Mit einer Domain-Umleitung kannst du Besucher automatisch von einer Adresse auf eine andere weiterleiten. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn eine alte Domain dauerhaft auf eine neue Domain führen soll, eine zusätzliche Domain nur als Weiterleitungsdomain verwendet wird oder eine bestimmte URL vorübergehend auf ein anderes Ziel zeigen soll.
Im CURIAWEB-cPanel kannst du solche Weiterleitungen unter Domains → Umleitungen einrichten.
In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du eine Weiterleitung erstellst, wann du eine permanente 301-Weiterleitung oder eine temporäre 302-Weiterleitung verwendest und wie du anschließend kontrollierst, ob die Umleitung korrekt funktioniert.
Wichtig: Eine Weiterleitung ist nicht dasselbe wie eine DNS-Änderung. DNS bestimmt, welchen Server ein Hostname erreicht. Eine HTTP-Weiterleitung wird erst verarbeitet, nachdem die Anfrage den zuständigen Webserver erreicht hat.
Was passiert bei einer Domain-Umleitung? #
Bei einer Weiterleitung ruft der Besucher zunächst eine bestimmte Adresse auf.
Beispielsweise:
Der Webserver antwortet darauf mit einer Weiterleitung auf:
Der Browser ruft anschließend die neue Adresse auf.
Vereinfacht:
Besucher
↓
alte-domain.ch
↓
HTTP-Weiterleitung
↓
neue-domain.ch
↓
Zielseite wird geladen
Nach der Weiterleitung wird die Zieladresse normalerweise auch in der Adresszeile des Browsers angezeigt.
Wann ist eine Weiterleitung sinnvoll? #
Typische Einsatzbereiche sind:
- eine alte Domain soll dauerhaft auf eine neue Domain führen
- eine zusätzliche Domain soll auf die Hauptdomain weiterleiten
- eine Subdomain soll auf eine andere Seite führen
- eine bestimmte alte URL wurde dauerhaft ersetzt
- eine Seite soll vorübergehend an einem anderen Ort erreichbar sein
Welche Art der Weiterleitung richtig ist, hängt insbesondere davon ab, ob die Änderung dauerhaft oder nur vorübergehend sein soll.
301 oder 302 – was ist der Unterschied? #
cPanel unterscheidet bei normalen Weiterleitungen insbesondere zwischen permanenten und temporären Umleitungen.
| Typ | Bedeutung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 301 | Dauerhaft verschoben | Die bisherige Adresse wurde dauerhaft durch eine andere ersetzt. |
| 302 | Temporär verschoben | Die Weiterleitung soll nur vorübergehend gelten. |
Wann solltest du 301 verwenden? #
Eine 301-Weiterleitung ist geeignet, wenn die bisherige Adresse dauerhaft nicht mehr als eigenständiges Ziel verwendet werden soll.
Beispielsweise:
alte-domain.ch
↓ 301
neue-domain.ch
Oder:
example.com/alte-seite/
↓ 301
example.com/neue-seite/
Die Weiterleitung signalisiert Browsern und Suchmaschinen, dass die Ressource dauerhaft verschoben wurde.
Wichtig: Verwende eine 301-Weiterleitung nur, wenn die Änderung tatsächlich dauerhaft vorgesehen ist. Permanente Weiterleitungen können von Browsern und anderen Systemen zwischengespeichert werden.
Wann solltest du 302 verwenden? #
Eine 302-Weiterleitung ist für eine vorübergehende Umleitung vorgesehen.
Beispielsweise:
example.com/aktion/
↓ 302
example.com/aktuelle-aktion/
Wenn die ursprüngliche Adresse später wieder selbst verwendet werden soll, kann eine temporäre Weiterleitung die passendere Variante sein.
301 und 302 nicht nach Gefühl auswählen #
Die Auswahl sollte davon abhängen, was mit der ursprünglichen URL tatsächlich passieren soll:
Dauerhaft ersetzt?
→ 301
Nur vorübergehend anderes Ziel?
→ 302
Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob eine Änderung dauerhaft bestehen bleibt, solltest du nicht vorschnell eine permanente Weiterleitung einrichten.
1. Bei cPanel anmelden #
Melde dich bei deinem CURIAWEB-cPanel an.
Öffne anschließend:
Domains → Umleitungen
Hier kannst du eine neue HTTP-Weiterleitung erstellen.
2. Weiterleitungstyp auswählen #
Wähle zunächst aus, ob die Weiterleitung permanent oder temporär sein soll.
Je nach cPanel-Oberfläche werden beispielsweise folgende Varianten angeboten:
- Permanent (301)
- Temporary (302)
Wähle die Variante entsprechend dem tatsächlichen Zweck der Weiterleitung.
3. Quelldomain auswählen #
Wähle anschließend die Domain aus, von der weitergeleitet werden soll.
Beispielsweise:
alte-domain.ch
Kontrolliere sorgfältig, dass du die richtige Domain ausgewählt hast.
Achtung: Wenn mehrere Websites in deinem Hosting-Account liegen, kann eine Weiterleitung auf der falschen Domain eine andere Website betreffen als beabsichtigt.
4. Ganze Domain oder bestimmten Pfad weiterleiten #
Wenn die gesamte Domain weitergeleitet werden soll, bleibt das zusätzliche Pfadfeld entsprechend leer beziehungsweise wird kein einzelner Unterpfad angegeben.
Wenn nur ein bestimmter Pfad weitergeleitet werden soll, kannst du diesen gezielt angeben.
Beispielsweise:
Quelle:
alte-domain.ch/kontakt/
Ziel:
https://neue-domain.ch/kontakt/
Dadurch muss nicht zwangsläufig die gesamte Domain weitergeleitet werden.
5. Zieladresse vollständig eingeben #
Trage als Ziel die vollständige Adresse ein, auf die Besucher weitergeleitet werden sollen.
Beispielsweise:
Bei der Zieladresse gehört das Protokoll ausdrücklich dazu.
Verwende also beispielsweise:
und nicht nur:
www.example.com
Wichtig: Kontrolliere die Zieladresse sorgfältig. Ein Tippfehler kann Besucher auf eine nicht vorhandene oder falsche Website weiterleiten.
6. Verhalten für www festlegen #
cPanel kann bei einer Weiterleitung Optionen anbieten, die bestimmen, wie mit der www-Variante der Domain umgegangen wird.
Beispielsweise:
example.com
www.example.com
Je nach gewünschter Konfiguration kann die Weiterleitung für beide Varianten oder nur für eine bestimmte Variante gelten.
Lies die angebotenen Optionen sorgfältig und wähle die Einstellung passend zu deiner Domainkonfiguration.
Was bedeutet „Redirect with or without www.“? #
Mit einer entsprechenden Einstellung kann die Weiterleitung sowohl bei:
example.com
als auch bei:
www.example.com
ausgeführt werden.
Das ist häufig sinnvoll, wenn die komplette alte Domain unabhängig von der verwendeten Variante auf ein neues Ziel führen soll.
Was bedeutet „Do Not Redirect www.“? #
Bei dieser Variante wird die www-Version von der betreffenden Weiterleitung ausgenommen.
Das solltest du nur verwenden, wenn dieses Verhalten tatsächlich beabsichtigt ist.
www-Optionen nicht mit dem Ziel verwechseln #
Die Einstellung für www bestimmt, welche Variante der Quelldomain von der Regel erfasst wird.
Sie legt nicht automatisch fest, ob die Zieladresse mit oder ohne www verwendet wird.
Die gewünschte Zieladresse gibst du selbst vollständig an.
7. Wildcard-Weiterleitung verstehen #
cPanel kann zusätzlich eine Option für eine sogenannte Wildcard-Weiterleitung anbieten.
Damit können Pfade der Quelldomain entsprechend an das Ziel angehängt werden.
Vereinfacht kann eine solche Konfiguration aus:
alte-domain.ch/produkte/produkt-a/
eine Weiterleitung auf:
neue-domain.ch/produkte/produkt-a/
erzeugen.
Wann ist eine Wildcard-Weiterleitung sinnvoll? #
Eine Wildcard-Weiterleitung kann sinnvoll sein, wenn eine komplette Website auf eine neue Domain verschoben wurde und die URL-Struktur weitgehend identisch geblieben ist.
Beispielsweise:
alte-domain.ch/ueber-uns/
→ neue-domain.ch/ueber-uns/
alte-domain.ch/kontakt/
→ neue-domain.ch/kontakt/
alte-domain.ch/produkte/
→ neue-domain.ch/produkte/
Wildcard nicht aktivieren, wenn die URL-Struktur anders ist #
Wenn die Zielwebsite andere Pfade verwendet, kann eine Wildcard-Weiterleitung Besucher auf nicht vorhandene Seiten führen.
Beispielsweise:
alte-domain.ch/produkte/
→ neue-domain.ch/produkte/
ist nicht sinnvoll, wenn die neue Seite tatsächlich unter:
neue-domain.ch/angebot/
liegt.
Achtung: Aktiviere eine Wildcard-Weiterleitung nur, wenn die Pfade der alten und neuen Website tatsächlich sinnvoll aufeinander abgebildet werden können.
8. Weiterleitung erstellen #
Kontrolliere vor dem Speichern noch einmal:
- 301 oder 302
- richtige Quelldomain
- gegebenenfalls richtigen Quellpfad
- vollständige Zieladresse
- gewünschtes Verhalten für
www - Wildcard-Einstellung
Erstelle anschließend die Weiterleitung.
9. Weiterleitung im Browser testen #
Rufe nach dem Erstellen die ursprüngliche Adresse im Browser auf.
Beispielsweise:
Der Browser sollte anschließend zur vorgesehenen Zieladresse wechseln.
Kontrolliere die endgültige Adresse in der Browserzeile.
Nicht nur die Startseite testen #
Wenn eine komplette Domain weitergeleitet wird, solltest du zusätzlich einige typische Unterseiten testen.
Beispielsweise:
alte-domain.ch/
alte-domain.ch/kontakt/
alte-domain.ch/produkte/
Das ist besonders wichtig, wenn du eine Wildcard-Weiterleitung verwendest.
10. www und non-www separat testen #
Wenn beide Varianten erreichbar sein sollen, teste:
und:
Dadurch erkennst du, ob die gewählte www-Option tatsächlich das gewünschte Verhalten erzeugt.
11. HTTP und HTTPS berücksichtigen #
Je nach bestehender Konfiguration solltest du auch prüfen, wie sich Aufrufe über HTTP und HTTPS verhalten.
Beispielsweise:
http://alte-domain.ch/
https://alte-domain.ch/
Eine funktionierende Weiterleitung über eine Variante beweist nicht zwangsläufig, dass jede mögliche Variante identisch behandelt wird.
Weiterleitung auf HTTPS #
Eine häufige Aufgabe ist die Weiterleitung von HTTP auf HTTPS:
http://example.com/
↓
https://example.com/
Für eine reine HTTPS-Erzwingung solltest du jedoch zuerst prüfen, welche Funktionen deine bestehende Hosting- beziehungsweise Anwendungskonfiguration bereits dafür verwendet.
Lege nicht mehrere unterschiedliche HTTPS-Weiterleitungen übereinander, wenn bereits eine funktionierende Lösung aktiv ist.
Praxis-Tipp: Wenn HTTPS bereits korrekt erzwungen wird, ist eine zusätzliche zweite Regel nicht automatisch besser. Mehrere Weiterleitungsmechanismen können unnötige Redirect-Ketten oder Schleifen erzeugen.
Was ist eine Redirect-Kette? #
Eine Redirect-Kette entsteht, wenn eine Adresse nicht direkt zum endgültigen Ziel führt, sondern mehrere Weiterleitungen nacheinander ausgeführt werden.
Beispielsweise:
http://example.com/
↓
http://www.example.com/
↓
https://www.example.com/
↓
https://neue-domain.ch/
Wenn das endgültige Ziel bereits bekannt ist, ist eine direkte Weiterleitung häufig sauberer.
Weiterleitungsschleife erkennen #
Eine Weiterleitungsschleife entsteht, wenn sich Regeln gegenseitig immer wieder aufrufen.
Vereinfacht:
domain-a.ch
→ domain-b.ch
→ domain-a.ch
→ domain-b.ch
→ ...
Der Browser bricht den Vorgang schließlich ab und zeigt eine Fehlermeldung zu zu vielen Weiterleitungen an.
Je nach Browser kann beispielsweise eine Meldung wie:
Too many redirects
erscheinen.
Typische Ursache einer Weiterleitungsschleife #
Eine Schleife kann entstehen, wenn mehrere Systeme gleichzeitig unterschiedliche Weiterleitungen erzwingen.
Beispielsweise:
- cPanel-Weiterleitung
.htaccess-Regel- WordPress- beziehungsweise CMS-Konfiguration
- Plugin
- weitere vorgeschaltete Dienste
Wenn eine Schleife auftritt, solltest du deshalb nicht einfach eine weitere Weiterleitung hinzufügen.
Grundregel: Bei „Too many redirects“ zuerst vorhandene Weiterleitungsregeln analysieren – nicht eine weitere Regel erstellen.
cPanel-Weiterleitung und .htaccess #
Bei Apache-basierten Websites können Weiterleitungen auch über:
.htaccess
gesteuert werden.
Die cPanel-Funktion bietet für typische Weiterleitungen eine komfortable Oberfläche. Für komplexere Regeln kann eine manuelle Konfiguration erforderlich sein.
Wie du eine .htaccess-Datei sicher untersuchst und bearbeitest, erklären wir unter .htaccess erklärt und sicher bearbeiten.
Bestehende .htaccess-Regeln vor Änderungen prüfen #
Wenn eine Website bereits eigene Weiterleitungen verwendet, solltest du diese berücksichtigen, bevor du zusätzliche Regeln über cPanel einrichtest.
Das gilt besonders bei WordPress und anderen Content-Management-Systemen.
Mehrere Regeln können sich gegenseitig beeinflussen.
cPanel-Weiterleitung und WordPress #
WordPress kennt selbst die konfigurierte Website-Adresse und kann zusätzlich Plugins verwenden, die Weiterleitungen verwalten.
Wenn eine WordPress-Website unerwartet auf eine andere Domain oder URL springt, solltest du deshalb nicht ausschließlich die cPanel-Weiterleitungen prüfen.
Mögliche Ursachen können unter anderem sein:
- WordPress-Adresse
- Website-Adresse
- Redirect-Plugin
.htaccess- cPanel-Weiterleitung
Domain-Weiterleitung und Document Root sind nicht dasselbe #
Wenn zwei Domains denselben Document Root verwenden, handelt es sich nicht automatisch um eine Weiterleitung.
Beispielsweise:
domain-a.ch ─┐
├→ public_html/
domain-b.ch ─┘
Beide Domains können dadurch denselben Dateibestand anzeigen, ohne dass sich die Adresse im Browser ändert.
Bei einer echten Weiterleitung passiert dagegen:
domain-b.ch
↓ 301
domain-a.ch
und der Browser wechselt auf domain-a.ch.
Die Domainverwaltung und den Document Root erklären wir ausführlich unter Domain in cPanel hinzufügen und verwalten.
Weiterleitung und DNS sind nicht dasselbe #
Ein DNS-Eintrag kann einen Hostnamen beispielsweise auf eine IP-Adresse oder einen anderen Hostnamen verweisen lassen.
Dadurch wird jedoch nicht automatisch eine HTTP-Weiterleitung im Browser erzeugt.
Vereinfacht:
DNS:
Welche technische Adresse soll erreicht werden?
HTTP-Weiterleitung:
Welche andere URL soll der Browser anschließend aufrufen?
Wie du DNS-Einträge verwaltest, erklären wir unter DNS-Zoneneditor in cPanel verwenden.
CNAME ist keine HTTP-Weiterleitung #
Ein häufiger Irrtum besteht darin, einen CNAME-Eintrag mit einer Browserweiterleitung gleichzusetzen.
Ein CNAME ist ein DNS-Eintrag. Er weist einen Hostnamen einem anderen Hostnamen zu.
Dadurch wird die eingegebene URL im Browser nicht automatisch durch eine andere URL ersetzt.
Kurz erklärt: Wenn sich die Adresse im Browser von
alte-domain.chaufneue-domain.chändern soll, benötigst du eine HTTP-Weiterleitung und nicht lediglich einen CNAME.
Alte Domain auf neue Domain umleiten #
Wenn eine Website dauerhaft von einer alten auf eine neue Domain verschoben wurde, ist eine 301-Weiterleitung häufig die passende Variante.
Beispielsweise:
alte-firma.ch
↓ 301
neue-firma.ch
Wenn auf beiden Websites dieselbe URL-Struktur vorhanden ist, kann zusätzlich eine passende pfadbezogene Weiterleitung sinnvoll sein.
Bei Domainwechsel möglichst auf passende Zielseiten weiterleiten #
Wenn alte Unterseiten entsprechende neue Unterseiten besitzen, ist eine direkte Zuordnung in der Regel sinnvoller, als sämtliche alten URLs pauschal auf die neue Startseite umzuleiten.
Beispielsweise:
alte-domain.ch/kontakt/
→ neue-domain.ch/kontakt/
statt:
alte-domain.ch/kontakt/
→ neue-domain.ch/
Voraussetzung ist natürlich, dass eine inhaltlich entsprechende Zielseite vorhanden ist.
Nicht vorhandene Inhalte nicht auf irgendeine Seite umleiten #
Eine Weiterleitung sollte ein sinnvolles neues Ziel besitzen.
Wenn eine alte Seite entfernt wurde und keine passende Ersatzseite existiert, ist eine beliebige Weiterleitung auf die Startseite nicht automatisch die beste Lösung.
Weiterleitungen sollten nachvollziehbar und für Besucher hilfreich sein.
Subdomain weiterleiten #
Auch eine Subdomain kann auf eine andere Adresse weitergeleitet werden.
Beispielsweise:
shop.example.com
↓
https://www.example.com/shop/
Wie du eine Subdomain grundsätzlich einrichtest und deren Document Root kontrollierst, erklären wir unter Subdomain in cPanel erstellen.
Einzelne Seite weiterleiten #
Wenn nur eine bestimmte Seite verschoben wurde, musst du nicht die gesamte Domain umleiten.
Beispielsweise:
example.com/alte-seite/
↓ 301
example.com/neue-seite/
Kontrolliere anschließend ausdrücklich die alte URL und die endgültige Zieladresse.
Weiterleitung auf externe Website #
Das Ziel einer Weiterleitung muss nicht zwingend innerhalb derselben Domain liegen.
Beispielsweise:
example.com/partner/
↓
https://partner-example.com/
Prüfe bei externen Zielen besonders sorgfältig, ob die Adresse dauerhaft korrekt und vertrauenswürdig ist.
Weiterleitung auf eine nicht erreichbare Zielseite #
Eine korrekt konfigurierte Weiterleitung kann technisch funktionieren, obwohl die Zielseite selbst nicht erreichbar ist.
Wenn der Browser zur richtigen Zieladresse wechselt und dort ein Fehler erscheint, solltest du deshalb die Zielwebsite separat prüfen.
Weiterleitung scheint nicht zu funktionieren #
Prüfe zunächst:
- richtige Quelldomain
- richtigen Quellpfad
- vollständige Zieladresse
www-Einstellung- HTTP und HTTPS
- bestehende
.htaccess-Regeln - Weiterleitungen innerhalb der Webanwendung
Browser zeigt weiterhin eine alte Weiterleitung #
Weiterleitungen können zwischengespeichert werden. Das gilt insbesondere für permanente Weiterleitungen.
Wenn du eine Regel gerade geändert oder entfernt hast, kann dein Browser deshalb vorübergehend weiterhin das frühere Verhalten zeigen.
Teste in einem solchen Fall gegebenenfalls zusätzlich mit einem privaten Browserfenster oder einem anderen Browser.
Praxis-Tipp: Wenn nur dein eigener Browser weiterhin auf das alte Ziel wechselt, während ein anderer Browser korrekt reagiert, solltest du einen lokalen Cache-Effekt in Betracht ziehen.
Weiterleitung funktioniert nur ohne www #
Wenn:
example.com
korrekt weiterleitet, aber:
www.example.com
nicht, solltest du sowohl die www-Option der Weiterleitung als auch die DNS- und Domainkonfiguration von www prüfen.
Eine HTTP-Weiterleitung kann nur verarbeitet werden, wenn die Anfrage überhaupt die dafür vorgesehene Hosting-Umgebung erreicht.
Weiterleitung funktioniert über HTTP, aber nicht über HTTPS #
Wenn:
http://alte-domain.ch/
weiterleitet, aber:
bereits vorher eine Zertifikatswarnung oder einen Verbindungsfehler erzeugt, kann das Problem vor der eigentlichen HTTP-Weiterleitung entstehen.
Für eine saubere HTTPS-Weiterleitung muss der ursprüngliche HTTPS-Aufruf technisch verarbeitet werden können.
Wichtig: Eine Weiterleitung kann eine TLS-/SSL-Verbindung nicht nachträglich reparieren, wenn der Browser die HTTPS-Verbindung zum ursprünglichen Hostnamen bereits vorher ablehnt.
Weiterleitung entfernen #
Wenn eine Weiterleitung nicht mehr benötigt wird, öffne:
Domains → Umleitungen
und suche die betreffende Regel in der Übersicht der vorhandenen Weiterleitungen.
Kontrolliere sorgfältig Quelle und Ziel, bevor du sie entfernst.
Nach dem Entfernen erneut testen #
Rufe die bisherige Quelladresse anschließend erneut auf.
Wenn weiterhin eine Weiterleitung erfolgt, kann sie beispielsweise noch aus einer anderen Quelle stammen:
- Browser-Cache
.htaccess- CMS
- Plugin
- andere Serverkonfiguration
Gehe deshalb nicht automatisch davon aus, dass die cPanel-Regel die einzige vorhandene Weiterleitung war.
Weiterleitung vor dem Löschen einer alten Website testen #
Wenn eine alte Domain dauerhaft auf eine neue Website umgeleitet werden soll, solltest du die Weiterleitung vollständig testen, bevor du nicht mehr benötigte Inhalte entfernst.
Prüfe insbesondere wichtige alte URLs und deren neue Ziele.
Empfohlener Ablauf für eine permanente Domain-Weiterleitung #
- Prüfe, ob die Änderung tatsächlich dauerhaft ist.
- Stelle sicher, dass die Zielwebsite erreichbar ist.
- Melde dich bei cPanel an.
- Öffne Domains → Umleitungen.
- Wähle Permanent (301).
- Wähle die richtige Quelldomain.
- Trage gegebenenfalls einen Quellpfad ein.
- Gib die vollständige Zieladresse ein.
- Lege das gewünschte Verhalten für
wwwfest. - Aktiviere Wildcard nur, wenn die URL-Struktur dazu passt.
- Erstelle die Weiterleitung.
- Teste die Quelladresse.
- Teste wichtige Unterseiten.
- Prüfe
wwwund non-www. - Kontrolliere die endgültige Zieladresse.
Empfohlener Ablauf bei einer fehlerhaften Weiterleitung #
- Notiere die aufgerufene Quelladresse.
- Notiere die tatsächliche Zieladresse beziehungsweise Fehlermeldung.
- Prüfe die Regel unter Domains → Umleitungen.
- Kontrolliere
www, HTTP und HTTPS separat. - Prüfe vorhandene
.htaccess-Regeln. - Prüfe Weiterleitungen der Webanwendung.
- Teste gegebenenfalls ohne vorhandenen Browser-Cache.
- Ändere erst danach die betreffende Regel.
Grundregel: Wenn eine Weiterleitung nicht wie erwartet funktioniert, solltest du zuerst herausfinden, welches System sie tatsächlich ausführt. cPanel,
.htaccess, CMS und Plugins können unabhängig voneinander Weiterleitungen erzeugen.
Wann solltest du den Support kontaktieren? #
Wenn eine Weiterleitung trotz korrekter Konfiguration nicht funktioniert oder eine Schleife entsteht, sind möglichst genaue Angaben hilfreich.
Notiere insbesondere:
- vollständige Quelladresse
- gewünschte Zieladresse
- 301 oder 302
- ob eine Wildcard verwendet wird
- tatsächlich aufgerufene Zieladresse
- genaue Browser-Fehlermeldung
- ob das Problem bei HTTP, HTTPS oder beiden auftritt
- ob
wwwund non-wwwunterschiedlich reagieren - ob WordPress oder ein anderes CMS verwendet wird
- ob zusätzliche Weiterleitungsregeln bekannt sind
Übermittle dabei keine Passwörter oder andere vertrauliche Zugangsdaten.
Zusammenfassung #
Eine Domain- oder URL-Weiterleitung richtest du im CURIAWEB-cPanel unter Domains → Umleitungen ein. Verwende eine 301-Weiterleitung, wenn die bisherige Adresse dauerhaft ersetzt wurde, und eine 302-Weiterleitung, wenn die Änderung nur vorübergehend gelten soll.
Wähle die richtige Quelldomain beziehungsweise den richtigen Pfad und gib die Zieladresse vollständig inklusive https:// ein. Kontrolliere zusätzlich das gewünschte Verhalten für www und aktiviere eine Wildcard-Weiterleitung nur, wenn die Pfadstruktur von Quelle und Ziel dazu passt.
Teste nach der Einrichtung nicht nur die Startseite, sondern auch relevante Unterseiten sowie www, non-www, HTTP und HTTPS, soweit diese Varianten verwendet werden.
Wenn eine Weiterleitung unerwartet reagiert oder eine Schleife erzeugt, füge nicht einfach weitere Regeln hinzu. Prüfe zuerst, ob neben cPanel auch .htaccess, WordPress, Plugins oder andere Komponenten Weiterleitungen erzeugen.