Mit dem Softaculous Apps Installer kannst du zahlreiche Webanwendungen direkt über dein CURIAWEB-cPanel installieren. Statt Dateien manuell hochzuladen, eine Datenbank anzulegen und die Anwendung anschließend von Hand zu konfigurieren, übernimmt Softaculous einen großen Teil dieser Einrichtung automatisch.
Besonders häufig wird Softaculous für WordPress verwendet. Je nach Serverkonfiguration stehen darüber hinaus weitere Anwendungen zur Verfügung.
In dieser Anleitung zeigen wir dir, wie du Softaculous öffnest, eine Anwendung auswählst, die wichtigsten Installationsfelder richtig ausfüllst und typische Fehler bei Domain, HTTPS und Installationsverzeichnis vermeidest.
Wichtig: Eine automatische Installation ist einfach – die Auswahl des falschen Verzeichnisses oder der falschen Domain kann trotzdem dazu führen, dass deine Anwendung anschließend unter einer unerwarteten Adresse erscheint. Kontrolliere deshalb die Installationsangaben sorgfältig, bevor du die Installation startest.
Was ist Softaculous? #
Softaculous ist ein automatischer Installer für Webanwendungen und ist in das CURIAWEB-cPanel integriert.
Vereinfacht übernimmt Softaculous bei einer Installation mehrere technische Schritte für dich:
Anwendung auswählen
→ Installationsziel festlegen
→ Dateien bereitstellen
→ Datenbank konfigurieren
→ Grundeinstellungen setzen
→ Anwendung installieren
Welche Funktionen und Anwendungen konkret zur Verfügung stehen, hängt von der auf dem Hosting-System bereitgestellten Softaculous-Konfiguration ab.
Was kannst du mit Softaculous machen? #
Softaculous ist nicht nur für Erstinstallationen vorgesehen. Abhängig von der jeweiligen Anwendung und Konfiguration können darüber auch weitere Verwaltungsfunktionen verfügbar sein.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Anwendungen installieren
- bestehende Installationen verwalten
- Updates durchführen oder konfigurieren
- Installationen klonen
- Staging-Installationen erstellen
- Backups verwalten
- Installationen importieren
Nicht jede Funktion steht bei jeder Anwendung in exakt derselben Form zur Verfügung.
Softaculous und WP Manager unterscheiden #
Im CURIAWEB-cPanel findest du neben dem Softaculous Apps Installer auch den WP Manager by CURIAWEB.
Softaculous ist grundsätzlich für verschiedene unterstützte Webanwendungen ausgelegt. Der WP Manager konzentriert sich dagegen auf die Verwaltung von WordPress-Installationen.
Für eine neue Anwendung kannst du Softaculous verwenden; für bestimmte Verwaltungsaufgaben einer bestehenden WordPress-Installation kann anschließend der WordPress Manager zusätzliche Funktionen anbieten.
Vor der Installation: Domain muss eingerichtet sein #
Bevor du eine Anwendung auf einer Domain installierst, sollte die betreffende Domain im Hosting korrekt eingerichtet sein.
Wenn du beispielsweise:
example.com
verwenden möchtest, muss die Domain dem richtigen Hosting-Bereich beziehungsweise Document Root zugeordnet sein.
Wie du eine Domain in cPanel einrichtest, erklären wir unter Domain in cPanel hinzufügen und verwalten.
DNS muss ebenfalls stimmen #
Damit Besucher die Website über die Domain erreichen können, muss deren DNS auf die richtige Hosting-Umgebung zeigen.
Eine erfolgreiche Softaculous-Installation verändert nicht automatisch jede externe DNS-Konfiguration.
Wenn die DNS-Zone deiner Domain beispielsweise bei einem externen Anbieter verwaltet wird, müssen die relevanten DNS-Einträge dort korrekt gesetzt sein.
Grundlagen zur cPanel-DNS-Verwaltung findest du unter DNS-Zoneneditor in cPanel verwenden.
1. Bei cPanel anmelden #
Melde dich bei deinem CURIAWEB-cPanel an.
Scrolle zum Bereich:
Software
und öffne:
Softaculous Apps Installer
2. Gewünschte Anwendung auswählen #
In Softaculous kannst du die gewünschte Anwendung auswählen beziehungsweise danach suchen.
Für eine WordPress-Website wählst du beispielsweise:
WordPress
Öffne anschließend die Installationsfunktion der Anwendung.
3. Installationsformular öffnen #
Softaculous zeigt dir nun das Installationsformular der ausgewählten Anwendung.
Die genaue Anzahl und Bezeichnung der Felder hängt von der Anwendung ab.
Bei einer typischen CMS-Installation gehören dazu insbesondere:
- Protokoll
- Domain
- Installationsverzeichnis
- Website-Einstellungen
- Administrator-Zugang
- Sprache
- weitere Optionen der Anwendung
Praxis-Tipp: Klicke nicht sofort auf „Installieren“. Nimm dir insbesondere für Domain und Installationsverzeichnis einen Moment Zeit. Diese beiden Einstellungen bestimmen, unter welcher Adresse deine neue Website installiert wird.
4. Protokoll auswählen #
Softaculous kann bei der Installationsadresse unterschiedliche Protokollvarianten anbieten.
Für eine verschlüsselte Website wird üblicherweise HTTPS verwendet:
https://
beziehungsweise je nach gewünschter Domainvariante:
oder:
HTTPS nur verwenden, wenn die Domain dafür erreichbar ist #
Für HTTPS benötigt die Domain ein gültiges SSL/TLS-Zertifikat.
Wenn die Domain gerade erst eingerichtet oder deren DNS erst kürzlich geändert wurde, kann es sinnvoll sein, zunächst zu kontrollieren, ob sie bereits korrekt auf das Hosting zeigt und ein Zertifikat verfügbar ist.
Wichtig: Softaculous installiert die Anwendung an der von dir gewählten Adresse. Ein falsch konfiguriertes DNS oder ein Zertifikatsproblem wird durch die eigentliche Anwendungsinstallation nicht automatisch behoben.
5. Richtige Domain auswählen #
Wähle im Domainfeld die Domain aus, auf der die Anwendung installiert werden soll.
Wenn dein Hosting-Account mehrere Domains enthält, können dort entsprechend mehrere Einträge erscheinen.
Kontrolliere die Auswahl sorgfältig.
Beispiel:
example.com
Wenn du stattdessen versehentlich eine andere Domain auswählst, wird die Anwendung im zugehörigen Bereich dieser Domain installiert.
6. Installationsverzeichnis besonders sorgfältig prüfen #
Das Feld für das Installationsverzeichnis ist eine der wichtigsten Einstellungen der gesamten Softaculous-Installation.
Wenn deine Website direkt unter:
erreichbar sein soll, darfst du nicht versehentlich ein zusätzliches Unterverzeichnis verwenden.
Website direkt auf der Domain installieren #
Soll die Anwendung direkt unter:
erscheinen, bleibt das Feld für das Installationsverzeichnis normalerweise leer.
Softaculous installiert die Anwendung dann im Document Root der ausgewählten Domain.
Achtung: Wenn Softaculous im Verzeichnisfeld beispielsweise bereits
wpeingetragen hat und du WordPress direkt auf der Domain installieren möchtest, entferne diesen Eintrag vor der Installation.
Was passiert, wenn „wp“ als Verzeichnis eingetragen ist? #
Angenommen, du wählst:
example.com
und trägst als Installationsverzeichnis:
wp
ein.
Dann wird die Anwendung nicht direkt auf der Hauptadresse installiert, sondern typischerweise unter:
Das ist korrekt, wenn du genau diese Struktur möchtest. Für eine normale Website, die direkt über die Hauptdomain erreichbar sein soll, ist ein solches zusätzliches Verzeichnis jedoch meist nicht gewünscht.
Wann ist ein Unterverzeichnis sinnvoll? #
Ein Unterverzeichnis kann bewusst verwendet werden, wenn eine Anwendung tatsächlich unter einem bestimmten Pfad laufen soll.
Beispielsweise:
Dann könnte das Installationsverzeichnis:
blog
lauten.
Das sollte jedoch eine bewusste Entscheidung sein.
Installationsverzeichnis ist nicht dasselbe wie die Domain #
Die Domain bestimmt den Hostnamen, das Installationsverzeichnis einen zusätzlichen Pfad innerhalb des zugehörigen Webbereichs.
Vereinfacht:
Domain:
example.com
Verzeichnis leer:
https://example.com/
Verzeichnis = blog:
https://example.com/blog/
7. Prüfen, ob im Zielverzeichnis bereits eine Website liegt #
Bevor du eine neue Anwendung installierst, solltest du wissen, ob im vorgesehenen Document Root bereits Dateien einer Website vorhanden sind.
Das ist besonders wichtig, wenn die Domain bereits verwendet wurde.
Mit dem cPanel-Dateimanager kannst du das betreffende Verzeichnis kontrollieren.
Achtung: Installiere nicht unkontrolliert eine neue Anwendung in ein Verzeichnis, das bereits eine produktive Website enthält. Bestehende Dateien und eine neue Installation können sich gegenseitig beeinträchtigen.
Bestehende index-Datei kann verwirren #
In einem Document Root kann beispielsweise bereits eine Datei wie:
index.html
vorhanden sein.
Eine neu installierte PHP-Anwendung kann gleichzeitig eine:
index.php
verwenden.
Abhängig von der Webserver-Konfiguration kann eine bestehende Startdatei dazu führen, dass nach der Installation nicht die erwartete Website erscheint.
Prüfe deshalb vorhandene Dateien, statt sie auf Verdacht zu löschen.
8. Anwendungsversion prüfen #
Softaculous kann bei manchen Anwendungen eine Versionsauswahl anbieten.
Für eine neue produktive Installation solltest du grundsätzlich eine aktuelle, unterstützte Version verwenden, sofern kein konkreter technischer Grund für eine andere Version besteht.
Installiere nicht bewusst eine alte Anwendungsversion nur deshalb, weil ein älteres Tutorial diese verwendet.
9. Website-Name und Beschreibung festlegen #
Je nach Anwendung kannst du während der Installation bereits grundlegende Website-Einstellungen festlegen.
Bei WordPress können dazu beispielsweise Website-Name und Beschreibung gehören.
Diese Angaben lassen sich später innerhalb von WordPress wieder ändern.
10. Administrator-Benutzername festlegen #
Softaculous fordert dich bei vielen Anwendungen auf, einen Administrator-Benutzernamen festzulegen.
Verwende dafür einen individuellen Benutzernamen.
Sicherheitshinweis: Vermeide unnötig leicht erratbare Administrator-Zugangsdaten. Ein individueller Benutzername ersetzt zwar kein starkes Passwort, reduziert aber vermeidbare Standardkonfigurationen.
11. Starkes Administrator-Passwort verwenden #
Verwende für das Administratorkonto ein starkes und einzigartiges Passwort.
Das Passwort sollte nicht identisch mit deinem cPanel-, E-Mail- oder einem anderen Zugangspasswort sein.
Softaculous kann einen Passwortgenerator beziehungsweise eine Bewertung der Passwortstärke anbieten.
Wichtig: Das Administratorkonto einer Webanwendung besitzt weitreichende Rechte. Verwende dafür kein kurzes, wiederverwendetes oder leicht zu erratendes Passwort.
12. Administrator-E-Mail-Adresse kontrollieren #
Gib eine E-Mail-Adresse an, auf die du tatsächlich Zugriff hast.
Die Anwendung kann diese Adresse beispielsweise für administrative Benachrichtigungen oder Funktionen zur Wiederherstellung eines Zugangs verwenden.
Kontrolliere die Schreibweise vor der Installation.
13. Sprache auswählen #
Wenn Softaculous eine Sprachauswahl anbietet, kannst du die gewünschte Sprache der Anwendung festlegen.
Bei WordPress lässt sich die Sprache später ebenfalls im Administrationsbereich ändern.
14. Erweiterte Optionen nicht blind verändern #
Je nach Anwendung zeigt Softaculous weitere Optionen an.
Dazu können beispielsweise Datenbankname, Tabellenpräfix, automatische Updates, Backup-Einstellungen oder zusätzliche Anwendungseinstellungen gehören.
Wenn du eine Option nicht kennst und keinen konkreten Grund für eine Änderung hast, solltest du nicht wahllos Werte verändern.
Datenbank wird von Softaculous automatisch eingerichtet #
Bei einer typischen Installation kann Softaculous die benötigte Datenbank und deren Zugang für die Anwendung automatisch anlegen und konfigurieren.
Du musst deshalb für eine normale Softaculous-Installation nicht zuerst manuell eine MySQL-Datenbank erstellen.
Wenn du Datenbanken dagegen selbst einrichten möchtest, findest du die Vorgehensweise unter MySQL-Datenbank in cPanel erstellen.
Datenbankname nicht ohne Grund ändern #
Wenn Softaculous automatisch einen geeigneten Datenbanknamen vorschlägt, besteht für eine normale Installation häufig kein Grund, diesen manuell zu verändern.
Wenn mehrere Anwendungen betrieben werden, kann eine nachvollziehbare Benennung allerdings bei der späteren Administration hilfreich sein.
Tabellenpräfix bei WordPress #
Bei WordPress kann Softaculous ein Tabellenpräfix festlegen.
Ein Präfix sieht beispielsweise so aus:
wp_
oder kann einen anderen Wert besitzen.
Das Präfix wird den WordPress-Datenbanktabellen vorangestellt.
Ändere es nicht nachträglich direkt in der Datenbank, ohne zu wissen, welche weiteren Anpassungen dafür erforderlich sind.
Automatische Updates bewusst konfigurieren #
Softaculous kann Optionen für automatische Aktualisierungen anbieten.
Ob du solche Funktionen aktivierst, sollte davon abhängen, wie du die betreffende Website administrierst und welche Update-Strategie du verwendest.
Bei einer produktiven Website sollte außerdem eine funktionierende Backup-Strategie vorhanden sein.
Automatische Updates sind kein Ersatz für Kontrolle #
Auch wenn Updates automatisch durchgeführt werden, solltest du eine produktive Website regelmäßig kontrollieren.
Ein Software-Update kann beispielsweise mit einem Plugin, Theme oder individuellem Code in Konflikt geraten.
Backup-Einstellungen in Softaculous #
Softaculous kann abhängig von der Konfiguration eigene Backup-Funktionen für unterstützte Anwendungen anbieten.
Solche Anwendungsbackups sind von anderen Backup-Systemen deines Hostings zu unterscheiden.
Softaculous-Backups, Hosting-Backups und beispielsweise JetBackup sind nicht automatisch dasselbe Backup-System.
Wichtig: Verlasse dich nicht allein deshalb auf eine Sicherung, weil irgendwo im cPanel eine Backup-Funktion sichtbar ist. Prüfe bei wichtigen Änderungen, welches Backup-System verwendet wird, was gesichert wird und wie eine Wiederherstellung erfolgt.
15. Installationsdaten noch einmal kontrollieren #
Bevor du die Installation startest, kontrolliere mindestens:
- richtige Domain
- richtiges Protokoll
- gewünschte Domainvariante
- Installationsverzeichnis
- Administrator-Benutzername
- Administrator-E-Mail-Adresse
- gewählte Anwendung beziehungsweise Version
Besonders wichtig ist noch einmal die Frage:
Soll die Website direkt auf der Domain oder in einem Unterverzeichnis installiert werden?
16. Installation starten #
Wenn alle Angaben korrekt sind, starte die Installation.
Softaculous legt nun die erforderlichen Dateien und – sofern für die Anwendung notwendig – die Datenbankkonfiguration an.
Unterbrich den Vorgang nicht unnötig.
17. Erfolgsmeldung abwarten #
Nach erfolgreicher Installation zeigt Softaculous normalerweise eine Bestätigung und relevante Adressen der neuen Anwendung an.
Bei WordPress können das beispielsweise die Website-Adresse und der Administrationsbereich sein.
Typisch wären:
und:
Die tatsächliche Adresse hängt von deiner Domain und dem gewählten Installationsverzeichnis ab.
18. Website aufrufen #
Öffne die neue Website im Browser.
Prüfe, ob die erwartete Anwendung erscheint und ob die Adresse in der Browserzeile korrekt ist.
Wenn du die Anwendung direkt auf der Hauptdomain installieren wolltest, sollte nicht unerwartet ein zusätzlicher Pfad wie:
/wp/
in der URL erscheinen.
19. Administrationsbereich testen #
Melde dich anschließend mit den während der Installation festgelegten Administrator-Zugangsdaten an.
Bei WordPress erreichst du den Administrationsbereich typischerweise über:
Wie der WordPress-Login grundsätzlich funktioniert, erklären wir unter WordPress-Adminbereich aufrufen.
20. HTTPS kontrollieren #
Rufe die Website über HTTPS auf und kontrolliere, ob der Browser die Verbindung ohne Zertifikatswarnung herstellt.
Eine Anwendung sollte auf einer produktiven Website konsistent mit ihrer vorgesehenen HTTPS-Adresse konfiguriert sein.
Website wurde unter /wp/ installiert – was nun? #
Wenn du nach der Installation feststellst, dass WordPress beispielsweise unter:
statt unter:
installiert wurde, solltest du nicht einfach Dateien verschieben und hoffen, dass anschließend alles funktioniert.
Webanwendungen können ihre URL und Pfade in der Datenbank beziehungsweise Konfiguration speichern.
Achtung: Das bloße Verschieben einer WordPress-Installation in ein anderes Verzeichnis kann zu fehlerhaften URLs, Weiterleitungen oder einer nicht erreichbaren Website führen.
Wenn die Installation gerade erst erstellt wurde und noch keine Inhalte enthält, ist eine saubere Neuinstallation am richtigen Ziel häufig einfacher als nachträgliche manuelle Korrekturen.
Softaculous meldet, dass bereits eine Installation vorhanden ist #
Softaculous kann erkennen, dass am vorgesehenen Ziel bereits eine Installation registriert oder vorhanden ist.
Ignoriere eine solche Warnung nicht.
Prüfe zuerst:
- ob dort bereits eine produktive Website liegt
- ob Softaculous die Installation bereits kennt
- ob es sich um eine alte beziehungsweise nicht mehr benötigte Installation handelt
- ob du tatsächlich die richtige Domain ausgewählt hast
„Installation already exists“ nicht einfach umgehen #
Wenn Softaculous eine bestehende Installation meldet, solltest du nicht ohne Prüfung versuchen, die Erkennung zu umgehen oder vorhandene Dateien zu überschreiben.
Es könnte sich um eine produktive Website handeln.
Softaculous meldet vorhandene Dateien im Zielverzeichnis #
Auch vorhandene Dateien können eine Warnung auslösen.
Öffne in diesem Fall den cPanel-Dateimanager und kontrolliere das betreffende Document Root.
Lösche vorhandene Dateien nur, wenn du sicher weißt, dass sie nicht mehr benötigt werden und eine Sicherung vorhanden ist, falls dies erforderlich ist.
Installation schlägt wegen einer Datenbank fehl #
Wenn Softaculous bei der Installation einen Datenbankfehler meldet, notiere die genaue Fehlermeldung.
Ändere nicht wahllos Datenbanken oder Benutzer.
Ein Fehler kann beispielsweise durch bereits vorhandene Daten, einen Namenskonflikt oder ein anderes Problem während der automatischen Einrichtung entstehen.
Installation erfolgreich, Domain zeigt aber eine andere Website #
Wenn Softaculous die Installation erfolgreich abgeschlossen hat, die Domain im Browser aber eine andere Website zeigt, solltest du insbesondere prüfen:
- DNS der Domain
- ausgewählte Domain in Softaculous
- Document Root der Domain
- Installationsverzeichnis
- vorhandene Startdateien
- mögliche Weiterleitungen
Eine erfolgreiche Installation beweist nicht, dass die Domain aus dem Internet bereits auf genau dieses Verzeichnis zeigt.
Domain zeigt noch auf einen alten Server #
Bei einem Domain- oder Website-Umzug kann die neue Installation bereits auf dem CURIAWEB-Server vorhanden sein, während die öffentliche DNS-Auflösung noch auf das bisherige Hosting zeigt.
In diesem Fall sehen Besucher weiterhin die alte Website.
Prüfe deshalb DNS und Hosting-Ziel getrennt voneinander.
Installation erfolgreich, aber Zertifikatswarnung erscheint #
Eine Zertifikatswarnung betrifft zunächst die HTTPS-Verbindung zur Domain.
Prüfe:
- zeigt die Domain bereits auf den richtigen Server?
- ist ein gültiges Zertifikat für den aufgerufenen Hostnamen vorhanden?
- rufst du die richtige Domainvariante auf?
Eine Neuinstallation der Anwendung ist bei einem reinen Zertifikatsproblem normalerweise nicht die erste Maßnahme.
www und non-www bewusst wählen #
Die Adressen:
und:
sind technisch unterschiedliche Hostnamen.
Entscheide dich bei der Installation bewusst für die gewünschte Hauptadresse und achte anschließend auf eine konsistente Konfiguration.
Softaculous und Domain-Weiterleitungen #
Eine Softaculous-Installation ist keine Domain-Weiterleitung.
Wenn eine andere Domain auf deine neue Website weitergeleitet werden soll, ist dies eine separate Konfiguration.
Die Einrichtung erklären wir unter Domain-Umleitung in cPanel einrichten.
Softaculous und PHP-Version #
Eine Anwendung besitzt bestimmte PHP-Anforderungen.
Wenn die ausgewählte Anwendung mit der für die Domain verwendeten PHP-Version nicht kompatibel ist, kann es bei Installation oder Betrieb zu Problemen kommen.
Die PHP-Version einer Domain verwaltest du bei CURIAWEB grundsätzlich über den MultiPHP-Manager.
Nicht wegen Softaculous wahllos die PHP-Version ändern #
Wenn Softaculous oder eine Anwendung eine PHP-Anforderung meldet, prüfe zuerst die tatsächlich erforderliche Version.
Ändere die PHP-Version nicht mehrfach auf Verdacht.
Bei einer bereits bestehenden Website können auch andere Anwendungen innerhalb des Hosting-Accounts von einer unüberlegten Änderung betroffen sein.
PHP-Erweiterungen berücksichtigen #
Bestimmte Anwendungen benötigen neben einer passenden PHP-Version zusätzliche PHP-Erweiterungen.
Wenn eine Anwendung nach der Installation eine fehlende Extension meldet, solltest du deren konkrete Anforderungen prüfen.
Die Vorgehensweise erklären wir unter PHP-Erweiterungen in cPanel aktivieren und verwalten.
PHP-Limits bei Installationen und Importen #
Bei größeren Importen oder bestimmten Anwendungsvorgängen können PHP-Limits relevant werden.
Dazu gehören beispielsweise:
memory_limit
upload_max_filesize
post_max_size
max_execution_time
Wie du diese Werte richtig einordnest und anpasst, erklären wir unter PHP Memory Limit, Upload-Größe und Ausführungszeit einstellen.
Bestehende manuelle Installation in Softaculous übernehmen #
Wenn eine Anwendung bereits manuell oder auf anderem Weg installiert wurde, kann Softaculous abhängig von Anwendung und Konfiguration eine Import- beziehungsweise Erkennungsfunktion anbieten.
Dadurch kann eine bestehende Installation in die Softaculous-Verwaltung aufgenommen werden, ohne die Website neu zu installieren.
Wichtig: Verwende für eine bestehende produktive Website keine Neuinstallation, wenn du sie lediglich in Softaculous verwalten möchtest. Prüfe stattdessen, ob die vorhandene Installation importiert beziehungsweise erkannt werden kann.
Softaculous-Installation löschen #
Softaculous kann für verwaltete Installationen eine Funktion zum Entfernen anbieten.
Dabei musst du sehr sorgfältig prüfen, welche Bestandteile gelöscht werden sollen.
Je nach Auswahl können beispielsweise Anwendungsdateien und Datenbankdaten betroffen sein.
Achtung: Das Entfernen einer Installation ist etwas völlig anderes als das Entfernen ihres Eintrags aus einer Verwaltung. Lies die angebotenen Optionen genau, bevor du eine produktive Installation löschst.
Installation aus Softaculous entfernen, Website aber behalten #
Wenn du lediglich die Softaculous-Verwaltungsinformation einer Installation entfernen möchtest, darfst du nicht versehentlich die eigentlichen Website-Dateien oder Datenbank löschen.
Kontrolliere bei jeder Entfernen-Funktion genau, welche Daten Softaculous tatsächlich löschen wird.
Staging mit Softaculous #
Für unterstützte Anwendungen kann Softaculous eine Staging-Funktion anbieten.
Eine Staging-Installation ist eine separate Arbeitskopie, auf der Änderungen getestet werden können, bevor sie auf einer produktiven Website eingesetzt werden.
Das ist beispielsweise bei größeren Updates oder Änderungen an einer WordPress-Website hilfreich.
Staging ist keine Datensicherung #
Eine Staging-Kopie sollte nicht mit einem Backup verwechselt werden.
Sie dient primär als Testumgebung.
Eine eigenständige Sicherung bleibt für kritische Änderungen sinnvoll.
Website mit Softaculous klonen #
Softaculous kann für unterstützte Anwendungen eine Clone-Funktion bereitstellen.
Damit lässt sich eine bestehende Installation auf eine andere Domain, Subdomain oder in ein anderes Verzeichnis kopieren.
Das kann beispielsweise für Entwicklungs- oder Testzwecke hilfreich sein.
Bei WordPress behandeln wir das Klonen zusätzlich in der WordPress-Knowledgebase unter WordPress mit Softaculous klonen.
Klon nicht versehentlich öffentlich verwenden #
Wenn du eine produktive Website für Tests klonst, solltest du berücksichtigen, dass eine öffentlich erreichbare Kopie unter Umständen von Besuchern oder Suchmaschinen aufgerufen werden kann.
Bei einer Testumgebung können deshalb Zugriffsschutz und Suchmaschinen-Einstellungen relevant sein.
Softaculous ersetzt nicht die Pflege einer Website #
Die einfache Installation einer Anwendung bedeutet nicht, dass die Website anschließend keine Wartung benötigt.
Je nach Anwendung gehören beispielsweise dazu:
- Updates
- Sicherheitskontrollen
- Backups
- Funktionsprüfungen
- Pflege von Erweiterungen
Softaculous erleichtert die technische Verwaltung, ersetzt aber nicht die laufende Administration einer produktiven Website.
Typische Fehler bei Softaculous vermeiden #
| Problem | Zuerst prüfen |
|---|---|
Website erscheint unter /wp/ | Installationsverzeichnis |
| Falsche Website erscheint | Domain, DNS und Document Root |
| HTTPS-Warnung | DNS, Hostname und SSL-Zertifikat |
| Softaculous meldet vorhandene Dateien | Inhalt des Zielverzeichnisses |
| Anwendung meldet falsche PHP-Version | MultiPHP-Manager und Systemanforderungen |
| Anwendung meldet fehlende PHP-Extension | PHP-Anforderungen der Anwendung |
| Großer Import bricht ab | Fehlermeldung und relevante PHP-Limits |
Empfohlener Ablauf für eine neue Softaculous-Installation #
- Prüfe, ob die gewünschte Domain im cPanel eingerichtet ist.
- Prüfe, ob das DNS auf die richtige Hosting-Umgebung zeigt.
- Kontrolliere bei einer bestehenden Domain das Document Root auf vorhandene Dateien.
- Öffne Software → Softaculous Apps Installer.
- Wähle die gewünschte Anwendung.
- Starte die Installationsfunktion.
- Wähle das richtige Protokoll.
- Wähle die richtige Domain.
- Prüfe das Installationsverzeichnis besonders sorgfältig.
- Lasse das Verzeichnis leer, wenn die Anwendung direkt auf der Domain installiert werden soll.
- Prüfe Anwendungsversion und Grundeinstellungen.
- Lege sichere Administrator-Zugangsdaten fest.
- Kontrolliere die Administrator-E-Mail-Adresse.
- Prüfe weitere Optionen, ohne unbekannte Einstellungen unnötig zu verändern.
- Kontrolliere alle Angaben erneut.
- Starte die Installation.
- Warte die Erfolgsmeldung ab.
- Öffne die Website.
- Teste den Administrationsbereich.
- Kontrolliere HTTPS und die endgültige Website-Adresse.
Fehlersuche nach einer Softaculous-Installation #
- Notiere die genaue Fehlermeldung beziehungsweise das unerwartete Verhalten.
- Prüfe die in Softaculous gewählte Domain.
- Prüfe das Installationsverzeichnis.
- Kontrolliere das Document Root im Dateimanager.
- Prüfe die öffentliche DNS-Auflösung.
- Kontrolliere HTTPS beziehungsweise das Zertifikat.
- Prüfe die PHP-Version der Domain.
- Prüfe bei konkreten Meldungen PHP-Erweiterungen oder PHP-Limits.
- Überschreibe keine bestehende Installation auf Verdacht.
- Ändere nicht mehrere technische Ebenen gleichzeitig.
Grundregel: Bei einer Softaculous-Installation sind Domain und Installationsverzeichnis entscheidend. Prüfe vor dem Klick auf „Installieren“, ob die Anwendung wirklich unter der gewünschten Adresse eingerichtet wird.
Wann solltest du den CURIAWEB-Support kontaktieren? #
Wenn eine Softaculous-Installation fehlschlägt und die Ursache nicht eindeutig erkennbar ist, solltest du die angezeigte Fehlermeldung möglichst vollständig dokumentieren.
Für eine Analyse sind insbesondere folgende Angaben hilfreich:
- betroffene Domain
- gewählte Anwendung
- gewähltes Installationsverzeichnis
- verwendete PHP-Version
- vollständige Fehlermeldung
- ob im Zielverzeichnis bereits Dateien vorhanden waren
- ob auf der Domain bereits eine Website installiert war
- ob es sich um eine Neuinstallation, Migration, einen Import oder einen Klon handelt
Übermittle keine Administrator-Passwörter, Datenbankpasswörter oder andere vertrauliche Zugangsdaten.
Zusammenfassung #
Mit dem Softaculous Apps Installer kannst du unterstützte Webanwendungen direkt über das CURIAWEB-cPanel installieren und verwalten. Softaculous übernimmt dabei viele technische Einrichtungsschritte wie das Bereitstellen der Dateien und die Konfiguration der benötigten Datenbank.
Besonders wichtig sind die Auswahl der richtigen Domain und das Installationsverzeichnis. Soll eine Website direkt unter https://example.com/ erreichbar sein, bleibt das Verzeichnisfeld normalerweise leer. Ein Eintrag wie wp würde die Anwendung dagegen typischerweise unter https://example.com/wp/ installieren.
Prüfe außerdem vor der Installation, ob im Zielverzeichnis bereits eine Website vorhanden ist, ob die Domain auf das richtige Hosting zeigt und ob HTTPS korrekt funktioniert.
Verwende sichere Administrator-Zugangsdaten und kontrolliere nach der Installation sowohl die Website als auch den Administrationsbereich. Bei Problemen solltest du Domain, DNS, Document Root, Installationsverzeichnis, PHP-Version und die konkrete Fehlermeldung getrennt voneinander prüfen.
Softaculous erleichtert Installation, Klonen, Staging und weitere Verwaltungsaufgaben erheblich. Es ersetzt jedoch weder eine saubere Website-Konfiguration noch Updates, Backups und die laufende Wartung einer produktiven Anwendung.