Mit dem WordPress Customizer kannst du das Erscheinungsbild vieler klassischer WordPress-Themes direkt im Adminbereich anpassen. Je nach Theme lassen sich dort beispielsweise Logo, Farben, Menüs, Startseiten-Einstellungen, Widgets oder Layout-Optionen verändern.
Der grosse Vorteil des Customizers ist die Live-Vorschau: Änderungen werden zunächst in einer Vorschau angezeigt und müssen erst veröffentlicht werden, wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist.
Allerdings verwendet nicht mehr jedes aktuelle WordPress-Theme den klassischen Customizer. Moderne Block-Themes setzen stattdessen auf den WordPress Website-Editor unter Design → Editor. Andere Themes und Page Builder bringen wiederum eigene Werkzeuge für die Gestaltung mit.
In dieser Anleitung erklären wir dir, wie der WordPress Customizer funktioniert, welche Einstellungen du dort typischerweise findest und warum die verfügbaren Optionen bei verschiedenen WordPress-Websites unterschiedlich aussehen.
Kurz erklärt: Bei einem klassischen WordPress-Theme erreichst du den Customizer normalerweise über Design → Customizer. Änderungen kannst du zunächst in der Vorschau kontrollieren und anschliessend veröffentlichen. Fehlt der Menüpunkt, verwendest du möglicherweise ein Block-Theme oder ein anderes Theme-System.
Was ist der WordPress Customizer? #
Der WordPress Customizer ist eine Verwaltungsoberfläche zur visuellen Konfiguration klassischer WordPress-Themes.
Auf der einen Seite befinden sich die verfügbaren Einstellungen. Gleichzeitig siehst du eine Vorschau deiner Website und kannst viele Änderungen kontrollieren, bevor sie für Besucher veröffentlicht werden.
Je nach verwendetem Theme können über den Customizer beispielsweise folgende Bereiche verwaltet werden:
- Website-Titel und Untertitel
- Logo
- Website-Icon beziehungsweise Favicon
- Farben
- Header
- Hintergrund
- Menüs
- Widgets
- Startseiten-Einstellungen
- Layout
- Typografie
- zusätzliches CSS
Welche dieser Möglichkeiten tatsächlich vorhanden sind, hängt hauptsächlich vom aktiven Theme ab.
Customizer im WordPress-Adminbereich öffnen #
Bei einem klassischen Theme findest du den Customizer normalerweise im WordPress-Adminbereich.
WordPress Customizer öffnen #
- Logge dich in deinen WordPress-Adminbereich ein.
- Öffne Design.
- Klicke auf Customizer.
- WordPress öffnet die Anpassungsoberfläche mit einer Vorschau deiner Website.
Falls du noch nicht weisst, wie du dich bei WordPress anmeldest, findest du die vollständige Anleitung unter WordPress-Login: So meldest du dich im Adminbereich an.
Warum sieht mein Customizer anders aus als in einer Anleitung? #
Das ist vollkommen normal.
Der Customizer stellt lediglich die technische Oberfläche bereit. Das aktive Theme entscheidet zu einem grossen Teil, welche Einstellungsmöglichkeiten darin angeboten werden.
Ein einfaches Theme kann beispielsweise nur wenige Bereiche bereitstellen, während ein umfangreicheres Theme zusätzliche Optionen für Header, Footer, Farben, Typografie und Layout integriert.
Auch Plugins können zusätzliche Einstellungen in den Customizer einfügen.
Merke: Wenn eine Anleitung einen Customizer-Menüpunkt zeigt, den du auf deiner Website nicht findest, bedeutet das nicht automatisch, dass bei deiner WordPress-Installation etwas fehlt. Die betreffende Funktion kann vom Theme oder einem Plugin stammen.
Warum finde ich „Design → Customizer“ überhaupt nicht? #
Wenn der Menüpunkt Customizer fehlt, verwendest du möglicherweise ein modernes Block-Theme.
Block-Themes nutzen den WordPress Website-Editor beziehungsweise Site Editor. In diesem Fall findest du normalerweise:
Design → Editor
Dort werden unter anderem Templates, Header, Footer, Navigation, globale Stile und weitere Bestandteile der Website mit Blöcken verwaltet.
Du solltest deshalb nicht versuchen, einen fehlenden Customizer mit zusätzlichen Plugins „wiederherzustellen“, nur weil eine ältere Anleitung diesen verwendet.
Klassisches Theme und Block-Theme unterscheiden #
Um herauszufinden, welches Theme aktiv ist, öffne:
Design → Themes
Dort wird das aktuell verwendete Theme als aktiv gekennzeichnet.
Wenn unter Design ein Editor für die Website-Gestaltung angeboten wird und die klassische Menü- beziehungsweise Widget-Verwaltung anders aussieht oder fehlt, deutet dies auf ein Block-Theme hin.
Bei einem klassischen Theme findest du dagegen häufig weiterhin Menüpunkte wie:
- Customizer
- Widgets
- Menüs
Die genaue Oberfläche hängt allerdings weiterhin vom Theme und der WordPress-Konfiguration ab.
So ist der WordPress Customizer aufgebaut #
Der klassische Customizer besteht im Wesentlichen aus zwei Bereichen.
Im Einstellungsbereich findest du die vom Theme und von Plugins bereitgestellten Optionen. Daneben beziehungsweise auf grösseren Bildschirmen im Hauptbereich wird eine Vorschau deiner Website angezeigt.
Wenn du beispielsweise eine Farbe änderst, kannst du die Auswirkung häufig unmittelbar in der Vorschau sehen.
Die Änderung ist dadurch aber noch nicht zwingend öffentlich gespeichert.
Änderungen im Customizer veröffentlichen #
Wenn du eine Einstellung veränderst, solltest du zuerst die Vorschau kontrollieren.
Erst wenn das Ergebnis stimmt, veröffentlichst beziehungsweise speicherst du die Änderung über die entsprechende Schaltfläche des Customizers.
Sicher mit dem Customizer arbeiten #
- Öffne Design → Customizer.
- Wähle den gewünschten Einstellungsbereich.
- Nimm die Änderung vor.
- Kontrolliere das Ergebnis in der Vorschau.
- Prüfe bei wichtigen Layoutänderungen auch andere Seiten.
- Kontrolliere nach Möglichkeit die Darstellung auf unterschiedlichen Bildschirmgrössen.
- Veröffentliche die Änderung erst, wenn das Ergebnis stimmt.
Website-Informationen ändern #
Viele klassische Themes stellen im Customizer einen Bereich wie Website-Informationen bereit.
Dort können je nach Theme beispielsweise folgende Angaben verwaltet werden:
- Website-Titel
- Untertitel
- Logo
- Website-Icon
Der Website-Titel ist eine grundlegende WordPress-Einstellung. Ob und an welcher Stelle er sichtbar ausgegeben wird, hängt vom Theme ab.
Wenn ein Logo verwendet wird, kann ein Theme den ausgeschriebenen Website-Titel im Header beispielsweise ausblenden.
Logo über den Customizer ändern #
Unterstützt dein Theme ein Website-Logo über den Customizer, kannst du dort ein vorhandenes Logo ersetzen beziehungsweise ein neues auswählen.
Logo austauschen #
- Öffne Design → Customizer.
- Öffne den Bereich für Website-Informationen beziehungsweise Logo-Einstellungen.
- Wähle das vorhandene Logo aus oder klicke auf die Funktion zum Ändern des Logos.
- Wähle ein Bild aus der WordPress-Mediathek oder lade eine neue Datei hoch.
- Prüfe Grösse und Darstellung in der Vorschau.
- Veröffentliche die Änderung.
Wenn dein Header nicht über den Customizer verwaltet wird, kann sich die Logo-Einstellung an einer anderen Stelle befinden.
Mehr über die verschiedenen Header-Systeme erklären wir unter Headerbild in WordPress ändern: Logo, Header und Titelbild richtig anpassen.
Was ist das Website-Icon? #
Das Website-Icon wird häufig auch als Favicon bezeichnet. Es kann beispielsweise im Browser-Tab, bei gespeicherten Lesezeichen oder an anderen Stellen verwendet werden, an denen eine kompakte visuelle Kennzeichnung deiner Website benötigt wird.
Es ist nicht dasselbe wie das normale Logo im Header.
Ein breites Firmenlogo eignet sich deshalb nicht automatisch als gutes Website-Icon. Für ein Icon ist normalerweise eine einfache, quadratische und auch in kleiner Darstellung erkennbare Grafik besser geeignet.
Farben im Customizer ändern #
Viele Themes bieten im Customizer Farbeinstellungen an.
Je nach Theme können diese beispielsweise folgende Bereiche betreffen:
- Hintergrundfarbe
- Textfarbe
- Linkfarbe
- Header-Farbe
- Akzentfarbe
- Button-Farben
Welche Farben global verändert werden können, bestimmt das Theme.
Bevor du eine globale Farbe änderst, solltest du berücksichtigen, dass sich diese Einstellung möglicherweise auf viele Seiten gleichzeitig auswirkt.
Bei Farben auf ausreichenden Kontrast achten #
Eine Farbe sollte nicht nur zum Design passen. Text und wichtige Bedienelemente müssen auch gut lesbar beziehungsweise erkennbar bleiben.
Problematisch sind beispielsweise:
- hellgrauer Text auf weissem Hintergrund
- dunkler Text auf ähnlich dunklem Hintergrund
- Buttons, deren Beschriftung kaum erkennbar ist
- Links, die sich visuell nicht ausreichend vom normalen Text unterscheiden
Prüfe deshalb nicht nur, ob eine Farbkombination „schön“ aussieht, sondern ob Inhalte und Bedienelemente tatsächlich gut wahrgenommen werden können.
Typografie im Customizer einstellen #
Einige Themes stellen umfangreiche Einstellungen für Schriftarten und Typografie bereit.
Dazu können gehören:
- Schriftfamilie
- Schriftgrösse
- Schriftstärke
- Zeilenhöhe
- Buchstabenabstand
- Überschriften
- Fliesstext
Diese Funktionen gehören allerdings nicht bei jedem Theme zum WordPress Customizer.
Wenn du keine Typografie-Einstellungen findest, kann dein Theme diese an einer anderen Stelle bereitstellen oder entsprechende Anpassungen nicht über den Customizer unterstützen.
Nicht zu viele Schriftarten verwenden #
Mehr Auswahl bedeutet beim Webdesign nicht automatisch ein besseres Ergebnis.
Eine Website mit vielen unterschiedlichen Schriftarten und Schriftstärken wirkt schnell uneinheitlich und kann zusätzliche Webfont-Dateien benötigen.
Für die meisten Websites reicht eine klare typografische Struktur mit wenigen bewusst gewählten Varianten.
Wichtig ist vor allem, dass Überschriften, Fliesstext und Bedienelemente gut lesbar und visuell konsistent sind.
Header über den Customizer anpassen #
Bei klassischen Themes können sich im Customizer verschiedene Header-Einstellungen befinden.
Je nach Theme kannst du dort beispielsweise:
- Logo ändern
- Headerbild auswählen
- Header-Höhe verändern
- Farben festlegen
- Navigation konfigurieren
- zusätzliche Header-Elemente aktivieren
Diese Funktionen sind vollständig themeabhängig.
Wenn deine Website Elementor, einen Theme Header Builder oder ein Block-Theme verwendet, wird der sichtbare Header möglicherweise überhaupt nicht über den klassischen Customizer erzeugt.
Menüs über den Customizer bearbeiten #
Bei klassischen Themes können WordPress-Menüs teilweise auch direkt innerhalb des Customizers bearbeitet werden.
Dadurch kannst du Änderungen an der Navigation vornehmen und gleichzeitig die Vorschau kontrollieren.
Für eine vollständige Erklärung der Menüverwaltung empfehlen wir unsere Anleitung Menüs in WordPress erstellen und verwalten.
Widgets über den Customizer verwalten #
Bei Themes, die klassische Widget-Bereiche unterstützen, können diese teilweise ebenfalls über den Customizer bearbeitet werden.
Typische Widget-Bereiche sind beispielsweise:
- Sidebar
- Footer
- Header-Bereich
- zusätzliche Theme-Bereiche
Welche Widget-Bereiche existieren, legt das Theme fest.
Bei modernen Block-Themes werden viele Aufgaben, die früher mit Widgets gelöst wurden, stattdessen mit Blöcken umgesetzt.
Startseiten-Einstellungen im Customizer #
WordPress kann auf der Startseite entweder die neuesten Beiträge oder eine festgelegte statische Seite anzeigen.
Bei klassischen Themes findest du diese Einstellung häufig auch im Customizer unter Startseiten-Einstellungen.
Dort kannst du je nach Konfiguration festlegen, ob deine Startseite:
- deine neuesten Beiträge
- oder eine statische Seite
anzeigen soll.
Wenn du eine statische Startseite verwendest, kannst du zusätzlich eine separate Seite für deine Blogbeiträge festlegen.
Die zugrunde liegenden Einstellungen erklären wir ausführlicher unter Leseeinstellungen in WordPress konfigurieren.
Was bedeutet „Zusätzliches CSS“? #
Viele klassische WordPress-Installationen bieten im Customizer den Bereich Zusätzliches CSS.
Dort kannst du eigene CSS-Regeln hinterlegen, um die Darstellung deiner Website gezielt anzupassen.
CSS steht für Cascading Style Sheets und steuert unter anderem:
- Farben
- Abstände
- Schriftgrössen
- Rahmen
- Positionierung
- Darstellung bestimmter Elemente
Damit lassen sich Anpassungen umsetzen, für die das Theme keine eigene grafische Einstellung bereitstellt.
Zusätzliches CSS nur gezielt einsetzen #
Eigene CSS-Regeln können sehr nützlich sein. Du solltest aber wissen, welches Element du veränderst und welche Auswirkungen eine Regel hat.
Eine sehr allgemeine CSS-Regel kann unbeabsichtigt Elemente auf der gesamten Website verändern.
Prüfe Änderungen deshalb insbesondere auf:
- Startseite
- Unterseiten
- Blogbeiträgen
- Archivseiten
- Smartphones
- Tablets
Wichtig: Kopiere CSS-Code nicht blind aus irgendeiner Anleitung in eine produktive Website. Zwei WordPress-Websites können trotz ähnlicher Optik völlig unterschiedliche HTML-Strukturen und CSS-Klassen verwenden.
CSS und PHP nicht miteinander verwechseln #
Der Bereich Zusätzliches CSS ist ausschliesslich für CSS vorgesehen.
Dort gehört kein PHP-Code hinein.
PHP wird serverseitig ausgeführt und kann Funktionen und Logik einer WordPress-Website verändern. CSS beeinflusst dagegen primär die visuelle Darstellung.
Wenn du PHP-Code in ein CSS-Feld einfügst, funktioniert dieser nicht.
Customizer ist kein Page Builder #
Der WordPress Customizer wird manchmal mit einem Page Builder verwechselt. Beide Werkzeuge erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben.
Mit dem Customizer konfigurierst du hauptsächlich globale beziehungsweise vom Theme bereitgestellte Designoptionen.
Ein Page Builder wie Elementor dient dagegen dazu, Seiten und teilweise auch globale Website-Bereiche visuell aus einzelnen Elementen aufzubauen.
Je nach Website können beide Systeme parallel verwendet werden.
Warum sehe ich Änderungen im Customizer, aber nicht im Elementor-Editor? #
Wenn eine Website einen Page Builder verwendet, können unterschiedliche Ebenen der Gestaltung zusammenkommen.
Das Theme kann beispielsweise globale Farben oder einen Header bereitstellen, während der eigentliche Seiteninhalt mit Elementor gestaltet wurde.
Elementor kann wiederum eigene Farben, Schriften und Templates verwenden.
Deshalb muss zunächst geklärt werden, welches System das betreffende Element tatsächlich steuert.
Ändere nicht wahllos dieselbe Einstellung an mehreren Stellen. Das macht die Konfiguration langfristig unnötig kompliziert.
Customizer-Änderung wird nicht angezeigt #
Wenn du eine Änderung veröffentlicht hast, auf der öffentlichen Website aber weiterhin die alte Darstellung siehst, kann ein Cache die Ursache sein.
Zwischengespeicherte Inhalte können unter anderem vorhanden sein in:
- deinem Browser
- einem WordPress-Cache
- einem serverseitigen Cache
- einem CDN
- einem Page Builder
Teste die Website zunächst in einem privaten Browserfenster.
Wenn dort ebenfalls die alte Version erscheint, kontrolliere anschliessend, ob du die Änderung tatsächlich veröffentlicht und den richtigen Theme-Bereich bearbeitet hast.
Customizer zeigt eine andere Seite als gewünscht #
Die Vorschau des Customizers ist nicht auf die Startseite beschränkt.
Du kannst innerhalb der Vorschau zu anderen Bereichen deiner Website navigieren, um zu prüfen, wie sich eine globale Änderung dort auswirkt.
Das ist besonders bei Änderungen an Farben, Typografie, Header, Footer oder Widgets sinnvoll.
Eine Einstellung, die auf der Startseite gut aussieht, kann auf einem Blogbeitrag oder einer anderen Seitenvorlage unerwartete Auswirkungen haben.
Desktop-, Tablet- und Smartphone-Darstellung prüfen #
Der Customizer bietet bei vielen Konfigurationen Möglichkeiten zur Vorschau unterschiedlicher Bildschirmgrössen.
Nutze diese Vorschau als erste Kontrolle, verlasse dich aber bei wichtigen Änderungen nicht ausschliesslich darauf.
Öffne die Website anschliessend nach Möglichkeit auch auf einem echten Smartphone beziehungsweise in unterschiedlichen Browsergrössen.
Besonders prüfen solltest du:
- Navigation
- Logo
- Header
- Schriftgrössen
- Buttons
- Abstände
- Footer
Änderungen vor Veröffentlichung prüfen #
Eine Stärke des Customizers besteht darin, dass du Einstellungen zunächst in der Vorschau betrachten kannst.
Nutze diese Möglichkeit insbesondere bei globalen Änderungen.
Wenn du beispielsweise die Hauptfarbe deiner Website änderst, kann dies gleichzeitig Links, Buttons und andere Elemente betreffen.
Kontrolliere deshalb mehrere Seitentypen, bevor du eine grössere Designänderung veröffentlichst.
Kann ich Customizer-Änderungen rückgängig machen? #
Du solltest nicht davon ausgehen, dass jede bereits veröffentlichte Theme-Einstellung beliebig über eine vollständige Versionshistorie wiederhergestellt werden kann.
Bei umfangreichen Änderungen ist es deshalb sinnvoll, die bisherigen Werte zu dokumentieren oder eine Sicherung der Website zu besitzen.
Das gilt besonders, wenn du mehrere Einstellungen gleichzeitig veränderst und später nicht mehr weisst, welche ursprünglichen Werte verwendet wurden.
Vor grösseren Änderungen ein Backup erstellen #
Wenn du lediglich eine einzelne Farbe änderst, ist das Risiko überschaubar. Bei umfangreicheren Theme-Anpassungen, zusätzlichem CSS oder Änderungen an mehreren Website-Bereichen solltest du dagegen auf eine aktuelle Datensicherung achten.
CURIAWEB WordPress Hosting umfasst eine auf WordPress ausgelegte Hosting-Umgebung mit unter anderem täglichen Backups, SSL und weiteren Funktionen für den Betrieb von WordPress-Websites. Eine Übersicht findest du unter WordPress Hosting bei CURIAWEB.
Ein vorhandenes Hosting-Backup ersetzt allerdings nicht sorgfältiges Arbeiten. Gerade bei grösseren Designänderungen solltest du trotzdem kontrollieren, was du veränderst und welche Bereiche davon betroffen sind.
Customizer und Theme-Wechsel #
Customizer-Einstellungen sind häufig eng mit dem aktiven Theme verbunden.
Wenn du das Theme wechselst, können deshalb bisherige Theme-Einstellungen:
- nicht mehr sichtbar sein
- durch andere Einstellungen ersetzt werden
- für das neue Theme keine Wirkung haben
Das ist logisch: Ein neues Theme kann völlig andere Layouts, Header und Konfigurationsmöglichkeiten besitzen.
Wechsle deshalb nicht das Theme, nur weil du eine bestimmte Customizer-Option nicht sofort findest.
Was passiert mit meinen Inhalten bei einem Theme-Wechsel? #
Normale WordPress-Inhalte wie Beiträge und Seiten werden durch einen Theme-Wechsel grundsätzlich nicht einfach gelöscht.
Die Darstellung kann sich jedoch erheblich verändern.
Problematischer können themeabhängige Funktionen, Widgets, spezielle Templates oder proprietäre Theme-Elemente sein.
Ein Theme-Wechsel sollte deshalb insbesondere bei einer produktiven Website vorbereitet und getestet werden.
Wie ein neues Theme installiert wird, erklären wir in unserer Anleitung Neues Theme in WordPress installieren.
Customizer und Child-Theme #
Der Customizer und ein Child-Theme erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Mit dem Customizer verwendest du die vom Theme vorgesehenen Konfigurationsmöglichkeiten. Ein Child-Theme wird dagegen relevant, wenn du bestimmte Theme-Dateien oder Funktionen auf Code-Ebene anpassen möchtest, ohne Änderungen direkt im Parent-Theme vorzunehmen.
Für normale Änderungen an Logo, Farben oder unterstützten Layout-Einstellungen benötigst du deshalb nicht automatisch ein Child-Theme.
Wann ein Child-Theme sinnvoll ist und wie es funktioniert, erklären wir später unter Was ist ein WordPress Child-Theme und wie erstellt man eines?.
Customizer und WordPress-Updates #
WordPress, Themes und Plugins sollten aktuell gehalten werden. Änderungen, die über vorgesehene Theme-Einstellungen beziehungsweise den Customizer gespeichert wurden, sind grundsätzlich etwas anderes als direkte Änderungen an den Dateien eines Themes.
Direkt bearbeitete Parent-Theme-Dateien können bei einem Theme-Update überschrieben werden. Deshalb solltest du beispielsweise nicht header.php oder functions.php eines Parent-Themes verändern, nur um eine Einstellung zu erreichen, die möglicherweise bereits über den Customizer verfügbar ist.
Wie du WordPress und seine Komponenten kontrolliert aktualisierst, erklären wir unter WordPress aktualisieren: Core, Plugins und Themes sicher auf dem neuesten Stand halten.
Customizer lädt nicht oder zeigt eine leere Vorschau #
Wenn der Customizer nicht korrekt lädt, kann dies verschiedene Ursachen haben.
Dazu gehören beispielsweise:
- JavaScript-Fehler
- Plugin-Konflikte
- Theme-Probleme
- Cache-Probleme
- fehlerhafte HTTPS-Konfiguration
- Probleme mit Weiterleitungen
- PHP-Fehler
Teste zunächst, ob die öffentliche Website und der normale WordPress-Adminbereich funktionieren.
Wenn das Problem unmittelbar nach der Installation oder Aktualisierung eines Plugins aufgetreten ist, sollte diese Änderung bei der Fehlersuche berücksichtigt werden.
Customizer nach HTTPS-Umstellung funktioniert nicht richtig #
Wenn eine Website teilweise über HTTP und teilweise über HTTPS konfiguriert ist, können Probleme bei der Vorschau oder beim Laden von Ressourcen entstehen.
Prüfe deshalb, ob die WordPress- und Website-Adressen korrekt auf HTTPS eingestellt sind und die Website konsistent über die verschlüsselte Verbindung erreichbar ist.
Unsere Anleitung SSL in WordPress aktivieren und HTTPS richtig einrichten erklärt die wichtigsten Schritte.
Customizer nach Plugin-Installation fehlerhaft #
Plugins können eigene Funktionen in den Customizer integrieren oder über JavaScript und andere Komponenten dessen Funktion beeinflussen.
Wenn ein Problem unmittelbar nach der Aktivierung eines neuen Plugins auftritt, kann ein Konflikt vorliegen.
Wie Erweiterungen korrekt verwaltet werden, erklären wir unter WordPress-Plugins deaktivieren oder löschen.
Zusätzliches CSS verschwindet nach Theme-Wechsel? #
Zusätzliches CSS kann im Zusammenhang mit dem Theme gespeichert beziehungsweise angewendet werden. Bei einem Theme-Wechsel solltest du deshalb nicht davon ausgehen, dass sämtliche bisherigen CSS-Anpassungen unverändert für das neue Theme weiterverwendet werden können.
Selbst wenn der CSS-Code noch vorhanden wäre, können sich Klassen und HTML-Strukturen des neuen Themes unterscheiden.
CSS, das exakt für das alte Theme geschrieben wurde, kann beim neuen Theme deshalb wirkungslos oder sogar ungeeignet sein.
Wann solltest du den Customizer nicht verwenden? #
Der Customizer ist nicht automatisch das richtige Werkzeug für jede Designänderung.
Verwende stattdessen das System, das den betreffenden Website-Bereich tatsächlich erzeugt.
Das kann beispielsweise sein:
- Website-Editor bei Block-Themes
- Elementor bei Elementor-Templates
- Theme Builder eines anderen Page Builders
- eigener Header-Builder des Themes
- WooCommerce-Einstellungen für bestimmte Shop-Funktionen
Wenn du ein Element im Customizer änderst und auf der Website überhaupt nichts passiert, ist dies ein starkes Indiz dafür, dass das sichtbare Element möglicherweise von einem anderen System gesteuert wird.
Typische Fehler beim WordPress Customizer #
- nach dem Customizer suchen, obwohl ein Block-Theme verwendet wird
- Änderungen vornehmen und nicht veröffentlichen
- globale Farben ändern, ohne andere Seiten zu kontrollieren
- Customizer und Page Builder miteinander verwechseln
- PHP-Code in Zusätzliches CSS einfügen
- CSS-Code ungeprüft aus fremden Websites übernehmen
- nur die Desktop-Darstellung kontrollieren
- bei einer nicht sichtbaren Änderung den Cache ignorieren
- das Theme wechseln, nur weil eine Einstellung nicht gefunden wird
- Parent-Theme-Dateien direkt bearbeiten, obwohl eine vorgesehene Einstellung existiert
Merke: Der Customizer zeigt dir nur die Einstellungen, die dein Theme und gegebenenfalls Plugins dort bereitstellen. Es gibt deshalb keinen Customizer, der bei jeder WordPress-Website exakt gleich aussieht.
Wann solltest du den CURIAWEB-Support kontaktieren? #
Wenn du als CURIAWEB-Kunde nicht herausfindest, wo eine bestimmte Theme-Einstellung vorgenommen wird oder der Customizer technisch nicht funktioniert, kannst du dich an unseren Support wenden.
Hilfreich sind dabei:
- die betroffene Domain
- der Name des aktiven Themes
- die Einstellung, die du ändern möchtest
- ob Elementor oder ein anderer Page Builder verwendet wird
- eine möglichst genaue Beschreibung des Problems
Wenn du eine neue WordPress-Website planst oder eine bestehende Installation auf eine für WordPress ausgelegte Hosting-Umgebung übertragen möchtest, findest du ausserdem unsere Angebote unter CURIAWEB WordPress Hosting.
Zusammenfassung #
Der WordPress Customizer ist vor allem bei klassischen Themes ein wichtiges Werkzeug zur Anpassung des Website-Designs. Je nach Theme kannst du dort Logo, Farben, Header, Menüs, Widgets, Startseiten-Einstellungen und weitere Designoptionen bearbeiten und die Änderungen vor der Veröffentlichung in einer Vorschau kontrollieren.
Wenn Design → Customizer auf deiner Website nicht vorhanden ist, muss kein Fehler vorliegen. Moderne Block-Themes verwenden stattdessen den Website-Editor unter Design → Editor. Bei Elementor und anderen Page Buildern können wiederum eigene Systeme für globale Website-Bereiche zuständig sein.
Für die Navigation findest du weitere Informationen unter Menüs in WordPress erstellen und verwalten. Wenn du speziell Logo oder Headerbild ändern möchtest, hilft dir unsere Anleitung Headerbild in WordPress ändern. Grössere Code-Anpassungen solltest du dagegen nicht direkt in einem Parent-Theme vornehmen; dafür behandeln wir separat das WordPress Child-Theme.