiterungen oder individuelle Anpassungen.
Gutscheine zuerst in WooCommerce aktivieren #
Bevor du Gutscheine verwenden kannst, muss die Gutschein-Funktion aktiviert sein.
Öffne:
WooCommerce
→ Einstellungen
→ Allgemein
Im Bereich für Gutscheine aktivierst du die Option zur Verwendung von Gutscheincodes und speicherst die Einstellungen.
Danach kannst du unter Marketing → Gutscheine deine Gutscheine verwalten und neue Gutscheine erstellen.
Einen neuen Gutschein erstellen #
Öffne:
Marketing
→ Gutscheine
→ Gutschein hinzufügen
Als Erstes benötigt der Gutschein einen Gutscheincode.
Das ist der Code, den dein Kunde später beispielsweise im Warenkorb oder Checkout eingibt.
Ein möglicher Code wäre:
WILLKOMMEN10
WooCommerce kann auch einen Gutscheincode für dich generieren.
Wähle einen Code, der sich gut lesen und korrekt eingeben lässt. Ein Gutschein funktioniert nur, wenn WooCommerce den eingegebenen Code einem gültigen Gutschein zuordnen kann.
Die Beschreibung ist nur für dich #
Unter dem Gutscheincode kannst du eine Beschreibung hinterlegen.
Diese Beschreibung ist für deine interne Verwaltung gedacht und wird dem Kunden nicht als Bestandteil des Gutscheins angezeigt.
Du könntest dort beispielsweise notieren:
10 % Willkommensrabatt
für Herbstaktion 2026
Gerade wenn du später mehrere Gutscheine verwendest, hilft eine verständliche Beschreibung dabei, ihren Zweck nachvollziehen zu können.
Die drei Rabattarten in WooCommerce #
Unter Allgemein legst du die Rabattart fest. WooCommerce Core stellt dafür drei Möglichkeiten bereit:
| Rabattart | Wirkung |
|---|---|
| Prozentualer Rabatt | Gewährt einen prozentualen Rabatt auf die Produkte, für die der Gutschein gültig ist. |
| Fester Warenkorb-Rabatt | Zieht einen festen Betrag vom Warenkorb ab. |
| Fester Produktrabatt | Zieht einen festen Betrag pro berechtigtem Produkt beziehungsweise Artikel ab. |
Welche Rabattart du verwendest, hängt davon ab, was dein Gutschein bewirken soll.
Prozentualen Rabatt erstellen #
Ein prozentualer Gutschein reduziert den Preis der berechtigten Produkte um einen bestimmten Prozentsatz.
Beispielsweise:
Warenwert:
CHF 200.00
Gutschein:
10 %
Rabatt:
CHF 20.00
Für einen Rabatt von 10 Prozent trägst du beim Gutscheinbetrag einfach:
10
ein.
Du gibst dabei weder das Prozentzeichen noch ein Währungssymbol ein.
Festen Warenkorb-Rabatt erstellen #
Bei einem festen Warenkorb-Rabatt wird ein bestimmter Betrag vom berechtigten Warenkorb abgezogen.
Beispielsweise:
Warenwert:
CHF 150.00
Gutschein:
CHF 20.00
Neuer Warenwert:
CHF 130.00
Wählst du als Rabattart Fester Warenkorb-Rabatt und trägst als Betrag:
20
ein, gewährt der Gutschein einen Rabatt von CHF 20.00 auf den berechtigten Warenkorb.
Festen Produktrabatt richtig verstehen #
Beim festen Produktrabatt ist ein Detail besonders wichtig: Der eingetragene Betrag gilt für jeden berechtigten Artikel.
Ein Beispiel macht den Unterschied deutlich:
3 T-Shirts
je CHF 30.00
Fester Produktrabatt:
CHF 5.00
Rabatt:
3 × CHF 5.00
= CHF 15.00
Wenn du stattdessen einen festen Rabatt von insgesamt CHF 5.00 auf den gesamten Warenkorb möchtest, musst du den festen Warenkorb-Rabatt verwenden.
Merke: „Fester Produktrabatt“ bedeutet nicht automatisch „einmaliger Rabatt auf ein Produkt im Warenkorb“. Der Betrag wird pro berechtigtem Artikel angewendet.
Gutschein mit Ablaufdatum versehen #
Du kannst für einen Gutschein ein Ablaufdatum festlegen.
Nach diesem Datum kann der Gutschein nicht mehr verwendet werden.
Das ist beispielsweise bei zeitlich begrenzten Aktionen sinnvoll.
Aktion:
Herbstrabatt
Gültig bis:
30. September 2026
WooCommerce behandelt den Gutschein am eingetragenen Ablaufdatum bereits als abgelaufen. Wenn eine Aktion also bis einschliesslich eines bestimmten Tages nutzbar sein soll, solltest du dieses Verhalten bei der Wahl des Datums berücksichtigen.
Kostenlosen Versand mit einem Gutschein ermöglichen #
Ein WooCommerce-Gutschein kann auch für kostenlosen Versand verwendet werden.
Dafür besitzt der Gutschein die Option Kostenlosen Versand erlauben.
Die Aktivierung dieser Option allein reicht allerdings nicht aus.
In der betreffenden Versandzone muss zusätzlich die WooCommerce-Versandart Kostenloser Versand eingerichtet sein und so konfiguriert werden, dass ein entsprechender Gutschein als Voraussetzung verwendet werden kann.
Der Ablauf ist also vereinfacht:
Gutschein
„Kostenlosen Versand erlauben“
+
Versandzone
mit „Kostenloser Versand“
+
passende Voraussetzung
=
kostenloser Versand mit Gutschein
Wie Versandzonen und Versandarten eingerichtet werden, erklären wir im Artikel Versandzonen, Versandarten und Versandkosten einrichten.
Wichtig: Ein normaler Produktrabatt oder Warenkorb-Rabatt reduziert nicht automatisch die Versandkosten. Versandkosten sind keine normale Warenkorb-Produktposition.
Nutzungseinschränkungen festlegen #
Ein Gutschein muss nicht für jeden Warenkorb und jeden Kunden gelten.
Im Bereich Nutzungseinschränkung kannst du genau festlegen, unter welchen Bedingungen WooCommerce den Gutschein akzeptiert.
WooCommerce Core bietet dafür mehrere Möglichkeiten.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Mindestbestellwert | Der Gutschein kann erst ab einem bestimmten Warenwert verwendet werden. |
| Maximalbestellwert | Der Gutschein kann nur bis zu einem bestimmten Warenwert verwendet werden. |
| Nur einzeln anwenden | Der Gutschein kann nicht zusammen mit anderen Gutscheinen verwendet werden. |
| Reduzierte Artikel ausschliessen | Bereits im Angebot befindliche Produkte werden vom Gutschein ausgeschlossen. |
| Produkte | Der Gutschein gilt nur, wenn bestimmte Produkte die Bedingungen erfüllen. |
| Produkte ausschliessen | Bestimmte Produkte sind vom Gutschein ausgeschlossen. |
| Produktkategorien | Der Gutschein wird auf Produkte aus bestimmten Kategorien beschränkt. |
| Kategorien ausschliessen | Produkte aus bestimmten Kategorien werden ausgeschlossen. |
| Erlaubte E-Mail-Adressen | Der Gutschein darf nur von den angegebenen Kunden-E-Mail-Adressen verwendet werden. |
Du musst nicht alle Felder ausfüllen. Lässt du eine Einschränkung leer, wird der Gutschein hinsichtlich dieses Kriteriums nicht darauf beschränkt.
Mindestbestellwert festlegen #
Mit dem Mindestbestellwert kannst du bestimmen, dass ein Gutschein erst ab einem bestimmten Einkaufswert akzeptiert wird.
Beispielsweise:
Gutschein:
10 % Rabatt
Mindestbestellwert:
CHF 100.00
Erreicht der für die Prüfung relevante Warenkorbwert diese Grenze nicht, kann der Kunde den Gutschein nicht verwenden.
WooCommerce prüft den Mindestbetrag anhand der dafür vorgesehenen Warenkorb-Zwischensumme einschliesslich Steuer. Andere Gutscheine werden für diese Prüfung nicht einfach vorab vom Mindestbetrag abgezogen.
Maximalbestellwert festlegen #
Du kannst einen Gutschein auch nur bis zu einem bestimmten Warenkorbwert erlauben.
Beispielsweise:
Maximalbestellwert:
CHF 500.00
Liegt der für die Gutscheinprüfung relevante Warenkorbwert darüber, ist der Gutschein nicht gültig.
Das kann sinnvoll sein, wenn eine Rabattaktion bewusst nur für Bestellungen innerhalb eines bestimmten Warenwerts vorgesehen ist.
Mehrere Gutscheine gleichzeitig verhindern #
Mit Nur einzeln anwenden beziehungsweise Individual use only legst du fest, dass dieser Gutschein nicht zusammen mit anderen Gutscheinen verwendet werden darf.
Das verhindert beispielsweise folgende Kombination:
Gutschein 1:
10 % Rabatt
+
Gutschein 2:
CHF 20 Rabatt
Wenn dein Gutschein nicht mit anderen Aktionen kombiniert werden soll, solltest du diese Einstellung entsprechend aktivieren.
Bereits reduzierte Produkte ausschliessen #
WooCommerce kann Produkte, die bereits einen Angebotspreis besitzen, von einem Gutschein ausschliessen.
Aktivierst du Reduzierte Artikel ausschliessen, gilt der Gutschein nicht für entsprechende Sale-Produkte.
Bei einem festen Warenkorb-Rabatt kann der Gutschein ausserdem ungültig sein, wenn der Warenkorb ausschliesslich aus ausgeschlossenen Sale-Artikeln besteht.
Damit kannst du vermeiden, dass ein bereits reduzierter Artikel zusätzlich durch denselben Gutschein rabattiert wird.
Gutschein auf bestimmte Produkte beschränken #
Unter Produkte kannst du festlegen, für welche Produkte der Gutschein gelten soll.
Ein Beispiel:
Gutschein:
ZUBEHOER20
Rabatt:
20 %
Gültig für:
Notebook-Tasche
USB-C-Dock
Maus
Der Rabatt wird dann entsprechend der Gutscheinart nur auf die berechtigten Produkte angewendet.
Diese Funktion ist hilfreich, wenn eine Aktion nicht für das gesamte Sortiment gelten soll.
Bestimmte Produkte ausschliessen #
Umgekehrt kannst du einzelne Produkte ausdrücklich von einem Gutschein ausschliessen.
Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn ein allgemeiner Gutschein für fast den gesamten Shop gelten soll, einzelne Produkte aber nicht rabattiert werden dürfen.
Du musst dafür nicht alle erlaubten Produkte einzeln eintragen. Stattdessen kannst du gezielt die Ausnahmen hinterlegen.
Gutschein auf Produktkategorien beschränken #
Statt einzelne Produkte auszuwählen, kannst du einen Gutschein auch auf bestimmte Produktkategorien beschränken.
Beispielsweise:
Gutschein:
SOMMER15
Rabatt:
15 %
Produktkategorie:
Sommerbekleidung
Damit lässt sich eine Rabattaktion einfacher für eine ganze Produktgruppe verwalten.
Wie WooCommerce-Produktkategorien grundsätzlich funktionieren, erklären wir im Artikel Kategorien, Schlagwörter und Eigenschaften bei Produkten richtig verwenden.
Produktkategorien ausschliessen #
Auch das umgekehrte Verfahren ist möglich.
Du kannst beispielsweise einen allgemeinen Gutschein erstellen und eine bestimmte Kategorie davon ausschliessen.
Produkte aus dieser Kategorie erhalten dann keinen entsprechenden Rabatt.
Gutschein auf bestimmte Kunden beschränken #
WooCommerce Core bietet unter Erlaubte E-Mail-Adressen eine einfache Möglichkeit, einen Gutschein auf bestimmte Kunden einzuschränken.
Dort kannst du die E-Mail-Adressen eintragen, für die der Gutschein gültig sein soll.
WooCommerce prüft dabei die Rechnungs-E-Mail-Adresse des Kunden.
WooCommerce unterstützt in diesem Feld auch eine Wildcard mit einem Sternchen. Damit lässt sich beispielsweise eine E-Mail-Domain freigeben.
*@beispiel.ch
Ein solcher Eintrag erlaubt passende Rechnungs-E-Mail-Adressen dieser Domain.
Wichtig: Erweiterte Einschränkungen wie „nur Neukunden“, bestimmte Benutzerrollen oder geografische Regeln gehören nicht zu diesen normalen WooCommerce-Core-Einstellungen. Dafür sind zusätzliche Erweiterungen notwendig.
Nutzungslimits festlegen #
Neben den Bedingungen für einen Gutschein kannst du festlegen, wie oft er verwendet werden darf.
Dafür gibt es den Bereich Nutzungslimits.
WooCommerce Core bietet hier drei wichtige Einstellungen:
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Nutzungslimit pro Gutschein | Wie oft der Gutschein insgesamt verwendet werden darf. |
| Nutzung auf X Artikel beschränken | Wie viele berechtigte Artikel durch den Gutschein rabattiert werden dürfen. |
| Nutzungslimit pro Benutzer | Wie oft ein einzelner Kunde den Gutschein verwenden darf. |
Nutzungslimit pro Gutschein #
Mit diesem Wert begrenzt du die Gesamtzahl der Verwendungen.
Beispielsweise:
Gutschein:
START20
Nutzungslimit:
100
Nach Erreichen des Limits kann der Gutschein nicht weiter verwendet werden.
Lässt du das Feld leer, gibt es von dieser Einstellung aus kein festgelegtes Gesamtlimit.
Rabatt auf eine bestimmte Anzahl Artikel begrenzen #
Mit dem Artikellimit kannst du bestimmen, für wie viele berechtigte Artikel der Gutschein angewendet wird.
Diese Einstellung ist insbesondere bei Produktrabatten relevant.
Ein Beispiel:
Warenkorb:
5 berechtigte Produkte
Artikellimit:
2
→ Rabatt wird auf höchstens
2 berechtigte Artikel angewendet
Lässt du das Feld leer, wird der Gutschein auf alle berechtigten Artikel angewendet.
Nutzungslimit pro Kunde #
Mit dem Nutzungslimit pro Benutzer kannst du beispielsweise festlegen:
Nutzungslimit pro Benutzer:
1
Damit soll ein Kunde den Gutschein höchstens einmal verwenden können.
Bei angemeldeten Kunden kann WooCommerce den Benutzer zur Prüfung heranziehen. Bei Gastbestellungen verwendet WooCommerce die Rechnungs-E-Mail-Adresse zur Zuordnung der Nutzung.
Hinweis: Ein normales WooCommerce-Nutzungslimit ist eine technische Begrenzung innerhalb des Shops. Wenn du besonders komplexe Regeln gegen Mehrfachnutzung oder Missbrauch benötigst, können zusätzliche Gutschein-Erweiterungen weitergehende Prüfungen anbieten.
Gutschein veröffentlichen #
Wenn Rabattart, Betrag, Einschränkungen und Nutzungslimits stimmen, kannst du den Gutschein veröffentlichen.
Ab diesem Zeitpunkt kann der Gutscheincode entsprechend seiner festgelegten Bedingungen verwendet werden.
Prüfe vor der Veröffentlichung nochmals:
- Gutscheincode
- Rabattart
- Rabattbetrag
- Ablaufdatum
- Produkte und Kategorien
- Mindest- beziehungsweise Maximalbestellwert
- ausgeschlossene Produkte
- Nutzungslimits
Besonders bei prozentualen Gutscheinen solltest du kontrollieren, ob der Rabatt tatsächlich für alle gewünschten Produkte gelten darf.
Wie verwendet der Kunde einen Gutschein? #
Der Kunde gibt den Gutscheincode im Warenkorb beziehungsweise Checkout in das dafür vorgesehene Gutscheinfeld ein.
WooCommerce prüft anschliessend die hinterlegten Bedingungen.
Ist der Gutschein gültig, wird der Rabatt auf die berechtigten Positionen angewendet und in der Berechnung angezeigt.
Ist eine Bedingung nicht erfüllt, zeigt WooCommerce eine entsprechende Meldung an.
Wie Warenkorb und Checkout grundsätzlich funktionieren, erklären wir im Artikel Warenkorb und Checkout in WooCommerce verstehen.
Warum funktioniert ein Gutschein nicht? #
Wenn WooCommerce einen Gutschein nicht akzeptiert, bedeutet das nicht automatisch, dass die Gutschein-Funktion defekt ist.
Prüfe zuerst die Bedingungen des Gutscheins.
Typische Punkte sind:
- Ist der Gutschein veröffentlicht?
- Ist er bereits abgelaufen?
- Ist der Mindestbestellwert erreicht?
- Wurde ein Maximalbestellwert überschritten?
- Ist das Produkt für den Gutschein zugelassen?
- Ist das Produkt oder seine Kategorie ausgeschlossen?
- Ist das Produkt bereits reduziert und sind Sale-Produkte ausgeschlossen?
- Darf der Gutschein mit einem anderen Gutschein kombiniert werden?
- Ist ein Nutzungslimit erreicht?
- Stimmt die Rechnungs-E-Mail-Adresse mit einer Einschränkung überein?
Die Fehlermeldung im Warenkorb oder Checkout gibt häufig bereits einen Hinweis darauf, welche Bedingung nicht erfüllt wurde.
Gutscheine auf manuelle Bestellungen anwenden #
Ein vorhandener Gutschein kann auch auf eine manuell erstellte oder noch unbezahlte Bestellung angewendet werden.
Öffne dazu die entsprechende Bestellung im WooCommerce-Backend und verwende bei den Bestellpositionen die Funktion zum Anwenden eines Gutscheins.
Dafür benötigst du den Gutscheincode.
WooCommerce berücksichtigt die Verwendung auch bei der Nutzungshäufigkeit des Gutscheins.
Wie du solche Bestellungen erstellst und bearbeitest, erklären wir im Artikel Bestellung bearbeiten und manuell erstellen.
Gutscheine und Steuern #
WooCommerce berücksichtigt Gutscheine bei der Berechnung der steuerpflichtigen Produktbeträge.
Rabatte werden dabei auf die entsprechenden Produkte verteilt, bevor WooCommerce die daraus resultierenden Steuern berechnet.
Das ist insbesondere bei einem festen Warenkorb-Rabatt wichtig, weil ein pauschaler Rabatt auf mehrere Bestellpositionen verteilt werden muss.
Die eigentliche Konfiguration der Steuern behandeln wir im Artikel Steuern und Mehrwertsteuer in WooCommerce richtig einrichten.
Wichtig: WooCommerce stellt die technische Rabatt- und Steuerberechnung bereit. Welche steuerlichen oder rechtlichen Regeln für einen Rabatt in deinem konkreten Unternehmen gelten, musst du anhand der für dich geltenden Vorschriften beurteilen.
Ein Gutschein über 100 Prozent? #
Bei prozentualen Gutscheinen begrenzt WooCommerce den tatsächlich angewendeten Rabatt auf 100 Prozent. Ein Produktpreis kann durch einen Gutschein also nicht unter null fallen.
Wenn ein Produkt vollständig kostenlos werden soll, ist ein Rabatt von 100 Prozent die naheliegende Grenze für einen normalen prozentualen Gutschein.
Das bedeutet allerdings nicht, dass WooCommerce Core damit automatisch komplexe Aktionen wie „Kaufe Produkt A und erhalte Produkt B gratis“ erstellt.
Solche Aktionen benötigen zusätzliche Logik beziehungsweise eine entsprechende Erweiterung.
Was WooCommerce Core nicht automatisch kann #
Viele Anleitungen im Internet zeigen Gutscheinoptionen, die in einer normalen WooCommerce-Installation nicht vorhanden sind.
Der Grund ist häufig, dass dort zusätzliche Erweiterungen verwendet werden.
Funktionen wie:
- Gutschein automatisch ohne Code anwenden
- Gratisprodukt automatisch in den Warenkorb legen
- „Kaufe 2, erhalte 1 gratis“
- Guthaben beziehungsweise Store Credit
- Gutscheine automatisch an Kunden versenden
- Rabatte anhand einer Benutzerrolle
- komplexe Neukunden-Regeln
- erweiterte geografische Einschränkungen
gehören nicht in dieser Form zur normalen WooCommerce-Core-Gutscheinverwaltung.
Solche Funktionen können durch Erweiterungen ergänzt werden. Wenn du ein Tutorial verwendest, solltest du deshalb immer prüfen, ob dort WooCommerce Core oder ein zusätzliches Gutschein-Plugin gezeigt wird.
Gutschein vor der Veröffentlichung testen #
Ein Gutschein sollte vor einer echten Aktion getestet werden.
Lege dafür eine typische Testbestellung beziehungsweise einen Test-Warenkorb an und prüfe den Gutschein aus Sicht eines Kunden.
Teste dabei nicht nur den Fall, in dem der Gutschein funktionieren soll.
Prüfe auch mindestens eine Situation, in der er nicht funktionieren darf.
Beispiel: Ein Gutschein soll erst ab CHF 100.00 gelten. Teste ihn einmal mit einem berechtigten Warenkorb über der Grenze und einmal mit einem Warenkorb darunter.
Bei Produkt- oder Kategorieeinschränkungen solltest du ebenfalls einen erlaubten und einen ausgeschlossenen Artikel testen.
Eine vollständige Prüfung des Shops behandeln wir später im Artikel WooCommerce-Shop vor dem Start testen: Testbestellung und Checkliste.
Wie geht es weiter? #
Rabatte beeinflussen den Preis einer Bestellung und damit auch die Berechnungsgrundlage für Steuern. Deshalb schauen wir uns im nächsten Artikel die WooCommerce-Steuereinstellungen genauer an.
Weiter geht es mit Steuern und Mehrwertsteuer in WooCommerce richtig einrichten.
Zusammenfassung #
WooCommerce besitzt bereits im Core eine umfangreiche Gutscheinverwaltung. Du kannst prozentuale Rabatte, feste Warenkorb-Rabatte und feste Produktrabatte erstellen.
Über die Nutzungseinschränkungen kannst du Gutscheine unter anderem auf bestimmte Warenwerte, Produkte, Produktkategorien oder Rechnungs-E-Mail-Adressen beschränken und bereits reduzierte Produkte ausschliessen.
Mit Nutzungslimits bestimmst du, wie oft ein Gutschein insgesamt oder pro Kunde verwendet werden darf und auf wie viele berechtigte Artikel er angewendet werden kann.
Ein Gutschein kann ausserdem kostenlosen Versand ermöglichen. Dafür muss zusätzlich die Versandart „Kostenloser Versand“ in der betreffenden Versandzone passend eingerichtet sein.
Erweiterte Funktionen wie automatisch angewendete Gutscheine, Gratisprodukte, BOGO-Aktionen oder Guthaben gehören nicht zur normalen WooCommerce-Core-Gutscheinverwaltung und benötigen zusätzliche Funktionen beziehungsweise Erweiterungen.
Teste einen Gutschein immer vor der Veröffentlichung mit verschiedenen Warenkörben. So erkennst du falsche Einschränkungen oder unerwartete Rabatte, bevor echte Kunden den Code verwenden.