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XML-Sitemap: Was sie macht und wie du sie bei Google einreichst

Lesezeit ca.: 15 Minuten

Eine XML-Sitemap hilft Suchmaschinen dabei, wichtige URLs einer Website zu entdecken und Informationen über diese URLs zu erhalten.

Besonders bei neuen, umfangreichen oder häufig aktualisierten Websites kann sie Google dabei unterstützen, die Struktur und relevante Seiten einer Website effizienter zu erfassen.

Eine Sitemap ist jedoch weder eine Garantie für die Indexierung noch ein Werkzeug, mit dem sich Rankings verbessern lassen. Sie teilt Google in erster Linie mit, welche URLs du für deine Website als relevant bereitstellst.

In dieser Anleitung erklären wir dir, wie XML-Sitemaps funktionieren, welche URLs hineingehören, was ein Sitemap-Index ist und wie du eine Sitemap in der Google Search Console einreichst und kontrollierst.

Kurz erklärt: Eine XML-Sitemap ist eine maschinenlesbare Liste wichtiger URLs deiner Website. Sie hilft Suchmaschinen beim Entdecken von Seiten, verpflichtet Google aber weder zum Crawlen noch zur Indexierung dieser URLs.

Was ist eine XML-Sitemap? #

Eine XML-Sitemap ist eine Datei in einem strukturierten Format, die URLs einer Website auflistet.

Eine sehr vereinfachte Sitemap kann beispielsweise so aussehen:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>

<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">

  <url>
    <loc>https://example.com/</loc>
  </url>

  <url>
    <loc>https://example.com/leistungen/</loc>
  </url>

  <url>
    <loc>https://example.com/kontakt/</loc>
  </url>

</urlset>

Normale Website-Besucher müssen diese Datei nicht verwenden. Sie richtet sich in erster Linie an Suchmaschinen und andere Systeme, die Sitemap-Daten verarbeiten können.

Wofür benötigt Google eine Sitemap? #

Google entdeckt Webseiten auf unterschiedliche Arten. Eine wichtige Rolle spielen Links zwischen Seiten.

Eine Sitemap bietet einen zusätzlichen Weg, über den Google relevante URLs kennenlernen kann.

interne und externe Links
          ↓
      URL-Entdeckung

XML-Sitemap
          ↓
zusätzliche Information
über relevante URLs

Eine Sitemap ersetzt deshalb keine gute Website-Struktur und keine sinnvolle interne Verlinkung.

Braucht jede Website eine XML-Sitemap? #

Nicht zwingend.

Eine kleine Website, deren wichtige Seiten über normale Links problemlos erreichbar sind, kann von Google auch ohne XML-Sitemap entdeckt werden.

Eine Sitemap ist dennoch häufig sinnvoll und wird von vielen Content-Management-Systemen automatisch bereitgestellt.

Besonders nützlich kann sie beispielsweise sein bei:

neuen Websites

umfangreichen Websites

Websites mit vielen Unterseiten

häufig veröffentlichten Inhalten

komplexeren Seitenstrukturen

Seiten, die nur wenige externe Links besitzen

Da moderne Content-Management-Systeme Sitemaps häufig automatisch verwalten, spricht bei einer korrekt konfigurierten Website normalerweise wenig dagegen, sie Google bereitzustellen.

Eine Sitemap ersetzt keine interne Verlinkung #

Eine Seite sollte nicht nur deshalb existieren können, weil ihre URL in einer XML-Sitemap steht.

Wichtige Inhalte sollten innerhalb der Website sinnvoll erreichbar sein.

Beispielsweise:

Startseite
   ↓
Leistungsübersicht
   ↓
einzelne Leistung


Blog
   ↓
Kategorie
   ↓
Artikel

Wenn eine wichtige Seite ausschließlich in der Sitemap vorkommt und ansonsten innerhalb der Website kaum eingebunden ist, solltest du die Seitenstruktur überprüfen.

Praxis-Tipp: Betrachte die XML-Sitemap als Ergänzung deiner Website-Struktur – nicht als Ersatz für Navigation und interne Links.

Eine Sitemap ist keine Indexierungsgarantie #

Eine der häufigsten Fehlannahmen lautet:

URL in Sitemap = URL wird von Google indexiert

Das stimmt nicht.

Eine Sitemap informiert Google über eine URL. Google entscheidet anschließend selbst, ob und wann diese URL gecrawlt und ob sie indexiert wird.

Wenn eine wichtige Seite trotz korrekter Sitemap nicht indexiert wird, solltest du deshalb die konkrete URL untersuchen.

Wie du dabei vorgehst, erklären wir unter Google indexiert meine Website nicht: Ursachen prüfen.

Welche URLs gehören in eine XML-Sitemap? #

Grundsätzlich sollte eine Sitemap diejenigen URLs enthalten, die du als bevorzugte, indexierbare Versionen deiner Inhalte für Suchmaschinen bereitstellen möchtest.

Typische Beispiele sind:

Startseite

wichtige Leistungsseiten

Produkt- und Kategorieseiten

relevante Blogartikel

Ratgeber

andere eigenständige
indexierbare Inhalte

Die Sitemap sollte damit möglichst ein sauberes Bild der URLs vermitteln, die tatsächlich als eigenständige Seiten in Suchmaschinen erscheinen sollen.

Welche URLs sollten normalerweise nicht in die Sitemap? #

URLs, die bewusst nicht indexiert werden sollen, gehören normalerweise nicht in eine Sitemap für indexierbare Seiten.

Problematisch beziehungsweise unnötig sind beispielsweise:

noindex-URLs

404-Seiten

Weiterleitungs-URLs

nicht kanonische Duplikate

interne Suchergebnisse

bestimmte technische URLs

passwortgeschützte Inhalte

Wenn du Google über eine Sitemap eine URL als relevant mitteilst und gleichzeitig über andere Signale deutlich machst, dass sie nicht indexiert werden soll, entstehen widersprüchliche Signale.

Weiterleitungs-URLs gehören nicht als Zielseiten in die Sitemap #

Angenommen, eine alte URL wurde dauerhaft auf eine neue Seite umgeleitet:

https://example.com/alte-seite/

        ↓ 301

https://example.com/neue-seite/

Dann sollte normalerweise die neue Ziel-URL in der Sitemap stehen und nicht die alte Weiterleitungs-URL.

Wie permanente Weiterleitungen funktionieren, erklären wir unter 301-Weiterleitung einrichten: URLs dauerhaft umleiten.

404-URLs aus der Sitemap entfernen #

Eine URL, die dauerhaft nicht mehr existiert und mit 404 Not Found antwortet, sollte nicht weiterhin als reguläre Inhalts-URL in einer Sitemap aufgeführt werden.

Sonst teilst du Google einerseits mit, dass diese URL relevant ist, während der Server andererseits meldet, dass die Ressource nicht existiert.

Wie du mit solchen URLs richtig umgehst, erklären wir unter 404-Fehler finden und beheben.

Canonical und Sitemap sollten zusammenpassen #

Wenn mehrere ähnliche URL-Varianten existieren, sollte in der Sitemap grundsätzlich die bevorzugte kanonische Version verwendet werden.

Beispiel:

bevorzugte URL:

https://example.com/produkt/


technische Variante:

https://example.com/produkt/?sort=preis

Wenn die erste URL die kanonische Version darstellt, sollte nicht unnötig die technische Variante als eigenständige bevorzugte URL in der Sitemap signalisiert werden.

Nur vollständige absolute URLs verwenden #

URLs in einer XML-Sitemap werden vollständig angegeben.

Richtig:

https://example.com/leistungen

Nicht lediglich:

/leistungen/

Auch das korrekte Protokoll und der richtige Hostname sind relevant.

HTTPS-Sitemap für eine HTTPS-Website #

Wenn deine Website vollständig über HTTPS betrieben wird und HTTPS die bevorzugte Version darstellt, sollten die URLs in deiner Sitemap ebenfalls auf die entsprechenden HTTPS-Adressen zeigen.

Beispiel:

https://example.com

und nicht unnötig:

http://example.com/

wenn diese HTTP-Version ohnehin auf HTTPS weitergeleitet wird.

Wo findest du die Sitemap deiner Website? #

Das hängt vom verwendeten Content-Management-System und der eingesetzten SEO-Lösung ab.

Mögliche Adressen können beispielsweise so aussehen:

https://example.com/sitemap.xml

https://example.com/sitemap_index.xml

https://example.com/wp-sitemap.xml

Welche Adresse auf deiner Website tatsächlich verwendet wird, solltest du direkt in deinem System beziehungsweise SEO-Plugin überprüfen.

Wichtig: Kopiere nicht einfach eine Sitemap-Adresse von einer anderen Website. Prüfe immer, welche Sitemap deine eigene Website tatsächlich bereitstellt.

WordPress kann eine eigene Sitemap bereitstellen #

WordPress besitzt eine integrierte XML-Sitemap-Funktion.

Zusätzlich können SEO-Plugins eigene Sitemap-Systeme bereitstellen.

Je nach Konfiguration kann deshalb beispielsweise eine WordPress-Sitemap oder eine vom SEO-Plugin erzeugte Sitemap verwendet werden.

Du musst nicht mehrere unterschiedliche Sitemap-Systeme parallel bei Google einreichen, nur weil technisch mehrere Varianten erreichbar sein könnten.

Was ist ein Sitemap-Index? #

Bei größeren oder strukturierten Websites werden URLs häufig auf mehrere einzelne Sitemaps verteilt.

Ein Sitemap-Index enthält dann nicht direkt sämtliche Seiten-URLs, sondern verweist auf weitere Sitemap-Dateien.

Vereinfacht:

sitemap_index.xml

   ├── post-sitemap.xml
   ├── page-sitemap.xml
   ├── product-sitemap.xml
   └── category-sitemap.xml

Google kann den Sitemap-Index lesen und anschließend die darin referenzierten einzelnen Sitemaps abrufen.

Bei einem Sitemap-Index reicht normalerweise der Index #

Wenn dein System einen vollständigen Sitemap-Index erzeugt, kannst du diesen in der Google Search Console einreichen.

Du musst dann nicht zwangsläufig jede darin enthaltene untergeordnete Sitemap zusätzlich einzeln einreichen.

Beispiel:

https://example.com/sitemap_index.xml

Google kann darüber die enthaltenen Sitemap-Dateien finden.

Warum gibt es mehrere Sitemaps? #

Die Aufteilung kann verschiedene praktische Gründe haben.

Sie kann beispielsweise unterschiedliche Inhaltstypen voneinander trennen:

Seiten

Beiträge

Produkte

Kategorien

Bilder

Videos

Außerdem gelten technische Größenbeschränkungen für einzelne Sitemap-Dateien. Umfangreiche Websites benötigen deshalb gegebenenfalls mehrere Sitemaps und einen Sitemap-Index.

Wie groß darf eine Sitemap sein? #

Eine einzelne Sitemap darf nach dem Sitemap-Protokoll höchstens 50.000 URLs enthalten und im unkomprimierten Zustand maximal 50 MB groß sein.

Wird eine dieser Grenzen erreicht, müssen die URLs auf mehrere Sitemap-Dateien verteilt werden.

Ein Sitemap-Index kann diese einzelnen Dateien anschließend zusammenfassen.

Was bedeutet lastmod? #

Eine Sitemap kann für eine URL optional ein Änderungsdatum über das Element <lastmod> angeben.

Beispiel:

<url>
  <loc>https://example.com/ratgeber/</loc>
  <lastmod>2026-08-30</lastmod>
</url>

Dieses Datum sollte eine tatsächliche wesentliche Änderung der Seite widerspiegeln.

Es sollte nicht künstlich bei jedem Sitemap-Aufruf oder bei belanglosen Änderungen auf das aktuelle Datum gesetzt werden.

changefreq und priority nicht überbewerten #

Im Sitemap-Protokoll existieren außerdem Elemente wie <changefreq> und <priority>.

Google verwendet diese Werte für das Crawling nicht als verbindliche Vorgaben.

Du kannst Google also nicht durch:

<priority>1.0</priority>

dazu zwingen, eine Seite wichtiger einzustufen oder besser zu ranken.

Wichtig: Eine Sitemap ist kein SEO-Prioritätsschalter. Die Aufnahme einer URL oder ein hoher priority-Wert verbessert nicht automatisch ihr Ranking.

Sitemap vor dem Einreichen prüfen #

Bevor du eine Sitemap in der Search Console einreichst, solltest du kontrollieren, ob sie öffentlich erreichbar ist.

Öffne dazu die tatsächliche Sitemap-Adresse im Browser.

Beispiel:

https://example.com/sitemap.xml

oder:

https://example.com/sitemap_index.xml

Die Sitemap darf nicht nur für angemeldete Administratoren erreichbar sein.

Auf den HTTP-Status achten #

Eine funktionierende Sitemap sollte von Google zuverlässig abgerufen werden können.

Wenn die Sitemap beispielsweise einen Serverfehler oder einen Zugriffsschutz liefert, kann Google sie nicht normal verarbeiten.

Die Bedeutung wichtiger HTTP-Statuscodes erklären wir unter HTTP-Statuscodes erklärt: 200, 301, 404, 403 und 500.

Sitemap in Google Search Console einreichen #

Öffne die Google Search Console und wähle die richtige Property deiner Website aus.

Rufe anschließend den Bereich Sitemaps auf.

Dort kannst du Google die Adresse deiner Sitemap mitteilen.

Je nach dargestellter Property und Eingabefeld kann die Domain bereits vorgegeben sein. Trage dann den entsprechenden Sitemap-Pfad ein.

Beispielsweise:

sitemap_index.xml

und sende die Sitemap ab.

Was bedeutet „Sitemap einreichen“? #

Die Formulierung kann missverständlich sein.

Du lädst die Sitemap nicht als Datei von deinem Computer zu Google hoch.

Stattdessen passiert vereinfacht Folgendes:

Sitemap liegt auf deiner Website

        ↓

du teilst Google ihre Adresse mit

        ↓

Google ruft die Sitemap ab

        ↓

Google verarbeitet die enthaltenen Angaben

Die Sitemap muss deshalb weiterhin auf deiner Website erreichbar bleiben.

Was passiert nach dem Einreichen? #

Google versucht, die eingereichte Sitemap abzurufen und zu verarbeiten.

Im Sitemaps-Bericht kannst du anschließend unter anderem sehen, ob Google die Sitemap erfolgreich lesen konnte.

Eine erfolgreiche Verarbeitung bedeutet jedoch weiterhin nicht, dass alle darin enthaltenen URLs unmittelbar gecrawlt oder indexiert werden.

Was bedeutet der Status „Erfolgreich“? #

Wenn Google für eine Sitemap einen erfolgreichen Status meldet, konnte die Sitemap abgerufen und verarbeitet werden.

Das bedeutet:

Sitemap technisch lesbar

Es bedeutet nicht:

Alle URLs sind indexiert.

Diese beiden Aussagen solltest du strikt voneinander unterscheiden.

Wie prüfst du die Indexierung der Sitemap-URLs? #

Die eigentliche Indexierung wird nicht allein durch den erfolgreichen Sitemap-Status beantwortet.

In der Search Console kannst du den Bericht zur Seitenindexierung verwenden und die Auswertung nach einer bestimmten Sitemap beziehungsweise eingereichten URLs filtern.

Damit kannst du untersuchen, welche der in der Sitemap enthaltenen Seiten Google indexiert und bei welchen URLs andere Zustände vorliegen.

Die Diagnose einzelner wichtiger URLs behandeln wir ausführlich unter Google indexiert meine Website nicht: Ursachen prüfen.

Was bedeutet „Sitemap konnte nicht abgerufen werden“? #

Kann Google eine Sitemap nicht abrufen, solltest du zunächst die Erreichbarkeit kontrollieren.

Mögliche Ursachen können beispielsweise sein:

falsche Sitemap-Adresse

404-Fehler

Serverfehler

DNS-Problem

Zugriffsschutz

robots.txt-Blockierung

temporäres technisches Problem

Öffne die Sitemap selbst und prüfe ihren tatsächlichen technischen Zustand.

Google kann die Sitemap lesen, meldet aber Fehler #

Eine Sitemap kann grundsätzlich erreichbar sein und trotzdem fehlerhafte Einträge enthalten.

Dann solltest du die im Sitemaps-Bericht angezeigten Details untersuchen.

Mögliche Probleme können beispielsweise ungültige URLs, Formatfehler oder andere syntaktische Probleme sein.

Wenn dein Content-Management-System oder SEO-Plugin die Sitemap automatisch erzeugt, solltest du nicht direkt die generierte XML-Datei manuell bearbeiten, sondern die Ursache in der entsprechenden Konfiguration suchen.

Sitemap nicht manuell bearbeiten, wenn sie automatisch erzeugt wird #

Bei WordPress und anderen Content-Management-Systemen werden Sitemaps häufig dynamisch erzeugt.

Eine manuelle Änderung der ausgegebenen XML-Datei wäre dann entweder gar nicht möglich oder würde bei der nächsten automatischen Generierung wieder überschrieben.

Wenn falsche URLs in der Sitemap auftauchen, solltest du stattdessen prüfen:

Ist der Inhalt veröffentlicht?

Soll der Inhalt indexiert werden?

Welche Sitemap-Einstellungen
verwendet das SEO-Plugin?

Ist die URL kanonisch?

Ist der Inhaltstyp für
Suchmaschinen freigegeben?

Warum erscheint eine bestimmte Seite nicht in der Sitemap? #

Wenn eine erwartete Seite fehlt, können unterschiedliche Ursachen vorliegen.

Beispielsweise:

Seite ist noindex

Seite ist nicht veröffentlicht

Inhaltstyp ist von der Sitemap ausgeschlossen

SEO-Plugin schließt Seite aus

Canonical-Konfiguration ist ungewöhnlich

Sitemap wurde noch nicht aktualisiert

Caching zeigt eine ältere Version

Prüfe zuerst, ob die Seite überhaupt indexiert werden soll.

Warum steht eine noindex-Seite noch in der Sitemap? #

Wenn eine Seite bewusst auf noindex gesetzt wurde, sollte sie normalerweise nicht gleichzeitig als gewünschte Index-URL in der Sitemap erscheinen.

Bei einem solchen Widerspruch solltest du die Einstellungen des Systems beziehungsweise SEO-Plugins überprüfen.

Das Ziel ist eine konsistente Konfiguration:

URL soll indexiert werden
→ indexierbar
→ kanonische URL
→ Sitemap


URL soll nicht indexiert werden
→ noindex
→ normalerweise nicht Sitemap

Muss die Sitemap nach jeder neuen Seite erneut eingereicht werden? #

Normalerweise nicht.

Wenn eine Sitemap erfolgreich eingereicht wurde und unter derselben Adresse automatisch aktualisiert wird, kann Google sie regelmäßig erneut abrufen.

Du musst also nicht nach jedem neuen Blogartikel die Sitemap aus der Search Console löschen und erneut hinzufügen.

Praxis-Tipp: Bei einem normalen WordPress-System mit automatisch aktualisierter Sitemap reicht es in der Regel, die korrekte Sitemap beziehungsweise den Sitemap-Index einmal sauber einzureichen und anschließend ihren Status zu überwachen.

Wann kann ein erneutes Einreichen sinnvoll sein? #

Wenn du umfangreiche Änderungen an der Sitemap beziehungsweise Website-Struktur vorgenommen hast, kannst du Google erneut auf die Sitemap aufmerksam machen.

Bei normalen laufenden Änderungen kann Google dagegen seinem regulären Abrufrhythmus folgen.

Eine Sitemap aus Search Console entfernen #

Du kannst eine eingereichte Sitemap aus dem Sitemaps-Bericht entfernen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Google dadurch automatisch sämtliche darin enthaltenen URLs vergisst oder aus dem Index entfernt.

Auch die Sitemap selbst kann Google bereits auf anderen Wegen bekannt sein.

Achtung: Das Entfernen einer Sitemap aus dem Search-Console-Bericht ist kein Werkzeug zum Entfernen von Webseiten aus Google.

Eine neue Sitemap nach einem Relaunch #

Nach einem Website-Relaunch solltest du die Sitemap besonders sorgfältig prüfen.

Sie sollte die aktuellen bevorzugten URLs der neuen Website enthalten.

Alte URLs, die inzwischen weiterleiten oder nicht mehr existieren, sollten nicht unnötig als aktuelle Inhaltsseiten in der neuen Sitemap verbleiben.

Kontrolliere insbesondere:

neue URL-Struktur

HTTPS

www / ohne www

Canonical-URLs

alte Weiterleitungs-URLs

404-URLs

noindex-Seiten

neue wichtige Seiten

Alte Sitemap nach einem Relaunch #

Bei größeren Migrationen kann eine alte Sitemap unter bestimmten Umständen vorübergehend diagnostisch hilfreich sein, beispielsweise um Google alte URLs und deren Weiterleitungen erneut zugänglich zu machen.

Das ist jedoch ein spezieller Migrationsfall.

Für die dauerhaft verwendete aktuelle Sitemap solltest du grundsätzlich die bevorzugten aktuellen URLs der Website bereitstellen.

Sitemap und robots.txt #

Die Adresse einer Sitemap kann auch in der robots.txt-Datei angegeben werden.

Das Prinzip sieht beispielsweise so aus:

Sitemap: https://example.com/sitemap.xml

Dadurch können Suchmaschinen die Sitemap entdecken.

Das ersetzt nicht zwingend den praktischen Nutzen einer Einreichung über die Search Console, denn dort kannst du zusätzlich sehen, ob Google die eingereichte Sitemap erfolgreich abrufen und verarbeiten konnte.

Wie die robots.txt funktioniert, erklären wir unter robots.txt erklärt: Suchmaschinen-Crawler richtig steuern.

Eine Sitemap nicht mit robots.txt verwechseln #

Beide Dateien erfüllen völlig unterschiedliche Aufgaben.

XML-Sitemaprobots.txt
weist auf relevante URLs hinenthält Crawling-Regeln
unterstützt URL-Entdeckungkann Crawler von Bereichen fernhalten
keine Indexierungsgarantiekein zuverlässiger noindex-Ersatz

Diese beiden Mechanismen sollten deshalb nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Sitemap und Search Console regelmäßig kontrollieren #

Nach erfolgreicher Einrichtung musst du den Sitemaps-Bericht nicht täglich öffnen.

Eine gelegentliche Kontrolle ist jedoch sinnvoll, insbesondere:

nach einem Relaunch

nach größeren URL-Änderungen

nach einem Wechsel des SEO-Plugins

bei Indexierungsproblemen

wenn neue Seiten nicht gefunden werden

wenn Google einen Sitemap-Fehler meldet

Häufige Sitemap-Fehler #

Sitemap-Adresse falsch eingetragen

Sitemap liefert 404

Sitemap ist zugriffsgeschützt

alte HTTP-URLs enthalten

Weiterleitungs-URLs enthalten

404-URLs enthalten

noindex-Seiten enthalten

nicht kanonische URLs enthalten

Sitemap als Indexierungsgarantie verstehen

nach jedem neuen Artikel
Sitemap erneut einreichen

automatisch erzeugte XML-Datei
manuell bearbeiten

Sitemap aus Search Console löschen
und Indexentfernung erwarten

Sitemap als Ersatz für
interne Verlinkung betrachten

Checkliste: XML-Sitemap prüfen und bei Google einreichen #

Sitemap-Adresse ermitteln
        ↓
im Browser öffnen
        ↓
öffentlich erreichbar?
        ↓
korrekte HTTPS-URLs?
        ↓
nur gewünschte
indexierbare URLs?
        ↓
keine 404-URLs?
        ↓
keine Weiterleitungs-URLs?
        ↓
keine unnötigen noindex-URLs?
        ↓
Canonical-Signale plausibel?
        ↓
Search Console öffnen
        ↓
richtige Property wählen
        ↓
Sitemaps öffnen
        ↓
Sitemap bzw.
Sitemap-Index einreichen
        ↓
Verarbeitung abwarten
        ↓
Status kontrollieren
        ↓
bei Fehlern Details prüfen
        ↓
Seitenindexierung kontrollieren

Zusammenfassung #

Eine XML-Sitemap ist eine maschinenlesbare Datei, mit der du Suchmaschinen auf wichtige URLs deiner Website hinweisen kannst.

Sie unterstützt Google bei der Entdeckung von Seiten, ersetzt aber weder eine sinnvolle Website-Struktur noch eine gute interne Verlinkung.

In einer Sitemap sollten grundsätzlich die bevorzugten indexierbaren URLs deiner Website stehen. Weiterleitungs-URLs, 404-Seiten, bewusst auf noindex gesetzte Seiten und nicht kanonische Duplikate gehören normalerweise nicht in die reguläre Sitemap.

Bei größeren Websites können mehrere Sitemaps verwendet und über einen Sitemap-Index zusammengefasst werden. Wird ein solcher Index automatisch erzeugt, reicht es normalerweise aus, diesen in der Google Search Console einzureichen.

Das Einreichen bedeutet nicht, dass du eine Datei zu Google hochlädst. Du teilst Google lediglich mit, wo sich die Sitemap auf deiner Website befindet. Google ruft sie anschließend selbst ab.

Auch ein erfolgreicher Sitemap-Status bedeutet nicht, dass alle enthaltenen URLs indexiert wurden. Er bestätigt zunächst, dass Google die Sitemap abrufen und verarbeiten konnte.

Eine gute Sitemap sagt Google nicht „Diese Seiten musst du indexieren“, sondern möglichst eindeutig: „Das sind die aktuellen, bevorzugten und indexierbaren URLs meiner Website.“

Letzte Aktualisierung August 30, 2026
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