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Wo ist meine Domain registriert und wo wird meine Website gehostet?

Lesezeit ca.: 10 Minuten

Wenn du herausfinden möchtest, „wo deine Domain gehostet wird“, musst du zunächst unterscheiden, wonach du tatsächlich suchst. Eine Domain kann bei einem Anbieter registriert sein, andere Nameserver verwenden, auf einen Webserver eines dritten Anbieters zeigen und E-Mails über einen weiteren Dienst empfangen.

Deshalb gibt es technisch nicht zwingend einen einzigen Anbieter, bei dem „alles liegt“.

Kurz erklärt: Bei einer Domain solltest du mindestens vier Bereiche unterscheiden: Registrar, DNS beziehungsweise Nameserver, Webhosting und E-Mail. Diese Dienste können beim selben Anbieter liegen – müssen es aber nicht.

Welche Anbieter können hinter einer Domain stehen? #

Nehmen wir als Beispiel die Domain:

meinefirma.ch

Eine mögliche Konfiguration könnte so aussehen:

Domainregistrierung: Anbieter A
Nameserver / DNS:    Anbieter B
Website / Hosting:   Anbieter C
E-Mail:              Anbieter D

Genauso können natürlich alle vier Dienste bei einem einzigen Anbieter betrieben werden.

Um herauszufinden, wer für welchen Bereich zuständig ist, müssen deshalb unterschiedliche Informationen geprüft werden.

Was ist der Registrar einer Domain? #

Der Registrar beziehungsweise Domainanbieter verwaltet die Registrierung der Domain gegenüber der zuständigen Registry.

Über diesen Anbieter werden je nach Domainendung beispielsweise Verlängerungen, Kontaktdaten, Transfers oder Nameserver-Einstellungen verwaltet.

Die Registry ist dagegen die zentrale Stelle, die für die jeweilige Top-Level-Domain zuständig ist.

Den Unterschied erklären wir ausführlich unter Registry und Registrar: Was ist der Unterschied?.

Wie finde ich den Registrar meiner Domain heraus? #

Die verfügbaren Registrierungsinformationen hängen von der jeweiligen Domainendung ab.

Bei vielen generischen Top-Level-Domains wie .com, .net oder .org können Registrierungsdaten heute über RDAP abgefragt werden.

Dort können – abhängig von der Domain und den veröffentlichten Daten – beispielsweise Informationen zum Registrar und zum Registrierungsstatus verfügbar sein.

Bei Länderendungen wie .ch gelten die Verfahren der jeweiligen Registry.

Wichtig: Der Registrar ist nicht automatisch der Webhoster. Wenn bei der Domainabfrage beispielsweise Anbieter A als Registrar erscheint, kann die Website trotzdem vollständig bei Anbieter B betrieben werden.

Wie finde ich den Registrar einer .ch-Domain heraus? #

Für .ch-Domains ist SWITCH die zuständige Registry.

Die öffentliche Domainabfrage von SWITCH kann Informationen zu einer registrierten .ch-Domain liefern. Welche Angaben angezeigt werden, richtet sich nach den für die Domain verfügbaren beziehungsweise öffentlich zugänglichen Registrierungsdaten.

Die Domain selbst wird für Endkunden über einen Registrar verwaltet.

Dass SWITCH die Registry und nicht das Webhosting deiner Domain sein muss, ist dabei eine wichtige Unterscheidung.

Was sagen die Nameserver einer Domain aus? #

Nameserver zeigen, welche DNS-Infrastruktur für die Domain autoritativ zuständig ist.

Bei einer über CURIAWEB DNS verwalteten Domain können beispielsweise folgende Nameserver verwendet werden:

ns1.curiaweb.ch
ns2.curiaweb.ch

Wenn diese Nameserver hinterlegt sind, bedeutet das, dass die maßgebliche DNS-Zone über diese Nameserver bereitgestellt wird.

Es bedeutet jedoch nicht zwingend, dass sämtliche Dienste der Domain auf derselben Infrastruktur betrieben werden.

Weitere Informationen findest du unter CURIAWEB Nameserver finden und richtig verwenden.

Wie kann ich die Nameserver einer Domain prüfen? #

Mit dem CURIAWEB DNS-Check kannst du öffentlich sichtbare DNS-Informationen einer Domain überprüfen.

Besonders interessant sind dabei die NS-Einträge. Sie geben an, welche autoritativen Nameserver für die Domain zuständig sind.

Weitere Möglichkeiten erklären wir unter DNS-Einträge prüfen: Aktuelle DNS-Konfiguration einer Domain anzeigen.

Sind Nameserver und Webhosting dasselbe? #

Nein.

Das ist eine der häufigsten Verwechslungen bei Domains.

Die Nameserver beantworten DNS-Anfragen und liefern beispielsweise die Information, unter welcher IP-Adresse eine Website erreichbar ist.

Der eigentliche Webserver kann sich jedoch auf einer anderen Infrastruktur befinden.

Ein vereinfachtes Beispiel:

Nameserver:
ns1.beispiel-dns.ch
ns2.beispiel-dns.ch

A-Record:
meinefirma.ch → 192.0.2.10

Die Nameserver verwalten in diesem Beispiel die DNS-Zone. Die IP-Adresse 192.0.2.10 verweist dagegen auf die Infrastruktur, über die die Website erreichbar ist.

Merke: Der DNS-Anbieter sagt dir, wohin eine Domain zeigt. Der Webhoster stellt die Infrastruktur bereit, auf der die Website tatsächlich betrieben wird.

Wie finde ich heraus, wo meine Website gehostet wird? #

Ein erster technischer Anhaltspunkt ist der A- beziehungsweise AAAA-Eintrag der Domain.

Ein A-Record verweist auf eine IPv4-Adresse, ein AAAA-Record auf eine IPv6-Adresse.

Anhand der IP-Adresse kann anschließend untersucht werden, welchem Netz beziehungsweise welcher Organisation der betreffende Adressbereich zugeordnet ist.

Das kann einen Hinweis auf den verwendeten Infrastruktur- oder Hostinganbieter geben.

Warum zeigt die IP-Adresse nicht immer den tatsächlichen Webhoster? #

Eine IP-Abfrage ist hilfreich, aber nicht immer eindeutig.

Websites können beispielsweise über ein Content Delivery Network, einen Reverse Proxy, eine Sicherheitsplattform oder eine andere vorgeschaltete Infrastruktur ausgeliefert werden.

Dann zeigt der öffentliche DNS-Eintrag möglicherweise auf diese vorgeschaltete Plattform und nicht unmittelbar auf den eigentlichen Origin-Webserver.

Auch Reseller- und Agenturmodelle können dazu führen, dass der technisch erkennbare Infrastrukturbetreiber nicht mit dem Unternehmen identisch ist, bei dem der Kunde sein Hosting bestellt hat.

Wichtig: Aus einer öffentlich sichtbaren IP-Adresse lässt sich deshalb nicht in jedem Fall zweifelsfrei ableiten, mit welchem Unternehmen ein Hostingvertrag besteht.

Was ist bei CNAME-Einträgen zu beachten? #

Nicht jede Website muss direkt über einen A- oder AAAA-Eintrag auf eine IP-Adresse zeigen.

Ein Hostname kann beispielsweise über einen CNAME auf einen anderen Hostnamen verweisen.

In diesem Fall muss die DNS-Auflösung weiterverfolgt werden, um zu sehen, auf welche Infrastruktur das Ziel letztlich verweist.

Die Unterschiede zwischen A, AAAA und CNAME erklären wir unter DNS-Einträge erklärt: A, AAAA, CNAME, MX, TXT und CAA.

Wie finde ich heraus, wo meine E-Mails verarbeitet werden? #

Für den Empfang von E-Mails sind insbesondere die MX-Einträge einer Domain relevant.

Sie können beispielsweise auf Mailserver des Webhosters, einen spezialisierten E-Mail-Anbieter oder einen vorgeschalteten E-Mail-Filter verweisen.

Bei einer Domain mit vorgeschaltetem SpamExperts Incoming Filter können die öffentlich sichtbaren MX-Einträge beispielsweise auf die SpamExperts-Infrastruktur zeigen.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass dort auch die eigentlichen Benutzerpostfächer liegen.

SpamExperts kann E-Mails zunächst filtern und anschließend an den tatsächlichen Ziel-Mailserver weiterleiten.

Wie diese Konfiguration funktioniert, erklären wir unter SpamExperts Incoming Filtering und MX-Konfiguration.

Kann ich anhand des MX-Eintrags meinen E-Mail-Anbieter bestimmen? #

Oft liefert der MX-Eintrag einen guten Hinweis auf den Dienst, der eingehende Nachrichten zunächst verarbeitet.

Er beantwortet aber nicht zwingend die Frage, wo sich das endgültige Postfach befindet.

Das gilt insbesondere bei vorgeschalteten Spamfiltern und E-Mail-Gateways.

Deshalb sollte zwischen MX-Ziel, Mail-Gateway und Postfachserver unterschieden werden.

Was sagen SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge aus? #

TXT- und weitere DNS-Einträge können zusätzliche Hinweise auf verwendete E-Mail-Dienste geben.

Ein SPF-Eintrag kann beispielsweise Systeme autorisieren, die im Namen der Domain E-Mails versenden dürfen. DKIM wird zur kryptografischen Signierung von Nachrichten verwendet und DMARC definiert Richtlinien für die Behandlung beziehungsweise Auswertung der E-Mail-Authentifizierung.

Diese Einträge helfen bei der technischen Analyse einer Domain, bestimmen aber nicht automatisch, wo Website oder Domain registriert sind.

Mehr dazu findest du unter SPF, DKIM und DMARC im Hosting.

Warum können Registrar, DNS und Hosting bei unterschiedlichen Anbietern liegen? #

Weil diese Dienste technisch voneinander unabhängig sind.

Du kannst beispielsweise eine Domain bei einem Registrar registrieren, externe Nameserver verwenden und die Website bei CURIAWEB betreiben.

Genau dieses Modell erklären wir unter Domain bei einem anderen Anbieter lassen und mit CURIAWEB Hosting verbinden.

Ein Domaintransfer ist für eine solche Konfiguration nicht erforderlich.

Wie erkenne ich, ob CURIAWEB die DNS-Zone verwaltet? #

Ein deutlicher Hinweis sind die autoritativen Nameserver.

Wenn für die Domain folgende Nameserver aktiv sind:

ns1.curiaweb.ch
ns2.curiaweb.ch

wird die autoritative DNS-Zone über die CURIAWEB Nameserver bereitgestellt.

Welche Website- und E-Mail-Dienste anschließend über die einzelnen DNS-Einträge angesprochen werden, muss separat geprüft werden.

Wie erkenne ich, ob die Website bei CURIAWEB liegt? #

Die CURIAWEB Nameserver allein reichen dafür nicht als Beweis aus.

Eine über CURIAWEB DNS verwaltete Domain kann mit einem externen Webserver verbunden sein.

Umgekehrt kann eine bei einem anderen DNS-Anbieter verwaltete Domain über A-, AAAA- oder CNAME-Einträge auf ein CURIAWEB Hosting zeigen.

Entscheidend ist deshalb die tatsächliche Zielkonfiguration der Website.

Wie erkenne ich, ob meine Domain bei CURIAWEB registriert ist? #

Auch hier solltest du nicht anhand der Nameserver urteilen.

Eine Domain kann bei CURIAWEB verwaltet werden und externe Nameserver verwenden. Ebenso kann eine bei einem anderen Domainanbieter registrierte Domain die CURIAWEB Nameserver verwenden.

Für die Frage nach der Domainregistrierung ist deshalb der Registrar beziehungsweise die Domainverwaltung maßgeblich – nicht der NS-, A- oder MX-Eintrag.

Was bedeutet „Domaininhaber“? #

Der Domaininhaber beziehungsweise Registrant ist ebenfalls nicht mit Registrar oder Webhoster gleichzusetzen.

Vereinfacht betrachtet gibt es also mehrere unterschiedliche Rollen:

Domaininhaber / Registrant
Registrar / Domainanbieter
Registry
DNS-Anbieter
Webhoster
E-Mail-Anbieter

Eine Person oder ein Unternehmen kann Domaininhaber sein, während die technischen und administrativen Dienste von verschiedenen Anbietern erbracht werden.

Warum sind Domaininhaberdaten nicht immer öffentlich sichtbar? #

Öffentliche Domainabfragen zeigen heute nicht zwangsläufig sämtliche Kontaktdaten des Domaininhabers.

Welche Informationen öffentlich ausgegeben werden, hängt unter anderem von der Domainendung, den Registry- beziehungsweise Registrar-Verfahren und den geltenden Datenschutz- und Offenlegungsregeln ab.

Wenn eine Abfrage keine persönlichen Inhaberdaten anzeigt, bedeutet das deshalb nicht, dass die Domain keinen registrierten Inhaber besitzt.

Kann ich mit einem Ping herausfinden, wo meine Website gehostet wird? #

Ein Ping kann unter bestimmten Voraussetzungen zeigen, zu welcher IP-Adresse ein Hostname aufgelöst wird und ob das Ziel auf ICMP-Anfragen antwortet.

Als zuverlässige Hosting-Erkennung eignet sich ein Ping jedoch nicht.

Server oder vorgeschaltete Systeme können Ping-Anfragen blockieren. Außerdem gelten dieselben Einschränkungen wie bei einer IP-Abfrage: Die sichtbare Adresse kann beispielsweise zu einem CDN oder Reverse Proxy gehören.

Wie ein Ping-Test funktioniert und was das Ergebnis tatsächlich aussagt, erklären wir im Artikel Ping-Test durchführen: Verbindung zu einer Domain oder einem Server prüfen.

Wie gehe ich bei einer unbekannten Domain-Konfiguration systematisch vor? #

Wenn du nicht weißt, wie eine Domain aktuell eingerichtet ist, beginne mit der Domainregistrierung und den Nameservern.

Prüfe anschließend die DNS-Einträge für Website und E-Mail. Besonders relevant sind NS-, A-, AAAA-, CNAME- und MX-Einträge.

Damit lässt sich die Konfiguration schrittweise aufteilen:

1. Wer ist Registrar?
2. Welche Nameserver sind autoritativ?
3. Wohin zeigen A / AAAA / CNAME?
4. Wohin zeigen die MX-Einträge?
5. Welche weiteren Dienste sind über DNS eingebunden?

Erst danach solltest du versuchen, die jeweiligen technischen Ziele einem konkreten Anbieter zuzuordnen.

Praxis-Tipp: Wenn du einen Anbieterwechsel planst, dokumentiere diese Informationen vor der ersten Änderung. So lässt sich später nachvollziehen, welche Dienste vorher über welche Infrastruktur betrieben wurden.

Warum ist diese Prüfung vor einem Hostingwechsel wichtig? #

Wer nur die Website betrachtet, kann leicht andere von der Domain abhängige Dienste übersehen.

Ein unüberlegter Nameserver-Wechsel kann beispielsweise dazu führen, dass eine Website zwar auf dem neuen Server funktioniert, aber E-Mail oder ein externer Dienst nicht mehr erreichbar ist, weil benötigte DNS-Einträge in der neuen Zone fehlen.

Deshalb sollte die bestehende DNS-Konfiguration vor einem Wechsel dokumentiert werden.

Mit dem CURIAWEB DNS-Check kannst du dafür zunächst die öffentlich sichtbaren DNS-Informationen überprüfen.

Registrar, DNS oder Hosting – wen muss ich bei einem Problem kontaktieren? #

Das hängt von der Ursache ab.

Geht es um Registrierung, Verlängerung oder einen Transfer der Domain, ist der Domainanbieter beziehungsweise Registrar der richtige Ansprechpartner.

Geht es um DNS-Einträge, muss geklärt werden, wer die autoritativen Nameserver beziehungsweise die DNS-Zone verwaltet.

Bei einem Fehler der Website ist dagegen der Webhoster beziehungsweise der Betreiber der Webserver-Infrastruktur relevant.

Bei Problemen mit E-Mail kann wiederum der Mailanbieter oder ein vorgeschalteter Filterdienst beteiligt sein.

Gerade deshalb ist die Unterscheidung der einzelnen Komponenten für eine zielgerichtete Fehlersuche wichtig.

Zusammenfassung #

Die Frage „Wo ist meine Domain gehostet?“ lässt sich nicht immer mit einem einzigen Anbieter beantworten.

Der Registrar verwaltet die Domainregistrierung. Die autoritativen Nameserver bestimmen, wo die DNS-Zone verwaltet wird. A-, AAAA- oder CNAME-Einträge führen zur Infrastruktur der Website, während MX-Einträge zeigen, welche Systeme eingehende E-Mails zunächst verarbeiten.

Diese Dienste können alle bei einem Anbieter liegen oder auf mehrere Unternehmen verteilt sein.

Eine IP-Adresse oder ein Nameserver allein ist deshalb kein zuverlässiger Beweis dafür, bei welchem Unternehmen ein Kunde seinen Hostingvertrag abgeschlossen hat.

Für eine saubere Analyse solltest du Registrar, Nameserver, Website-Ziel und E-Mail-Ziel getrennt untersuchen.

Letzte Aktualisierung August 29, 2026
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