Eine übersichtliche Navigation gehört zu den wichtigsten Bestandteilen einer WordPress-Website. Über das Hauptmenü finden Besucher deine wichtigsten Seiten, Leistungen, Produkte oder Beiträge und können sich schnell auf deiner Website orientieren.
In WordPress kannst du Menüs selbst erstellen, Seiten hinzufügen, deren Reihenfolge verändern, Untermenüs anlegen und einzelne Einträge wieder entfernen. Wie die Menüverwaltung aussieht, hängt allerdings vom verwendeten WordPress-Theme ab.
Bei klassischen Themes erfolgt die Verwaltung normalerweise über Design → Menüs. Moderne Block-Themes verwenden dagegen den Website-Editor und den Navigationsblock. Deshalb zeigen wir dir in dieser Anleitung beide Varianten.
Kurz erklärt: Verwendest du ein klassisches WordPress-Theme, findest du die Navigation normalerweise unter Design → Menüs. Bei einem modernen Block-Theme öffnest du Design → Editor und bearbeitest dort die Navigation deiner Website.
Was ist ein WordPress-Menü? #
Ein WordPress-Menü ist eine strukturierte Sammlung von Links, über die Besucher verschiedene Bereiche deiner Website aufrufen können.
Ein typisches Hauptmenü einer Unternehmenswebsite könnte beispielsweise so aufgebaut sein:
- Startseite
- Über uns
- Leistungen
- Referenzen
- Blog
- Kontakt
Bei umfangreicheren Websites können einzelne Menüpunkte wiederum Unterpunkte enthalten.
Unter Leistungen könnten beispielsweise folgende Einträge erscheinen:
- Webdesign
- Webhosting
- WordPress
- SEO
Damit entsteht eine hierarchische Navigation, über die Besucher auch umfangreichere Websites übersichtlich erschliessen können.
Welche Inhalte können in einem WordPress-Menü verwendet werden? #
Ein WordPress-Menü muss nicht ausschliesslich aus Seiten bestehen. Je nach Installation und verwendeten Plugins können unterschiedliche Inhalte eingebunden werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- Seiten
- Beiträge
- Kategorien
- individuelle Links
- WooCommerce-Produktkategorien
- Produkte
- weitere Custom Post Types
Welche Auswahlmöglichkeiten angezeigt werden, hängt von deiner WordPress-Installation ab.
Wo finde ich die Menüverwaltung in WordPress? #
Hier gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen klassischen WordPress-Themes und modernen Block-Themes.
Bei einem klassischen Theme findest du normalerweise:
Design → Menüs
Bei einem Block-Theme gibt es diesen Menüpunkt möglicherweise nicht. Stattdessen wird die Navigation über:
Design → Editor
verwaltet.
Wenn du nicht weisst, welches Theme auf deiner Website aktiv ist, kannst du dies normalerweise unter Design → Themes überprüfen.
Wie du dich überhaupt in die WordPress-Verwaltung einloggst, erklären wir unter WordPress-Login: So meldest du dich im Adminbereich an.
WordPress-Menü mit einem klassischen Theme erstellen #
Verwendest du ein klassisches Theme mit der traditionellen Menüverwaltung, kannst du ein neues Menü direkt im WordPress-Adminbereich erstellen.
Neues Menü erstellen #
- Logge dich in deinen WordPress-Adminbereich ein.
- Öffne Design → Menüs.
- Klicke auf die Funktion zum Erstellen eines neuen Menüs.
- Vergib einen aussagekräftigen Menünamen, beispielsweise Hauptnavigation.
- Klicke auf Menü erstellen.
- Füge anschliessend die gewünschten Seiten und anderen Menüeinträge hinzu.
- Weise dem Menü bei Bedarf eine vom Theme bereitgestellte Anzeigeposition zu.
- Speichere das Menü.
Der interne Menüname ist hauptsächlich für deine Verwaltung gedacht. Besucher müssen diesen Namen normalerweise nicht sehen.
Was ist eine Menüposition? #
Klassische WordPress-Themes können verschiedene Positionen definieren, an denen ein Menü angezeigt werden kann.
Je nach Theme können diese beispielsweise heissen:
- Primäres Menü
- Hauptmenü
- Header-Menü
- Footer-Menü
- Mobile Navigation
- Secondary Menu
Welche Menüpositionen vorhanden sind, bestimmt das aktive Theme.
Ein Theme kann nur eine einzige Position besitzen, während ein anderes mehrere unterschiedliche Navigationsbereiche unterstützt.
Wichtig: Ein erstelltes Menü wird nicht zwangsläufig automatisch auf deiner Website angezeigt. Bei klassischen Themes musst du häufig zusätzlich festlegen, an welcher vom Theme bereitgestellten Position das Menü erscheinen soll.
Seiten zu einem WordPress-Menü hinzufügen #
Nachdem du ein Menü erstellt hast, kannst du vorhandene WordPress-Seiten hinzufügen.
Seite zum Menü hinzufügen #
- Öffne Design → Menüs.
- Wähle das gewünschte Menü aus.
- Öffne im linken Bereich Seiten.
- Markiere die gewünschten Seiten.
- Klicke auf Zum Menü hinzufügen.
- Die ausgewählten Seiten erscheinen anschliessend in der Menüstruktur.
- Ordne die Einträge in der gewünschten Reihenfolge an.
- Klicke auf Menü speichern.
Wenn eine benötigte Seite noch nicht existiert, solltest du sie zuerst erstellen. Wie das funktioniert, erklären wir in unserer Anleitung Neue Seiten in WordPress erstellen.
Reihenfolge der Menüpunkte ändern #
Die Reihenfolge der Einträge lässt sich bei der klassischen Menüverwaltung per Drag-and-drop verändern.
Klicke dazu auf einen Menüpunkt, halte die Maustaste gedrückt und verschiebe ihn an die gewünschte Position.
Wenn dein Menü beispielsweise momentan so aussieht:
- Startseite
- Kontakt
- Über uns
- Leistungen
kannst du die Einträge einfach neu anordnen:
- Startseite
- Über uns
- Leistungen
- Kontakt
Speichere das Menü anschliessend, damit die neue Reihenfolge übernommen wird.
Untermenü beziehungsweise Dropdown-Menü erstellen #
WordPress unterstützt hierarchische Menüs. Dadurch kannst du einen Menüpunkt einem anderen Menüpunkt unterordnen.
Ein Beispiel:
- Leistungen
- Webdesign
- Webhosting
- SEO
Ob diese Unterpunkte auf der Website tatsächlich als klassisches Dropdown-Menü erscheinen, hängt von der Darstellung des Themes ab.
Untermenü bei einem klassischen Theme erstellen #
- Öffne Design → Menüs.
- Füge alle benötigten Menüpunkte hinzu.
- Ziehe den gewünschten Unterpunkt unter seinen übergeordneten Menüpunkt.
- Verschiebe ihn leicht nach rechts, bis WordPress die Einrückung anzeigt.
- Wiederhole dies für weitere Unterpunkte.
- Speichere das Menü.
- Kontrolliere die Navigation anschliessend auf deiner Website.
Durch die Einrückung erkennt WordPress, dass der betreffende Eintrag dem darüberliegenden Menüpunkt untergeordnet ist.
Wie viele Ebenen sollte ein Menü haben? #
WordPress kann technisch auch komplexere Menüstrukturen verwalten. Das bedeutet aber nicht, dass du möglichst viele Ebenen verwenden solltest.
Eine Navigation wie:
Produkte → Software → Sicherheit → E-Mail → Spamfilter → Einstellungen
ist für Besucher schnell unübersichtlich und auf Smartphones schwierig zu bedienen.
Für normale Unternehmenswebsites ist eine möglichst einfache und nachvollziehbare Navigation meistens die bessere Lösung.
Praxis-Tipp: Wenn du für einen Menüpunkt mehrere verschachtelte Ebenen benötigst, prüfe zuerst, ob die Informationsarchitektur deiner Website vereinfacht werden kann.
Menüpunkt umbenennen, ohne den Seitentitel zu ändern #
Ein sehr nützliches WordPress-Feature ist die Möglichkeit, den sichtbaren Namen eines Menüeintrags unabhängig vom eigentlichen Seitentitel festzulegen.
Eine Seite könnte beispielsweise den Titel tragen:
Professionelles Webhosting für Schweizer Unternehmen
Im Hauptmenü wäre dieser Text wahrscheinlich zu lang. Dort kannst du stattdessen einfach:
Webhosting
anzeigen.
Bei einem klassischen Menü öffnest du dazu den betreffenden Menüpunkt und änderst das Navigationslabel.
Der eigentliche Titel der Seite bleibt unverändert.
Ändert das Navigationslabel die URL der Seite? #
Nein.
Wenn du nur das Navigationslabel eines Menüeintrags änderst, bleibt die Zieladresse der verknüpften Seite unverändert.
Das ist wichtig, weil du dadurch kurze und verständliche Menünamen verwenden kannst, ohne den Seitentitel oder den URL-Slug verändern zu müssen.
Individuellen Link zum WordPress-Menü hinzufügen #
Nicht jedes Navigationsziel muss eine WordPress-Seite sein. Mit einem individuellen Link kannst du praktisch jede gültige Webadresse in dein Menü aufnehmen.
Bei klassischen Themes findest du dafür unter Design → Menüs normalerweise den Bereich Individuelle Links.
Dort gibst du die vollständige Zieladresse und den gewünschten Linktext ein.
Das kann beispielsweise sinnvoll sein für:
- eine externe Website
- ein separates Kundencenter
- eine externe Buchungsplattform
- eine Dokumentation
- eine andere Subdomain
Achtung: Kontrolliere individuelle Links besonders sorgfältig. WordPress kann nicht wissen, ob du dich bei einer manuell eingegebenen externen Adresse vertippt hast.
Link auf einen bestimmten Bereich einer Seite erstellen #
Du kannst ein Menü auch mit einem bestimmten Abschnitt einer Seite verknüpfen. Dafür werden sogenannte Ankerlinks verwendet.
Eine solche Zieladresse kann beispielsweise folgendermassen aussehen:
Beim Aufruf springt der Browser direkt zum Element mit der entsprechenden ID.
Das ist beispielsweise bei längeren Landingpages praktisch, wenn ein Menüpunkt direkt zu Preisen, Funktionen oder einem Kontaktbereich führen soll.
Kategorien in das WordPress-Menü aufnehmen #
Wenn deine Website einen Blog besitzt, kannst du auch Kategorien in die Navigation integrieren.
Ein Blog könnte beispielsweise Kategorien besitzen wie:
- WordPress
- Webhosting
- SEO
- Sicherheit
Über einen Kategorie-Link gelangen Besucher zur jeweiligen Archivseite mit den zugeordneten Beiträgen.
Wie Kategorien aufgebaut und verwendet werden, erklären wir in unserer Anleitung Kategorien und Unterkategorien in WordPress erstellen.
Ich sehe den Bereich „Kategorien“ oder andere Inhalte nicht #
Bei der klassischen Menüverwaltung können bestimmte Bereiche ausgeblendet sein.
Wenn du beispielsweise Kategorien, bestimmte Inhaltstypen oder erweiterte Menüoptionen nicht findest, prüfe die Ansichtseinstellungen oben auf der Seite.
Dort kannst du je nach WordPress-Konfiguration zusätzliche Elemente für die Menüverwaltung einblenden.
Menüpunkt entfernen #
Wenn ein Link nicht mehr in der Navigation erscheinen soll, kannst du ihn aus dem Menü entfernen.
Menüpunkt bei einem klassischen Theme entfernen #
- Öffne Design → Menüs.
- Wähle das richtige Menü.
- Öffne den gewünschten Menüeintrag.
- Klicke auf Entfernen.
- Speichere das Menü.
Dadurch wird lediglich der Menüeintrag entfernt.
Die dahinterliegende Seite, der Beitrag oder die Kategorie wird dadurch nicht gelöscht.
Wichtig: „Aus dem Menü entfernen“ und „Seite löschen“ sind zwei völlig verschiedene Aktionen. Wenn du eine Seite nur nicht mehr in der Navigation anzeigen möchtest, musst du die Seite selbst nicht löschen.
Was passiert, wenn eine verlinkte Seite gelöscht wird? #
Wenn du eine Seite löschst, solltest du auch die Navigation überprüfen.
Je nach Konstellation kann ein alter Menüeintrag sonst ins Leere führen oder als ungültig gekennzeichnet werden.
Das ist nicht nur für Besucher unschön, sondern kann auch unnötige interne 404-Fehler erzeugen.
Wie Seiten korrekt bearbeitet und gelöscht werden, erklären wir unter Seiten in WordPress bearbeiten oder löschen.
Menü an einer anderen Position anzeigen #
Bei klassischen Themes kannst du ein Menü häufig unterschiedlichen Theme-Positionen zuweisen.
Ein vorhandenes Menü könnte beispielsweise als Hauptnavigation verwendet werden, während ein zweites Menü im Footer erscheint.
Je nach Theme erfolgt die Zuweisung direkt unter Design → Menüs oder über einen separaten Bereich für Menüpositionen.
Da die verfügbaren Positionen vom Theme definiert werden, können sich Name und Anzahl deutlich unterscheiden.
Kann ich mehrere WordPress-Menüs erstellen? #
Ja. Du kannst mehrere unterschiedliche Menüs verwalten.
Das ist beispielsweise sinnvoll für:
- Hauptnavigation
- Footer-Navigation
- Service-Menü
- rechtliche Seiten
- mobile Navigation
Ob und wo diese Menüs angezeigt werden können, hängt wiederum vom verwendeten Theme beziehungsweise vom Aufbau deiner Website ab.
Footer-Menü erstellen #
Ein separates Footer-Menü eignet sich beispielsweise für Seiten, die erreichbar sein sollen, aber nicht zwingend in die Hauptnavigation gehören.
Dazu können je nach Website beispielsweise gehören:
- Impressum
- Datenschutzerklärung
- AGB
- Kontakt
- Support
Ob dein Theme eine eigene Footer-Menüposition bereitstellt, siehst du in den verfügbaren Menüpositionen beziehungsweise im Website-Editor.
Menüs bei modernen WordPress-Block-Themes #
Moderne Block-Themes verwenden nicht zwingend die klassische Verwaltung unter Design → Menüs.
Die Navigation ist stattdessen Bestandteil des blockbasierten Website-Layouts.
Öffne:
Design → Editor
Dort kannst du die Navigation innerhalb des Headers beziehungsweise der verwendeten Templates bearbeiten.
Das zentrale Element dafür ist der Navigationsblock.
Was ist der WordPress-Navigationsblock? #
Der Navigationsblock ist ein WordPress-Block zur Erstellung und Darstellung von Website-Navigationen.
Er kann beispielsweise enthalten:
- Links zu Seiten
- individuelle Links
- Untermenüs
- weitere unterstützte Navigationselemente
Anders als bei der klassischen Menüverwaltung bearbeitest du die Navigation damit direkt im blockbasierten Website-Editor.
Navigation bei einem Block-Theme bearbeiten #
Navigation im Website-Editor ändern #
- Öffne Design → Editor.
- Öffne den Bereich beziehungsweise die Vorlage mit deiner Navigation.
- Wähle den Navigationsblock aus.
- Öffne bei Bedarf die Listenansicht, um die Struktur besser zu erkennen.
- Füge neue Navigationselemente hinzu oder bearbeite vorhandene Links.
- Ändere die Reihenfolge der Einträge nach Bedarf.
- Erstelle bei Bedarf Untermenüs.
- Speichere die Änderungen.
- Kontrolliere die Navigation anschliessend auf der Website.
Die genaue Benutzeroberfläche kann sich zwischen WordPress-Versionen etwas verändern. Das grundlegende Prinzip bleibt jedoch gleich: Bei einem Block-Theme ist die Navigation Bestandteil des Website-Editors.
Listenansicht bei komplexen Navigationen verwenden #
Wenn dein Menü mehrere Ebenen besitzt, kann die Listenansicht des Block-Editors sehr hilfreich sein.
Dort siehst du die Struktur der verwendeten Blöcke hierarchisch und kannst leichter erkennen, welcher Menüpunkt welchem übergeordneten Element zugeordnet ist.
Gerade bei Untermenüs ist diese Ansicht oft übersichtlicher als die rein visuelle Bearbeitung.
Header und Navigation bei Block-Themes gehören zusammen #
Bei einem Block-Theme ist der Navigationsblock häufig Bestandteil des Headers.
Wenn du also nicht nur die Links, sondern auch Logo, Hintergrund oder andere Header-Elemente ändern möchtest, bearbeitest du möglicherweise denselben Template-Bereich.
Die grundlegende Header-Verwaltung erklären wir in unserer Anleitung Headerbild in WordPress ändern: Logo, Header und Titelbild richtig anpassen.
Was ist ein Mega-Menü? #
Ein Mega-Menü ist eine umfangreichere Navigation, bei der beim Öffnen eines Hauptmenüpunkts nicht nur eine einfache Liste, sondern ein grösserer strukturierter Bereich angezeigt wird.
Darin können beispielsweise mehrere Spalten, Kategorien, Beschreibungen, Icons oder andere Inhalte erscheinen.
Mega-Menüs gehören nicht zu den grundlegenden Funktionen der klassischen WordPress-Menüverwaltung. Je nach Website werden sie durch:
- das Theme
- ein spezielles Plugin
- einen Page Builder
- individuelle Entwicklung
bereitgestellt.
Ob ein Mega-Menü sinnvoll ist, hängt von der Grösse und Struktur der Website ab. Für eine Website mit fünf Hauptseiten wäre ein komplexes Mega-Menü meistens unnötig.
Menüs bei Elementor-Websites #
Wenn deine Website mit Elementor aufgebaut wurde, kann der sichtbare Header als eigenes Elementor-Template erstellt worden sein.
In diesem Header befindet sich dann ein Navigations- beziehungsweise Menüelement, dessen Darstellung über Elementor gesteuert wird.
Je nach Aufbau greift dieses Element auf eine vorhandene WordPress-Navigation zurück oder wird über die jeweiligen Elementor-Funktionen konfiguriert.
Wenn du unter Design → Menüs etwas änderst und auf der Website keine Veränderung siehst, solltest du deshalb prüfen, ob der Header über Elementor oder einen anderen Builder erzeugt wird.
Menü geändert, aber die Website zeigt noch die alte Version #
Wenn du eine Navigation gespeichert hast, aber weiterhin die alte Version angezeigt wird, kommen mehrere Ursachen infrage.
- Du hast das falsche Menü bearbeitet.
- Das Menü ist einer anderen Position zugewiesen.
- Der Header verwendet ein anderes Menü.
- Ein Page Builder erzeugt eine eigene Navigation.
- Ein Cache zeigt noch eine ältere Version.
Prüfe zuerst, ob du tatsächlich das auf der Website verwendete Menü bearbeitet hast.
Teste die Seite anschliessend in einem privaten Browserfenster. Wenn dort ebenfalls die alte Navigation erscheint, solltest du die Menüzuweisung beziehungsweise den Header-Aufbau kontrollieren.
Menü funktioniert auf Desktop, aber nicht auf dem Smartphone #
Viele Themes stellen die Navigation auf kleinen Bildschirmen anders dar. Statt einer horizontalen Menüleiste erscheint beispielsweise ein sogenanntes Hamburger-Menü.
Wenn die Navigation nur auf Mobilgeräten Probleme verursacht, prüfe unter anderem:
- ob das Theme ein separates mobiles Menü verwendet
- ob alle Untermenüs bedienbar sind
- ob Menüpunkte zu lang sind
- ob ein Page Builder eigene responsive Einstellungen verwendet
- ob CSS-Anpassungen die Navigation beeinflussen
Teste wichtige Änderungen deshalb nicht nur am Desktop.
Menüpunkt öffnet die falsche Seite #
Wenn ein Menüpunkt auf die falsche Seite führt, kontrolliere das hinterlegte Ziel.
Bei einem normalen Seiten-Link ist die WordPress-Seite bereits mit dem Menüeintrag verknüpft. Bei einem individuellen Link wurde die Adresse dagegen manuell eingetragen und kann entsprechend fehlerhaft sein.
Besondere Aufmerksamkeit solltest du nach Domainänderungen, Migrationen oder Änderungen an URL-Strukturen auf vorhandene individuelle Links richten.
Menüpunkt soll nicht anklickbar sein #
Manchmal soll ein übergeordneter Menüpunkt lediglich als Bezeichnung für ein Untermenü dienen und selbst keine eigene Inhaltsseite öffnen.
Das lässt sich je nach Theme und Navigationssystem unterschiedlich lösen.
Bei klassischen Menüs wird dafür teilweise ein individueller Link als übergeordnetes Element verwendet. Allerdings solltest du keine fragwürdigen Dummy-Links verwenden, ohne deren Auswirkungen auf Bedienbarkeit und Barrierefreiheit zu berücksichtigen.
Wenn ein Element lediglich ein Untermenü öffnet, sollte es auch für Tastatur- und Touch-Bedienung verständlich funktionieren.
Menüpunkte in neuem Tab öffnen #
Bei klassischen WordPress-Menüs kann für einzelne Links eine Option zum Öffnen in einem neuen Browser-Tab beziehungsweise Fenster verfügbar sein.
Falls du diese Einstellung nicht siehst, prüfe die Ansichtseinstellungen der Menüverwaltung.
Ein neues Browser-Tab ist allerdings nicht für jeden internen Link sinnvoll.
Normale interne Navigationslinks sollten üblicherweise im gleichen Tab geöffnet werden. Bei bestimmten externen Diensten kann ein neuer Tab dagegen je nach Nutzungskonzept sinnvoll sein.
Navigation und SEO #
Eine gute Navigation hilft nicht nur deinen Besuchern. Sie bildet auch einen wichtigen Teil der internen Verlinkungsstruktur deiner Website.
Suchmaschinen können über interne Links wichtige Bereiche einer Website entdecken und deren strukturelle Beziehungen besser nachvollziehen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass möglichst viele Keywords in das Hauptmenü gehören.
Eine gute Navigation sollte in erster Linie:
- verständlich sein
- wichtige Bereiche erreichbar machen
- logisch strukturiert sein
- kurze und eindeutige Bezeichnungen verwenden
- auf Desktop und Mobilgeräten funktionieren
Ein mit Suchbegriffen überladenes Menü hilft weder Besuchern noch der Qualität deiner Website.
Kurze oder ausführliche Menübezeichnungen? #
Für die Hauptnavigation sind kurze und eindeutige Begriffe meistens besser geeignet als vollständige Seitentitel.
Statt:
Unsere professionellen Dienstleistungen für Unternehmen
ist im Menü beispielsweise:
Leistungen
wesentlich schneller erfassbar.
Der eigentliche Seitentitel kann trotzdem ausführlicher und für den Inhalt präziser formuliert sein.
Zu viele Menüpunkte vermeiden #
Wenn jede einzelne Unterseite direkt im Hauptmenü erscheint, verliert die Navigation schnell ihre Funktion als Orientierungshilfe.
Die Hauptnavigation sollte die wichtigsten Bereiche der Website abbilden und nicht automatisch das vollständige Inhaltsverzeichnis darstellen.
Bei umfangreichen Websites kannst du Inhalte durch Untermenüs, Kategorieseiten, Landingpages oder zusätzliche Navigationen strukturieren.
Rechtliche Seiten müssen nicht zwingend ins Hauptmenü #
Seiten wie Impressum und Datenschutzerklärung müssen für Besucher gut erreichbar sein. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sie einen prominenten Platz in der Hauptnavigation benötigen.
Bei vielen Websites werden solche Seiten sinnvoll im Footer verlinkt.
Wie du eine Datenschutzerklärung innerhalb von WordPress einrichtest, behandeln wir in unserer separaten Anleitung zur WordPress-Datenschutzerklärung.
Navigation nach Änderungen immer testen #
Nachdem du ein Menü verändert hast, solltest du nicht davon ausgehen, dass automatisch alles korrekt funktioniert.
Öffne die öffentliche Website und kontrolliere:
- ob alle Hauptmenüpunkte sichtbar sind
- ob alle Links zum richtigen Ziel führen
- ob Untermenüs funktionieren
- ob die Reihenfolge stimmt
- ob die Navigation auf Smartphones bedienbar ist
- ob keine alten oder gelöschten Seiten verlinkt sind
Bei einer umfangreichen Änderung solltest du mehrere wichtige Seitentypen prüfen, da eine Website unterschiedliche Header oder Templates verwenden kann.
Typische Fehler bei WordPress-Menüs #
- Menü erstellen, aber keiner Position zuweisen
- Änderungen vornehmen und das Menü nicht speichern
- das falsche Menü bearbeiten
- zu viele Hauptmenüpunkte verwenden
- zu viele Untermenü-Ebenen erstellen
- gelöschte Seiten weiterhin verlinken
- unnötig lange Navigationslabels verwenden
- externe URLs falsch eingeben
- nur die Desktop-Navigation testen
- bei einem Block-Theme nach Design → Menüs suchen
- den WordPress-Header bearbeiten, obwohl ein Page Builder den sichtbaren Header erzeugt
Merke: Eine gute Navigation zeigt nicht möglichst viele Links. Sie führt Besucher mit möglichst wenig Nachdenken zu den wichtigsten Bereichen deiner Website.
Wann solltest du den CURIAWEB-Support kontaktieren? #
Wenn du als CURIAWEB-Kunde nicht herausfindest, welches Menü deine Website verwendet oder warum Änderungen nicht angezeigt werden, kannst du dich an unseren Support wenden.
Hilfreich sind dabei folgende Angaben:
- die betroffene Domain
- das verwendete WordPress-Theme
- welches Menü beziehungsweise welcher Menüpunkt betroffen ist
- ob Elementor oder ein anderer Page Builder verwendet wird
- was du ändern möchtest
So lässt sich schneller feststellen, ob die Navigation über WordPress, das Theme oder einen Page Builder verwaltet wird.
Zusammenfassung #
Mit WordPress kannst du Seiten, Kategorien und individuelle Links zu einer übersichtlichen Website-Navigation zusammenstellen. Bei klassischen Themes erfolgt dies normalerweise über Design → Menüs. Dort kannst du Menüpunkte hinzufügen, deren Reihenfolge verändern, Untermenüs erstellen und das Menü einer vom Theme bereitgestellten Position zuweisen.
Bei modernen Block-Themes wird die Navigation dagegen über Design → Editor und den Navigationsblock verwaltet. Wenn Elementor oder ein anderer Page Builder den Header erzeugt, kann wiederum dessen eigenes Navigationssystem relevant sein.
Halte die Hauptnavigation möglichst übersichtlich, verwende verständliche Bezeichnungen und teste Änderungen sowohl auf Desktop- als auch auf Mobilgeräten. Wenn du zusätzlich Logo oder Headerbild ändern möchtest, findest du die passende Anleitung unter Headerbild in WordPress ändern.