Nach der Installation von WordPress solltest du einige grundlegende Einstellungen überprüfen, bevor du mit dem Aufbau deiner Website beginnst. Viele davon wirken unscheinbar, haben aber direkten Einfluss darauf, wie deine Website angezeigt wird, welche Adresse WordPress verwendet, wie Benutzerkonten behandelt werden und welche Zeitzone für Beiträge und andere zeitabhängige Funktionen gilt.
Die wichtigsten Grundeinstellungen findest du im WordPress-Dashboard unter Einstellungen > Allgemein. In dieser Anleitung erklären wir dir die einzelnen Optionen und zeigen dir, welche Einstellungen für eine typische WordPress-Website sinnvoll sind.
Info: Einige Einstellungen auf dieser Seite können die Erreichbarkeit deiner WordPress-Website beeinflussen. Ändere insbesondere die WordPress-Adresse und Website-Adresse nur, wenn du genau weisst, warum du diese anpassen musst.
Wo finde ich die allgemeinen WordPress-Einstellungen? #
Melde dich zunächst im Administrationsbereich deiner WordPress-Website an. Dieser ist normalerweise unter folgender Adresse erreichbar:
deine-domain.ch/wp-admin/
Öffne anschliessend im linken Menü:
Einstellungen > Allgemein
Auf dieser Seite findest du die grundlegenden Einstellungen deiner WordPress-Installation.
Website-Titel festlegen #
Im Feld Website-Titel legst du den Namen deiner Website fest. Bei einem Unternehmen ist dies normalerweise der Firmen- oder Markenname. Bei einem Blog kann hier beispielsweise der Name des Blogs eingetragen werden.
Beispiele:
Muster AGRestaurant AlpenblickMein Reiseblog
Der Website-Titel kann abhängig vom verwendeten Theme an verschiedenen Stellen erscheinen, beispielsweise im Header oder als Bestandteil des Seitentitels im Browser.
Hinweis: Der Website-Titel ist nicht automatisch identisch mit dem SEO-Titel einer einzelnen Seite. Wenn du ein SEO-Plugin verwendest, können Seitentitel und Meta-Angaben separat konfiguriert werden.
Untertitel der Website #
Direkt unter dem Website-Titel befindet sich das Feld Untertitel. WordPress verwendet hier bei neuen Installationen häufig einen Standardtext wie „Eine weitere WordPress-Website“.
Diesen Standardtext solltest du ändern oder entfernen.
Der Untertitel ist für eine kurze Beschreibung deiner Website gedacht. Ein Unternehmen könnte beispielsweise eine Formulierung wie diese verwenden:
Webdesign und IT-Service aus Graubünden
Ob und wo der Untertitel tatsächlich angezeigt wird, hängt vom verwendeten WordPress-Theme ab.
WordPress-Adresse (URL) #
Das Feld WordPress-Adresse (URL) gibt an, unter welcher Adresse sich die WordPress-Installation befindet.
Bei einer normalen Installation direkt auf der Hauptdomain könnte dort beispielsweise stehen:
WordPress verwendet diese Adresse unter anderem, um seine eigenen Dateien und Ressourcen korrekt aufzurufen.
Website-Adresse (URL) #
Die Website-Adresse (URL) legt fest, unter welcher Adresse Besucher deine Website erreichen.
Bei den meisten normalen WordPress-Installationen sind WordPress-Adresse und Website-Adresse identisch:
Es gibt spezielle Konfigurationen, bei denen sich beide Adressen unterscheiden können. Beispielsweise kann WordPress technisch in einem Unterverzeichnis installiert sein, während die Website über die Hauptdomain erreichbar ist. Für eine gewöhnliche Installation ist das jedoch nicht erforderlich.
Warnung: Ändere die WordPress-Adresse oder Website-Adresse nicht versuchsweise. Eine falsche URL kann dazu führen, dass deine Website oder der WordPress-Adminbereich nicht mehr korrekt erreichbar ist.
HTTP oder HTTPS? #
Eine öffentlich erreichbare WordPress-Website sollte grundsätzlich über eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung betrieben werden. Die Adresse beginnt dann mit:
https://
und nicht mit:
http://
Dafür benötigt die Domain ein gültiges SSL-Zertifikat. Bei CURIAWEB Hosting steht für deine Domains ein kostenloses SSL-Zertifikat zur Verfügung.
Wie du SSL für WordPress korrekt einrichtest, erklären wir ausführlich in unserer Anleitung SSL in WordPress aktivieren.
Administrations-E-Mail-Adresse #
Die Administrations-E-Mail-Adresse ist eine wichtige Adresse innerhalb deiner WordPress-Installation. WordPress verwendet sie für administrative Benachrichtigungen und verschiedene Systemmeldungen.
Verwende deshalb eine E-Mail-Adresse, auf die du dauerhaft Zugriff hast.
Für eine geschäftliche Website könnte das beispielsweise sein:
webmaster@deine-domain.ch
oder:
info@deine-domain.ch
Wenn du die Administrations-E-Mail-Adresse änderst, kann WordPress eine Bestätigung an die neue Adresse senden. Die Änderung wird dann erst vollständig übernommen, nachdem sie bestätigt wurde.
Empfehlung: Verwende keine E-Mail-Adresse, die voraussichtlich nur vorübergehend existiert. Die Administrationsadresse kann für wichtige WordPress-Benachrichtigungen benötigt werden.
Mitgliedschaft: „Jeder kann sich registrieren“ #
Unter Mitgliedschaft findest du die Option:
Jeder kann sich registrieren
Bei einer normalen Unternehmenswebsite, Vereinswebsite oder persönlichen Website solltest du diese Option in der Regel deaktiviert lassen, sofern du keine öffentliche Benutzerregistrierung benötigst.
Wird die Option aktiviert, können sich Besucher über die WordPress-Registrierungsfunktion selbst ein Benutzerkonto anlegen.
Das kann beispielsweise bei bestimmten Mitgliederseiten oder Community-Projekten gewünscht sein. Für eine gewöhnliche Website bringt eine offene Registrierung dagegen meistens keinen Vorteil.
Standardrolle eines neuen Benutzers #
Wenn du die Benutzerregistrierung aktiviert hast, bestimmt die Einstellung Standardrolle eines neuen Benutzers, welche Berechtigungen neu registrierte Benutzer erhalten.
WordPress stellt verschiedene Benutzerrollen zur Verfügung, darunter:
- Abonnent
- Mitarbeiter
- Autor
- Redakteur
- Administrator
Für öffentlich registrierte Benutzer ist Abonnent normalerweise die sicherste Standardrolle, da diese Rolle nur sehr eingeschränkte Berechtigungen besitzt.
Warnung: Verwende niemals „Administrator“ als Standardrolle für eine öffentliche Benutzerregistrierung. Administratoren besitzen weitreichende Rechte und können praktisch die gesamte WordPress-Website verwalten.
Die verschiedenen Benutzerrollen und deren Berechtigungen behandeln wir ausführlicher in unserer Anleitung Benutzer in WordPress verwalten.
Sprache der Website einstellen #
Über Sprache der Website legst du die Standardsprache deiner WordPress-Installation fest.
Die Einstellung beeinflusst unter anderem die Sprache des WordPress-Backends und verschiedener von WordPress bereitgestellter Texte. Themes und Plugins können ebenfalls Übersetzungen für die ausgewählte Sprache laden, sofern entsprechende Sprachdateien vorhanden sind.
Für eine deutschsprachige Schweizer Website kannst du beispielsweise Deutsch (Schweiz) auswählen, sofern diese Sprachvariante in deiner Installation verfügbar ist.
Diese Einstellung macht deine Website allerdings nicht automatisch mehrsprachig. Für eine Website mit mehreren Sprachen wird zusätzlich eine entsprechende Mehrsprachigkeitslösung benötigt.
Zeitzone richtig einstellen #
Die richtige Zeitzone ist wichtiger, als sie auf den ersten Blick erscheint. WordPress verwendet sie unter anderem für Veröffentlichungszeiten von Beiträgen, geplante Veröffentlichungen und verschiedene zeitabhängige Prozesse.
Für eine Website in der Schweiz solltest du als Zeitzone eine passende Stadt auswählen, beispielsweise:
Europe/Zurich
In der WordPress-Oberfläche wird dies üblicherweise als Zürich beziehungsweise entsprechende regionale Zeitzone angeboten.
Eine geografische Zeitzone ist gegenüber einem festen UTC-Offset sinnvoll, weil dabei die Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit automatisch berücksichtigt werden kann.
Tipp: Wenn deine Website in der Schweiz betrieben wird, wähle eine geografische Zeitzone wie Zürich und nicht einfach einen festen UTC-Wert.
Datumsformat festlegen #
Unter Datumsformat bestimmst du, wie WordPress Datumsangaben darstellen soll.
Je nach Website könnte ein Datum beispielsweise so erscheinen:
27. August 2026
oder:
27.08.2026
Welche Variante sinnvoll ist, hängt von deinem Design und der Art deiner Inhalte ab. Für deutschsprachige Websites ist ein Format mit Tag, Monat und Jahr normalerweise gut verständlich.
Zeitformat festlegen #
Direkt darunter kannst du das Zeitformat bestimmen.
Im deutschsprachigen Raum ist die 24-Stunden-Darstellung üblich, beispielsweise:
14:30
WordPress erlaubt daneben auch andere Darstellungsformen. Entscheidend ist vor allem, dass das Format zur Zielgruppe deiner Website passt.
Der erste Tag der Woche #
Mit der Einstellung Woche beginnt am legst du fest, welchen Wochentag WordPress als Wochenbeginn verwendet.
Für Websites in der Schweiz und in weiten Teilen Europas ist normalerweise Montag die passende Einstellung.
Diese Einstellung kann unter anderem von Kalenderfunktionen sowie bestimmten Themes und Plugins verwendet werden.
Empfohlene Grundeinstellungen für eine Schweizer WordPress-Website #
Für eine typische Unternehmens-, Vereins- oder private Website in der Schweiz können folgende Einstellungen als Ausgangspunkt dienen:
- Website-Titel: Firmen-, Projekt- oder Websitename
- Untertitel: individuell anpassen oder entfernen
- WordPress-Adresse:
https://deine-domain.ch - Website-Adresse:
https://deine-domain.ch - Administrations-E-Mail: dauerhaft erreichbare Adresse
- Jeder kann sich registrieren: deaktiviert, sofern nicht benötigt
- Standardrolle: Abonnent
- Sprache: passende deutsche beziehungsweise Schweizer Sprachversion
- Zeitzone: Zürich
- Datumsformat: passend zur Website
- Zeitformat: 24-Stunden-Format
- Woche beginnt am: Montag
Diese Einstellungen sind keine zwingenden Vorgaben. Sie bilden jedoch eine vernünftige Grundlage für viele WordPress-Websites mit Zielgruppe in der Schweiz.
Änderungen speichern #
Nachdem du die Einstellungen überprüft oder angepasst hast, klicke unten auf der Seite auf Änderungen speichern.
Kontrolliere anschliessend kurz deine Website. Besonders nach Änderungen an Website-Titel, Sprache oder URL-Einstellungen solltest du prüfen, ob die Website und der WordPress-Adminbereich weiterhin wie erwartet funktionieren.
Welche WordPress-Einstellungen solltest du danach konfigurieren? #
Der Bereich Einstellungen > Allgemein ist nur ein Teil der WordPress-Grundkonfiguration. WordPress besitzt weitere Einstellungsbereiche, die ebenfalls Einfluss auf deine Website haben.
Als Nächstes solltest du insbesondere die Schreibeinstellungen in WordPress, die Leseeinstellungen in WordPress, die Diskussionseinstellungen in WordPress, die Medieneinstellungen in WordPress und die Permalink-Einstellungen in WordPress überprüfen.
Besonders die Permalink-Struktur solltest du möglichst früh festlegen, bevor deine Website viele Inhalte enthält. Dadurch vermeidest du spätere Änderungen an bereits verwendeten URLs.
Fazit #
Die allgemeinen Einstellungen gehören zu den ersten Bereichen, die du nach einer neuen WordPress-Installation kontrollieren solltest. Website-Titel, Administrations-E-Mail-Adresse, Sprache, Zeitzone und Benutzerregistrierung lassen sich hier zentral konfigurieren.
Besondere Vorsicht ist bei der WordPress-Adresse und der Website-Adresse erforderlich. Diese Werte beeinflussen direkt, unter welchen URLs WordPress und deine Website erreichbar sind. Wenn du nicht sicher bist, ob eine Änderung notwendig ist, solltest du die bestehenden Werte nicht verändern.
Empfehlung: Nimm dir nach einer neuen WordPress-Installation einige Minuten Zeit und überprüfe die allgemeinen Einstellungen vollständig. Eine saubere Grundkonfiguration erspart dir später unnötige Fehler bei Benutzerkonten, Veröffentlichungszeiten, URLs und administrativen Benachrichtigungen.