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404-Fehler finden und beheben

Lesezeit ca.: 13 Minuten

Du klickst auf einen Link und statt der erwarteten Seite erscheint „Seite nicht gefunden“? Dann handelt es sich häufig um einen 404-Fehler.

Der HTTP-Statuscode 404 Not Found bedeutet, dass der Server erreichbar ist, die unter der angeforderten URL erwartete Ressource jedoch nicht gefunden wurde.

Einzelne 404-Antworten sind im Internet vollkommen normal. Problematisch werden sie vor allem dann, wenn wichtige Seiten versehentlich verschwunden sind, interne Links auf nicht mehr vorhandene URLs zeigen oder nach einem Website-Relaunch alte Adressen ohne passende Weiterleitung zurückbleiben.

In dieser Anleitung zeigen wir dir, wie du 404-Fehler findest, ihre Ursache eingrenzt und entscheidest, ob die URL korrigiert, wiederhergestellt, weitergeleitet oder bewusst als nicht vorhanden belassen werden sollte.

Kurz erklärt: 404 Not Found bedeutet nicht automatisch, dass deine gesamte Website oder dein Webserver ausgefallen ist. Der Server wurde erreicht, konnte die konkret angeforderte Ressource unter dieser URL aber nicht finden.

Was bedeutet der Statuscode 404? #

Beim Aufruf einer URL sendet dein Browser eine HTTP-Anfrage an den zuständigen Webserver.

Existiert die angeforderte Ressource und kann sie erfolgreich ausgeliefert werden, lautet die Antwort typischerweise:

200 OK

Kann die angeforderte Ressource unter dieser URL nicht gefunden werden, kann der Server dagegen antworten:

404 Not Found

Vereinfacht sieht das so aus:

Browser
   ↓
https://example.com/produkte/test/
   ↓
Webserver
   ↓
Ressource unter dieser URL nicht gefunden
   ↓
404 Not Found

Ein 404-Fehler bedeutet nicht automatisch einen Serverausfall #

Das ist eine wichtige Unterscheidung.

Bei einem klassischen 404-Fehler konnte der Webserver die Anfrage grundsätzlich verarbeiten. Das Problem betrifft die angeforderte Ressource beziehungsweise URL.

Andere HTTP-Statuscodes können auf andere Ursachen hinweisen. Ein 403 bedeutet beispielsweise etwas anderes als ein 404, und Fehler aus dem Bereich 5xx weisen auf serverseitige Probleme hin.

Eine Übersicht findest du unter HTTP-Statuscodes erklärt: 200, 301, 404, 403 und 500.

Wie sieht ein 404-Fehler aus? #

Wie eine 404-Seite optisch aussieht, hängt von der jeweiligen Website ab.

Du kannst beispielsweise Meldungen sehen wie:

404 Not Found

Seite nicht gefunden

Page not found

Die angeforderte Seite wurde nicht gefunden.

Viele Websites verwenden eine individuell gestaltete Fehlerseite mit Navigation, Suchfunktion oder einem Link zurück zur Startseite.

Entscheidend ist jedoch nicht nur der sichtbare Text. Für die technische Beurteilung ist der tatsächlich vom Server zurückgegebene HTTP-Statuscode maßgeblich.

Warum entstehen 404-Fehler? #

Es gibt zahlreiche mögliche Ursachen. Häufig wurde eine Seite gelöscht, umbenannt oder verschoben, während weiterhin Links auf die bisherige URL zeigen.

Auch ein einfacher Tippfehler in einer Adresse kann einen 404-Fehler verursachen.

Beispiel:

Richtig:
/kontakt/

Falsch:
/kontkat/

Der Server kann nicht wissen, dass eigentlich /kontakt/ gemeint war. Für ihn sind dies zwei unterschiedliche Pfade.

Gelöschte Seiten als Ursache #

Wenn eine Seite gelöscht wird, ist ihre bisherige URL möglicherweise nicht mehr vorhanden.

Angenommen, bisher existierte:

https://example.com/alte-leistung

Die Seite wird gelöscht und es gibt unter dieser Adresse keinen Inhalt mehr. Ein späterer Aufruf kann dann mit 404 Not Found beantwortet werden.

Ob das ein Problem ist, hängt davon ab, ob die Ressource bewusst entfernt wurde und ob es einen sinnvollen Nachfolger gibt.

Geänderte URLs als Ursache #

Besonders häufig entstehen 404-Fehler, wenn die Adresse einer Seite geändert wird.

Vorher:

https://example.com/webdesign-chur-alt

Nachher:

https://example.com/webdesign-chur

Wenn die alte URL einfach verschwindet, können alte Links weiterhin auf die bisherige Adresse zeigen.

Bei einer dauerhaften URL-Änderung ist deshalb häufig eine passende 301-Weiterleitung sinnvoll.

Wie du diese einrichtest, erklären wir unter 301-Weiterleitung einrichten: URLs dauerhaft umleiten.

Fehlerhafte interne Links #

Eine häufige und vermeidbare Ursache sind fehlerhafte Links innerhalb der eigenen Website.

Beispiel:

Seite A
   ↓
Link auf /preise-alt/
   ↓
404 Not Found

Wenn die richtige Zielseite inzwischen unter /preise/ erreichbar ist, sollte der interne Link direkt auf diese aktuelle URL geändert werden.

Eine vorhandene 301-Weiterleitung kann alte externe Links weiterhin auffangen. Deine eigenen internen Links solltest du trotzdem möglichst direkt auf das aktuelle Ziel setzen.

Fehlerhafte externe Links #

Auch andere Websites können auf eine URL verlinken, die bei dir nicht mehr existiert.

Solche Links kannst du nicht immer selbst ändern.

Wenn die alte Ressource inzwischen einen passenden neuen Nachfolger besitzt, kann eine Weiterleitung sinnvoll sein.

Existiert dagegen kein vergleichbarer Inhalt mehr, sollte nicht allein wegen des externen Links irgendeine beliebige Seite als Weiterleitungsziel gewählt werden.

404-Fehler nach einem Website-Relaunch #

Ein Relaunch ist ein besonders kritischer Zeitpunkt.

Wenn sich dabei die URL-Struktur verändert, können viele bisher funktionierende Adressen gleichzeitig verschwinden.

Beispiel:

Alte Website:
/produkte/hosting.html
/service/kontakt.php
/unternehmen/ueber-uns.html

Neue Website:
/hosting/
/kontakt/
/ueber-uns/

Ohne passende Zuordnung der alten und neuen URLs können nach dem Relaunch zahlreiche 404-Fehler entstehen.

Wichtig bei einem Relaunch: Alte URLs sollten möglichst vor dem Wechsel erfasst und den jeweils passenden neuen Zielseiten zugeordnet werden. Genau dafür ist ein Redirect-Plan hilfreich.

404-Fehler durch Tippfehler sind normal #

Nicht jeder 404-Aufruf weist auf ein Problem deiner Website hin.

Ein Besucher kann beispielsweise manuell eine nicht existierende Adresse eingeben:

https://example.com/diese-seite-gibt-es-gar-nicht

Auch Bots und automatisierte Scanner rufen regelmäßig zufällige oder bekannte Pfade auf, die auf deiner Website möglicherweise nie existiert haben.

Dass dein Server für eine tatsächlich nicht vorhandene Ressource einen 404-Status zurückgibt, ist grundsätzlich korrektes Verhalten.

Grundregel: Das Ziel ist nicht, eine Website zu bauen, die niemals einen 404-Status zurückgibt. Das Ziel ist, unbeabsichtigte 404-Fehler bei tatsächlich relevanten URLs zu erkennen und sinnvoll zu behandeln.

Wie finde ich 404-Fehler? #

Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Welche davon sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, ob du eine einzelne problematische URL untersuchst oder systematisch Fehler auf einer größeren Website finden möchtest.

Für eine einzelne Adresse kannst du sie zunächst direkt im Browser aufrufen.

Bei einer größeren Website können zusätzlich Crawling-Werkzeuge, Website-Monitoring, Serverinformationen oder die Google Search Console Hinweise auf problematische URLs liefern.

Interne Links systematisch prüfen #

Ein Website-Crawler kann die internen Links deiner Website verfolgen und dabei erkennen, welche verlinkten URLs einen Fehlerstatus zurückgeben.

Das ist besonders hilfreich nach:

Website-Relaunch
URL-Änderungen
Löschen vieler Seiten
Umstrukturierung der Navigation
Migration auf ein anderes CMS
größeren Inhaltsbereinigungen

Wichtig ist anschließend die Bewertung des Fundes. Ein Werkzeug kann dir zeigen, dass eine URL einen 404-Status liefert. Ob diese URL wiederhergestellt, weitergeleitet oder bewusst entfernt bleiben soll, musst du anhand des Inhalts entscheiden.

404-Fehler in der Google Search Console #

Auch die Google Search Console kann Hinweise auf URLs liefern, die Google aufgerufen hat, aber nicht erfolgreich indexieren konnte.

Dabei solltest du nicht reflexartig jede dort aufgeführte 404-URL als kritischen Fehler betrachten.

Prüfe zunächst:

Hat diese URL früher tatsächlich existiert?

Soll sie heute noch existieren?

Gibt es einen passenden neuen Inhalt?

Wird sie intern noch verlinkt?

Ist die URL lediglich ein alter oder unbekannter Pfad?

Wie du die Google Search Console grundsätzlich einrichtest, behandeln wir später unter Google Search Console einrichten und Website bestätigen.

404-Fehler über Browser-Entwicklerwerkzeuge prüfen #

Wenn du den tatsächlichen HTTP-Status einer URL kontrollieren möchtest, kannst du die Entwicklerwerkzeuge eines modernen Browsers verwenden.

In der Netzwerkansicht lässt sich nachvollziehen, welche Anfrage gestellt wurde und welchen Statuscode der Server zurückgegeben hat.

Damit kannst du beispielsweise unterscheiden, ob tatsächlich 404 zurückgegeben wird oder ob die Seite lediglich optisch wie eine Fehlerseite aussieht.

Was ist ein Soft 404? #

Bei einem sogenannten Soft 404 sieht eine Seite für den Besucher so aus, als existiere der gewünschte Inhalt nicht, der Server liefert jedoch keinen passenden Fehlerstatus zurück.

Beispielsweise könnte eine nicht vorhandene Ressource eine Seite mit dem Text „Inhalt nicht gefunden“ anzeigen, technisch aber mit:

200 OK

antworten.

Damit entsteht ein Widerspruch:

Inhalt sagt:
"Seite nicht gefunden"

HTTP-Antwort sagt:
"200 OK"

Suchmaschinen können solche Situationen als Soft 404 erkennen beziehungsweise entsprechend behandeln.

Wichtig: Eine schön gestaltete Fehlerseite sollte trotzdem den technisch passenden HTTP-Status zurückgeben. Das Design einer Fehlerseite und ihr HTTP-Status sind zwei unterschiedliche Dinge.

Wann sollte ein 404-Fehler behoben werden? #

Handlungsbedarf besteht insbesondere dann, wenn eine URL eigentlich funktionieren sollte.

Das ist beispielsweise der Fall, wenn eine wichtige Seite versehentlich gelöscht wurde, ein interner Link falsch ist oder nach einer URL-Änderung ein sinnvoller Nachfolger existiert.

Die richtige Lösung hängt von der Ursache ab.

Fall 1: Die Seite sollte weiterhin existieren #

Wenn die Ressource versehentlich gelöscht, falsch veröffentlicht oder unter einer falschen Adresse abgelegt wurde, solltest du die eigentliche Seite wiederherstellen beziehungsweise die Konfiguration korrigieren.

Eine Weiterleitung ist nicht automatisch die richtige Lösung, wenn eigentlich genau diese URL weiterhin funktionieren soll.

Fall 2: Die URL wurde dauerhaft geändert #

Wenn der bisherige Inhalt dauerhaft unter einer neuen URL erreichbar ist, kann eine 301-Weiterleitung sinnvoll sein.

alte URL
   ↓ 301
passende neue URL

Die alte Adresse führt dadurch nicht mehr zu einem 404-Fehler, sondern direkt zum tatsächlichen Nachfolger.

Fall 3: Ein interner Link ist falsch #

Wenn lediglich ein Link innerhalb deiner Website falsch geschrieben wurde, solltest du diesen Link korrigieren.

Beispiel:

Falsch:
/kontakt-us/

Richtig:
/kontakt/

Es wäre unnötig, für jeden internen Tippfehler dauerhaft eine Weiterleitung einzurichten, wenn du den fehlerhaften Link selbst kontrollierst und direkt korrigieren kannst.

Fall 4: Inhalt wurde ersatzlos gelöscht #

Wenn eine Ressource bewusst und dauerhaft entfernt wurde und es keinen sachlich passenden Ersatz gibt, muss die URL nicht auf irgendeine andere Seite weitergeleitet werden.

Ein 404-Status kann in diesem Fall technisch nachvollziehbar sein.

Wichtig ist, dass deine eigene Website nicht weiterhin prominent auf die entfernte Ressource verlinkt.

Soll jeder 404 auf die Startseite weitergeleitet werden? #

Nein.

Eine pauschale Regel wie:

jede unbekannte URL
        ↓ 301
Startseite

ist keine saubere Lösung.

Ein Besucher, der beispielsweise einen alten Fachartikel aufruft, erwartet nicht automatisch die Startseite.

Auch technisch beschreibt eine permanente Weiterleitung auf die Startseite nicht sinnvoll, was mit jeder beliebigen unbekannten Ressource passiert ist.

Praxis-Tipp: Verwende eine Weiterleitung nur dann, wenn du ein nachvollziehbares und inhaltlich passendes Ziel bestimmen kannst.

Was ist mit sehr ähnlichen Ersatzseiten? #

Wenn eine alte Seite entfernt wurde und eine neue Seite denselben beziehungsweise sehr ähnlichen Zweck erfüllt, kann diese ein geeignetes Weiterleitungsziel sein.

Beispiel:

ALT:
/anleitungen/wordpress-backup-alt/

NEU:
/hilfe/wordpress/wordpress-backup-erstellen/

Entscheidend ist nicht, dass beide URLs ähnlich aussehen. Entscheidend ist, dass die neue Ressource für einen Besucher, der den alten Inhalt erwartet, tatsächlich sinnvoll ist.

404-Seite benutzerfreundlich gestalten #

Auch bei technisch korrekten 404-Antworten kannst du Besuchern helfen.

Eine gute Fehlerseite sollte klar mitteilen, dass die gewünschte Seite nicht gefunden wurde, und eine sinnvolle Möglichkeit bieten, auf der Website weiterzukommen.

Je nach Website können beispielsweise die Hauptnavigation, eine Suchfunktion oder ein Link zur Startseite hilfreich sein.

Vermeide dagegen Fehlermeldungen, die dem Besucher nicht erklären, was passiert ist.

Die 404-Seite darf auf die Startseite verlinken #

Hier besteht ein wichtiger Unterschied zur automatischen Weiterleitung.

Eine 404-Seite darf selbstverständlich einen sichtbaren Link zur Startseite enthalten.

Der Besucher entscheidet dann selbst, ob er dorthin wechseln möchte.

Das ist etwas anderes als jede unbekannte URL automatisch per 301 auf die Startseite umzuleiten.

404-Seiten sollten nicht selbst zur Sackgasse werden #

Wenn ein Besucher auf einer nicht vorhandenen URL landet, sollte er die Website nicht zwingend über die Zurück-Taste verlassen müssen.

Eine verständliche Fehlerseite mit Navigation kann dabei helfen, einen passenden Bereich zu finden.

Bei umfangreichen Websites kann zusätzlich eine Suchfunktion sinnvoll sein.

Interne Links auf 404-Seiten zuerst beheben #

Bei der Priorisierung solltest du insbesondere Fehler beachten, die deine eigene Website verursacht.

Wenn ein regelmäßig besuchter Artikel auf eine nicht vorhandene interne Seite verlinkt, kannst du diesen Fehler direkt beheben.

Das ist in der Regel relevanter als eine zufällige nicht existierende URL, die irgendein Bot ausprobiert hat.

404-Fehler und externe Backlinks #

Wenn eine nicht mehr vorhandene URL von anderen Websites verlinkt wird, solltest du prüfen, ob es einen geeigneten Nachfolgeinhalt gibt.

Falls ja, kann eine permanente Weiterleitung sinnvoll sein.

Falls nein, solltest du nicht allein wegen des vorhandenen externen Links eine thematisch unpassende Zielseite auswählen.

404-Fehler nach einer Domain- oder Website-Migration #

Nach einer Migration können 404-Fehler auftreten, wenn URL-Pfade nicht vollständig übernommen wurden oder sich die Seitenstruktur geändert hat.

In solchen Fällen solltest du nicht nur einzelne Fehler korrigieren, sondern prüfen, ob ein Muster vorhanden ist.

Beispiel:

ALT:
/knowledgebase/artikel-1/
/knowledgebase/artikel-2/
/knowledgebase/artikel-3/

NEU:
/hilfe/kategorie/artikel-1/
/hilfe/kategorie/artikel-2/
/hilfe/kategorie/artikel-3/

Bei solchen strukturellen Änderungen ist eine vollständige Zuordnung der alten URLs zu ihren neuen Entsprechungen wesentlich zuverlässiger als das nachträgliche Reparieren einzelner 404-Meldungen.

Weiterleitungsketten bei der Fehlerbehebung vermeiden #

Wenn für eine alte URL bereits eine Weiterleitung besteht und sich deren Ziel später erneut ändert, kann eine Weiterleitungskette entstehen.

URL A
 ↓ 301
URL B
 ↓ 301
URL C

Wenn URL C inzwischen das endgültige Ziel ist, sollte geprüft werden, ob URL A direkt auf URL C verweisen kann.

Damit vermeidest du unnötige Zwischenstationen.

404-Fehler regelmäßig kontrollieren #

Bei einer kleinen statischen Website entstehen normalerweise weniger URL-Änderungen als bei einer Website, die laufend erweitert oder umgebaut wird.

Besonders nach größeren Änderungen lohnt sich deshalb eine erneute Kontrolle.

Dazu gehören insbesondere:

Relaunch
CMS-Wechsel
Änderung der Permalink-Struktur
Löschen vieler Inhalte
Umbenennen wichtiger Seiten
Domainwechsel
größere Navigationserneuerung

Nicht jede gefundene 404-URL ist gleich wichtig #

Bei einer größeren Website können Werkzeuge zahlreiche nicht vorhandene URLs melden.

Priorisiere zunächst URLs, die tatsächlich relevant sind.

Besonders wichtig sind beispielsweise nicht mehr erreichbare Seiten mit internen Links, bekannte alte URLs nach einem Relaunch oder Adressen, auf die weiterhin relevante externe Links zeigen.

Zufällig erzeugte Bot-Anfragen nach nie existierenden Pfaden haben eine andere Priorität.

Google meldet weiterhin eine alte 404-URL #

Suchmaschinen können URLs kennen, obwohl diese auf deiner aktuellen Website nicht mehr verlinkt sind.

Eine URL kann beispielsweise früher existiert haben oder über einen externen Link entdeckt worden sein.

Wenn die Ressource bewusst entfernt wurde und keinen passenden Ersatz besitzt, musst du nicht zwangsläufig eine neue Seite oder Weiterleitung erstellen, nur damit die URL nicht mehr als 404 erscheint.

Wenn die Seite dagegen versehentlich fehlt oder einen eindeutigen Nachfolger besitzt, solltest du entsprechend handeln.

Google indexiert eine wichtige Seite nicht #

Ein 404-Status ist nur eine von vielen möglichen Ursachen dafür, dass eine URL nicht in den Suchergebnissen erscheint.

Auch andere technische Einstellungen, die interne Verlinkung, die Auffindbarkeit der URL und die Verarbeitung durch Google können eine Rolle spielen.

Dieses Thema behandeln wir später ausführlich unter Google indexiert meine Website nicht: Ursachen prüfen.

404 oder anderes Problem? #

Bevor du eine Lösung auswählst, solltest du sicherstellen, dass tatsächlich ein 404-Status vorliegt.

Eine Seite kann aus verschiedenen Gründen nicht wie erwartet funktionieren.

404 → Ressource nicht gefunden

403 → Zugriff nicht erlaubt

500 → interner Serverfehler

Weiterleitung → andere URL wird aufgerufen

DNS-Problem → Domain möglicherweise gar nicht erreichbar

Die Fehlermeldung beziehungsweise der tatsächliche HTTP-Status hilft dabei, die richtige Ebene der Fehlersuche zu bestimmen.

So gehst du bei einem 404-Fehler vor #

404-URL gefunden
        ↓
Hat die URL früher existiert?
        ↓
Soll der Inhalt weiterhin existieren?
        ↓
 ┌──────┴──────┐
 JA            NEIN
 ↓              ↓
Seite         Gibt es einen
reparieren    passenden Nachfolger?
oder              ↓
wiederherstellen  ┌──────┴──────┐
                  JA            NEIN
                  ↓              ↓
               passende        404 kann
               Weiterleitung   korrekt sein
                  ↓
          interne Links
          aktualisieren

Checkliste zur 404-Fehlersuche #

Betroffene URL direkt aufrufen
        ↓
HTTP-Status prüfen
        ↓
Tippfehler ausschließen
        ↓
internen Link prüfen
        ↓
klären, ob Seite früher existierte
        ↓
passenden Nachfolger suchen
        ↓
Seite reparieren ODER
301 einrichten ODER
404 bewusst bestehen lassen
        ↓
interne Links aktualisieren
        ↓
Lösung erneut testen

Zusammenfassung #

Der HTTP-Statuscode 404 Not Found bedeutet, dass der Server die angeforderte Ressource unter der aufgerufenen URL nicht finden konnte.

Ein 404-Status ist nicht grundsätzlich ein Fehler, der immer beseitigt werden muss. Wenn eine Ressource tatsächlich nicht existiert und keinen sinnvollen Nachfolger besitzt, kann eine 404-Antwort vollkommen korrekt sein.

Handlungsbedarf besteht insbesondere bei versehentlich verschwundenen Seiten, fehlerhaften internen Links und alten URLs, für die nach einer dauerhaften Änderung ein passender neuer Inhalt existiert.

In diesem Fall solltest du je nach Ursache die Seite wiederherstellen, den fehlerhaften Link korrigieren oder eine passende 301-Weiterleitung einrichten.

Vermeide dagegen pauschale Weiterleitungen sämtlicher 404-URLs auf die Startseite.

Bei einem 404-Fehler lautet die wichtigste Frage nicht „Wie bekomme ich den 404 weg?“, sondern „Was sollte unter dieser URL sinnvollerweise passieren?“

Letzte Aktualisierung August 30, 2026
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