WordPress, Plugins und Themes sollten regelmässig aktualisiert werden. Updates beheben Fehler, schliessen Sicherheitslücken und sorgen dafür, dass deine Website mit aktuellen WordPress-Versionen funktioniert.
Trotzdem kann bei einem Update einmal etwas schiefgehen. Deshalb ist es sinnvoll, vor grösseren Änderungen zu wissen, ob ein aktuelles Backup vorhanden ist.
CURIAWEB sichert deine Hosting-Daten täglich. Wichtig ist jedoch zu verstehen, dass dieses tägliche Backup nicht zwingend unmittelbar vor deiner Änderung erstellt wurde.
Kurz erklärt: Prüfe vor wichtigen WordPress-Updates oder grösseren Änderungen, ob ein ausreichend aktuelles Backup vorhanden ist. Je mehr sich auf deiner Website laufend verändert, desto wichtiger ist der Zeitpunkt der Sicherung.
Warum sollte vor einem WordPress-Update ein Backup vorhanden sein? #
Die meisten WordPress-Updates laufen problemlos durch. Trotzdem können nach einer Aktualisierung Fehler auftreten.
Zum Beispiel kann ein Plugin nach einem Update nicht mehr mit einem anderen Plugin, dem verwendeten Theme oder der installierten WordPress-Version zusammenarbeiten.
Auch eine Aktualisierung selbst kann fehlschlagen oder eine bestehende Anpassung kann sich mit einer neuen Version nicht mehr vertragen.
Ein Backup gibt dir in einer solchen Situation die Möglichkeit, Daten aus einem Zeitpunkt vor der problematischen Änderung wiederherstellen zu lassen.
Welche Änderungen sind besonders relevant? #
Ein aktuelles Backup ist besonders sinnvoll, bevor du grössere Änderungen an WordPress vornimmst.
Dazu gehören beispielsweise:
- ein grösseres WordPress-Update,
- Updates wichtiger Plugins,
- ein Theme-Update,
- die Installation oder Entfernung eines Plugins,
- Änderungen am Theme oder an Website-Dateien,
- grössere Änderungen an der Website und
- Arbeiten an der Datenbank.
Das bedeutet nicht, dass jedes kleine Update gefährlich ist. Es geht darum, vor einer Änderung zu wissen, auf welchen Stand du im Problemfall zurückgreifen könntest.
Das tägliche Backup kann bereits einige Stunden alt sein #
CURIAWEB erstellt einmal täglich ein automatisches Backup deiner Hosting-Daten.
Wenn du beispielsweise am Nachmittag ein Plugin aktualisierst, stammt das letzte vorhandene Backup möglicherweise aus der vorherigen Sicherung und enthält deshalb nicht alle Änderungen, die seitdem vorgenommen wurden.
Ein einfaches Beispiel:
Morgens
tägliches Backup
↓
10:00 Uhr
neuer Beitrag wird veröffentlicht
↓
13:00 Uhr
Formularanfrage trifft ein
↓
15:00 Uhr
Plugin wird aktualisiert
↓
Update verursacht ein Problem
Das vorhandene Backup kann zwar einen Zustand vor dem fehlerhaften Plugin-Update enthalten. Der neue Beitrag und andere Daten, die erst nach der Sicherung entstanden sind, können in diesem Backup aber noch fehlen.
Wichtig: «Es gibt ein Backup» und «es gibt ein Backup unmittelbar vor meiner Änderung» sind nicht dasselbe.
Bei einer einfachen Website ist der Unterschied oft kleiner #
Wie wichtig der genaue Zeitpunkt des Backups ist, hängt stark davon ab, wie deine Website genutzt wird.
Bei einer Firmenwebsite, auf der sich zwischen zwei täglichen Sicherungen nichts geändert hat, kann ein einige Stunden älteres Backup praktisch denselben wichtigen Datenbestand enthalten wie unmittelbar vor einem Update.
Bei einem aktiven Online-Shop sieht das anders aus.
Beispiel: Ein aktiver WooCommerce-Shop #
In einem Online-Shop können laufend neue Daten entstehen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Bestellungen,
- Kundenkonten,
- Änderungen am Lagerbestand und
- weitere Shop-Daten.
Angenommen, das tägliche Backup wurde am Morgen erstellt und du führst am Abend ein grösseres Plugin-Update durch.
08:00 Uhr
Backup
↓
im Laufe des Tages
mehrere neue Bestellungen
↓
18:00 Uhr
Plugin-Update
↓
Website funktioniert nicht mehr korrekt
Ein Zurücksetzen des kompletten Accounts auf den Stand vom Morgen wäre hier nicht automatisch die beste Lösung, weil die später eingegangenen Bestellungen in diesem älteren Backup noch nicht enthalten sein können.
Bei solchen Websites sollte deshalb besonders sorgfältig geprüft werden, was tatsächlich wiederhergestellt werden muss.
Eine WordPress-Website besteht aus Dateien und einer Datenbank #
Bei WordPress reicht es nicht immer aus, nur an die sichtbaren Dateien der Website zu denken.
Eine WordPress-Installation besteht im Wesentlichen aus zwei wichtigen Bereichen:
- Dateien: Dazu gehören WordPress selbst, Plugins, Themes, hochgeladene Bilder und weitere Dateien.
- Datenbank: Dort befinden sich unter anderem Beiträge, Seiten, Einstellungen und viele weitere Inhalte und Informationen.
Bei einer vollständigen Sicherung einer WordPress-Website müssen deshalb sowohl die benötigten Dateien als auch die Datenbank berücksichtigt werden.
Beispiel: Wenn du eine Seite im WordPress-Editor änderst, wird diese Änderung normalerweise in der Datenbank gespeichert. Nur die Website-Dateien zu sichern würde diese Änderung deshalb nicht vollständig abdecken.
Vor einem Update: Prüfe zuerst das vorhandene Backup #
Bevor du eine grössere Änderung durchführst, kannst du in JetBackup 5 prüfen, von wann die letzte verfügbare Sicherung stammt.
Überlege anschliessend, ob seit diesem Zeitpunkt wichtige neue Daten entstanden sind.
Ein einfacher Check sieht so aus:
Wann wurde das letzte Backup erstellt?
↓
Was hat sich seitdem geändert?
↓
Wären diese Änderungen wichtig,
wenn eine Wiederherstellung nötig wird?
↓
Dann erst grössere Änderung durchführen
Wie du die vorhandenen Sicherungen in JetBackup 5 findest, erklären wir im Artikel Welche Backups sind verfügbar? Backups in JetBackup 5 ansehen.
Was ist, wenn du eine Sicherung direkt vor der Änderung möchtest? #
Das tägliche CURIAWEB-Backup wird automatisch nach dem festgelegten Sicherungsplan erstellt. Es wird nicht automatisch ein zusätzliches Backup erzeugt, nur weil du in WordPress gleich ein Plugin, ein Theme oder WordPress selbst aktualisierst.
Wenn du unmittelbar vor einer grösseren Änderung eine zusätzliche eigene Sicherung erstellen möchtest, gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten. WordPress-Websites können beispielsweise mit einer geeigneten Backup-Lösung zusätzlich gesichert werden.
Dabei solltest du darauf achten, dass sowohl die benötigten WordPress-Dateien als auch die Datenbank gesichert werden und dass du weisst, wie diese Sicherung im Bedarfsfall wiederhergestellt werden kann.
Eine solche zusätzliche Sicherung ist unabhängig von den automatischen täglichen Backups, die CURIAWEB für deinen Hosting-Account erstellt.
Soll ich WordPress-Updates deshalb hinauszögern? #
Nein. Ein vorhandenes Backup ist kein Grund, notwendige Updates aufzuschieben.
WordPress, Plugins und Themes sollten aktuell gehalten werden. Updates enthalten häufig Fehlerbehebungen, Sicherheitsverbesserungen und Anpassungen an neue Versionen.
Der sinnvolle Ablauf lautet deshalb nicht «lieber nicht aktualisieren», sondern:
Backup-Situation prüfen
↓
Update durchführen
↓
Website kontrollieren
Nicht zehn Updates gleichzeitig durchführen #
Wenn mehrere grössere Aktualisierungen anstehen, kann es hilfreich sein, diese nicht alle gleichzeitig durchzuführen.
Wenn du beispielsweise mehrere wichtige Plugins gleichzeitig aktualisierst und danach ein Fehler auftritt, ist schwerer festzustellen, welche Aktualisierung das Problem verursacht hat.
Bei wichtigen Websites kann ein schrittweises Vorgehen deshalb die Fehlersuche erleichtern:
Plugin aktualisieren
↓
Website kurz prüfen
↓
nächstes Plugin aktualisieren
↓
erneut prüfen
Das ist keine Backup-Funktion, erleichtert aber die Suche nach der Ursache, falls nach einer Aktualisierung etwas nicht mehr funktioniert.
Was solltest du nach einem Update kontrollieren? #
Nach wichtigen Updates solltest du nicht nur darauf achten, ob sich die Startseite noch öffnen lässt.
Prüfe die Bereiche, die für deine Website wichtig sind.
Das können beispielsweise sein:
- Startseite und wichtige Unterseiten,
- Navigation und Links,
- Kontaktformulare,
- WordPress-Administrationsbereich und
- bei einem Online-Shop Warenkorb und Bestellablauf.
So bemerkst du einen Fehler möglichst früh und kannst besser eingrenzen, nach welcher Änderung er aufgetreten ist.
Was tun, wenn nach dem Update etwas nicht funktioniert? #
Wenn nach einem Update ein Problem auftritt, sollte nicht automatisch der komplette Hosting-Account auf einen älteren Stand zurückgesetzt werden.
Zuerst sollte geklärt werden, was genau betroffen ist und wann das Problem entstanden ist.
Bei einem einzelnen fehlerhaften Plugin kann beispielsweise eine andere Lösung sinnvoller sein als die Wiederherstellung des gesamten Accounts.
Wenn tatsächlich Daten aus einem Backup benötigt werden, erklären wir den Ablauf im Artikel Backup bei CURIAWEB wiederherstellen lassen: So funktioniert die Wiederherstellung.
Automatische Updates und Backups #
WordPress kann Plugins und Themes automatisch aktualisieren, wenn diese Funktion aktiviert ist.
Auch bei automatischen Updates ist ein regelmässiges Backup sinnvoll. Du kannst bei einem automatisch ausgeführten Update schliesslich nicht vorher manuell prüfen, ob unmittelbar davor eine neue Sicherung erstellt wurde.
Die täglichen CURIAWEB-Backups bilden dafür eine regelmässige Absicherung. Trotzdem gilt auch hier: Das letzte Backup kann älter sein als die Änderung, die zu einem Problem geführt hat.
Zusammenfassung #
WordPress, Plugins und Themes sollten regelmässig aktualisiert werden. Vor wichtigen Updates und grösseren Änderungen ist es sinnvoll zu prüfen, ob ein ausreichend aktuelles Backup vorhanden ist.
CURIAWEB erstellt täglich automatische Backups deines Hosting-Accounts. Diese Sicherung wurde aber nicht zwingend unmittelbar vor deiner WordPress-Änderung erstellt.
Bei einer einfachen Website, auf der sich seit dem letzten Backup nichts geändert hat, spielt dieser zeitliche Unterschied häufig eine kleinere Rolle. Bei einem aktiven Shop oder einer Website mit laufend neuen Daten kann er dagegen sehr wichtig sein.
Denke ausserdem daran, dass eine WordPress-Website aus Dateien und einer Datenbank besteht. Für eine vollständige Sicherung müssen beide Bereiche berücksichtigt werden.
Prüfe vor grösseren Änderungen, wann das letzte Backup erstellt wurde, was sich seitdem verändert hat und kontrolliere deine Website nach dem Update.