Mit einer E-Mail-Weiterleitung in cPanel kannst du eingehende Nachrichten automatisch an eine andere E-Mail-Adresse weiterleiten.
So kannst du beispielsweise Nachrichten an verkauf@deine-domain.ch automatisch an ein bereits vorhandenes Postfach wie info@deine-domain.ch weiterleiten, ohne dafür zwingend ein zusätzliches Postfach verwenden zu müssen.
In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du bei CURIAWEB eine E-Mail-Weiterleitung in cPanel einrichtest, überprüfst und wieder entfernst.
Kurz erklärt: Eine Weiterleitung transportiert eingehende Nachrichten von einer Adresse zu einer anderen Adresse. Sie ist nicht automatisch ein eigenes E-Mail-Postfach mit separatem Speicher und Login.
Wann ist eine E-Mail-Weiterleitung sinnvoll? #
Weiterleitungen eignen sich besonders dann, wenn mehrere E-Mail-Adressen bei demselben tatsächlichen Empfänger ankommen sollen.
Ein Unternehmen könnte beispielsweise die Adresse:
anfrage@deine-domain.ch
verwenden und alle dort eingehenden Nachrichten automatisch an:
info@deine-domain.ch
weiterleiten.
Dadurch können unterschiedliche Adressen nach außen kommuniziert werden, ohne dass für jede Adresse ein separates Postfach regelmäßig kontrolliert werden muss.
Weiterleitung oder eigenes E-Mail-Konto? #
Bevor du eine Weiterleitung einrichtest, solltest du entscheiden, ob du tatsächlich nur weiterleiten möchtest oder ein eigenständiges Postfach benötigst.
Ein E-Mail-Konto besitzt ein eigenes Postfach, ein eigenes Passwort und kann beispielsweise über Webmail oder einen Mailclient verwendet werden.
Eine Weiterleitung nimmt Nachrichten für eine Adresse entgegen und sendet sie automatisch an eine andere Zieladresse weiter.
Wenn eine Person also dauerhaft unter einer eigenen Adresse senden, empfangen und Nachrichten in einem eigenen Postfach verwalten soll, ist ein reguläres E-Mail-Konto normalerweise die passendere Lösung.
Wie du ein solches Postfach anlegst, zeigen wir unter E-Mail-Konto in cPanel erstellen.
Faustregel: Benötigst du ein eigenständiges Postfach, erstelle ein E-Mail-Konto. Soll eine zusätzliche Adresse lediglich Nachrichten an ein bestehendes Ziel weiterreichen, kann eine Weiterleitung genügen.
1. Weiterleitungen in cPanel öffnen #
Melde dich bei deinem CURIAWEB-cPanel an.
Scrolle auf der cPanel-Startseite zum Bereich E-Mail und klicke auf Weiterleitungen.
Auf dieser Seite kannst du vorhandene Weiterleitungen kontrollieren und neue Weiterleitungen hinzufügen.
2. Neue Weiterleitung hinzufügen #
Klicke auf die Schaltfläche zum Hinzufügen einer Weiterleitung.
cPanel öffnet anschließend die Eingabemaske für die neue Weiterleitungsregel.
Du musst nun festlegen, für welche Adresse die Weiterleitung gelten soll und wohin eingehende Nachrichten weitergeleitet werden sollen.
3. Quelladresse festlegen #
Gib zunächst den lokalen Teil der E-Mail-Adresse ein, von der Nachrichten weitergeleitet werden sollen.
Wenn du beispielsweise folgende Adresse verwenden möchtest:
verkauf@deine-domain.ch
trägst du als lokalen Teil ein:
verkauf
Wenn mehrere Domains in deinem Hosting-Account vorhanden sind, wählst du anschließend die dazugehörige Domain aus.
Achtung: Kontrolliere die ausgewählte Domain sorgfältig. Eine Weiterleitung für
verkauf@deine-domain.chist eine andere Regel als eine Weiterleitung fürverkauf@zweite-domain.ch.
4. Zieladresse der Weiterleitung eingeben #
Wähle die Option zur Weiterleitung an eine E-Mail-Adresse und gib die vollständige Zieladresse ein.
Beispielsweise:
info@deine-domain.ch
Die Zieladresse kann je nach gewünschter Konfiguration ein anderes Postfach derselben Domain oder eine externe E-Mail-Adresse sein.
Kontrolliere die Adresse besonders sorgfältig. Ein Schreibfehler kann dazu führen, dass Nachrichten nicht beim gewünschten Empfänger ankommen.
5. Weiterleitung speichern #
Kontrolliere noch einmal Quell- und Zieladresse.
Die Regel könnte beispielsweise lauten:
verkauf@deine-domain.ch → info@deine-domain.ch
Speichere anschließend die Weiterleitung über die entsprechende Schaltfläche.
Nach erfolgreicher Einrichtung sollte die neue Regel in der Übersicht der vorhandenen Weiterleitungen erscheinen.
6. Weiterleitung kontrollieren #
Öffne nach dem Speichern wieder die Übersicht Weiterleitungen.
Prüfe dort, ob die richtige Quelladresse und die gewünschte Zieladresse angezeigt werden.
Diese Kontrolle ist wichtig, weil bereits ein einzelner falsch geschriebener Buchstabe zu einer fehlerhaften Weiterleitung führen kann.
7. Weiterleitung mit einer Testnachricht prüfen #
Eine gespeicherte Weiterleitung solltest du anschließend praktisch testen.
Verwende dafür möglichst eine andere E-Mail-Adresse und sende eine Testnachricht an die Quelladresse der Weiterleitung.
Bei unserem Beispiel sendest du also eine Nachricht an:
verkauf@deine-domain.ch
und prüfst anschließend, ob sie bei:
info@deine-domain.ch
ankommt.
Praxis-Tipp: Teste eine neue Weiterleitung nicht nur von der Zieladresse selbst. Eine Nachricht von einer unabhängigen externen Adresse bildet den normalen Zustellungsweg besser ab.
Was passiert mit der ursprünglichen Nachricht? #
Ob eine Nachricht zusätzlich in einem lokalen Postfach gespeichert wird, hängt davon ab, ob für die Quelladresse auch ein eigenes E-Mail-Konto existiert und wie die konkrete E-Mail-Konfiguration aufgebaut ist.
Eine Weiterleitung solltest du deshalb nicht automatisch als Ersatz für Archivierung oder Datensicherung betrachten.
Wenn du Nachrichten dauerhaft in einem bestimmten Postfach speichern möchtest, sollte dieses Postfach entsprechend eingerichtet und verwaltet werden.
Kann eine Adresse gleichzeitig Postfach und Weiterleitung sein? #
Für eine Adresse kann ein reguläres E-Mail-Konto vorhanden sein und zusätzlich eine Weiterleitung eingerichtet werden.
Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn Nachrichten im ursprünglichen Postfach verfügbar bleiben und zusätzlich an eine weitere Adresse weitergereicht werden sollen.
Ob diese Kombination für deinen Anwendungsfall sinnvoll ist, hängt davon ab, wie die E-Mails später verarbeitet und gespeichert werden sollen.
Wichtig: Prüfe bei solchen Kombinationen den tatsächlichen Nachrichtenfluss mit Testnachrichten. Verlasse dich nicht darauf, dass eine Weiterleitung gleichzeitig automatisch alle Anforderungen an Speicherung, Archivierung und Zugriff erfüllt.
Weiterleitung an mehrere Empfänger #
Sollen Nachrichten an mehrere Personen verteilt werden, können je nach gewünschtem Aufbau mehrere Weiterleitungen für dieselbe Quelladresse verwendet werden.
So könnte beispielsweise eine Adresse wie:
anfragen@deine-domain.ch
an mehrere definierte Empfänger weitergeleitet werden.
Bei umfangreicheren Verteilerstrukturen solltest du jedoch prüfen, ob eine Mailingliste oder eine andere dafür vorgesehene Lösung besser geeignet ist.
Domain-Weiterleitung und E-Mail-Weiterleitung nicht verwechseln #
In cPanel gibt es verschiedene Arten von Weiterleitungen.
Eine E-Mail-Weiterleitung betrifft Nachrichten, die an eine E-Mail-Adresse gesendet werden.
Eine Domain- beziehungsweise Web-Weiterleitung betrifft dagegen Website-Aufrufe und leitet Besucher von einer URL zu einer anderen URL.
Wenn du beispielsweise:
alte-domain.ch
auf:
neue-domain.ch
weiterleitest, bedeutet das nicht automatisch, dass auch E-Mails zwischen diesen Domains weitergeleitet werden.
Kurz erklärt: Website-Weiterleitungen und E-Mail-Weiterleitungen sind technisch getrennte Funktionen. Eine Änderung an der einen Weiterleitung verändert nicht automatisch die andere.
Gesamte Domain weiterleiten #
cPanel kann neben einzelnen Adressen auch Funktionen für eine Weiterleitung auf Domain-Ebene bereitstellen.
Damit können E-Mails einer Domain entsprechend an eine andere Domain weitergeleitet werden.
Eine solche Konfiguration hat deutlich größere Auswirkungen als eine einzelne Weiterleitung und sollte nur eingerichtet werden, wenn der gewünschte Nachrichtenfluss genau bekannt ist.
Für normale Anforderungen ist eine gezielte Weiterleitung einzelner Adressen meist leichter zu kontrollieren.
Weiterleitung an Gmail, Outlook.com oder andere externe Anbieter #
Technisch kann eine Weiterleitung auch an ein externes Postfach führen, beispielsweise bei einem anderen Mailanbieter.
Dabei gibt es jedoch einen wichtigen Unterschied zur direkten Zustellung.
Die ursprüngliche Nachricht wurde zunächst an deine Domain gesendet und wird anschließend von deinem Mailserver an ein weiteres System weitergereicht. Moderne E-Mail-Systeme verwenden verschiedene Verfahren zur Absenderauthentifizierung und Spam-Erkennung, die bei solchen Weiterleitungen eine Rolle spielen können.
Warum externe Weiterleitungen problematischer sein können #
Bei einer direkten E-Mail-Zustellung kommuniziert der sendende Mailserver direkt mit dem für die Empfängerdomain zuständigen Mailserver.
Bei einer Weiterleitung befindet sich ein zusätzlicher Mailserver dazwischen.
Techniken wie SPF, DKIM und DMARC werden verwendet, um verschiedene Aspekte der Authentizität beziehungsweise Behandlung von E-Mails zu prüfen. Eine Weiterleitung kann insbesondere die SPF-Prüfung beeinflussen, weil die Nachricht von einem anderen Server weitergesendet wird als dem ursprünglichen Absenderserver.
DKIM-Signaturen können bei unveränderter Nachricht weiterhin zur Authentifizierung beitragen, während DMARC unter anderem die Ergebnisse und Ausrichtung der zugrunde liegenden Authentifizierungsverfahren berücksichtigt.
Wichtig: Eine technisch korrekt eingerichtete Weiterleitung garantiert nicht, dass jeder externe Empfänger jede weitergeleitete Nachricht akzeptiert. Der Zielserver führt seine eigene Spam- und Authentifizierungsprüfung durch.
Weiterleitung und SPF #
SPF prüft vereinfacht, ob der Server, der eine Nachricht übermittelt, für die betreffende Absenderdomain autorisiert ist.
Bei einer klassischen Weiterleitung wird die Nachricht jedoch von einem weiterleitenden Server an den endgültigen Empfänger übermittelt. Dadurch kann eine SPF-Prüfung anders ausfallen als bei der ursprünglichen direkten Zustellung.
Das ist einer der Gründe, weshalb E-Mail-Weiterleitungen an externe Anbieter technisch anspruchsvoller sein können als eine Zustellung an ein lokales Postfach.
Weiterleitung und DKIM #
DKIM verwendet eine kryptografische Signatur, mit der bestimmte Bestandteile einer E-Mail überprüft werden können.
Wenn eine Nachricht beim Weiterleiten nicht so verändert wird, dass die Signatur ungültig wird, kann eine gültige DKIM-Signatur grundsätzlich erhalten bleiben.
Wird die Nachricht dagegen in signierte Bestandteile eingreifend verändert, kann die Prüfung fehlschlagen.
Weiterleitung und DMARC #
DMARC baut auf SPF und DKIM auf und berücksichtigt zusätzlich die sogenannte Ausrichtung zur sichtbaren Absenderdomain.
Dadurch kann DMARC bei weitergeleiteten Nachrichten eine wichtige Rolle spielen.
Ob eine konkrete Nachricht akzeptiert, als Spam eingestuft oder abgewiesen wird, hängt letztlich auch von der Konfiguration und den Richtlinien der beteiligten Mailserver ab.
Praxis-Tipp: Wenn wichtige geschäftliche E-Mails dauerhaft bei einem externen Anbieter verarbeitet werden sollen, ist eine sauber geplante Mailkonfiguration oft zuverlässiger als eine Kette einfacher Weiterleitungen.
Weitergeleitete Nachricht kommt nicht an #
Wenn eine weitergeleitete Nachricht nicht beim Ziel ankommt, prüfe zuerst, ob die Weiterleitung in cPanel korrekt eingetragen ist.
Kontrolliere insbesondere:
- die Quelladresse
- die ausgewählte Domain
- die vollständige Zieladresse
- den Spam- beziehungsweise Junk-Ordner des Zielpostfachs
Wenn diese Angaben korrekt sind, solltest du den Zustellungsweg genauer untersuchen.
Mit der cPanel-Funktion zur Zustellungsverfolgung kannst du prüfen, wie eine Nachricht verarbeitet wurde. Die Vorgehensweise zeigen wir unter E-Mail-Zustellung in cPanel nachverfolgen.
Weiterleitung erzeugt eine Fehlermeldung beim Absender #
Wenn der ursprüngliche Absender eine Unzustellbarkeitsmeldung erhält, enthält diese häufig wichtige technische Hinweise zur Ursache.
Lies eine solche Meldung deshalb nicht nur als „E-Mail funktioniert nicht“. Interessant sind insbesondere der SMTP-Statuscode und die eigentliche Fehlermeldung des beteiligten Mailservers.
Die Ursache kann beispielsweise beim Zielpostfach, einer Ablehnung durch den Zielserver oder einer anderen Mailkonfiguration liegen.
Weiterleitungsschleifen vermeiden #
Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn mehrere Weiterleitungen miteinander kombiniert werden.
Eine problematische Konfiguration wäre beispielsweise, wenn:
adresse-a@deine-domain.ch
an:
adresse-b@deine-domain.ch
weitergeleitet wird und eine andere Regel die Nachricht wieder zurück an die erste Adresse leitet.
Dadurch kann eine Weiterleitungsschleife entstehen.
Achtung: Richte keine Weiterleitungen ein, die sich direkt oder indirekt gegenseitig zurückverweisen. Kontrolliere bei komplexeren Regeln immer den vollständigen Nachrichtenweg.
Weiterleitung ändern #
Wenn sich die Zieladresse ändert, solltest du die vorhandene Konfiguration unter E-Mail → Weiterleitungen kontrollieren.
Je nach cPanel-Oberfläche und Art der Regel kann es erforderlich sein, eine bestehende Weiterleitung zu entfernen und mit dem gewünschten Ziel neu anzulegen.
Teste die geänderte Weiterleitung anschließend erneut mit einer externen Nachricht.
Weiterleitung löschen #
Wird eine Weiterleitung nicht mehr benötigt, öffne in cPanel den Bereich E-Mail → Weiterleitungen.
Suche die betreffende Regel und kontrolliere noch einmal Quell- und Zieladresse.
Entferne anschließend die gewünschte Weiterleitung über die dafür vorgesehene Löschfunktion.
Die Löschung der Weiterleitung bedeutet nicht automatisch, dass ein eventuell vorhandenes E-Mail-Konto mit derselben Adresse ebenfalls gelöscht wird.
Wichtig: Eine Weiterleitung und ein E-Mail-Konto sind getrennte Konfigurationen. Das Entfernen einer Weiterleitungsregel ist nicht dasselbe wie das Löschen eines Postfachs.
Nach dem Löschen erneut testen #
Wenn für die Quelladresse zusätzlich ein eigenes Postfach existiert, kannst du nach dem Entfernen der Weiterleitung eine Testnachricht senden und kontrollieren, ob sie weiterhin im lokalen Postfach ankommt.
Existiert dagegen kein Postfach und keine andere Regel für die Adresse, hängt die Behandlung eingehender Nachrichten unter anderem von der Standardadresse deiner Domain ab.
Wie cPanel mit Nachrichten an nicht vorhandene Empfänger umgeht, erklären wir unter Standardadresse in cPanel: Catch-All und unbekannte Empfänger.
Weiterleitung funktioniert nur für manche Absender #
Wenn Nachrichten bestimmter Absender erfolgreich weitergeleitet werden, andere dagegen nicht, spricht das eher gegen einen einfachen Schreibfehler in der Weiterleitungsregel.
Dann können unter anderem Spamfilter, Absenderauthentifizierung oder die Richtlinien des Zielservers eine Rolle spielen.
Für eine sinnvolle Diagnose solltest du eine funktionierende und eine nicht funktionierende Nachricht miteinander vergleichen und die Zustellungsverfolgung verwenden.
Spam wird ebenfalls weitergeleitet #
Eine Weiterleitung unterscheidet nicht automatisch zwischen erwünschten und unerwünschten Nachrichten.
Welche Spamprüfungen vor oder während der Weiterleitung stattfinden, hängt von der Mailserver- und Filterkonfiguration ab.
Wenn eine weitergeleitete Adresse viel Spam erhält, solltest du deshalb nicht einfach weitere Weiterleitungen hinzufügen, sondern die vorhandenen Spam- und Filtermöglichkeiten prüfen.
Die cPanel-Spamfilter behandeln wir unter Spamfilter in cPanel konfigurieren.
Weiterleitung mit E-Mail-Filtern kombinieren #
Für komplexere Anforderungen kann eine einfache Weiterleitung zu wenig sein.
E-Mail-Filter können Nachrichten anhand definierter Bedingungen verarbeiten. Dadurch lassen sich beispielsweise Regeln abhängig von Absender, Betreff oder anderen Merkmalen erstellen.
Wie du solche Regeln einrichtest, zeigen wir unter E-Mail-Filter in cPanel erstellen und verwalten.
Weiterleitung oder Catch-All? #
Eine normale Weiterleitung gilt für eine konkret definierte Adresse.
Eine Standardadresse beziehungsweise ein Catch-All betrifft dagegen Nachrichten an Empfänger, für die keine eigene Adresse beziehungsweise passende Konfiguration vorhanden ist.
Wenn du lediglich verkauf@deine-domain.ch an ein anderes Postfach weiterleiten möchtest, benötigst du dafür keine Catch-All-Konfiguration.
Gezielte Adressen sind in der Regel leichter zu kontrollieren und vermeiden, dass beliebige falsch geschriebene Empfängeradressen angenommen werden.
Typische Fehler bei E-Mail-Weiterleitungen #
Zu den häufigsten Problemen gehören falsch geschriebene Zieladressen, eine versehentlich ausgewählte falsche Domain und Weiterleitungsschleifen.
Ein weiteres Missverständnis besteht darin, eine Weiterleitung mit einem eigenständigen Postfach gleichzusetzen.
Bei Weiterleitungen zu externen Mailanbietern kommt hinzu, dass der endgültige Zielserver seine eigenen Spam- und Authentifizierungsprüfungen durchführt. Deshalb kann eine in cPanel korrekt angelegte Regel funktionieren, während eine bestimmte weitergeleitete Nachricht trotzdem vom Zielsystem nicht akzeptiert wird.
Grundregel: Nach jeder neuen oder geänderten Weiterleitung eine externe Testnachricht senden. So prüfst du den tatsächlichen Nachrichtenweg und nicht nur, ob die Regel in cPanel gespeichert wurde.
Zusammenfassung #
E-Mail-Weiterleitungen richtest du in deinem CURIAWEB-cPanel unter E-Mail → Weiterleitungen ein.
Lege zuerst die Quelladresse fest, wähle bei mehreren Domains die richtige Domain und trage anschließend die vollständige Zieladresse ein. Kontrolliere die gespeicherte Regel und teste sie mit einer Nachricht von einer unabhängigen E-Mail-Adresse.
Eine Weiterleitung ist kein Ersatz für ein eigenes Postfach, wenn eine Person dauerhaft unter einer eigenen Adresse senden, empfangen und Nachrichten verwalten soll.
Besondere Aufmerksamkeit benötigen Weiterleitungen an externe Mailanbieter. SPF, DKIM, DMARC, Spamfilter und die Richtlinien des Zielservers können beeinflussen, wie eine weitergeleitete Nachricht behandelt wird.
Wenn eine Weiterleitung nicht funktioniert, solltest du sie nicht mehrfach neu anlegen, sondern Quell- und Zieladresse kontrollieren und anschließend den tatsächlichen Zustellungsweg untersuchen.